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Mittwoch, 1. März 2017

Der Hohn des Aschermittwoch

Das wars dann wohl für diese Saison. Karneval ohne Grenzen, Spaß ohne Kontrolle, Ironie ohne Ende, Gottesbezüge ohne Ehrfurcht, Sünde ohne Gewissen, Kriminalität ohne ...  Du denkst, ich übertreibe? Lies die Zeitung! Detektive haben Hochkonjunktur! Der Gebrauch von K-o Tropfen nimmt zu und damit die Zahl der Missbräuche und Vergewaltigungen. Wie jedes Jahr fließt der Alkohol in Strömen, Ehen werden in Massen gebrochen (Zitat: Mein Partner, der hat da volles Verständnis. Der sagt immer: Viel Spaß, du kommst wieder!) und die Menge ergötzt sich an Zynismus und Sarkasmus. Gott wird gelästert, das Heilige mit Füßen getreten und wer nicht mitmacht, wird als Spießer belächelt. Gut, dann bin ich ein Spießer – aber ein stolzer!

Glücklicherweise erteilt der Aschermittwoch Absolution. Interessant, dass dieser Tag mehr mit dem Ende des Karneval  verbunden wird, als mit dem eigentlichen Ursprung, dem Einläuten der Fasten- und Passionszeit. Der Aschermittwoch hat seinen Namen vom Aschekreuz, das seit dem 10. Jahrhundert traditionsgemäß, entweder durch „Asche aufs Haupt“ oder durch ein Kreuz auf der Stirn vergeben wird.
 
Asche ist im Orient, und damit auch im biblischen Umfeld, ein Symbol der Trauer und Buße. Hiob saß in Staub und Asche (Hiob 30:19) und Ninive tat Buße in Trauer und Asche (Jona 3:6). Allerdings waren damals Asche, Staub und Sackkleidung nur äußere Zeichen eines tatsächlich innerlich ablaufenden Trauer- und Umkehrprozesses. Losgelöst von echter Trauer über Sünde und Abkehr von Gottlosigkeiten hatten diese Äußerlichkeiten absolut keine Wirkung. Reine Äußerlichkeiten konnten und können weder Gott täuschen, noch Reinigung in irgendeiner Weise bewirken. Eine begrenzt geplante Abkehr von Sünde ist überhaupt keine Abkehr von Sünde. Gott macht das in Sprüche 28:13 überaus deutlich: 
 
Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen,
wer sie aber bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen. 
 
Dass Aschermittwoch nichts mit Buße zu tun hat, zeigt die Tatsache, dass man es „schade“ findet, dass jetzt alles vorbei ist. Man trauert den ausgelassenen und sündigen Tagen nach. Seit 1950 treffen sich Kirche und Künstler jährlich zu einer „Standortbestimmung“ (nicht etwa zu einer gemeinsamen Umkehr zu Gott). Der „politische Aschermittwoch“ stellt den größten Hohn dar. An diesem Treffen präsentiert sich Aschermittwochbuße in „Bierzelt - Atmosphäre“, mit dem Ziel „heftiger, polemischer Attacken gegen politische Gegner“.
 
Soviel zu Karneval, Aschermittwoch, dem Hohn der Aschermittwochbuße und der damit verbundenen Verhöhnung biblischer Werte und göttlicher Ansprüche.
 
Natürlich möchte ich den heutigen Eintrag nicht beenden, ohne eine hilfreiche und befreiende Alternative aufzuzeigen. Echte Buße bewirkt tatsächlich Neuanfang. Wer erkennt, dass Gottes Gebot gebrochen wurde, und wer seine Sünde bereut, sie am liebsten ungeschehen machen würde und einen neuen Weg einschlagen möchte, der findet bei Gott eine weit offene Türe und einen Retter mit weit offenen Armen. König David hatte das erkannt, als er in Psalm 51:19 betete: 
 
„Das Opfer, das dir gefällt, ist ein zerbrochener Geist.
Ein zerknirschtes, reumütiges Herz wirst du, Gott, nicht ablehnen.“ 
 
Recht hat er gehabt, denn auch der Erfahrungsbericht aus Psalm 32:1,2+11 kommt von ihm: 
 
„Ein Psalm Davids. Glücklich ist der, dessen Sünde vergeben ist und dessen Schuld zugedeckt ist. Glücklich ist der, dem der Herr die Sünden nicht anrechnet und der ein vorbildliches Leben führt! Deshalb freut euch im Herrn und seid froh, die ihr ihm gehorsam seid! Jubelt alle vor Freude, deren Herzen aufrichtig sind!"

