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Montag, 22. Januar 2018

Von Käfern, Blättern und der Gemeinde Jesu

Als vor kurzem die Stürme über Deutschland hinwegfegten, knickten immer wieder mal Bäume um. Nur vereinzelt, im Vergleich zur Anzahl aller Bäume. Die Bäume erfüllten aber noch eine andere wichtige Aufgabe, die ein Wetterexperte im Fernsehen etwa so beschrieb: „In dieser Zeit haben viele Bäume ihre Blätter noch nicht abgeworfen. Die Blätter, die noch gemeinsam an den Bäumen hängen, bilden einen enormen Widerstand gegen den Sturm“

Das ließ mich aufhorchen. Blätter? Wie groß sind die Blätter an Stadtbäumen? Handgroß, wenn es ein Ahornblatt ist, Ein Viertel davon, wenn es Birkenblätter sind. Egal – Blätter als „enormer Widerstand“, die die Macht eines Sturmes brechen können?

Dann kam irgendwann eine Doku im TV über das Schutzverhalten von Tieren. Erstaunlich! Elefanten kreisen ihre Schwachen ein, wenn Gefahr droht. Präriehunde stellen Wächter auf, die bei Gefahr die ganze Präriehundstadt warnen und dadurch schützen. Käferkolonien warnen ihre Artgenossen im Fall von Gefahr durch eine Geruchwarnung. Da diese jedoch auch vom Feind wahrgenommen wird, riskiert der Wächter den Tod. Ähnliches geschieht unter Fischen im Meer.

Viele weitere Beispiele könnte man aufzeigen. Artgenossen stehen zusammen, warnen einander, helfen einander, schützen einander – selbst, wenn es Nachteile oder den eigenen Tod zur Folge haben kann.

Das erinnert mich an die Gemeinde Jesu, die durch das Blut Jesu zu „Artgenossen“, zu Familie, zu Blutsverwandten geworden sind. Aber wie zerstritten sie oft sind! Wie sehr man vor- einander warnt, statt einander zu warnen. Wie sehr man sich aus dem Weg geht, statt miteinander zu gehen! Wie sehr man sich in Grüppchen aufspaltet, statt geschlossene Mannschaft Jesu zu sein und über das hinwegzusehen, was nicht grundlegend ist. Wenn Jesus im Zentrum steht, ist es egal, ob die Umstehenden grün, blau, rot, weiß oder schwarz sind. Es ist egal, ob sie nach Wald, Wiese, Parfüm, Schweiß oder Öl riechen. Ist Jesus im Mittelpunkt, gehören sie dazu. Dann sollen wir zusammenstehen, einander lieben, ermutigen, erbauen,  warnen, helfen, stützen, trösten, zurechtbringen, füreinander beten, miteinander beten und füreinander einstehen. Paulus ruft deutlich dazu auf in 1 Korinther 1:10 und Philipper 1:27:

Ich ermahne euch aber, Brüder,
durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus,
dass ihr alle einmütig redet und nicht Spaltungen unter euch seien,
sondern dass ihr in demselben Sinn und in derselben Meinung
völlig zusammengefügt seiet.“

 „Wandelt nur würdig des Evangeliums des Christus,
damit ich, sei es, dass ich komme und euch sehe
oder abwesend bin, von euch höre,
dass ihr fest steht in einem Geist und mit einer Seele
zusammen für den Glauben des Evangeliums kämpft“

Viele andere Verse könnten zugefügt werden.

Als wiedergeborene Christen sind wir Familie. Wer Jesus im Herzen hat und Ihm folgt, der ist unser „Artgenosse“. Und wenn wir mit unsern Artgenossen zusammenstehen … wenn wir uns umeinander kümmern, die Schwachen in unsere Mitte nehmen und selbstlos füreinander da sind – bis zur Aufopferung unserer selbst – dann werden wir als viele kleine Blätter an einem Baum eine Vehemenz und Kraft erfahren, die gemeinsam in der Liebe Jesu den Stürmen um uns herum Widerstand bieten und ihre Macht brechen kann.

