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Samstag, 31. Dezember 2011

Vorsätze

Jonathan Edwards lebte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und war Hauptinstrument Gottes in der Erweckung von 1740-1760. Edwards lebte intensiv mit Jesus. Unter anderem wurden seine „70 Resolutions“ bekannt, was soviel bedeutet wie: Vorsätze, Entscheidungen.

Egal, wie man über Vorsätze zum neuen Jahr denkt (ich habe meistens einen oder mehrere) – J. Edwards war ein Mann, der es ernst meinte. Man muss das tiefe geistliche Verlangen erkennen und den großen Segen, der auf ihm ruhte. Ist die Schlichtheit ernstgemeinter Vorsätze doch nicht so verkehrt? Hier einige seiner Vorsätze, die er mit den Worten einleitete:

"Wissend, dass ich nichts ohne die Hilfe Gottes tun kann, bitte ich Ihn demütig, mich durch seine Gnade zu befähigen, diese Beschlüsse zu halten, soweit sie mit Seinem Willen übereinstimmen."  
  • #3 Ich bin entschlossen, wenn ich je fallen und träge werden sollte, so dass ich es vernachlässige, diese Entschlüsse zu befolgen, von all dem, was mir bewusst ist, umzukehren wenn ich wieder zu mir selbst komme.
  • #5 Ich bin entschlossen, keine Zeit zu verlieren, sondern sie auf die bestmögliche Art und Weise zu nutzen.
  • #6 Ich bin entschlossen, mein ganzes Leben mit all meiner Kraft zu leben.
  • #7 Ich bin entschlossen, nichts zu tun, von dem ich es bereuen würde, wenn es die letzte Stunde meines Lebens wäre.
  • #9 Ich bin entschlossen, bei vielen Gelegenheiten über mein eigenes Sterben und über die allgemeinen Umstände, die den Tod begleiten, nachzudenken.
  • #10 Ich bin entschlossen, immer, wenn ich Schmerzen erleide, an die Schmerzen der Märtyrer und an die Leiden in der Hölle zu denken.
  • #12 Ich bin entschlossen, wenn meine Freude bloß eine Genugtuung von Stolz, Eitelkeit oder so etwas ist, sie unmittelbar wegzuwerfen.
  • #13 Ich bin entschlossen, danach zu streben, geeignete Wege der Barmherzigkeit und Großzügigkeit zu finden.
  • #14 Ich bin entschlossen, niemals etwas aus Rache zu tun.
  • #16 Ich bin entschlossen, über niemanden negativ zu reden, so dass es zu seiner Unehre geschieht, aus keinem anderen Beweggrund außer wenn es wirklich zu seinem Besten dient.
  • #17 Ich bin entschlossen, so zu leben, wie ich es mir gewünscht hätte, wenn ich sterben muss.
  • #19 Ich bin entschlossen, nichts zu tun, was ich bereuen würde, wenn es in meiner letzten Stunde wäre, bevor die letzte Posaune erschallt.
  • #20 Ich bin entschlossen, im Bezug auf Essen und Trinken die strengste Mäßigung einzuhalten.
  • #21 Ich bin entschlossen, nichts zu tun, was ich bei anderen zurecht verabscheuen würde oder was mich dazu bringen würde, von ihnen schlechter zu denken.
  • #25 Ich bin entschlossen, sorgfältig und beständig nach der einen Ursache in mir zu suchen, die mich dazu führt, letztlich die Liebe Gottes anzuzweifeln; und dagegen will ich meine ganze Kraft aufwenden.
  • #26 Ich bin entschlossen, alle Dinge von mir zu weisen, bei denen ich merke, dass sie meine Gewissheit verringern.
  • #28 Ich bin entschlossen, die Heilige Schrift so zuverlässig, beständig und andauernd zu studieren, dass ich selbst darin wachse, sie zu erkennen.
  • #29 Ich bin entschlossen, ein Gebet oder eine Bitte, bei der ich nicht darauf hoffen kann, dass Gott sie beantwortet, niemals als wirkliches Gebet anzusehen; ebenso bei einem Bekenntnis, bei dem ich nicht darauf hoffen kann, dass Gott es annimmt.
  • #30 Ich bin entschlossen, jede Woche bestmöglich danach zu streben, in der Frömmigkeit weiterzukommen und eine bessere Ausübung der Gnade zu erreichen als in der vorherigen Woche.
  • #34 Ich bin entschlossen, in Schilderungen und Berichten meinerseits nichts anderes als die reine und einfache Wahrheit zu sprechen.
  • #36 Ich bin entschlossen, niemals über irgendetwas schlecht zu reden, ohne dass ich etwas besonders gutes dazu zu sagen habe.
  • #37 Ich bin entschlossen, mich jeden Abend zu fragen, wenn ich zu Bett gehe, worin ich nachlässig gewesen bin, welche Sünde ich begangen habe und worin ich mir selbst Entbehrungen auferlegt habe; dies will ich außerdem am Ende einer jeden Woche, eines jeden Monats und eines jeden Jahres tun.
  • #38 Ich bin entschlossen, am Tag des Herrn über nichts zu reden, was verspielt oder witzig ist.
  • #40 Ich bin entschlossen, mich jeden Abend, bevor ich zu Bett gehe, zu fragen, ob ich im Bezug auf mein Essen und Trinken in der mir bestmöglichen Art und Weise gehandelt habe.
  • #41 Ich bin entschlossen, mich am Ende eines jeden Tages, einer jeden Woche, eines jeden Monats und Jahres zu fragen, was ich hätte möglicherweise besser machen können.
  • #42 Ich bin entschlossen, meine Hingabe an Gott, die ich bei der Taufe ausgedrückt habe, regelmäßig zu erneuern; diese Hingabe habe ich an dem Tag erneuert, als ich in die Gemeinschaft der Gemeinde aufgenommen wurde; ebenso habe ich meine Hingabe heute an diesem Tag erneuert (12. Januar 1723).
  • #43 Ich bin entschlossen, bis zu meinem Sterben niemals so zu handeln, als gehörte ich mir selbst, sondern in allem so zu handeln, dass ich voll und ganz Gott gehöre; dies soll in Übereinstimmung mit dem stehen, wozu ich mich am Samstag, den 12. Januar, entschlossen habe [vgl. entschlossen #42].
  • #44 Ich bin entschlossen, dass kein anderes Ziel außerhalb des Glaubens irgendeinen Einfluss auf eine meiner Handlungen haben soll; ebenso soll keine Handlung - ungeachtet der Umstände - von einem anderen Ziel bestimmt sein als allein vom Glauben.
  • #45 Ich bin entschlossen, nur das Maß an Vergnügen oder Trauer, Freude oder Leiden - sei es irgendeine Zuneigung oder ein Umstand in Bezug auf diese Zuneigung - zuzulassen, was den Glauben fördert.
  • #47 Ich bin entschlossen, bis zum äußersten danach zu streben, das nicht zu tun, was nicht mit einer Stimmung vereinbar ist, die gut und allgemein süß und wohlwollend, ruhig, friedlich, zufrieden und einfach, barmherzig und großzügig, demütig und unschuldig, unterordnend und zuvorkommend, gewissenhaft und fleißig, wohltätig und ausgeglichen, geduldig, moderat, vergebend und ernst ist; ich will jederzeit das tun, was solch einer Stimmung entspricht. Jede Woche will ich prüfen, ob ich so gelebt habe.
  • #48 Ich bin entschlossen, mit der äußersten Genauigkeit und Sorgfalt und einem stark prüfenden Blick beständig auf den Zustand meiner Seele zu achten, damit ich erkenne, ob ich wirklich ein Interesse an Christus habe oder nicht; wenn ich sterben sollte, will ich sicher sein, im Bezug auf diesen Punkt keine Buße mehr tun zu müssen, weil ich dies möglicherweise vernachlässigt habe.
  • #50 Ich bin entschlossen, so zu handeln, wie ich denke, dass ich es für den besten und weisesten Weg halte, wenn ich mich in der zukünftigen Welt befinde.
  • #52 Ich höre immer wieder von älteren Menschen, dass sie erzählen, wie sie ihr Leben leben würden, wenn sie es noch einmal könnten. Ich bin entschlossen, so zu leben, wie ich es mir wünschen werde, gelebt zu haben, vorausgesetzt ich komme in ein hohes Alter.
  • #53 Ich bin entschlossen, jede Gelegenheit zu nutzen, wenn ich mich gut und glücklich fühle, meine Seele auf den Herrn Jesus Christus zu werfen, ihm zu vertrauen und mich selbst ganz ihm hinzugeben, so dass ich meiner Sicherheit gewiss werde, indem ich weiß, dass ich mich meinem Erlöser anvertraue.
  • #54 Immer wenn ich mitbekomme, wie jemand gelobt wird, und ich denke, dass dies für mich ebenfalls rühmlich wäre, will ich entschlossen sein, dieser Person nachzueifern.
  • #56 Ich bin entschlossen, den Kampf gegen meine Verderbtheit weder aufzugeben noch darin nachzulassen, wie erfolglos ich auch sein mag.
  • #58 Ich bin entschlossen, mich in Gesprächen nicht nur von einer Atmosphäre der Abneigung, der schlechten Laune und des Zornes fernzuhalten, sondern eine Atmosphäre der Liebe, der Freundlichkeit sowie der Güte an den Tag zu legen.
  • #59 Ich bin entschlossen, wenn mir bewusst wird, dass ich zum Bösen und zum Zorn veranlasst werde, danach zu streben, gutmütig zu handeln und Freundlichkeit zu empfinden; in solchen Phasen will ich das Gute offenbar machen, obwohl ich denke, dass es in gewisser Hinsicht nachteilig und manchmal unbesonnen wäre.
  • #66 Ich bin entschlossen, immer danach zu streben, einen gütigen Blick, eine milde Art des Umgangs und gütige Worte bei allem, was ich sage, zu haben; die einzige Ausnahme ist, wenn meine Pflicht von mir anderes verlangt.
  • #67 Ich bin entschlossen, nach Bedrängnissen zu untersuchen, was an Besserem daraus entstanden ist, was ich dadurch Gutes empfangen habe und was ich dadurch erhalten haben könnte.
  • #69 Ich bin entschlossen, immer das zu tun, was ich mir gewünscht hätte zu tun, wenn ich es andere tun sehe.
  • #70 Lass doch ein wenig Wohlwollen auf allem sein, was ich rede.
Die gesamten 70 Beschlüsse findet man (leider in nicht so guter Übersetzung):