Dienstag, 28. Februar 2017

Kampf oder Freude?

Vor einigen Jahren schrieb Horst Weippert vom Männer-Gebets-Bund einige Gedanken zum damaligen Jahresmotto: „Betet mit Freuden“. Es war nach Philipper 1:4 formuliert, wo es heißt:

„Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke,
was ich allezeit tue in allen meinen Gebeten für euch alle,
und ich tue das Gebet mit Freuden.“

Im Umfeld seiner Erläuterungen waren weitere bekannte, herausfordernde und mutmachende  Bibelverse über das Gebet erwähnt.

„Betet ohne Unterlass!“ (1. Thessalonicher 5,17)
„Seid ... beharrlich im Gebet!“
(Römer 12:12)
„Freuet Euch im Herrn allezeit...
sorget um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen
mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden.“ (Philipper 4:4-6)

Weippert schreibt: Ein schönes Motto, doch haben wir damit nicht manchmal unsere Schwierigkeiten? Wir beten, ja, aber mit Freuden? Die Bibel fordert uns zum dringlichen Beten auf, wir sollen dranbleiben am Gebet, beharrlich und ohne Unterlass beten, dem Gebet erste Priorität geben. Paulus hat die Geschwister in Korinth unter Tränen ermahnt. Wann haben wir unsere Gebete für Menschen und diese Welt unter Tränen vor Gott gebracht?

Wir sollen dringlich beten, weil
...    die Not der Menschen groß ist und
...    die Anliegen der Welt drängend sind
...    die Menschen dringend Jesus Christus brauchen
...    die Zeit begrenzt ist
...    der Herr Jesus uns in seine weltweite Rettungsarbeit hinein nehmen will.

Aber wir dürfen unser Gebet deswegen nicht zu einer bloßen Pflichterfüllung machen oder unter Druck und schlechtem Gewissen beten. Oft ist in der Bibel die Rede davon, sich der Gegenwart Gottes zu freuen. Die verfolgte Gemeinde preist Gott, Paulus und Silas loben ihn im Gefängnis, Paulus ermutigt uns aus dem Gefängnis, mit Freuden zu beten. Warum?

Weil ...
  •  unser Gebet eine Begegnung mit dem Herrn aller Herren ist und sein Herz uns zugewandt ist
  • ER unsere Herzen mit Freuden erfüllt durch den Heiligen Geist
  • wir uns eins machen dürfen mit dem Herrn in all den Anliegen, für die wir beten
  • Gebet das Vorrecht ist, mit der höchsten Autorität Gemeinschaft zu haben
  • wir um das Heilshandeln Gottes für uns ganz persönlich wissen
  • Gebet in der Bibel eine große Verheißung hat und
  • wir durch unsere Gebete die Hand Gottes bewegen können.
Lassen wir unsere Herzen vom Herrn Jesus mit Freude erfüllen. Dann können wir all die Anliegen der Welt und ihrer Menschen aufnehmen und dringlich und sogar drängend beten, durchdrungen mit der großen Freude an unserem Herrn Jesus.

Gebet – Kampf und Freude. Zeit in der Gegenwart Gottes – Erfüllung und Auferbauung. Das kennen allerdings nur solche, die beten.

Montag, 27. Februar 2017

Alternativ-Rosenmontag @ CCFG


Eisschmelze

Es war ein schöner Spaziergang, den meine Frau und ich vor Kurzem machten. Es war nach viel Schnee, Nebel und vielen Tagen diesigem Tauwetter ein herrlicher Vorfrühlingstag. Auf den Straßen war der Schnee schon weggetaut, nur in den höheren Lagen sah man neben den Häusern noch kleine Schneehügel, die die Hausbewohner zusammengeschoben hatten, und die jetzt langsam vor hinschmolzen.

Die Waldwege waren feucht, aber schneefrei – zunächst. Erst als wir auf der Schattenseite des Waldes bergauf gingen, wurde es tatsächlich noch einmal gefährlich. Hier war die wärmende Sonne nicht so oft hingekommen und die Wege waren teilweise auf ganzer Breite vereist. Das Vorwärtskommen war langsamer, die Schritte unsicherer und der Weg dadurch mühsamer. Nur langsam taute auch dieses Eis auf und kam uns auf den wenigen eisfreien Wegstücken als Schmelzwasser entgegen. Wo immer die Sonne nicht hinkam, konnte gefährliches, hartes Eis die Stellung halten.

