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Freitag, 3. Dezember 2010

Ihr Vorbild

Im christlichen Medienmagazin "PRO“ 6/2010 wird Helen Berhaner interviewed, die bekannteste gläubige Sängerin Eritreas. Über zwei Jahre war sie in ihrem Heimatland in Haft. „Es war wie die Hölle“ so überschreibt der Artikel die Qualen der jungen Frau, die mittlerweile in Dänemark lebt. Von allen Antworten hat mich eine besonders bewegt. Gefragt wurde:

„Sie leben heute in Dänemark. Was können Christen in Europa von Glaubensgeschwistern lernen, die verfolgt werden?“

Hier die Antwort:  

„In Eritrea gibt es Menschen, die nichts haben, aber trotzdem das Wort Gottes verkündigen. Sie predigen das Wort, auch wenn sie gefoltert oder festgenommen werden. Auch mein damaliger Pastor wurde festgenommen, gefoltert und misshandelt. Man hat ihm einfach so eine Niere entfernt. Er wurde nun entlassen, aber er schwebt weiter in Lebensgefahr. Um in Eritrea Christ zu sein, muss man einen hohen Preis bezahlen. In Europa gibt es dieses Leid und auch die Armut nicht. Evangelisation ist erlaubt. Es herrscht Religionsfreiheit. Hier müsste viel mehr evangelisiert werden. In Eritrea gibt es keine Religions- und Meinungsfreiheit, dennoch versuchen die Menschen, das Evangelium bekannt zu machen. In Europa gibt es diese Freiheit, aber die Menschen trauen sich nicht, für ihren Glauben einzustehen. Jeder Gläubige kann und sollte in seinem eigenen Land für Gott eintreten. Wir sollten keine Angst haben, Jesus zu predigen.“

Ich musste mich fragen: Was macht es eigentlich so „schwer,“ von Jesus zu reden, Seinen Namen zu bezeugen, in der Öffentlichkeit vor dem Essen zu beten, ein Traktat weiter zu geben, etc.? Was ist das Problem? Ist es Bequemlichkeit? Furcht vor Gesichtsverlust? Eine legitime Erklärung gibt es nicht. Dafür aber eine Aufforderung des Herrn, von anderen zu lernen. In Hebräer 12:1-3 heißt es: 

„Darum auch wir: 
Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben,
lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, 
und die Sünde, die uns ständig umstrickt,
und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist,
und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens“

Von der Wolke von Zeugen, zu denen sicher auch unsere verfolgten Geschwister gehören, sollen wir lernen. Sie sind es, die uns in der freien Welt zurufen:
"Jeder Gläubige kann und sollte 
in seinem eigenen Land für Gott eintreten. 
Wir sollten keine Angst haben, Jesus zu predigen.“

Dienstag, 30. November 2010

Wer bist Du?

„Da erschien ihm der Engel des Herrn und sprach zu ihm: Der Herr ist mit dir, du tapferer Held! Gideon aber sprach zu ihm: Ach, mein Herr, wenn …  warum …?
Der Herr aber wandte sich zu ihm und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft! Du sollst Israel … erretten! Habe ich dich nicht gesandt?  Gideon aber sprach zu ihm: … womit …? Meine Sippe ist die geringste … ich bin der Kleinste …!  Der Herr aber sprach zu ihm: Weil ich mit dir sein will, wirst du …  schlagen …!“  (aus Richter 6:12-16)

Die Geschichte von Gideon begeistert in vielerlei Hinsicht. Man nehme nur die zitierten Verse. Wie unterschiedlich ist Gideons Beurteilung durch Gott und seine Selbstbeurteilung! Gideon beschreibt sich selbst als Mann voll mit Zweifeln, Fragen und Schwächen. Er fühlt sich völlig kraftlos. Und klar, wenn wir sein Geschichte lesen, kommen wir zu derselben Beurteilung: Hier ist ein Mann voller Zweifel, Furcht und Bedenken. Er kritisiert Gott (13), hat eine äußerst niedrige Meinung über sich selbst (15), fordert drei (3)! Zeichen vom Herrn, bevor er in den Kampf zieht (17, 37, 39) und ist ängstlich trotz aller Zusagen Gottes (27). Was veranlasst Gott, trotzdem eine solche Person zu gebrauchen?