Freitag, 30. Dezember 2011

„Danke für unsere Freiheit!“

Während meiner Zugreise nach Norddeutschland hab ich mir alte Zeitschriften unter den Arm geklemmt und die Stunden im Zug zum Lesen genutzt. Dabei wurde mir erneut deutlich, wie leicht uns der Herr unsren Glauben hier in Deutschland gemacht hat. Ja, auch wir müssen uns (zunehmende) Einschränkungen gefallen lassen. Auch wir werden von unseren Mitmenschen und von staatlichen Stellen „unter die Lupe“ genommen. Es ist bereits abzusehen, welche Einschränkungen die nächsten sein werden. Wenn wir uns aber in der Welt (vielleicht auch mal ein wenig in der Bibel) umschauen, stellen wir fest, dass vieles von dem, was wir als „Druck“, „Anfeindung“ oder „Verfolgung“ bezeichnen, lediglich normale Erfahrungen sind. Sie sind nicht uns Christen vorbehalten, sondern betreffen auch säkularen Gruppen und Vereine. Vieles, was wir scheinbar „um des Glaubens willen“ auf uns nehmen, hat gar nicht so furchtbar viel mit unserem Glauben zu tun.

Wladimir,* ein Evangelist, berichtet, wie die Bevölkerung im Nord-Kaukasus ihn aus Furcht vor Sekten bedroht und aus der Gegend jagen will. Einmal wird er schlimm von einem Hund gebissen, ein andermal während der Verkündigung mit dem Messer bedroht. Okkult belastete Menschen zerreissen schreiend Gottes Wort vor seinen Augen. Ist uns das schon passiert?

In einem kleinen Dorf in Pakistan leitet Pastor Abdul* eine kleine Gemeinde. Vier Mal wurde seine Kirche bereits niedergebrannt. Was tun? Schimpfen? Aufgeben? Verzweifeln? Pastor Abdul sagt, „Wenn es Gottes Wille ist, werde ich sie auch ein fünftes Mal wieder aufbauen!“

Helen Berhane, Christin und Sängerin aus Eritrea, war zwei lange Jahre in einem Container weggesperrt, tagsüber ein Ofen, nachts ein Kühlschrank. Weil sie sich weigert, ihren Glauben aufzugeben, wird sie immer wieder geschlagen, getreten und gefoltert. Sie trägt bis heute an den körperlichen Folgen. Im Gefängnis folgt sie den Fussspuren von Paulus und Silas und wird durch ihre Lieder den anderen Gefangenen zum Segen. „Als Christ ist man wie ein Soldat, man kämpft für Gott und weiß, man kann jederzeit sterben!“

Wenn ich solche Aussagen lese, lege ich die Hand auf den Mund und bin still. Im Licht solcher Zeugniss muss all mein Klagen verstummen. Verfolgung in Deutschland? Es ist wohl eher Freiheit, die wir hier erfahren. Mutig ruft Helen Berhane auf: „Wenn man im Glauben standhaft bleibt, gerade in schweren Stunden, wird man erleben, dass die Dinge, die gegen einen sind, brechen. Mit den Worten: „Unsere Schwierigkeiten sind nur dafür da, dass unser Glaube geprüft wird. Denn wir sollen ein Segen sein“ ermuntert sie Christen der „christlichen Welt“, für ihren Glauben aufzustehen.

Lasst uns dem Herrn danken für die besondere Gnade der Glaubensfreiheit in unserem Land.
Lasst uns nicht Verfolgung nennen, was uns nicht um des Glaubens willen trifft.
Lasst uns unseren Glauben so kompromisslos in unserem freien Land leben – wie es Millionen Christen in unfreien Länder tun.

Lasst uns keine Furcht haben vor den Folgen eines kompromisslosen Glaubens. Sünde „Sünde“ zu nennen – auch wenn es in Liebe geschieht – wird uns Hass einbringen! An Gottes Geboten festzuhalten und sie nicht der Akzeptanz unseres Glaubens zu opfern, bewirkt ein Randgruppendasein. Aber wie sagt Helen Berhane: „Unsere Schwierigkeiten sind nur dafür da, dass unser Glaube geprüft wird. Denn wir sollen ein Segen sein“ Und Paulus sagt:

„Alle, die Gott-wohlgefällig leben wollen in Christus Jesus,
müssen Verfolgung leiden.“ (2 Timotheus 3:12)

Danke, Herr, für die große Freiheit, die wir noch genießen. Möge sie uns nicht verleiten, Kompromisse einzugehen, um sie zu erhalten, sondern Mut schenken, um aufzustehen!

*Name geändert

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Das 3. Weihnachtsfest in Folge im Gefängnis. (Update betreffs Pastor Youcef Nadarkhani / Iran)

Die Anschuldigungen häufen sich. An erster Stelle steht wohl der Abfall vom Islam. Aber auch sein Einsatz gegen das Pflichtfach Islam für christliche Kinder an iranischen Schulen und der Versuch, seine Gemeinde registrieren zu lassen brachten Pastor Youcef Nadarkhani 2009 hinter Gitter. Nachdem sein Fall weltweit für Aufsehen gesorgt hatte und es den Verantwortlichen Stellen zu heiß wurde, änderte man seine Anklage in Vergewaltigung und Erpressung. Doch diese Augenwischerei zog bei den westlichen Medien nicht und erlosch bald wieder hinter den wahren Anschuldigungen, die allesamt religiös motiviert waren.

Das Todesurteil wurde 2010 zum ersten Mal zum Tode verurteilt. Aufgrund internationaler Proteste schoben sich die Gerichte den Fall immer wieder gegenseitig zu. Vor einigen Monaten sah es so aus, als sei eine weitere Berufung nicht mehr möglich und man wartete täglich auf die Vollstreckung des Urteils. Dann wurde der Fall an den obersten Ayatollah weitergeleitet. Bis dass ein „Ratschlag“ von ihm kommt, bleibt Pastor Youcef im Gefängnis, inmitten von Verbrechern, Drogenhändlern und Mördern.

Während dieser Zeit ist das Gefängnispersonal angewiesen, ihn mit Literatur zu bombardieren, die seinen Glauben ins Wanken bringen soll. Es gibt bisher keine Neuigkeiten, dass diese Bemühungen Früchte tragen.

Beunruhigende Nachrichten kommen von Pastor Youcefs Anwälten, denen mitgeteilt wurde, eine endgültige Entscheidung würde nicht innerhalb eines Jahres zu erwarten sein. Ayatollah Sadeq Larijani, leitender Richter im Rechtswesen des Iran hat den zuständigen Richter der Stadt Rasht angewiesen, den Fall für ein ganzes Jahr ruhen zu lassen.