Ich musste unweigerlich an unsere Herzen denken. Wie viel hartes Herzenseis bringt uns da oft in Gefahr, weil wir die Strahlen der Liebe Jesu raushalten. Die Eisschollen des Herzens haben entsprechende Namen. Die eine heißt Bitterkeit, eine andere Unversöhnlichkeit, auch Gleichgültigkeit gegenüber Gott hält unsere Herzen eisig. Lieblosigkeit, Selbstbezogenheit und viele andere Eisschollen lassen unsere Herzen frösteln und den Weg mit Jesus mühsam und beschwerlich werden. Sie schirmen uns ab von den warmen, wohltuenden Strahlen der Liebe Gottes. Tatsache ist: Gott kann unsere Herzen auftauen – egal, wie dick die Eisschicht noch ist. Gott kann Eisschmelze im Herzen bewirken.

Ich erinnere mich, wie das vor einigen Jahrzehnten in meinem Leben passierte. Da war eine dicke Eisscholle namens Bitterkeit, die jahrelang nicht hatte schmelzen wollen. Ich hütete sie, „beschützte“ sie vor den heilenden Strahlen der Liebe Gottes und wollte sie nicht wirklich loslassen. Es dauerte Jahre, bis ich die eisige Gefahr erkannte, bekannte und alle Fenster für Gottes Sonne öffnete. Im Nu war das Eis weg - und ist weg geblieben!

Jeder kann diese Macht der Wärme und Liebe Gottes erfahren. In Psalm 84:12 schreibt der Psalmist:

Denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild; 
der Herr gibt Gnade und Herrlichkeit,
wer in Lauterkeit wandelt, dem versagt er nichts Gutes.“

In unserem Jugendkreis haben wir früher immer wieder das Lied gesungen:  

„Gottes Liebe ist wie die Sonne. Sie ist immer und überall da. 
Sie kann Dich verändern heute, wenn Du willst!“

Willst Du?

Sonntag, 26. Februar 2017

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute
Esra 1:1-11

1. Im ersten Regierungsjahr des Perserkönigs Kyrus sollte sich erfüllen, was Jahwe durch den Propheten Jeremia angekündigt hatte. Jahwe bewegte den König dazu, in seinem ganzen Reich folgende Verfügung mündlich und schriftlich bekannt zu machen:  
2 "Kyrus, der König von Persien, gibt bekannt: Jahwe, der Gott des Himmels, hat alle Königreiche der Erde in meine Gewalt gegeben. Nun hat er mich beauftragt, ihm in Jerusalem in Judäa einen Tempel zu bauen.  
3 Wer von euch zu seinem Volk gehört, möge nach Jerusalem in Judäa hinaufziehen, wo Jahwe, der Gott Israels, wohnt, und sein Haus bauen. Und sein Gott möge mit ihm sein!  
4 Wer irgendwo vom Volk dieses Gottes übriggeblieben ist, soll von den Leuten seines Ortes mit Silber und Gold, mit beweglicher Habe und Vieh unterstützt werden. Dazu kann man ihnen freiwillige Gaben für das Haus Gottes in Jerusalem mitgeben."
5 Da machten sich die Sippenoberhäupter der Stämme Juda und Benjamin auf, die Priester, die Leviten und viele andere, die Gott bereit gemacht hatte, den Tempel Jahwes in Jerusalem zu bauen. 
6 Alle ihre Nachbarn unterstützten sie in jeder Weise mit Silber und Gold, mit beweglicher Habe und Vieh und vielen anderen wertvollen Dingen. Dazu kamen noch alle möglichen freiwilligen Gaben. 
7 König Kyrus gab auch die Tempelgeräte für das Haus Jahwes wieder zurück, die Nebukadnezzar in Jerusalem erbeutet und in das Haus seines Gottes gebracht hatte.  
8 Der Perserkönig ließ sie unter der Aufsicht des Schatzmeisters Mitredat hervorholen, der sie Scheschbazzar, dem Statthalter Judas, abgezählt aushändigte. 
9 Es waren unter anderem 30 goldene Schalen, 1000 silberne Opferschalen und 29 Ersatzstücke,  
10 30 goldene Becher, 410 zweitrangige Silberbecher und 1000 andere Objekte,  
11 insgesamt 5400 Gegenstände aus Gold und Silber. Das alles nahm Scheschbazzar mit, als er die nach Babylonien verschleppten Juden wieder nach Jerusalem zurückführte.

Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
(Quelle: HIER) 

  HERZLICHE EINLADUNG ZUM GOTTESDIENST 
Anbetung
Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen 

Beginn: 10:30 Uhr 
Wir freuen uns auf Dich!
 
 Calvary Chapel Freier Grund
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 

57290 Neunkirchen-Zentrum  

Sonntagszitat:
 

Der Glaube sieht die Dinge ganz anders; 
In einer dauernd bedrohenden und bedrohten Welt 
muss Gott aus Lasten und Trümmern unseres Lebens 
sein Werk unter uns errichten!
(Jochen Klepper)

Gott baut aus dem Trümmerfeld unseres Lebens Brücken und Stege, 
auf denen er uns über alle Abgründe geleitet. 
(Helmut Thielecke)

Samstag, 25. Februar 2017

Teuflische Strategien (2)

„Teuflische Strategien“ damit hatten wir letzten Samstag begonnen und Gedanken aus dem ersten Kapitel des Buches von Warren Wiersbe (CLV Verlag) zusammengefasst. Dabei ging es um Satan, den Verführer, der durch Lügen unseren menschlichen Geist infiltrieren und verführen will. Die Wahrheit des Wortes Gottes ist unsere Waffe.

Im zweiten Kapitel geht es um Satan, den Zerstörer. Zu viele Gedanken, um in einer kurzen Andacht zu erwähnen. Wiersbe schreibt: „Wenn wir seinen Verführungen Widerstand leisten, wird er unserem Körper Schaden zufügen.“ Bei der zweiten Strategie Satans geht es um Leid.

Der Autor nennt 3 Gründe, warum Satan interessiert ist, unseren Körper zu zerstören:
  1. Weil unser Körper ein Tempel Gottes ist. In 1 Korinther 6:19 heißt es: Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ Gott ist unsichtbar, aber Er möchte in uns wohnen und unseren Körper gebrauchen, Seine Gnade und Liebe in der Welt zu offenbaren. (Dabei vertritt Wiersbe kein unbiblisches Heilungsevangelium)
  2. Weil unser Körper Gottes Werkzeug ist. In Römer 6:13 schreibt Paulus. „Gebt auch nicht eure Glieder der Sünde hin als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten, und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit!“ Satan ist daran interessiert, Gottes Werkzeuge durch Leiden unbrauchbar zu machen. Das kann - muss ihm aber nicht gelingen.
  3. Weil unser Körper Gottes Schatzhaus ist. In 2 Korinther 4:7 heißt es: „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns.“ Gott gab uns diesen Schatz – so Wiersbe – damit Er ihn durch uns im Leben anderer zu deren Nutzen einsetzen kann. Dass Satan daran interessiert ist, Gottes Schatzhaus anzugreifen, versteht sich.
 Schließlich erklärt der Autor, dass unser Leben in unserem Körper sich als Prüffeld erweist.
Dann folgen viele Ermutigungen und Lehren. Darunter fällt, dass Satan ohne die Erlaubnis des himmlischen Vaters überhaupt nichts anrichten kann! Das beweist die Geschichte von Hiob. Darunter fällt auch, dass es natürliche Leiden gibt, um die auch Christen nicht herumkommen. Als schwache Menschen leben wir in einer gefährlichen und gefallenen Welt, die auch für uns Krankheiten und Tod beinhaltet. Auch wir leiden unter Ungerechtigkeiten in einer gefallenen Welt. In Römer 8:22 lesen wir: „Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstigt.“

Während Leiden einerseits unvermeidlich sind, so lange wir auf der Erde leben, gibt es auch Leiden, die Gott bewusst zu unserer „Züchtigung (Hebräer 12) einsetzt. Das geschieht, wenn wir uns von Ihm entfernt haben oder gegen Ihn rebellieren. „Züchtigung“ bedeutet aber auch: Kindererziehung oder, besser noch: „tun, was für Kinder gut ist“. Gott lässt gelegentlich Leiden zu, weil Er uns – ohne dass Sünde geschehen ist – auferbauen – und zu größerer Reife führen will. Das mag uns zur Zeit der „Erziehung“ gar nicht so vorkommen.