Sonntag, 21. Januar 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute
Apostelgeschichte 1:12-26

12 Dann kehrten die Jünger vom Ölberg nach Jerusalem zurück. Der Berg liegt nur einen Kilometer von der Stadt entfernt. 
13 Als sie angekommen waren, stiegen sie in den Obersaal hinauf, in dem sie sich gewöhnlich aufhielten. Es waren Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus Ben-Alphäus, Simon der Zelot und Judas Ben-Jakobus.  
14 Es waren auch einige Frauen dabei, darunter Maria, die Mutter von Jesus, und außerdem seine Brüder. Sie waren einmütig beieinander und beteten beharrlich miteinander.
15 An einem dieser Tage erhob sich Petrus im Kreis der Brüder – etwa 120 waren zusammengekommen – und sagte:  
16 "Ihr Männer, liebe Brüder! Was in der Schrift steht, musste sich erfüllen; es musste so kommen, wie es der Heilige Geist schon durch David über Judas vorausgesagt hat. Er wurde ein Führer für die, die Jesus festnahmen,  
17 denn man zählte ihn zu uns. Und er hatte denselben Auftrag empfangen wie wir.  
18 Von der Belohnung, die er für seine Untat bekam, wurde dann in seinem Namen ein Acker gekauft. Er selbst wurde ja kopfüber hinabgestürzt, so dass sein Leib zerbarst und alle seine Eingeweide heraustraten.  
19 Alle Einwohner von Jerusalem haben davon erfahren und jenen Acker in ihrer Sprache 'Hakeldamach', das heißt 'Blutacker', genannt.  
20 Im Buch der Psalmen steht das so: 'Seine Wohnung soll öde werden, niemand wohne mehr darin.' Und: 'Sein Leitungsamt soll ein anderer bekommen.' 
21 Das muss nun einer von den Männern sein, die zusammen mit uns die ganze Zeit dabei waren, als der Herr Jesus bei uns ein- und ausging,  
22 und zwar von dem Tag an, als Johannes ihn taufte, bis zu dem Tag, als er von uns weg in den Himmel aufgenommen wurde. Von denen muss einer Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden." 
23 So stellten sie denn zwei Männer auf. Es waren Josef, der auch Barsabbas und mit Beinamen Justus genannt wurde, und Matthias.  
24 Dann beteten sie: "Herr, du, der die Herzen aller Menschen kennt, zeige uns, welchen von beiden du ausgewählt hast,  
25 diesen apostolischen Dienst zu übernehmen. Judas hat ihn ja verlassen, um dahin zu gehen, wohin er gehört."  
26 Dann ließ man das Los über sie entscheiden. Es fiel auf Matthias, der nun als Zwölfter zu den Aposteln gezählt wurde.


Anbetung
 Predigt
(parallel Kindergottesdienst)
Abendmahl 
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst 
Auf Wunsch Gebet 
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen
 Beginn: 10:30 Uhr
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

HERZLICH WILLKOMMEN! 
Wir freuen uns auf Dich! 

Sonntagszitat:
Jesus lässt sich von uns nicht abschrecken, 
egal wie chaotisch wir sind, egal wie unvollkommen.
 (Mike Yaconelli)

Samstag, 20. Januar 2018

ACHTUNG! Gottesdienst morgen NICHT wie unter angekündigt um 11:30 Uhr, sondern um 10:30 Uhr wie immer. Kann es leider nicht korrigieren, da unterwegs!