Gleichzeitig teilten die Anwälte mit, dass solch eine Nachricht nicht bedeuten muss, dass die Exekution nicht vorher stattfinden kann. Möglicherweise soll der Druck aus dem Ausland durch Verzögerungstaktik gemildert werden. Ein Sprecher von „Present Day Truth Ministries“ warnte: „Sobald wir ihn [Pastor Youcef] vergessen, sind sie frei, ihn hinzurichten.“

Natürlich würde eine Abkehr vom christlichen Glauben die Unannehmlichkeiten für die Verantwortlichen im Iran lösen. Darum muss vermutet werden, dass äußerster Druck und vielleicht Folter eingesetzt werden, um dies zu erreichen.

HIER: (Klickaktion / in Englisch)  gibt es die Möglichkeit, für Pastor Youcef aktiv zu werden. Gebetsanliegen sind unter anderem:
-         dass sein Todesurteil für nichtig erklärt wird und er freigelassen wird
-         dass er selbst, seine Familie und seine Gemeinde an Jesus festhalten

Der Mann auf der Insel

Kennt Ihr die Geschichte von Franz Hohler über den Mann auf der Insel? Lasst sie mich für Euch nacherzählen.

In der Geschichte geht es um einen Mann, der auf einer kleinen Insel lebte. Irgendwann, an einem Tag, spürte er, dass die Insel unter ihm zitterte. Nicht schlimm, und darum überlegte er auch nur kurz bei sich, "Sollte ich vielleicht etwas tun?" Aber als das Zittern aufhörte, beschloss er, erst einmal nichts zu unternehmen und abzuwarten.

Wenig später brach ein Stück der Küste ab und fiel krachend ins Meer. Jetzt war der Mann richtig beunruhigt. "Sollte ich vielleicht doch etwas tun?" dachte er. Weil er aber auch gut ohne das Stück Insel leben konnte, entschied er sich, erst einmal weiter abzuwarten.

Kurz danach fiel ein zweites Stück seiner Insel ins Meer. Der Mann erschrak nun heftiger."Sollte ich vielleicht etwas tun?" dachte er. Doch als nichts weiter passierte, beschloss er, noch weiter abzuwarten. "Bis jetzt" so sagte er sich, "ist ja alles gut gegangen."

Es dauerte nicht lange, da versank die ganze Insel im Meer. Mit ihr versank der Mann, der auf ihr gewohnt hatte. "Vielleicht hätte ich doch etwas tun sollen." war sein letzter Gedanke, bevor er ertrank. (nach Franz Hohler)

Zu tragisch, um komisch – und zu wirklich, um witzig zu sein. Millionenfach passierend in aller Welt, gestern, heute, morgenimmer wieder! X-mal selbst erlebt! Muss aber nicht sein!

Immer beginnt es mit einer kleinen Erschütterung. Man merkt es schon, aber es ist gering genug, darüber hinweg zu gehen und es irgendwann sogar zu vergessen. Die Risse sind unterirdisch, der Schaden nicht sichtbar. Man tut nichts.

Dann kommt der erste Griff zur Pornozeitung oder –seite, der erste Seitensprung, die erste Ehekrise, das erste Schummeln im Geschäft, die erste unaufrichtige Steuererklärung, die erste Lauheit in der Nachfolge Jesu. Aber weil es ganz akzeptabel weitergeht im Leben, wartet man erst mal ab.

Wenn dann ein größerer Einbruch kommt, erschrickt man (zum Glück) immer noch. Die Besuche der Pornoseiten sind zum Privatgeheimnis geworden; das Schummeln mit Finanzen zur Regelmäßigkeit. In der Ehe ist Funkstille auf ganzer Linie, das Leben mit Jesus nur noch Formsache ohne Auswirkungen.  Aber "bis jetzt" so sagte man, "ist ja alles gut gegangen."

Und eines Tages ist die Insel weg. Die Unmoral wurde zur Sucht, der Schwindel wurde entdeckt, die Ehe wurde geschieden, das Leben mit Jesus wurde aufgegeben. "Vielleicht hätte ich doch etwas tun sollen." sagt man sich dann, wenn die Trümmer des Lebens wegtreiben.

Bei Jesus ist es nie zu spät! Er ist es gewöhnt, aus Scherben Schlösser zu bauen, aus Trümmern neue Träume zu formen. Unsere Katastrophen sind Seine Möglichkeiten. Wo es bei uns aufhört, fängt Jesus an. Warum nicht IHM eine Chance geben? Warum diese Entscheidung nicht treffen, bevor die Insel untergeht?

„Ach, Herr, HERR! Siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, kein Ding ist dir unmöglich!“ (Jeremia 32:17)

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Nicht erhörtes Gebet

Ihr meint wohl, der Herr sei zu schwach, um euch zu helfen, und dazu noch taub, so dass er eure Hilferufe gar nicht hört. O nein! Eure Schuld - sie steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott! Eure Sünden verdecken ihn, darum hört er euch nicht. 
(Jesaja 59:1+2; HfA)

In seinem Buch:Warum Gebete unbeantwortet bleiben“, erzählt der Autor die Geschichte von Norman Vincent Peale.

Als kleiner Junge fand Vincent eine große, schwarze Zigarre. Schnell hob er sie auf, huschte in eine Seitengasse und zündete sie dort an. Sie schmeckte scheußlich, gab ihm aber das Gefühl sehr erwachsen zu sein ... bis er seinen Vater um die Ecke kommen sah. Schnell versteckte er seine Hände hinter dem Rücken und versuchte alles, entspannt zu wirken. Er wollte verzweifelt die Aufmerksamkeit seines Vaters von sich ablenken und verwies dabei auf eine Plakatwerbung für den Zirkus. "Darf ich gehen, Papa? Bitte, lass uns gehen, wenn der Zirkus in die Stadt kommt."

Sein Vater gab eine Antwort, die Vincent nie vergaß. "Vincent," sagte er ruhig u. bestimmt, "reiche nie ein Gesuch ein, während Du gleichzeitig versuchst, einen Schwelbrand des Ungehorsam zu verstecken."

Vincent hatte gedacht, eine stinkende & qualmende Zigarre vor seinem Vater hinter seinem Rücken verstecken zu können! Und dann vergisst er sein Versteckspiel und benutzt die Hand sogar noch, um von sich selbst abzulenken. 

Wie häufig handeln wir ähnlich. Wir reichen unsere Gebete bei Gott ein, versuchen die Sünde hinterm Rücken vor Gott zu verstecken und müssen dann von Gott hören: „Am Schwelbrand des Ungehorsams festzuhalten und gleichzeitig um Gottes Wirken bitten – das verträgt sich nicht!“

Sünde ist wie eine Trennwand und ein möglicher Grund für nicht-erhörtes Gebet. Wohl gemerkt, ein möglicher Grund. Nicht immer ist es Sünde, die Gebete unerhört bleiben lässt. Manchmal hat Gott was viel Besseres vor (und im Nachhinein sind wir dankbar, dass Er incht erhört hat). Ein anderes Mal bewahrt Gott uns vor Negativem, indem er unsere Gebete nicht erhört. Aber manchmal ist es eben auch die Trennwand der Sünde, die die Erhörung verhindert. Dabei trennt uns die Sünde nicht von Gottes Gegenwart oder Liebe, denn Gott liebt selbst Sünder und ist allgegenwärtig! Aber sie trennt uns von inniger Gemeinschaft und hindert Seinen Segen.

Die gute Nachricht ist:

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht,
dass er uns die Sünden vergibt 
und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
(1. Johannes 1:9)

Dienstag, 27. Dezember 2011

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, 
dass er seinen eingeborenen Sohn gab, 
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, 
sondern ewiges Leben hat.“  (Johannes 3:16; Schl)

Darum feiern wir Weihnachten: weil Gott die Welt – dich und mich so geliebt hat, dass Er Seinen Sohn, Jesus, sandte. Jeder Mensch auf Erden, der Gottes Liebe erfahren möchte und sich Jesus zuwendet, wird nicht verloren gehen – sondern mit Vergebung & ewig. Leben beschenkt. Darum geht es an Weihnachten.

So sehr hat Gott Dich geliebt, dass Er Jesus gegeben hat, damit Du, wenn Du Jesus vertraust, nicht verloren gehst, sondern ewiges Leben hast.