Als Illustration für die verschiedenen Ursachen des Leidens benutzt Wiersbe 2 Stürme: Jona geriet in einen Leidenssturm, weil er ungehorsam war und Gott ihn züchtigen und korrigieren musste. Dem gegenüber gerieten Jesu Jünger in einen Leidenssturm, weil sie Jesus gehorsam waren. Er hatte sie über den See Genezareth geschickt, und sie gehorchten Ihm. Dabei wurde ihr Glaube geprüft und gestärkt.

So wie in Kapitel 1 die Waffe gegen die Lügen des Verführers die Wahrheit des Wortes Gottes ist, so ist die Waffe gegen das vom Zerstörer geschickte Leid die Gnade Gottes. Wiersbe schreibt: „Gottes Gnade ist seine Vorsorge für jede Not in unserem Leben. Gnade ist keine ‚mystische Substanz’, die Gott ausgießt, wenn wir in Not sind. Gnade ist vielmehr Gottes überfließender Reichtum, der für jede Not ausreicht.“

Es ist kaum möglich, die heilsamen Gedanken über Leiden und Gnade aus Kapitel 2 kurz zusammen zu fassen. Warren Wiersbe’s Buch heißt „Teuflische Strategien … und wie man sie durchschaut“ und ist beim CLV Verlag in Bielefeld herrausgekommen. (Eindrücke aus Kapitel 3 gibts nächsten Samstag!)

Freitag, 24. Februar 2017

Unterschied erkennbar? – Unterschied erkennbar!

In Johannes 14:15-17 heißt es:

Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote! Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, daß er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Da steht schon viel drin! Ich fasse mal einiges zusammen:

  1. Dieses großartige Geschenk-Versprechen ist exklusiv! Exklusiv für Christen! Jesus redet mit dem Vater über einen Segen, der Dir gegeben werden soll. Ein Segen – direkt aus dem Himmel – den Menschen ohne Jesus gar nicht empfangen können.
  2. Menschen ohne Jesus empfangen das Segensgeschenk nicht, weil sie es nicht beachten und nicht erkennen. Einfach keinen Draht, keine gemeinsame Wellenlänge.
  3. Das bedeutet gleichzeitig: Wer Jesus nachfolgt, kann den Heiligen Geist erkennen, beachten und das Geschenk Gottes empfangen.
Wenn wir (= die wir an Jesus glauben) den Heiligen Geist haben – und die Welt (= die nicht an Jesus glauben), haben Ihn nicht – dann ist da ein gewaltiger – ich meine: EIN GEWALTIGER! Unterschied. Jesus verspricht im selben Atemzug: Ich komme zu euch! Überall im Neuen Testament heißt es, dass Gott: Jesus, unser Retter, unser himmlischer Vater und der Tröster, der Heilige Geist in uns Gotteskindern wohnt. Die Frage, die mir kommt ist: Ist der Unterschied erkennbar?

Der Abschnitt beginnt mit der Aufforderung, Jesus zu lieben. HIER liegt der Unterschied. Wenn wir Jesus lieben, folgen wir Ihm. Liebe schafft das herzliche Verlangen, IHM zu folgen und zu gehorchen. Wenn Liebe Gehorsam bewirkt – was bewirkt mangelnde Liebe?

Ungehorsam vertreibt den Heiligen Geist nicht! Er ist gekommen, um zu bleiben. Jesus sagt: Er wird bei euch bleiben in Ewigkeit. ABER: die Bibel sagt uns auch, dass Ungehorsam (fehlende Liebe zu Jesus) den Heiligen Geist betrübt und dämpft. Meine Lieblingsillustration ist ein Haus. Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben, um unser Lebenshaus auszufüllen und alle Zimmer zu fluten, zu erhellen und zu  regieren. Ungehorsam und fehlende Liebe zu Jesus betrüben und dämpfen den Heiligen Geist, der sich mehr und mehr zurückzieht, weil er freiwillige Liebe möchte, nicht erzwungene. Schließlich bleibt Ihm nur die Abstellkammer. Alle anderen Kammern sind von uns erfüllt. Folge ist, dass sich Christen nicht mehr von der Welt unterscheiden. Das Siegel des Geistes ist noch irgendwo da, aber das Haus unseres Lebens ist nicht mehr erfüllt. WIR könnten Ihn beachten und erkennen – aber wir haben Ihn verdrängt und haben den Unterschied im Alltag verloren zu denen, die Ihn weder beachten noch erkennen können. Wir haben unsere Leuchtkraft und unsere Würzkraft verloren.