Harmoniebedürftigkeit

Ich wäre ein schlechter Vertreter oder Verhandlungspartner. Vielleicht hat Jesus mich darum zum Pastor berufen. Gewinnbringende Verträge für eine Firma auszuhandeln wäre der Tod jener Firma. Ich bin harmoniebedürftig, nehme lieber eigene Nachteile in Kauf und gehe Konflikten aus dem Weg. Klar, als Pastor ist meine Aufgabe auch nicht nur das Predigen. Auch hier öffnen sich Konflikte – mitunter mehr, als in säkularen Berufen. Aber die Notwendigkeit, Position zu beziehen ist dringlicher und die Quelle der Kraft göttlicher. Durch Paulus erklärt uns der Herr, dass Seine Kraft in den Schwachen mächtig ist.

Auf einem Treffen in Sachsen sagte der Evangelist Ulrich Parzany: „Viele Christen sind zu harmoniebedürftig!Anstatt für biblische Wahrheiten einzustehen, handelten sie nach dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“, Dann rief er die Besucher auf, sich auch bei Gegenwind zu den Kernpunkten des Glaubens zu stellen. Unter anderem erwähnte Parzany die von der EKD abgelehnte Mission unter Juden und beklagte die Ausreden der reichen, stagnierenden Westkirchen betreffs weltweiter Mission. Mit Recht!

Als ich letztes Jahr meine Winterreifen aufziehen lassen wollte, rief mich die Werkstatt an und meinte, die Winterreifen könne ich vergessen. Die hätten nicht mehr das nötige Profil.
Ich habe mich warnen und beraten lassen. Ohne Profil keinen Halt. Ohne Profil gerät man leicht ins Schleudern. Reifen sind gemacht mit starkem Profil, um uns sicher ans Ziel zu bringen.

Im unserem geistlichen Leben ist beides wichtig: Liebe und Profil! Wir sollen nicht nur die lieben und mit denen in Harmonie leben, die uns „passen“. Jesus sagt (Matthäus 5:46+47):

Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben,
was ist daran Besonderes?
Das tun sogar die bestechlichen Steuereintreiber.
Wenn ihr nur zu euren Freunden freundlich seid,
wodurch unterscheidet ihr euch dann von den anderen Menschen?
Das tun sogar die, die Gott nicht kennen.

Dann fährt Er im nächsten Vers fort und erinnert an das, was Er in Versen 44-45 gelehrt hatte:

Ihr sollt aber vollkommen sein,
so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen,
auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.
Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute
und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Liebe wird im Wort, im Werk und im Willen Gottes für Seine Kinder GANZ GROSS geschrieben. Jesus möchte, dass wir mit ALLEN Menschen im Frieden leben. Das aber bedeutet nicht „Harmonie um jeden Preis“.

Als Christen dürfen wir nicht unser Jesus-Profil um der Harmonie Willen aufgeben oder auch nur vernachlässigen. Wir müssen lieben wie Jesus, aber auch reden wie Jesus; handeln wie Jesus, aber auch Jesu Werte festhalten; leuchten mit dem hellen Licht Jesu (nicht mit dem Dämmerlicht unserer Zeit) und für Wahrheit und Moral aufstehen wie Jesus. Wir müssen Profil haben und Profil zeigen und dabei kompromisslos und fröhlich überzeugt zu Jesus einladen.

Harmoniebedürftigkeit, die Glaubenskompromisse beinhaltet, führt definitiv in den Abstieg. In Harmonie leben mit Jesus und Seinem Wort ist immer oberste Priorität, füllt unsere Herzen mit Frieden (der manchmal anders ist als der Frieden dieser Welt) und mit Kraft.

Seine Kraft, für Ihn Position zu beziehen und Profil zu zeigen, ist in den Schwachen mächtig. Hallelujah!

Morgen treffen sich ein Haufen „Schwacher“ in unserem Gottesdienst. Wir werden feststellen, dass Jesus ein besonderes Interesse an den Schwachen hat. Das wird bestimmt ein frohmachender Augenöffner für alle, die sich zu schwach und unfertig fühlen, Jesus zu folgen. Wir laden jeden, schwach oder stark, herzlich ein, den Gottesdienst mit uns zu feiern.