Gottes lieben, geben und erretten wurde von jemand so beschrieben: 

Der Höchste und Erhabenste wurde zum Inbegriff der Demut und Einfachheit. Der Reichste wurde der Ärmste, um die Armen reich zu machen. (....) Ermit Zöllnern und Sündern, damit sie nicht in ihrer Sünde verhungern mussten. Er hungerte und fastete für 40 Tage, damit wir am Brot des Lebens teilhaben können. (...)  Er hat aufgegeben, damit wir empfangen können. Gewaltige Eroberer mit riesigen Armeen und Waffen haben vergeblich versucht, die Welt zu unterwerfen, ER eroberte ein riesiges Königreich mit der einfache Waffe der Liebe. Der Löwe wurde das Lamm damit Schafe zu Hirten werden können. Sein Herz wurde gebrochen, damit ER gebrochene Herzen verbinden kann. Sein Körper wurde zerbrochen, damit wir ganz werden können. Er wurde geboren um zu sterben – damit wir leben können. Der Reinste von allen wurde von Sündern als uneheliches Kind verachtet, als Gotteslästerer, Säufer, Fresser und Betrüger.   

Der Herr der Herren wurde ein bescheidener Diener, um den erbärmlichen Bedürfnissen der Menschheit zu dienen. Der Mann der Schmerzen wurde mit den Tiefen des Leides vertraut, zur Freude der Welt. ER wurde abgelehnt, damit wir angenommen werden können. Er wurde verletzt, damit wir geheilt werden können. Er wurde verurteilt, damit wir gerechtfertigt werden können. Er wurde verurteilt, damit wir freigesprochen werden können. Er wurde eine Zeit lang vom Vater verlassen, damit wir ewigen Zugang zum Vater finden. Er starb als Unschuldiger, damit wir, die Schuldigen als unschuldig erklärt werden können.

Ehre sei Jesus, dem Lamm Gottes. Ehre sei dem, der uns geliebt hat, der sich für uns gegeben hat und der jeden beschenkt, der sich zu Ihm wendet.

Kennst Du Jesus?
Vielleicht gehst Du seit Jahren in eine Gemeinde. Vielleicht denkt jeder nichts anderes von Dir als dass Du Christ bist. Aber Du weißt es besser.
Vielleicht kommst Du aus christlichem Hintergrund. Eltern, Großeltern – eigentlich die meisten Deiner Verwandten gehören „irgendwie dazu.“ Aber Jesus wirklich kennen – kaum!

Hast Du Gottes Weihnachtsgeschenk empfangen: ewige Rettung durch Jesus – und daraus resultierend Frieden im Herzen – ein neues Leben?

Wenn nicht, gibt es keine Zeit, keine Stunde, die besser geeignet wäre, Jesus als Retter und Erlöser anzunehmen, als heute Abend!

Kennst Du Jesus?

Montag, 26. Dezember 2011

Mein König

Er ist König. Der König der Juden. Der König der Völker. König der Gerechtigkeit. König der Zeitalter. König des Himmels und König der Herrlichkeit. König der Könige und Herr der Herren. Kennst Du Ihn ? 

David sagte: Die Himmel erklären die Herrlichkeit Gottes und die Himmel rufen die Werke seiner Hände aus. Er ist der Einzige, bei dem es kein Maß und keine Grenzen gibt, seine grenzenlose Liebe auszudrücken. Kein noch so weit reichendes Teleskop kann die Küsten seiner uferlosen Versorgung sichtbar machen. Keine Mauer kann ihn davon abhalten, seinen Segen auszugießen. Er ist immerwährend stark. Völlig ehrlich, beständig, unsterblich gnadenvoll. Absolut mächtig, unparteiisch gnädig. Das ist mein König ! 

Er ist Gottes Sohn. Der Retter der Sünder. Er ist das Kernstück der Zivilisation. Er steht allein für sich! Er ist gewaltig. Er ist einzigartig. Er ist ohnegleichen. Noch nie da gewesen. Er ist der Höchste. Er ist herausragend. Er ist der höchste Gedanke der Literatur. Er ist die höchste Persönlichkeit der Philosophie. Er ist das höchste Problem der hohen Kritik. Er ist die fundamentale  Doktrin jeder Wahrheitslehre, die Hauptnotwendigkeit jeder Religion. Er ist das Wunder aller Zeitalter. Er ist der Einzige, der all unseren Nöten gleichzeitig abhelfen kann. Er ist mein König! 

Er gibt den Schwachen Kraft. Er ist da für die Versuchten und Geprüften. Er hat Mitgefühl, und er rettet. Er schützt, und er leitet. Er heilt die Kranken; und reinigt die Aussätzigen. Er vergibt Sünden und erlässt Schuld. Er befreit die Gefangenen. Er verteidigt die Schwachen. Er segnet die Kinder. Er dient den Unglücklichen. Er achtet die Alten. Er belohnt die Sorgfältigen.Kennst Du Ihn?
 
Kennst Du seinen Namen? 

Mein König ist der König der Erkenntnis- die Quelle der Weisheit – die Tür zur Befreiung – der Pfad des Friedens – die Schiene der Geradheit – der Königsweg der Gerechtigkeit – das Tor zur Herrlichkeit. Er ist der Herr der Mächtigen – der Anführer der Eroberer – das Haupt der Helden – der Leiter der Gesetzgeber. Er ist der Siegesheld, der Überwinder, der Herrscher der Herrscher. Er ist der Prinz der Prinzen, der König der Könige und der Herr der Herren. Das ist unser König! 

Sein Amt ist vielfältig. Seine Verheißungen gewiss. Sein Licht ist ohnegleichen. Seine Güte ohne Grenzen. Seine Gnade währt für immer. Seine Liebe ändert sich nie. Sein Wort ist genug. Seine Gnade reicht aus. Seine Herrschaft ist gerecht. Sein Joch ist sanft. Seine Last ist leicht. Ich wollte, ich könnte ihn beschreiben. Er ist unbeschreiblich, unbegreiflich, unsichtbar und unwiderstehlich.  Das ist mein König! 

Der Himmel aller Himmel können ihn nicht fassen und schon gar nicht erklären. Du kannst ihn nicht aus deinen Gedanken vertreiben und du kannst ihn nicht abschütteln. Du kannst ihn nicht überleben, und Du kannst nicht ohne ihn leben. Die Pharisäer konnten ihn nicht abhalten, aber sie konnten ihn auch nicht aufhalten. Pilatus konnte keine Schuld an ihm finden. Die Zeugen konnten nicht übereinstimmen. Herodes konnte ihn nicht umbringen. Der Tod konnte ihn nicht halten. Kennst Du Ihn?

Er war schon immer. Und er wird immer sein. Er hatte keinen Vorgänger und hat niemanden, der ihm gleichkommt. Da war keiner vor ihm, und es wird keiner nach ihm sein. Du kannst ihn nicht einsperren, und er wird nicht zurücktreten. Dein ist das Reich, und die Kraft und die Herrlichkeit für immer und immer und immer und immer….in alle Ewigkeit , Amen.

Das ist m
ein König! 
                                                                          Autor: Dr. S.M. Lockridge (Wdh. v. 25.12.10)

Sonntag, 25. Dezember 2011

Jesus ist geboren - Lukas 2

1 Zu jener Zeit ordnete der römische Kaiser Augustus eine Volkszählung im ganzen Römischen Reich an.
2 Dies war die erste Volkszählung; sie wurde durchgeführt, als Quirinius Statthalter von Syrien war.
3 Alle Menschen kehrten in ihre Heimatstadt zurück, um sich für die Zählung eintragen zu lassen.
4 Weil Josef ein Nachkomme Davids war, musste er nach Bethlehem in Judäa, in die Stadt Davids, reisen. Von Nazareth in Galiläa aus machte er sich auf den Weg
5 und nahm seine Verlobte Maria mit, die hochschwanger war.
6 Als sie in Bethlehem waren, kam die Zeit der Geburt heran.
7 Maria gebar ihr erstes Kind, einen Sohn. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe, weil es im Gasthaus keinen Platz für sie gab.
8 In jener Nacht hatten ein paar Hirten auf den Feldern vor dem Dorf ihr Lager aufgeschlagen, um ihre Schafe zu hüten.
9 Plötzlich erschien ein Engel des Herrn in ihrer Mitte. Der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Die Hirten erschraken,
10 aber der Engel beruhigte sie. »Habt keine Angst!«, sagte er. »Ich bringe eine gute Botschaft für alle Menschen!
11 Der Retter - ja, Christus, der Herr - ist heute Nacht in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren worden!
12 Und daran könnt ihr ihn erkennen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe liegt!«
13 Auf einmal war der Engel von den himmlischen Heerscharen umgeben, und sie alle priesen Gott mit den Worten:
14 »Ehre sei Gott im höchsten Himmel und Frieden auf Erden für alle Menschen, an denen Gott Gefallen hat
15 Als die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: »Kommt, gehen wir nach Bethlehem! Wir wollen das Wunder, von dem der Herr uns erzählen ließ, mit eigenen Augen sehen.«
16 Sie liefen so schnell sie konnten ins Dorf und fanden Maria und Josef und das Kind in der Futterkrippe.
17 Da erzählten die Hirten allen, was geschehen war und was der Engel ihnen über dieses Kind gesagt hatte.
18 Alle Leute, die den Bericht der Hirten hörten, waren voller Staunen.
19 Maria aber bewahrte alle diese Dinge in ihrem Herzen und dachte oft darüber nach.
20 Die Hirten kehrten zu ihren Herden auf den Feldern zurück; sie priesen und lobten Gott für das, was der Engel ihnen gesagt hatte und was sie gesehen hatten. Alles war so, wie es ihnen angekündigt worden war.  (Lukas 2:1-20; NLÜ)

Samstag, 24. Dezember 2011

Das Geschenk des Königs

Im alten Persien lebte vor Jahrhunderten ein weiser und guter König. Er liebte sein Volk und es lag ihm am Herzen, zu wissen, wie die Menschen in seinem Reich lebten. Er wollte ihre Nöte kennen, ihren Alltag und ihre Freuden. Immer wieder schlüpfte er in die Kleidung eines Arbeiters oder eines Bettlers und ging in die Häuser der Armen. Niemand, den er besuchte, dachte oder erwartete, dass der Besucher ihr Herrscher war.

