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Samstag, 4. September 2010

Viel Vergebung - viel Liebe!

In einem Missionsblatt las ich kürzlich den Bericht eines 37-jährigen Mannes, der knapp die Hälfte seines Lebens wegen diverser Verbrechen im Gefängnis verbracht hatte. Weit über ein Drittel seines Lebens lebte er im Heim. Er wuchs ohne all das auf, was ein Mensch für eine gesunde körperliche, soziale und emotionale Entwicklung braucht. Kein Wunder, dass er eines Tages an Drogen geriet und in die Kriminalität abglitt. Beim Ausbruch aus einem bewachten Krankenhaus entschied er sich, statt der Pistole eines Wächters die Bibel mitzunehmen, die ihm Christen zuvor geschenkt hatten. Auf der Flucht fand er Zeit, sich in die Lektüre der Heiligen Schrift zu vertiefen. Auch nach seiner erneuten Gefangennahme las er weiter in Gottes Wort und kam zum Glauben. Nach seiner Freilassung schloss er sich einer Gemeinde an und ließ er sich taufen. Auch seine Familie kam zum Glauben. Heute ist er evangelistisch tätig.

Einer meiner guten Freunde erzählt eine prinzipiell ähnliche Lebensgeschichte. Heim, Drogen, Kriminalität, Gefängnis, Bekehrung und Dienst. Heute ist er Missionar im europäischen Ausland. Wie viel Vergebung haben diese Männer erfahren! Wie groß ist ihre Hingabe an ihren Retter, Jesus! Warum fehlt diese Hingabe in so manchem Christenleben? Unweigerlich kommt mir der Vers aus Lukas 7:47 in den Sinn. Dort heißt es am Ende:

"Welchem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig."

Im vorangehenden Gespräch bestätigt Jesus die Antwort eines Pharisäers, der zum Ausdruck brachte: Je mehr Schulden erlassen werden, desto größer die Liebe und Dankbarkeit des Begünstigten.  Die Frage an Dich und mich ist diese: "Wie viel hat Gott uns  vergeben?"

Was vielen Jesusjüngern heute fehlt, ist die Erkenntnis der Größe ihrer Schuld, die Gott ihnen vergeben hat. Solange diese Erkenntnis fehlt, solange wir unsere absolute Verdorbenheit nicht erkennen, solange wird unsere Liebe zu unserem Retter, Jesus, auf Sparflamme brennen.

Sicher, nicht jeder von uns ist im strafrechtlichen Sinn kriminell geworden. Nicht jeder hat Drogen genommen oder schon mal "gesessen." Was uns aber fehlt, ist die Erkenntnis, dass uns diese Tatsachen vor Gott keinen Deut besser dastehen lassen, als solche, die in all diese Dinge verstrickt waren. Nackte Tatsache ist, dass wir verloren waren in Sünden, dass wir nichts, aber auch absolut gar nichts in unseren Händen hielten, dass wir in die Waagschale hätten werfen können. Da war nichts Gutes an oder in uns. Nicht nur "wenig Gutes," sondern "NICHTS Gutes."

Wem diese Erkenntnis unter die Haut geht, dessen Liebe zu Jesus wird wachsen. Oder, um es mit den Worten des Liedes zu sagen: Wem die Augen geöffnet werden, und wer sich selbst plötzlich in der Gruppe der Spötter unter dem Kreuz erkennt, dessen Liebe, Dankbarkeit und Hingabe an den Retter wird sprunghaft steigen.

Jesu Aussage: "Welchem wenig vergeben wird, der liebt wenig" war an die Pharisäer gerichtet. Ihr Problem war nicht, dass sie weniger Sünde hatten als die von ihnen verurteilte Ehebrecherin. Ihr Problem war vielmehr, dass sie sich für besser hielten. Und das Ergebnis ist schockierend: Die Ehebrecherin, die ihre Sünde erkannte, bekannte und Vergebung erfuhr - diente Jesus aufopferungsvoll mit Liebe und mit allem, was sie hatte. Diejenigen aber, die das Maß ihrer Sünde nicht erkannten und sich besser als andere einstuften - sie waren es, die Jesus schließlich ans Kreuz brachten.