Calvary Chapel Freier Grund

Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)

57290 Neunkirchen

Beginn: 11:30 Uhr (parallel Kindergottesdienst in Altersgruppen)
HERZLICH WILLKOMMEN!

Freitag, 19. Januar 2018

Matthäus 5:44 und das Reisfeld des Nachbarn

Lothar Grassmann schreibt hier von einem Christ in Südchina, der ein Reisfeld auf halber Höhe eines Berghangs bewirtschaftete.

In China wird viel Reis angebaut. Die Reispflanzen benötigen reichlich Wasser, um einen guten Ertrag zu erbringen. In der Trockenzeit pumpte der Christ das Wasser durch ein Tretrad vom Bewässerungsgraben auf sein Feld hinauf. Unterhalb des Feldes lagen die zwei Felder seines Nachbarn. Eine aufgeschütteter Erdwall bildete die Grenze.

Eines Nachts durchstach der Nachbar mit einem Spaten den trennenden Erdwall - und das Wasser floss vom Grundstück des Christen auf seine Felder hinab. Als der Christ am nächsten Morgen kam und sein Feld bearbeiten wollte, erschrak er gewaltig: "Was ist denn hier passiert?", dachte er zunächst. Dann aber dämmerte es ihm - und eine ohnmächtige Wut stieg in ihm auf. "Warte nur, dir werde ich es heimzahlen", brummte er vor sich hin. Doch dann erinnerte er sich an seinen christlichen Glauben, an Friede und Vergebung. Er schluckte dreimal tief und versuchte, die ganze Geschichte zu vergessen. Vielleicht war es ja auch nur ein schlechter Scherz! Doch diese Illusion hielt nur einen Tag lang vor. Denn am nächsten Morgen - war das gleiche passiert. Jetzt konnte es kein Scherz mehr sein. Der Christ beschloss, vorerst nichts zu sagen. Innerlich freilich hat er ganz schön gekocht. Als am dritten und vierten Tag wiederum der Erdwall durchstochen war, wäre er am liebsten losgerannt und hätte den bösen Nachbarn zur Rede gestellt. Aber eine innere Stimme hielt ihn zurück. "Tu es nicht! Rede zuerst mit anderen Christen", riet sie ihm.

So traf er sich mit den Ältesten seiner Gemeinde. Er erzählte ihnen, was ihm widerfahren war, und meinte: "Ich habe versucht, geduldig zu sein und keine Vergeltung zu üben. Aber ist das richtig? Der hält mich doch zum Narren!" - Die Ältesten hörten betroffen zu. Dann beteten sie miteinander. Nach dem Gebet erhob sich langsam ein sehr alter Mann. Er sagte nur wenige Worte. Aber diese Worte gingen allen Versammelten tief zu Herzen. Sie lauteten: "Wir sind armselige Christen, wenn wir immer bloß versuchen, das Richtige zu tun. Nein, als Christen können wir mehr tun als das, was nur richtig ist. Lasset uns lieben!"

Am nächsten Morgen ging der Christ, der das Reisfeld besaß, wieder hinaus, um es zu bewirtschaften. Wieder war das gleiche geschehen wie an den Tagen zuvor. Nun aber tat er etwas ganz Außergewöhnliches. Am Morgen bewässerte er zuerst die Felder seines feindlichen Nachbarn. Am Nachmittag versorgte er sein eigenes Grundstück.

Als der Nachbar in der Nacht wieder kam, um sein böses Werk auszuführen, war er völlig verblüfft. Er fragte sich: "Was hat ihn denn nur bewogen, meine Felder mitzubewässern?" Der Nachbar wurde so fragend, dass er zu dem Christen hinging, sich bei ihm entschuldigte und ihm versprach, nie wieder den Erdwall zu durchstechen. Aber es geschah noch mehr: Er öffnete sich dem Glauben, der eine solche Tat der Feindesliebe ermöglicht hatte.