Antwort: Gott sieht uns anders, als wir uns selbst sehen! „Tapferer Held!“ nennt Er Gideon. „Du hast Kraft! Errette!“ ruft Er seinem furchtsamen Diener zu. „Ich will mit dir sein. Du sollst besiegen!“ versichert der Herr. Und Er gibt ihm die drei Zeichen, die Gideon erbittet – ohne ein Wort der Kritik über mangelnden Glauben in Sein Wort. Gideon erhält sogar ein extra Bonuszeichen, um das er gar nicht gebeten hatte. (7:13-14) Erst als der Kampf tatsächlich beginnt, scheint Gideon seine Stellung und Sicherheit verstanden zu haben, denn erst jetzt gibt er den offiziellen Kriegsruf bekannt: „Für den Herrn und für Gideon!“ (7:18)

Lasst uns nicht auf die Einflüsterungen des Bösen hören, der uns immer runterziehen will und uns ständig erklärt, was für Versager wir sind. Sicher, wenn wir auf uns selbst blicken, haben wir nicht mehr anzubieten als Schwachheit und Bedeutungslosigkeit. Selbst der große Apostel Paulus muss das zugeben, wenn er in 1 Korinther 4:7 fragt:

Was hast du, das du nicht empfangen hast?

ABER: Wenn wir das Wort Gottes als Grundlage unserer Identitätsfindung benutzen und das Wort Gottes die Frage beantworten lassen: „Wer bin ich eigentlich?“ dann erhalten wir ein ganz anderes Bild. Im Wort Gottes bezeichnet Gott seine Kinder als „auserwählte Generation,“ als „königliches Priestertum,“ „heilige Nation,“ „Volk des Eigentums,“ „Heilige,“ „Kinder des lebendigen Gottes,“ „Botschafter Christi,“ „Salz,“ „Licht,“ und  „Überwinder in Christus.“  Dazu kommen viele, viele andere Bezeichnungen aus dem Alten und Neuen Testament.
Eine ausführlichere Liste findet sich unter: http://home.arcor.de/heike.stetter/Fremdimpulse/Wer.bin.ich.html

Erfreu Dich an Deiner Identität in Jesus und kämpfe wie Gideon den Kampf, in den Gott Dich gestellt hat. In Jesus bist Du ein Gewinner!

Montag, 29. November 2010

"wie die Kinder..."

Der Herr hat sich nie auf  eine Hierarchie im Reich Gottes konzentriert. Er hat Menschen aufgefordert, das Reich Gottes zu suchen. Er hat sie aufgefordert, Buße zu tun und hineinzukommen. Er hat das Reich Gottes als herrlich und überaus attraktiv beschrieben – so attraktiv, dass es sich lohnt, alles andere dafür dran zu geben. Aber Er hat nie eine Hierarchie für die Teilnehmer an Gottes Reich erstellt. Das war nicht wichtig, zumindest nicht für Jesus. Es war allerdings wichtig für Seine Jünger. Sie wollten „Wer“ sein, im Reich ihres Herrn.

Ich habe mich gefragt, was es wohl war, mit dem sie ihre Wunschposition im Reich Gottes begründeten. Warfen Petrus, Johannes und Jakobus ihre besondere Nähe zu Jesus in die Wagschale? Brüstete sich Andreas mit seiner Verwandtschaft  zu Petrus? Prahlte irgendjemand damit, besondere Wunder getan zu haben im Namen Jesu, während man den Missionsauftrag erfüllte, den Jesus ihnen einmal gegeben hatte? Irgendwie muss die Debatte ja verlaufen sein. Aber was ihnen auch immer als ein gewichtiges Argument erschien, löste sich in Luft auf, als Jesus Seine Kriterien aufzählte:

Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder,
so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!  
(Matthäus 18:3)

Umkehr und kindlicher Glaube! Nicht große, offensichtliche, leuchtende, allen bekannte Kriterien sind wichtig, sondern solche, die schnell und leicht übersehen werden.

Wir wissen bereits, dass Kinder nicht gerade hoch auf der Liste bevorzugter Zuhörer bei den Jüngern standen. Selbst in vielen unserer heutigen Kulturen sind Kinder „kleine Nichtse“ und werden ignoriert oder gar verachtet. Aber etwas, das vielfach den Charakter eines Kindes ausmacht, Demut, ist unabdingbar für den Einzug ins Reich Gottes – und zwar nicht zur Bestimmung der Hierarchie, sondern um überhaupt erst mal hineinzukommen. Wie furchtbar verkehrt die Blickrichtung der Jünger!

Wir tun gut daran, in diese Woche zu gehen, ohne unseren Blick auf uns zu richten. Worauf sollten wir da blicken? Nach welcher Position wollen wir streben?

Statt dessen wollen wir uns Jesus als Beispiel nehmen, auf Ihn unsere Augen richten und in Seine Fußstapfen treten. Hier ist die Richtung, die Er angibt:

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
(Matthäus 11:29)