Donnerstag, 2. September 2010

Vom Duften und Stinken

In Johannes 12 lesen wir von Maria, die den Jahresgehalt eines Arbeiters in Form importierter Salbe in Jesu Füße einreibt. Nicht nur war die Salbe teuer, es war auch viel. Das ganze Haus duftete schließlich danach. Das war verschwenderisch. Positiv verschwenderisch. Ein paar Stunden später war Jesus wieder unterwegs. Es dürfte nicht zu lange gedauert haben, bis er bei einem erneuten Besuch irgendwo wieder eine Fußwaschung erhalten hat. Die Frage des Judas "Wozu diese Verschwendung?" ist menschlich nachvollziehbar - geistlich nicht. Von Maria lernen wir, dass nichts, NICHTS, NICHTS! verschwendet ist, das wir für Jesus opfern, nicht unsere Zeit, nicht unsere Kraft, nicht unsere Ersparnisse (Salben und Gewürze waren damals u.a. eine Geldanlage), nicht unsere Gesundheit, nicht einmal unser Leben. NICHTS! ist zu gut für Jesus!
   
In Johannes 12 haben wir so etwas wie eine Gegenüberstellung von Maria und Judas, und wir können uns auf der einen oder anderen Seite einordnen.

Beide verbreiteten einen "Duft"
  • Maria verbreitete Wohlgeruch, der das ganze Haus erfüllte
  • Judas verbreitete Gestank, der alles überlagern sollte
  • Maria verbreitete Wohlgeruch ohne große Worte, durch demütigen Dienst
  • Judas verbreitete Gestank durch große Worte, die verurteilten und verletzten
  • Maria verbreitete Wohlgeruch, der auf Jesus, den Gekreuzigten, hinwies 
  • Judas verbreitete Gestank, der sich selbst ins Zentrum stellte
  • Maria verbreitete Wohlgeruch, der Jesus Worten des Lobes bewegte
  • Judas verbreitete Gestank, den Jesus tadeln musste
Maria hatte verstanden, was Judas völlig entgangen war:
Jesus ist ALLES wert! Er ist MEIN BESTES wert! Er ist MEINE DEMUT wert! Er ist MEINE VERBEUGUNG wert! Jesus ist MEINEN REICHTUM wert! Jesus ist ALLES wert!

Und so wurde Marias Vorbild, der Wohlgeruch ihrer Einstellung, bis heute für Millionen ein Segen! In über 1700 Sprachen kann man ihre Geschichte lesen. Ungezählte Menschen haben durch den Wohlgeruch, den sie verbreitete und immer noch verbreitet, zu Jesus gefunden oder sind auf dem Weg mit Ihm gestärkt worden.

Judas hingegen wurde zur Abschreckung für Millionen. Wer will schon wie der Verräter sein?

Paulus erinnert uns alle in 2 Korinther 2:15:

Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen

WIR SIND ein Wohlgeruch Christi für Gott unter den Menschen!
Maria gibt uns ein Vorbild, wie das aussieht.

Mittwoch, 1. September 2010

Stand der Dinge

Es bleibt dabei: Die Bibel ist das am meisten gelesene und am weitesten verbreitete Buch der Welt. Die neusten Zahlen des Weltbundes der Bibelgesellschaften  geben an, dass 2508 Sprachen der Welt Bibelteile, das gesamte Neue Testament oder sogar die komplette Bibel in ihrer Sprache besitzen.

Wenn man bedenkt, was das Wort Gottes zu tun vermag, ist diese Tatsache der weltweiten Verbreitung gewaltig. Die Bibel ist:

Nahrung für die Seele: Psalm 119:103:
"Wie süß ist dein Wort meinem Gaumen, mehr als Honig meinem Mund!"


Wasser des Himmels, das erfrischt und Frucht bewirkt: Jesaja 55:10-11:
"Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst - genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!"

Zweischneidiges, wirksames Schwert: Hebräer 4:12:
"Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens."

Licht und Weisung auf dem Lebensweg: Psalm 119:105:
"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."

Verzehrendes, wärmendes, erhellendes Feuer: Jeremia 23:29:
"Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?"

Zerschmetternder Hammer: Jeremia 23:29:  (siehe Zitat vorher)

Fruchtbringendes Saatgut für unser Leben und das Leben anderer: Lukas 8:11:
"Der Same ist das Wort Gottes."