Jesus spricht:

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen,
tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die,
welche euch beleidigen und verfolgen, (Matthäus 5:44)

Und ich, Herr? Wo, wann und wem heute?

Donnerstag, 18. Januar 2018

Engel beherbergen

Der ERF berichtete irgendwann von einem schottischen Bauern in ärmlichen Verhältnissen.


Während er versuchte, den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen, hörte er eines Tages einen Hilferuf vom nahe gelegenen Sumpf. Er ließ sein Handwerkszeug fallen und rannte zum
Sumpf. Dort war ein völlig verängstigter Junge bis zur Hüfte im schwarzen Moor eingesackt, der sich schreiend und strampelnd zu befreien versuchte. Bauer Fleming rettete den Burschen von einem langsamen und qualvollen Tod.

Am nächsten Tag fuhr eine edle Kutsche auf das Gehöft des Schotten. Ein elegant gekleideter Edelmann stieg aus und stellte sich als Vater des vom Bauern geretteten Jungen vor.

„Ich möchte Sie bezahlen“, sagte der Edelmann. „Sie haben meinem Jungen das Leben gerettet.“ „Nein, ich kann keine Bezahlung annehmen für das, was ich getan habe“, winkte der schottische Bauer ab. In diesem Moment kam der eigene Sohn des Bauern aus der Tür der Familienbehausung.

„Ist das Ihr Sohn?“ fragte der Edelmann. „Ja“, antwortete der Bauer stolz. „Ich mache Dir einen Vorschlag. Lass ihn mit mir gehen und ich sorge dafür, dass er eine gute Ausbildung bekommt. Wenn der Bursche auch nur annähernd ist wie sein Vater, wird er zu einem Mann heranwachsen, auf den man stolz sein kann.“ Und das tat er.

Mit der Zeit schloss des Bauers Sohn seine Ausbildung an der St. Mary`s Medizinschule in London ab und wurde weltweit bekannt als Sir Alexander Fleming, der Entdecker des Penicillins. 1945 erhielt er als Mitentdecker des Antibiotikums Penicillin den Nobelpreis.

Jahre später erkrankte der Sohn des Edelmannes schwer an einer Lungenentzündung. Was ihn gerettet hat? Penicillin. Der Name des Edelmannes? Lord Randolph Churchill. Der Name seines Sohnes? Sir Winston Churchill, Premierminister Englands von 1940 bis 1945 und von 1951 bis 1955.


Als ich diese Geschichte las, musste ich an den Vers aus Hebräer 13:2 denken. Etwas anders gelagert aber doch verwandt. Da heißt es:

Vernachlässigt nicht die Gastfreundschaft;
denn durch sie haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“

Manche Entscheidungen, die wir in Abgängigkeit von Jesus treffen … manche guten Werke, die wir ohne Erfolgsaussichten in Seinem Namen tun … manches Wort oder manche Tat der Liebe können lange Jahre später das bewirken, was der Herr verheißen hat:

„Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden;
denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten,
wenn wir nicht ermatten.“ (Galater 6:9)

Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten.
Dann werden sie eure guten Taten sehen
und euren Vater im Himmel preisen.“ (Matthäus 5:16)

„Und führt einen guten Wandel unter den Heiden,
damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden,
doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben,
Gott preisen am Tag der Untersuchung.“ (1 Petrus 2:12)

Für Jesus und den Bau Seines Reiches, für das geistliche Wohl unserer Glaubensgeschwister und für die (noch) verlorenen Seelen der Menschen ohne Jesus lohnt es sich allemal, selbstlos und großzügig zu sein betreffs guter Werke in Wort und Tat. Jedes Werk, für jesus getan, ist nicht vergeblich! (1 Korinther 15:58)

Ach ja … tue’s bewusst!

Mittwoch, 17. Januar 2018

Frieden

Der Lehrer gibt seinen Schülern den Auftrag, ein Gemälde zu schaffen zum Thema: „Vollkommener Frieden“.