Unterschied erkennbar? Wissen die Menschen, dass Du Jesus liebst? Ich wähle bewusst diese Formulierung. Sie mögen wissen, dass Du ‚Christ’ bist. Sie mögen wissen, dass Du zu einer Kirche gehörst – aber wissen sie, dass Du Jesus liebst? Ist der Unterschied erkennbar?

Lass Ihn raus – den Heiligen Geist – aus der Abstellkammer. Lass Ihn hinein, in alle Zimmer Deines Lebens, Deines Alltags. Lass Ihn Dich regieren. Du hast den ganzen Heiligen Geist. Lass Ihn Dich erfüllen! (Epheser 5:18) (w)

Donnerstag, 23. Februar 2017

Von Thermometern und Thermostaten

Immer wieder mal wird an dieser Stelle die holländische Christin Corrie ten Boom zitiert. Wegen der massiven Hilfe, die ihr Vater zur Zeit des Dritten Reiches den Juden zukommen ließ, wurden Corrie und ihre Verwandten im KZ inhaftiert. Viele ihrer Verwandten starben, sie überlebte. Ihr Körper überlebte knapp, ihr Glaube weit! Faszinierende Geschichten werden über ihren Dienst berichtet. Und faszinierende Sätze hat sie von sich gegeben. Von Corrie ten Boom stammen die folgenden sinngemäßen Gedanken:

Christen sind oft wie Thermometer. Sie nehmen wahr, was in der Welt geschieht und bei all der Not „fallen“ sie. Aber Christen sollen nicht wie Thermometer sein, die lediglich die Temperatur um sich herum feststellen und den Kopf schütteln und sich den Mund zerreißen.
Christen sollen vielmehr wie Thermostate sein, die die Temperatur verändern. Ein Thermostat spürt die Kälte und ersetzt sofort die fehlende Wärme, indem er das Zimmer mit der Heizquelle in Verbindung bringt.

Welch einfache Illustration – und wie überzeugend und vielsagend! Und ich stelle mir selbst die Frage: Funktioniere ich als Thermometer oder als Thermostat? Und Du?

Als Thermometer gehen wir mit offenen Augen durch die Welt. Wir nehmen die ungerechten  Entscheidungen und die Selbstdarstellungen der Menschen wahr, wir beklagen die abnehmende Moral und die zunehmende Toleranz gegenüber Sünde. Es schmerzt uns, dass unsere Glaubensgeschwister in aller Welt verfolgt und ermordet werden. Und wir spüren die zunehmende Hitze der Feindlichkeit gegenüber unserem Glauben in unserem eigenen Reihen. Wir sehen und spüren diese Entwicklung – und reagieren nicht! Thermometerchristen.

Thermostatchristen hingegen spüren auch die Kälte in unserer Gesellschaft gegenüber Gott. Aber ohne zu Zögern werden sie aktiv. Ihr Wunsch ist es, die kalte Gesellschaft mit der Wärmequelle, Jesus, in Verbindung zu bringen. Leichter wäre es, lediglich zu klagen und zu jammern. Aber ändern würde das nichts. Aktiv werden: den Zufluss der Wärme in den kalten Raum zu ermöglichen – das ist gefragt.

Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Sanftmut, Treue und Enthaltsamkeit gehören zur Frucht des Geistes Gottes (Galater 5:22). Thermostatchristen funktionieren, indem sie sich immer wieder neu vom Heiligen Geist erfüllen lassen. Das erfüllt ihre – über die Zustände der Welt erregten – Herzen mit einem Maß an Ruhe und bevollmächtigt sie, in der Kraft des Heiligen Geistes der Welt etwas mitzuteilen, was die Welt so dringend braucht.

Der Herr fordert uns immer wieder auf, nicht zu schweigen und das Gute, das wir tun können, nicht zu versäumen, Der Herr selbst dient uns als Vorbild. Wäre Er ein Thermometer gewesen, hätte Er vielleicht den Kopf geschüttelt und geklagt. Aber Jesus tat so viel mehr. Jesus wurde aktiv. Er packte an. Er ging bis zum Äußersten und tat alles, was Er tun konnte und das war gleichzeitig alles, was getan werden konnte.