Einmal besuchte der König einen sehr armen Mann, der nur in einem schlichten, ungemütlichen Keller lebte. Der König aß die grobe Nahrung des armen Mannes. Er sprach freundliche und herzliche Worte zu ihm. Dann verabschiedete er sich.

Als er zu einem späteren Zeitpunkt den armen Mann wieder einmal besuchte, offenbarte der König seine Identität mit den Worten: "Ich bin euer König!" Der König erwartete, der Mann würde nun sicherlich um einige Geschenk bitten, oder darum, dass ihm ein Wunsch erfüllt würde. Nichts davon geschah! Stattdessen erwiderte der Mann:

"Du hast dein Schloss und deine Herrlichkeit verlassen, um mich an diesem dunklen, tristen Ort zu besuchen. Du hast die groben Speisen mitgegessen, die ich gegessen habe. Du hast Freude in mein Herz gebracht! Anderen hast Du Deine reichen Gaben geschenkt. Mir hast du dich selbst geschenkt! "

Der König der Herrlichkeit, der Herr Jesus Christus, gab sich für Dich und mich. Die Bibel nennt ihn "die unaussprechliche Gabe!"

Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! 
 (2. Korinther 9:15)
 
FRÖHLICH SOLL MEIN HERZE SPRINGEN
Paul Gerhardt, 1607-1676

Fröhlich soll mein Herze springen, dieser Zeit,
Da vor Freud' alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Chören
Alle Luft laute ruft: Christus ist geboren!

Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held,
Der die Welt reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute.
Gottes Kind, das verbind't sich mit unserm Blute.

Er nimmt auf sich, was auf Erden
wir getan, gibt sich an, unser Lamm zu werden,
Unser Lamm, das für uns stirbet
Und bei Gott für den Tod Gnad' und Fried' erwirbet.

Nun, er liegt in seiner Krippen,
Ruft zu sich Mich und dich, spricht mit süßen Lippen:
Laßet fahr'n, o liebe Brüder, was euch quält,
Was euch fehlt, ich bring' alles wieder.

Freitag, 23. Dezember 2011

Gott wird Mensch - Lächerlich?

Man kann Weihnachten aus verschiedenen Gründen feiern und aus verschiedenen Gründen ablehnen.

In Amerika hat es Gerichtsverfahren gegeben, die Weihnachten als nationalen Feiertag abschaffen wollten. Nach einer Umfrage in Deutschland will jeder Fünfte kein Weihnachten mehr. Zu viel Stress und Streit.

Andererseits muss man sich fragen, wie die Wirtschaft der westlichen Länder ohne Weihnachten überleben würde. - Christen möchten natürlich den Feiertag aus Glaubensgründen beibehalten.

Genau diese Glaubensgründe stören andere ganz furchtbar. Es gibt allerdings auch Beispiele, in denen Einstellungen sich änderten.

Eine Geschichte erzählt von einem Bauern – Name und Ort unbekannt – nennen wir ihn Bauer Paul aus Nordfriesland!  Hier ist seine Geschichte:

Bauer Paul glaubte überhaupt nicht an Gott und machte keinen Hehl aus seinem Unglauben. Seine Frau hingegen war eine überzeugte Christin, die auch ihre Kinder im biblischen Glauben erzog – trotz abfälliger Bemerkungen ihres Mannes!

An einem Tag - es hatte bereits ordentlich geschneit, lud die Frau ihren Mann zu einem Vortrag in der Gemeinde ein. Es ging um Weihnachten, die Geburt Jesu. Trotz ihrer inständigen Bitten weigerte er sich mit den Worten: „Das ist alles kompletter Unsinn. Warum sollte Gott sich erniedrigen und als Mensch auf die Erde kommn. Lächerlich!

Die Frau mit den Kindern verläßt das Haus ohne den Mann. Im Laufe der nächsten Stunden entwickelt sich das Schneetreiben zu einem heftigen Schneestrurm. Aus dem Fenster sieht man nur einen tobenden Orkan. Zunächst setzt sich Bauer Paul an seinen Kamin, um zu entspannen. Dann knallt etwas ans Fenster. Obwohl er sich bemüht, kann er nichts erkennen, da er nicht weiter als ein paar Meter schauen kann.

Als der Sturm nachließ, wagte sich der Bauer nach draußen, um herauszufinden, was an sein Fenster geschlagen hatte. Das einzige, was er sah, war eine Schar von Wildgänsen, die auf ihrem Flug nach Süden offenbar überrascht worden waren und nicht weiterfliegen konnten.  Völlig orientierungslos waren sie auf dem Feld beim Bauernhof gelandet, ohne Unterschlupf oder Nahrung. Jetzt flogen sie verstört, blind und ziellos Kreise um das Feld. Dabei waren einige scheinbar auch gegen das Fenster des Hauses geflogen. Der Bauer hatte Mitleid. „Die Scheune wäre ein geeigneter Platz für sie,“ dachte er sich. Sie war groß genug, warm und sicher. Sie konnten dort die Nacht verbringen, bis der Sturm sich gelegt hatte.

Gedacht – getan. Der Mann ging zum Stall, öffnete die Tore, wartete und beobachtete dann, wie die Gänse hoffentlich sein Vorhaben verstehen, und in die Scheune hineinwatscheln würden. Taten sie aber nicht. Den Hinweis der offenen Scheunentore schienen sie nicht zu verstehen und flogen weiterhin ziellos im Kreis. Alles, was der Bauer tat, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, schien die Gänse nur noch verrückter zu machen und weiter weg zu scheuchen.
 
Irgendwann ging Bauer Paul ins Haus und kam kurze Zeit später mit Brot zurück. Das brach er in Krümel und legte eine Spur vom Feld in die Scheune. Vergeblich!

Jetzt war er frustriert. Er kam von hinten u. versuchte sie, in die Scheune zu scheuchen – ohne Erfolg! Sie stoben nur noch mehr auseinander. Nichts, was er tat, konnte die Gänse bewegen, in die warme und sichere Scheune zu kommen. „Warum folgen sie mit nicht?“ fragte er sich. „Können sie nicht sehen, daß dies der einzige Ort ist, an dem sie den Sturm überleben können?“

Als er so nachdachte, erkannte er, dass sie einem Menschen nie folgen würden. "Wenn ich nur eine Gans waren, dann könnte ich sie retten", sagte er laut vor sich hin. Und dann hatte er eine Idee. Er ging in den Stall, fing eine seiner eigenen Gänse, hielt sie fest in seinem Arm, und bewegte sich hinter die hinter die Schar Wildgänse. Dann lies er seine Gans los!  Die flog schnurstracks, quer durch die Herde der Wildgänse und geradeaus in die Scheune, und - eine nach der anderen -  folgten ihr die wilden Gänse in die Sicherheit.

Bauer Paul stand für einen Moment still während ihm die Worte im Kopf klangen, die er einige Minuten vorher selbst gesagt hatte: "Wenn ich nur eine Gans wäre, könnte ich sie retten!" Dann erinnerte er sich an das, was er früher am Tag zu seiner Frau gesagt hatte:
"Warum würde Gott wie wir werden wollen? Lächerlich!"  Plötzlich machte alles Sinn. Das war genau das, was Gott getan hatte. Wir waren blind, ziellos, verloren wie die Gänse – auf den Weg in den sicheren Tod. Gott hatte seinen Sohn gesandt, der Mensch wurde wie wir – um uns den Weg zu zeigen und zu retten.