Alle in der Klasse vertiefen sich an die Arbeit. Was kann man malen? Welches Motiv illustriert Frieden am besten? Eifrig arbeitet jeder daran seine Gedanken auf Papier auszudrücken. Der Abgabetermin naht und der Lehrer dreht seine Runden im Klassenzimmer. Hier nähert er sich einem der Schüler und ist überrascht von dem Bild, das er sieht. Ein Junge hat dunkle Sturmwolken gemalt, Krieg, Krankheit und Tod. Aber mittendrin ist dieser Baum, und auf einem seiner Äste sitzt ein Vogel mit weit ausgebreiteten Flügeln. Es sieht aus, als würde dieser Vogel singen.

In Anbetracht dieses Bildes kratzt sich der Lehrer am Kopf und meint: „Ich dachte, die Aufgabe sei gewesen, vollkommenen Frieden zu malen?!“ "Das habe ich getan,“ antwortet der Junge. "Sehen Sie, der kleine Vogel lebt im Frieden mit seiner Umgebung. Er hält in all den Umständen an Gottes Verheißung fest, dass Gott sich um ihn kümmern wird. Der Vogel weiß, dass Gott ihm jederzeit Wind vom Himmel unter seine Flügel schicken – und ihn an einen besseren Platz bringen kann.“

Frieden, so zeigt diese Geschichte, ist nicht die Abwesenheit von Unruhe und Unheil, sondern Bewahrung und Hoffnung mitten in unserer unheilvollen Welt.

Jesus Christus sagt: „Ich lasse euch ein Geschenk zurück - meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.“ Der Psalmist singt: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.“

Dieses gerade angebrochene Jahr wird auch uns Sturmwolken bringen, Krieg, Krankheit und Tod, die sich schmerzlich vermischen mit den Sonnentagen, den Freuden und den Erfolgen dieses Jahres. Aber Jesu Versprechen gilt uns an jedem Tag und in jeder Situation dieses Jahres: „Ich lasse euch ein Geschenk zurück - meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.

Frieden kann jeder Mensch bei Jesus finden, selbst mitten in Not und Dunkelheit. Jesus schenkt nicht nur Frieden, Er ist Frieden. Komm zu Jesus und finde Frieden!

Dienstag, 16. Januar 2018

Gebet im Buch Joel

Wir könnten den heutigen Eintrag auch überschreiben mit den Worten: „Was wir im Gebet vielleicht versäumen!“ – oder: „Was wir noch alles lernen können!“ Im Buch Joel finden wir da einige Hinweise. Lest doch mal die folgenden Verse und versucht zu entdecken, was vielen Gebeten heutiger Christen entgeht.

Heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung,
versammelt die Ältesten, alle Bewohner des Landes,
zum Haus des Herrn, eures Gottes, und schreit zum Herrn!
(Joel 1:14)

Zu dir, o Herr, will ich rufen;
denn das Feuer hat die Auen der Steppe verzehrt,
und die Flamme hat alle Bäume des offenen Feldes versengt!
(Joel 1:19)

„Die Priester, die Diener des Herrn,
sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen:
Herr, habe Mitleid mit deinem Volk
und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis,
dass die Heidenvölker über sie spotten!
Warum soll man unter den Völkern sagen: »Wo ist nun ihr Gott?“
(Joel 2:17)

Was gefunden? Mir fiel zunächst das „Schreien“ auf, dann das „Rufen“ und dann das „Weinen“. Beim näheren Hinsehen könnte man noch das „Fasten“, das „Versammeln“ und „das Ziel, die Ehre Gottes“ herausfinden.

Wenn Menschen ihr Herz vor dem Herrn ausschütten, kann das schon mal seltsam werden. Schon mal laut vor dem Herrn geweint? Schon mal zum Herrn geschrien? „Was würden die anderen denken?“ schießt es uns durch den Kopf. Gebetstreffen in Korea oder China muten seltsam an ... wenn hunderte von Betern gemeinsam vor dem Herrn weinen – oder auch nur rufen. Jeder für sich mit dem Herrn, aber umgeben von Gleichgesinnten. Das scheint den Worten Joels nahe zu kommen.