Diese verschwindende Auswahl von Symbolen zeigt, was wir verpassen, wenn wir dem Wort Gottes keinen Einfluss gewähren in unserem Leben. Wer würde Nahrung, Kleidung, Hygiene und andere grundsätzliche Dinge des Lebens vernachlässigen, weil "keine Zeit" dazu vorhanden ist, sich darum zu kümmern?

Von dem Segen des Wortes Gottes können wir täglich zehren. Unsere Entscheidung!
Von dem Segen des Wortes Gottes können über 2000 Volksgruppen noch nicht zehren, weil sie noch kein Wort der Bibel in ihrer Sprache haben oder in einer Sprache, die sie gut verstehen.  Herr, sende Arbeiter in Deine Ernte.

Warum nicht ab heute dem Herrn jeden Tag ein Minimum von 15 Minuten für Gebet und Bibellesen zur geben?
Warum nicht (anschließend) mal http://www.wycliff.de/ durchstöbern oder am 12.September am "Wycliff Tag" teilnehmen?

Einen gesegneten Tag!

Dienstag, 31. August 2010

Muskeln, Münder, Memories

Wir alle, die wir zu Jesus Christus gehören, glauben an ein Leben nach dem Tod. Wir alle glauben, dass der Tod lediglich eine Türe ist vom Diesseits ins Jenseits. Wie es genau aussehen wird auf der anderen Seite, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass es herrlich sein wird. Trotzdem bleiben Fragen. Nicht Fragen, die uns verunsichern - eher Fragen, die uns nachdenklich stimmen. Eine solche Frage kam mir kürzlich über den Weg:

"Wenn ich eines Tages "auf der anderen Seite" aufwachen werde, worüber werde ich mich rückwirkend freuen? Werde ich mich freuen können über die Bekenntnisse, die ich von meinem Herrn Jesus weitergegeben habe? Werde ich mich freuen über Hilfe, die ich anderen angeboten habe, über ein Lächeln, das andere erfreut und freundliche Worte, die anderen durch den Tag geholfen haben?"

Interessant ist, dass all diese Dinge, über die ich mich im Himmel gerne rückwirkend freuen würde, geschehen können, ohne dass mir irgendwelche Kosten entstehen würden.

Andererseits inspiriert mich der Gedanke an den Himmel auch zu der Frage, woran ich mich hoffentlich nicht erinnern muss.

"Ist es die Meinungsverschiedenheit mit dem Ehepartner wert, über Stunden an Bitterkeit festzuhalten? Habe ich mich meines Glaubens und meines Zeugnisses von Jesus geschämt? Ist es das erfahrene Unrecht am Arbeitsplatz wert, den Ärger mit nach Hause zu nehmen? Ist mein (vielleicht berechtigter) Ärger das böse Wort wert, das den Anderen bestenfalls herausfordert, vielleicht sogar beleidigt?"

Der Gedanke an "die andere Seite" hat etwas für sich. Der Herr hat uns mit so viel Gutem ausgerüstet: Millionen von Nerven und Muskeln, die uns das Lächeln möglich machen, einen Mund der viele freundliche Worte - und sogar Segen aussprechen kann, Hände, die helfen, Ohren, die zuhören und Füße, die Bedürftige besuchen können. Das diese Liste nicht vollständig ist, ist uns allen klar. In Matthäus 19 lesen wir von einem Mann, der auf eine Reise ging. Seinen Dienern gab er Geld mit den Worten:

"Handelt, bis ich wiederkomme!"  (Lukas 19:13)

Gott hat auch Dich und mich reich beschenkt. Ich meine nicht unbedingt, mit Geld, aber mit Talenten, Zeit, Kraft, Gesundheit, Intelligenz, Ideen und vielen anderen Schätzen. Und Jesus ruft auch uns zu: "Handelt, bis ich wiederkomme!"

Heute, jetzt, ist die Zeit, zu "handeln," - d.h., einzusetzen, was Gott uns gegeben hat. "Wenn wir eines Tages "auf der anderen Seite" aufwachen werden, worüber werden wir uns rückwirkend freuen?

Lasst uns doch heute ganz bewusst etwas von dem einsetzen, das Gott uns geschenkt hat. Lasst es uns einsetzen, damit Jesus sich heute freut - und wir, wenn wir einmal "auf der anderen Seite" Rückschau halten.