"Danke, Gott, dass Du Mensch geworden bist, um mich aus den Stürmen zu retten!"
 

"Aber zu der von Gott festgesetzten Zeit sandte er seinen Sohn zu uns. Christus wurde wie wir als Mensch geboren und den Forderungen des Gesetzes unterstellt. Er sollte uns befreien, die wir Gefangene des Gesetzes waren, damit Gott uns als seine Kinder annehmen konnte." (Galater 4:4; HfA)

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Von "fliegenden Maschinen" und Weihnachten

Es war im Dezember 1903. Die Gebrüder Wilbur und Orville Wright hatten lange überlegt, versucht und gebastelt. Jetzt, nach unzähligen Versuchen waren sie endlich erfolgreich. Ihre „fliegende Maschine“ hatte vom Boden abgehoben. In der Geschichte des Flugzeugbaus wurden sie zu amerikanischen Pionieren. Jetzt waren sie außer sich, begeistert, überglücklich. In diesem Überschwall der Gefühle schickten sie ein Telegramm mit folgendem Inhalt an ihre Schwester Katharina: „Wir sind tatsächlich 40 Meter geflogen! Sind Weihnachten zu Hause!“

Die Begeisterung schwappte über. Voller Freude eilte Katharina zum Herausgeber der Lokalzeitung in Dayton, Ohio und zeigte ihm das Telegramm. Dieser warf einen Blick darauf und meinte: "Wie schön. Die Jungs werden Weihnachten zu Hause sein."  Der Mann hatte die große Nachricht total verpasst: - Menschen waren geflogen!“

Auch in diesem Jahr werden wieder Milliarden von Menschen in die Weihnachtstage hineingehen und an alles mögliche denken – und das Eigentliche übersehen. Bei einer Umfrage, die ich vor Jahren auf einem Weihnachtsmarkt durchführte,  stellte ich die Frage nach dem Ursprung, der Bedeutung von Weihnachten. „Fest der Liebe“, „Zeit mit der Familie“ und „ein amerikanischer Brauch“ waren die Renner. Sicher wussten auch eine Reihe, dass es mit Jesus zu tun hatte.

Bereits beim ersten Weihnachtsfest wird deutlich, dass die Menschheit sich nicht groß vom Herausgeber der Lokalzeitung unterscheidet. Es heißt in Johannes 1:4,5,11 und 3:19:

In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse.

Das erste Weihnachtsfest kam und ging – und nur eine kleine Schar hatte es begriffen. Alle anderen hatten was verpasst – nein, sie hatten JEMANDEN verpasst. Sie hatten die Ankunft ihres Königs verpennt, die Geburt ihres Retters übersehen – und lebten unverändert weiter – und starben, ohne Ihm begegnet zu sein.

Aber es gab auch die anderen. In Johannes 1:12 heißt es:

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht,
Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben! (Schl)

Hast Du Weihnachten schon einmal so gefeiert – mit dem Bewusstsein: Es geht um den Retter, nicht all das Drumherum – es geht um das Geschenk, nicht die Verpackung?

Hätte der Herausgeber der Lokalzeitung in Dayton dem Eigentlichen mehr Beachtung geschenkt, hätte er die Meldung seines Lebens für seine Zeitung gehabt.

Wenn Du das Eigentliche an Weihnachten; Jesus Christus, nicht ignorierst, wirst Du die Erfahrung Deines Lebens machen. Christus, der Retter und Lebensveränderer ist da!

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Heute ist es wieder soweit …

Nein, es ist noch nicht Weihnachten. Ich weiß! Den meisten fällt es auch gar nicht auf, aber heute, am 21.12. ist „es“ wieder soweit. Wobei „es“ eine gute und eine schlechte Seite hat.

Heute, am 21.12. ist der kürzeste Tag des Jahres! Das ist die schlechte Seite. Aber ab heute, wo wir gerade die längste Nacht und den kürzesten Tag hinter uns bringen, beginnen die Tage wieder länger und die Nächte kürzer zu werden. Das ist die gute Seite.

Zugegeben, das merkt man zunächst nicht. Morgen früh werde ich kaum aufstehen und feststellen, dass die Nacht eine oder zwei Minuten kürzer war. Trotzdem ist es wahr, dass wir uns jetzt in Richtung „Licht“ bewegen. Zunächst unmerklich – und doch wahr.

Vor ein paar Jahren erwähnte ich diese Tatsache auf einer Weihnachtsfeier für Obdachlose. Einige dieser Männer schlafen selbst bei Minustemperaturen unter Brücken oder in leeren Gebäuden. Man konnte förmlich spüren, wie ihnen der Gedanke an hellere Zeiten zusprach. Licht und Wärme im Kommen.

Millionen Menschen leben in Finsternis und Kälte. Für manche ist es die Sünde, die sie tun. Für andere die Sünde, die ihnen angetan wird. Für die einen sind es Emotionen, die sich unbegreiflicherweise noch tiefer graben, wenn es tiefer nicht mehr möglich scheint, für andere die Einsamkeit inmitten von Menschenmassen. Das Sprichwort sagt:  „Wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist der Tag nah!“

Weihnachten kann uns auch an diese Tatsache erinnern. Jesus ist das Licht! Im Alten Testament wie auch im Neuen wird Jesus als das Licht bezeichnet. Hier einige Verse:

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht,
und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. (Jesaja 9:1; LÜ)

 „Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!“ (Jesaja 60:1; Schl)

„Er ist ein Licht, das den Völkern Gott offenbaren wird,
und er ist die Herrlichkeit deines Volkes Israel!“ (Lukas 2:32; NLÜ)

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, 
wird nicht in der Finsternis wandeln,
sondern er wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8:12)

„Wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist der Tag nah!“ heißt das Sprichwort. Finsternis hat für (fast) alle Menschen etwas bedrohliches. Jesus ist das Licht. Er bedroht die Finsternis. Jesus ist das Licht des neuen Tages. Wer mit seinen Ängsten, Nöten, Hoffnungslosigkeiten, Sünden, Depressionen, Verletzungen, zu Ihm kommt, der wird angenommen, der bewegt sich in die richtige Richtung: hin zum Licht. Schau Dir noch einmal die Aussagen des Wortes Gottes an:
  • Jesus scheint als helles Licht für alle in der Finsternis!
  • Jesus, das Licht kommt! (Gib Weihnachten eine Chance! Gib Jesus eine Chance!)
  • Jesus ist ein Licht, das Herrlichkeit bringt, eine übermenschliche Herrlichkeit!
  • Jesus ist Licht für jeden (einschließlich Dir). Ihm folgen bedeutet, der Finsternis zu entfliehen
Die Entscheidung liegt bei jedem Einzelnen. Licht oder Finsternis – Jesus … oder nicht!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Gut, dass Gott wusste …

Als Gott die Schöpfungswoche beendet hatte, sah er alles an, das Er geschaffen hatte und erkannte, dass es sehr gut war. (1 Mose 1:31)  Es dauerte nicht lange, da fand Sünde Eingang in Gottes sehr schöne Welt und Zerstörung und Zerfall fingen an. Zur Zeit Noahs hatte die Sünde so überhand genommen, dass es heißt:

Als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, da reute es den Herrn, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. (1 Mose 6:4-5)

Gott machte einen Neuanfang mit Noah. Aber Er wußte auch, dass es keinem Menschen möglich sein würde, die Sünde zu besiegen und Heil zu bringen.

Bereits zur Zeit Adams hatte Gott einen Hinweis gegeben, dass allein ein stellvertretendes Opfer Hilfe bringen kann. Hätte es einen anderen Weg gegeben, wäre Gott ihn gegangen. Oder, wie jemand anders es ausgedrückt hat:

Wenn unsere größte Not das Bedürfnis nach Information gewesen wäre, hätte Gott uns einen Erzieher geschickt. Wäre unser größtes Bedürfnis Technologie gewesen, hätte Er uns einen Wissenschaftler geschickt. Wenn unser größtes Bedürfnis Geld gewesen wäre, hätte Er uns einen Ökonom geschickt. Wenn das größte Bedürfnis Vergnügen gewesen wäre, hätte Gott uns einen Unterhalter geschickt. Aber unser größtes Bedürfnis war ein anderes. Unser größtes Bedürfnis war das Bedürfnis nach Vergebung: Darum hat Gott uns einen Retter gesandt!

Hat der Schreiber nicht recht? Leider ist das den meisten Menschen nicht bewusst. Wenige erkennen, dass die Rettung, die Jesus uns bringt, die wichtigsten Fragen und größten Nöte in ihrem Leben lösen würde.