Sicher ist die Form des Gebets nicht ausschlaggebend. Aber wir dürfen es lernen, unsere Steifheit und Tradition abzugeben und zu beten, wie der Herr uns ermutigt. Vertrautheit mit Jesus, das „zum-Staunen-Gelangen“ über Seine Herrlichkeit, das Zerbrochenwerden über die Dinge, die Jesu Herz zerbrechen – Innigkeit unserer Verbindung mit Jesus – das wird uns Beten lernen wie Jesus gebetet hat und viele Beter durch die Jahrhunderte hindurch. Ja, wir dürfen rufen, schreien, weinen, fasten – und das alles alleine oder in der Versammlung der Gemeinde. Sicher im Geist der Ordnung und ohne Gebet zu zerstören.

Nein, die Form des Gebets ist nicht ausschlaggebend, auch wenn wir manchmal wünschen – und wünschen dürfen – aus unseren Formen auszubrechen und mehr davon zu erfahren, was es bedeutet, im Geist und in der Wahrheit zu beten. Aber das eigentlich Nötige ist die Innigkeit der Verbundenheit mit unserem Herrn. Für Israel wird eine Zeit kommen, in der sie den Herrn suchen werden, wie Er gesucht werden möchte. Darüber schreibt Joel in Kapitel 2: 

Dann gerät der Herr in Eifer für sein Land
 und hat Mitleid mit seinem Volk.
Und der Herr wird antworten ...
und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden
und den Namen des Herrn, eures Gottes, loben,
der wunderbar an euch gehandelt hat;
und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden!
Und ihr sollt erkennen, dass ich in Israels Mitte bin
und dass ich, der Herr, euer Gott bin und keiner sonst;
und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden!
(aus Joel 2:18,19,26,27)

Lasst uns Innigkeit in unserem Verhältnis zu Jesus suchen. Je mehr wir Ihn kennen und lieben, je intensiver wird unser Austausch mit Ihm sein. Vielleicht sogar mit Rufen, Schreien und Weinen.

Montag, 15. Januar 2018

HEUTE FINDET AUS ANLASS DER ALLIANZGEBETSWOCHE BEI UNS 
KEIN MÄNNERABEND 
STATT!
Alle Abendstunden fallen in dieser Woche aus. ABER: Freitagmorgen Frühgebet mit Kaffee um 6 Uhr in der Teeküche findet statt. Anschließend (7:00 Uhr wer möchte) Frühstück.

15. Januar. 588 vor Christus - Was geschah heute vor 2430 Jahren?

Viel! Menschen wurden geboren, andere starben. Irgendwo bewirkte die Natur viel Leid, an anderer Stelle Freude. Menschen lachten, andere weinten – alles wie jeden Tag auf der Welt.

Aber wir wissen auch von einem ganz bestimmten Ereignis, das am 15. Januar 588 v. Chr. stattfand. Wir lesen von diesem Ereignis mit Datumsangabe in Hesekiel 24:1+2 wo es heißt:

„Und es geschah das Wort des Herrn zu mir
im neunten Jahr am zehnten Tage des zehnten Monats:
Du Menschenkind, schreib dir diesen Tag auf,
ja, eben diesen Tag;
denn der König von Babel hat sich an eben diesem Tage
vor Jerusalem gelagert.“

Der 10. Tag im 10. Monat des 9. Jahres (der Regierung Zedekias in Jerusalem) war der 15. Januar 588 vor Christus, also auf den Tag heute vor 2430 Jahren.