„Habt diese Gesinnung in euch,
die auch in Christus Jesus war!“
(Philipper 2:5)

Mittwoch, 22. Februar 2017

Matthäus 1

Eine ganze Reihe Lektionen konnten wir am vergangenen Mittwoch aus Matthäus 1 lernen, angefangen von interessanten Gedanken aus Jesu Ahnentafel.

Da lesen wir von Abraham, Jakob, Juda und David. Die – und einige andere – sind die „Guten“. Sie sind fast alle bekannt für ihre Gottesfurcht und einige gute Taten. Trotzdem …
  • Abraham und David zeugten außereheliche Kinder
  • Jakob lebte in Polygamie
  • Juda zeugte Kinder mit einer Prostituierten
… und einige der anderen „Guten“ hatten auch so ihre Probleme. Von den „Schlechten“ ganz zu schweigen, die das gesamte Volk Israel in Unmoral und Götzenanbetung trieben, die schlimmer war als der Götzendienst der Heiden. Und Jesus entschloss sich, MITTEN HINEIN zu kommen in diese Menschheit und einer der ihren zu werden. Jesus entschließt sich bis heute, mitten in unser Leben zu kommen und da zu bleiben, egal, ob wir ursprünglich zu den „Guten“ oder den „Schlechten gehörten“.

Immer noch in der Ahnentafel: Gottes Wort wertet durch das Matthäus Evangelium die Position der Frauen auf. Frauen in einem solchen Geschlechtsregister zu erwähnen, war bereits ungewöhnlich. Die vier Namen, die außer Marias Namen genannt werden, könnten alle Verwunderung hervorrufen.
  • Tamar wurde als Prostituierte von ihrem Schwiegervater schwanger und gebar Perez, der die Linie des Messias fortführt.
  • Rahab war eine Ex-Prostituierte, die Boas gebiert, den Urgroßvater Davids
  • Ruth war keine Prostituierte, aber eine Frau ohne jüdisches Blut ... eine Heidin aus Moab. Sie gebiert Obed, Davids Großvater.
  • Schließlich ist da Bathseba, mit der David Ehebruch beging und die Salomo gebar.
4 Frauen. Keine von ihnen eine Vorzeigefrau. Dennoch sind sie im Geschlechtsregister Jesu namentlich erwähnt und von Gott ausgesucht. Der himmlische Vater schämt sich nicht, Seinen Sohn in eine sündige Menschheit zu schicken und sich mit den schlimmsten Sündern zu identifizieren.

Neben diesen Überlegungen hat es uns überrascht, dass allein im 1. Kapitel des Matthäus Evangeliums sechs mal (!) die Jungfrauengeburt erwähnt wird. Auch in anderen Kapiteln des Buches finden wir Hinweise darauf. Ebenso in anderen Büchern des Alten und des Neuen Testaments. Die Jungfrauengeburt Jesu ist ein oft bezeugtes Wunder Gottes, keine Randnotiz in Gottes Offenbarung. Das soll uns Mut machen, an dem festzuhalten, was göttlich ist, selbst wenn Menschen darüber lachen.

Für Josef war Marias Schwangerschaft zunächst völlig schockierend; als habe man ihm ein Messer gerade ins Herz gestoßen. Aber Gott kann mit verwundeten Herzen umgehen. Zunächst redet Er mit Josef. Dann gibt Er ihm eine Erklärung, und schließlich involviert Er Josef in Seinen Plan. Offensichtlich ist Gottes Botschaft an Josef: „Josef, gib dich nicht deinem Frust und deiner Trauer hin. Gib dich nicht auf! Diene mir! Kümmere dich! Halt fest! Mach mit!

Und Josef reagiert. Josef wacht auf – und handelt!
  • Josef HÖRT Gottes Wort
  • Er ERWACHT vom Schlaf
  • Und er HANDELT im Gehorsam.
Herrliche, hilfreiche Lektionen für den Alltag jedes Christen. Heute Abend um 19:30 Uhr geht es weiter mit Matthäus Kapitel 2.

Für Kranke und solche, die nicht kommen können, steht HIER ein Livestream zur Verfügung. Alle Anderen sind herzlich eingeladen, live dabei zu sein.