Advent und Weihnachten erinnert uns an unsere wahren Bedürfnisse – und an den, der gekommen ist, um unseren Bedürfnissen zu begegnen: JESUS!

Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen 
und selig zu machen, was verloren ist. (Lukas 19:10)

Montag, 19. Dezember 2011

Neuer Bericht: Iligan / Philippinen

Neuer Augenzeugenbericht unserer Freunde in Iligan über die furchtbaren Überschwemmungen hier klicken!

In Kürze gibt es hier Informationen für Direkthilfe über die Deutsche Missionsgemeinschaft, derem Mitarbeiter vor Ort sind und helfen! Bitte immer wieder hier nachschauen.

Gottes Eingreifen - Überschwemmungen in Iligan

Iligan City, Philippinen – für 20 Jahre unsere Heimat. Immer noch Teil unseres Lebens. Zunächst hörte ich die Nachricht von den Überschwemmungen am Samstagmorgen im Radio. Dann hab ich gleich im Internet nachgeschaut und per Skype versucht, Kontakt mit den Philippinen aufzunehmen. Schlimm sind die Berichte von Freunden aus unserem früheren Arbeitsgebiet. Hier Auszüge eines Rundschreibens. (Namen gekürzt oder geändert, Eigenübersetzung)

Gottes Eingreifen

M. ist der Sohn von unserem Gemeindeleiter, J. und B. Er war allein und wachte auf, als sein Körper nass wurde. Er betete. Als das Haus seiner Eltern in den tosenden Wassers zusammenbrach, zog M. sich aufs Dach und half einer Familie mit einer schwangeren Mutter hinauf. Gott lenkte das Dach an die perfekte Stelle, wo sie sicher landeten.

Unsere Maschinen* waren in Gefahr, von Überschwemmungen zerstört zu werden. Zunächst strömten die Fluten geradewegs in Richtung der Anlage. Dann lenkte Gott das Wasser zu einem Berg, dann nach links, und die Anlage blieb bewahrt! Es gab nur sehr wenig Schäden an unseren Anlagen oder am Hof. * landwirtschaftliches Projekt, das international vertriebene Produkte verarbeitet, deren Erlös ausschließlich zur Unterstützung von Missionaren eingesetzt wird.

Der gleiche Fluss strömte durch T, und ein großer Stoss Bambus löste sich von den übrigen. Die Hälfte schützte unseren Hof vor weiterem Schaden, und die andere Hälfte trieb zunächst den Fluss hinab und blieb an einem perfekten Ort stecken wo er die Häuser unserer Glaubensgeschwister P., E. und C., vor der sicheren Zerstörung (vermutlich durch Treibgut) schützte.

A. und L., Christen aus islamischem Hintergrund und Bibellehrer in R., waren in ihrem gemieteten Haus und beteten. Der Fluss in Iligan stieg. Sie beschlossen, mit ihren kleinen Kindern zu evakuieren. Fünf Minuten nachdem sie das Haus verlassen hatten, stieg das Wasser und verschlang alle Häuser entlang des Flusses. Alles war weg.

Vor zwei Wochen gab Gott T. (meinem früheren Mitarbeiter, mit dem ich in vielen dieser Dörfer gearbeitet habe) die Gelegenheit, einer Gruppe von Freunden aus R. noch einmal das Evangelium zu verkünden. Es ging um Römer 2 und das Prinzip, dass Gott die Menschen zur Verantwortung ruft, je nach empfangener Offenbarung. T. warnte sie, dass alle Dörfer die Botschaft von Jesus gehört hatten, aber nur wenige Familien hatten sie angenommen. – Heute existieren die Dörfer von R., P., T. und N. nicht mehr. Von den einzigen beiden Häuser, die noch stehen, gehört eins uns (T., unserem Freund) und eines dem Leiter der Gemeinde. Betet, dass Gott in den Herzen arbeitet, wenn wir in dieser Woche zurückkehren zu unseren regelmäßigen Bibelstudien und die Gläubigen zum Zeugnis ermutigen. Auch wir haben enge Freunde verloren, beide nicht gläubig. Auch die Schwester eines unserer Bibellehrer kam ums leben. (…)

Es gibt zwei kritische Probleme als Folge der Überschwemmungen. Eines ist die Straße zu unserem landwirtschaftlichen Betrieb. Die Straße ist völlig zerstört und es wird lange dauern, sie zu reparieren. Bis zur erneuten Versorgung mit Strom kann es Monate dauern. Wir brauchen ein 15 KVA Diesel-Generator, so dass wir Aufträge gewissenhaft bearbeiten können. Während des ersten Quartals 2012 werden unsere Produkte landesweit vertrieben. Außerdem wächst unser Umsatz von Kapseln in den USA. Wir würden es bedauern, diesen Aufschwung zu verlieren. Ein neuer Generator wird über $ 9.000 kosten. Bitte betet mit!

Soweit die Zeilen meines amerikanischen Freundes. Auch gute Freunde, die mit der Deutschen Missionsgemeinschaft an der Schule arbeiten, berichten unter http://astaigmiller.eu/blog/frame_blog.php?language=de von ihren Erfahrungen und Hilfseinsätzen. Sollte eine Weiterleitung von Spenden über die DMG möglich werden, wird dies hier im Blog veröffentlicht. Danke für alle Gebete!

Sonntag, 18. Dezember 2011

NACHRICHTEN AUS ILIGAN / PHILIPPINEN

Hier: Überschwemmungen findet Ihr aktuelle Neuigkeiten von unseren Freunden direkt aus dem Überschwemmungsgebiet in Iligan (Philippinen), wo auch wir fast 20 Jahre lang gewohnt und gearbeitet haben. Angela und Andreas führen die Arbeit weiter, die wir mit aufgebaut haben. Bitte helft mit durch Gebet!

Auszüge aus dem heutigen Predigttext ...

Jesaja 59:1-21

1 Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören;
2 sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, daß er nicht hört!
3 Denn eure Hände sind mit Blut befleckt ...
(...)
9 Darum bleibt das Recht fern von uns, und die Gerechtigkeit erreicht uns nicht.
(...)
18 Den Taten entsprechend, so wird er vergelten: Zorn seinen Widersachern, Vergeltung seinen Feinden, ja, selbst den entfernten Inseln wird er den verdienten Lohn bezahlen!
19 Dann wird man im Westen den Namen des Herrn fürchten und im Osten seine Herrlichkeit; wenn der Bedränger kommt wie ein Wasserstrom, wird der Hauch des Herrn ihn in die Flucht schlagen.
20 Und es wird ein Erlöser kommen für Zion und für die in Jakob, die sich von der Übertretung bekehren, spricht der Herr.
21 Und meinerseits ist dies mein Bund mit ihnen, spricht der Herr: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen nicht mehr aus deinem Mund weichen, noch aus dem Mund deiner Kinder4, noch aus dem Mund deiner Kindeskinder, spricht der Herr, von nun an bis in Ewigkeit!

Den gesamten Text von Jesaja 59 gibts hier
 
Anbetung, Lehre,
Angebot zu Seelsorge und persönlichem Gebet
10:30 Uhr – CCFG, Am hohen Rain 20,
57290 Neunkirchen-Zeppenfeld
Anschließend Einladung zum Mittagessen
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Euch!

Samstag, 17. Dezember 2011

Die Sorgenschachtel

Immer wieder mal gibt es einen Blog über „Sorgen.“ Und immer wieder denke ich: Wird so ein Artikel überhaupt gebraucht? Irgendwann ist doch mal alles zum Thema gesagt, oder?  Und dann bekomme ich Rückmeldungen, die mir zeigen, dass die Sorgen im Leben nicht nachlassen, wenn man genug darüber gelesen hat. Also – schlägst Du Dich gerade mit Sorgen rum? Dann lies mal weiter.

J. Arthur Rank, ein englischer Lord, hatte  beschlossen, sich nur an einem Tag der Woche über all das Sorgen zu machen, was ihn bedrückte. Er wählte den Mittwoch. Wenn während der restlichen Tage etwas passierte, das ihm Angst machte und sein Magengeschwür ärgerte, schrieb er es auf, steckte es in seine Sorgenschachtel und vergaß es bis zum nächsten Mittwoch. Das Interessante daran war, dass sich am folgenden Mittwoch, wenn er seine Sorgenschachtel öffnete, die meisten Dinge der vergangenen sechs Tagen bereits erledigt hatten. Wie nutzlos wäre es gewesen, sich über sie Sorgen zu machen.

Der gute Mann hat’s richtig gemacht. Wir oft sitze ich mit Freunden zusammen und man bespricht diese oder jene mögliche Situation – ohne zu bedenken, dass diese Situation noch gar nicht eingetreten ist und es sie wahrscheinlich nie geben wird. Wenn mir das bewußt wird, schlage ich gewöhnlich vor, uns erst dann Sorgen zu machen, falls die Situation wirklich eintrifft.