-         An diesem Tag prophezeite Hesekiel in Babylon (!) dass der Babylonische König Nebukadnezar mit der Belagerung Jerusalems beginnen würde.
-         An diesem Tag begann Nebukadnezar tatsächlich die Belagerung der über 500 Km entfernten Stadt Jerusalem.     (vgl.: 2 Könige 25:1+2; Jeremia 39:1 + 52:4)

Am 15. Januar 588 v. Chr. predigte Hesekiel eine vernichtende Predigt über die widerspenstigen Führer Israels (des Volkes Gottes!) und über das Volk als solches. Unumkehrbares Gericht war beschlossen, das Angebot der Gnade Gottes verwirkt und das Ausgießen des Zornes Gottes nicht mehr zu verhindern.

Israels Führung und das Volk hatte auf ein falsches Fundament gebaut. Statt auf Wort und Warnungen Gottes zu vertrauen und umzukehren, hatten sie sich darauf verlassen, dass der Tempel des Herrn in ihrer Mitte war und sie ja immer noch das „Volk des Herrn“ waren. Dass mit diesem Vorrecht Pflichten verbunden waren wurde ignoriert. Jetzt mussten sie die Folgen tragen. Gottes Volk (!) wurde in apokalyptischen Dimensionen gerichtet und das heidnische Babylon wurde zum ausführenden Richter. Gottes Volk (!) musste den Kelch des glühenden Zornes Gottes trinken – und ihn aus der Hand ihrer heidnischen Feinde empfangen.

Tatsache ist, dass Gott ein reines Volk möchte, dessen Licht nicht durch rußgeschwärzte Scheiben gehindert wird. Ein heiliges Volk, dessen Gott bewundert – nicht verlacht oder verachtet wird. Ein Volk, dass Ihn mit brennendem Herzen liebt und Ihm dient, nicht aus Routine oder Pflichtgefühl und in Seinem Tempel neben dem heiligen Altar andere Altäre errichtet hat – wie es zu der Zeit in Jerusalem der Fall war.

Im Neuen Testament schreibt Petrus an das neutestamentliche Volk Gottes in 1 Petrus 4:17:

 Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt
beim Haus Gottes;
wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein,
die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben?

Auch heute möchte und arbeitet der Herr an einem Volk, das heilig und rein für Ihn leuchtet. Er tut das mit Liebe, Barmherzigkeit und einer Disziplin, die so hart wie nötig, aber so sanft wie möglich ist. Wo aber Hingabe leicht genommen – und der Name Jesu dennoch getragen wird, da wird der Herr für die Ehre Seines Namens aufstehen.

Warren Wiersbe schreibt: „Eine Theologie, die das Sündigen leicht und die göttliche Strafe unwichtig macht, fußt nicht auf der Bibel. Der Hebräerbrief macht uns eindringlich auf diesen Umstand aufmerksam: „Der Herr wird sein Volk richten.(10:30)

Am 15. Januar 588 v. Chr. war die Zeit der Gnade für Jerusalem und seine Bürger abgelaufen. Gottes Gericht war beschlossene Sache. So, wie es prophezeit war, so kam es auch. Es dauerte über eine Generation, bis dass Gott mit einem kleinen Überrest ein neues Werk begann.

Am 15. Januar 2018 ... ist die Zeit der Gnade für Gottes Gemeinde noch nicht abgelaufen. Aber leicht nehmen sollte niemand die ernsten Worte, die neben den vielen Worten der Verheißung, der Gnade, der Vergebung, der Einladung und der Bevollmächtigung im ganzen NT verstreut sind: Worte der Warnung: „Heute, wenn Ihr Seine Stimme höret, verstockt Eure Herzen nicht!“, Worte der Einladung: „Heute ist der Tag des Heils!“, Worte der Ermahnung: „Lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt!

Hätte Gottes Volk vor dem 15. Januar 588 v. Chr. auf Gottes Wort gehört und danach gehandelt, wäre ihre Geschichte anders verlaufen.
Wenn wir ab dem 15. Januar 2018 auf Gottes Wort hören und danach handeln, wird auch unsere Geschichte anders verlaufen ...
- überraschend anders!