Chuck Swindoll beschreibt das Werk der Sorgen folgendermaßen:
Sorgen zieht die Wolken von morgen 
über den Sonnenschein von heute.

Und jemand anders formulierte:
Sorgen verschwenden heute 
die Möglichkeiten von morgen 
mit den Wolken von gestern!

Das sind genau die Gedanken Jesu, die Er Seinen Jüngern sagt:

Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? ... Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. ... Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. (Matthäus 6:27,33,34)

Was Jesus uns hier zuruft ist: Leb einen Tag nach dem andern. Der heutige Tag hat genügend Sorgen für einen Tag. Zerbrich Dir nicht den Kopf über die Sorgen von morgen, die vielleicht nie eintreffen werden. Und was die Sorgen von heute angeht: Auch darum sollst Du Dich nicht grämen. Auch die darfst Du getrost an Jesus abgeben. Er kümmert sich drum!

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.  (1 Petrus 5:7)

Freitag, 16. Dezember 2011

Konkurrenzlos wichtig!

Diese Aussage fiel mir auf, als ich im Zug zwischen München und Frankfurt durch alte Zeitschriften stöberte, die ich bisher noch nicht gelesen hatte. „Jesus ist mir konkurrenzlos wichtig geworden!“ – So lautet die Aussage im Ganzen. Wie viele Menschen diesen Satz wohl so unterschreiben könnten? Könntest Du es? Ich?

Zugegeben, wenn es um das ewige Leben geht, um eine Abladestelle für unsere Schuld, um eine Anlaufstelle für unsere Gebetsanliegen, um eine Anlegestelle in Zeiten der Überarbeitung und des Stresses, dann – ja, doch! -  Dann ist mir Jesus konkurrenzlos wichtig! Keiner wie Er. Keiner beschenkt wie Er! Keiner erhört wie Er! Keiner vergibt wie Er. Keiner ist Freund wie Er! Interessant wird es, wenn es nicht um „geistliches“ Gedankengut geht, nicht um ewiges Leben, Bedürfnisse oder Schuld. Da entbrennt doch der eine oder andere Konkurrenzkampf.

Der Kaufmann in Matthäus 13:45 + 46 stand auch in einem Konkurrenzkampf. Es heißt:

Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, 
der schöne Perlen suchte.
Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, 
verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. 

Dieser Mann hat seine Entscheidung bestimmt nicht leichtfertig getroffen. Er hatte gefunden, geprüft, gehandelt - und gewonnen! Diese Perle war es wert. Alles, was er hatte. ALLES, was er hatte. Wenn er nur diese Perle besitzen könnte, dann hätte er alles, was er wollte und alles, was er bräuchte.

In Psalm 73 bringt Asaph genau diese Erfahrung zum Ausdruck. Zunächst schaut er auf Gesundheit, Ehre, Reichtum, Glück und hundert andere Dinge im Leben, die wie eine Seifenblase vergehen können. Und es verlangt ihn nach diesen Dingen – bis er ihre Unzuverlässigkeit und Vergänglichkeit sieht. Dann ruft er aus:

Wen habe ich im Himmel außer dir? 
Und neben dir begehre ich nichts auf Erden!
Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich
meines Herzens Fels und mein Teil.

Du, Gott, bist die Perle, die mehr wert ist als alles andere auf Erden. Du, Herr, bist konkurrenzlos, nicht nur, wenn es um ewiges Leben, Gebet und neue Kraft geht. Du stehst ohne Konkurrenz, wenn es um Gesundheit, Ehre, Reichtum, Glück und hundert andere Dinge auf Erden geht. NICHTS auf der Erde ist mir lieber als Du, o Herr. Du bist das Opfer meiner Gesundheit wert. Du bist das Opfer meines persönlichen Rufes wert. Du bist das Opfer meines Wohlstandes wert. Du bist das Opfer meines persönlichen Glücks wert, meiner Zeit, meiner sozialen Kontakte, meines Schlafes – Du bist es wert! Denn was immer auf dem Altar der herzlichen Hingabe auf Erden geopfert wird, wird mit überirdischem Segen auf Erden und im Himmel vergolten! So hast Du, Jesus, es versprochen:

Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: 
Es ist niemand, der Haus oder Eltern oder Brüder oder Frau
oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, 
der es nicht vielfältig wieder empfinge in dieser Zeit 
und in der zukünftigen Weltzeit das ewige Leben! (Lukas 18:29+30; Schl.) 

Jesus, konkurrenzlos wichtig, im säkularen wie im geistlichen, in den irdischen Dingen wie in den himmlischen, im Überleben auf Erden wie im Leben für die Ewigkeit. Jesus konkurrenzlos wichtig!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Werdet voll Geistes!

Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, 
sondern werdet voll Geistes!  (Epheser 5:18)

Neun Tage haben wir uns mit der Frucht des Heiligen Geistes beschäftigt.

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut,
Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ 
 (Galater 5:22)

Neun Tage mit Tugenden, die sich jeder wahre Jünger Jesu sehnlichst in seinem Leben wünscht. Neun Tage lang endete der Blog mit dem konkreten Hinweis, wie die Frucht des Geistes Gottes in unserem Leben Fuß fassen und aufblühen kann: „Werdet voll Geistes!“
Nun, leichter geschrieben als getan, oder?

Vor einigen Monaten unterhielt ich mich mit einem Christ, der sich auch an Gottes Wort halten möchte. Er stimmte mir zu, dass wir voll Geistes sein sollen. „Ich bitte den Herrn halt darum – und dann ist gut.“ – so ungefähr waren seine Worte. Meine Überlegung war daraufhin: „Und woher weiß ich, ob Gott erhört hat?  Das muss doch irgendwie zum Ausdruck kommen.“  Ein Ausdruck ist die Frucht des Geistes im Leben eines Menschen.

Hilfreich sind aber auch Erklärungen und Zeugnisse von Zeugen der Vergangenheit, die ein für jeden sichtbares Leben in der Fülle des Heiligen Geistes gelebt haben. Zu diesen Zeugen gehören Dwight L. Moody und Charles Finney.

Moody erklärte einer großen Zuhörerschaft die Bedeutung des Erfüllt-werdens mit dem Heiligen Geist. Er hob ein halbvolles Glas Wasser hoch und fragte: „Wie kriege ich die Luft aus dem Glas.“  „Verschließe es und pump sie raus!,“ rief ein Mann aus dem Publikum. „Das würde ein Vakuum erzeugen und das Glas zerbrechen,“ war Moodys Antwort. Dann nahm er einen Krug und füllte das Glas bis zum Überlaufen mit Wasser. „Jetzt ist alle Luft draußen,“ sagte er und fuhr fort zu erklären, dass es nicht für ein siegreiches, christliches Leben reicht, hier und da Sünde auszurupfen und abzusaugen. Wichtig für ein blühendes geistliches Leben ist es, mit dem Geist Gottes erfüllt zu sein. Moody erklärte an anderer Stelle, dass sobald wir unser Herz leeren von Stolz, Selbstsucht, Ehrgeiz und allem anderen, das sich gegen Gott stellt, unser Herz erfüllt wird mit Seinem Geist. Wenn unsere Herzen mit den Dingen der Welt belegt sind, bleibt kein Platz für Ihn. Wir müssen zuerst leer werden, bevor Er uns erfüllen kann.

Finney bezeugt, wie er verschiedentlich auf mächtige Weise mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde, der Leib und Seele berührte. Finney erfuhr Geisteskraft, die Menschen zur Umkehr bewegte, sobald er auch nur ein paar Worte sagte. Seine Worte waren wie Pfeile. Aber es gab Zeiten, in denen die Kraft abzunehmen schien. Seine Predigten, Besuche und Gebete schienen keine Resultate zu bringen. Wenn diese Zeiten kamen, zog sich Finney zurück zu Fasten und Gebet und erfuhr neue Ausrüstung mit der Kraft des Geistes Gottes.

„Werdet voll Geistes!“  Das ist der Weg! Das ist das offene Geheimnis zu einem erfüllten Leben als Jünger Jesu. Um voll Geistes zu werden, bedarf es ein sich Ausstrecken danach. Ein Loslassen der Sünde, ein Leerwerden für Jesus. Eine „alles oder nichts“ Einstellung, eine geistliche Radikalität, ein sich Füllen lassen mit dem Geist, der die Frucht des Geistes hervorbringt und die Kraft eines leuchtenden Zeugnisses wirkt. Und es ist nötig, immer wieder zur Quelle zurückzukehren, um sich neu erfüllen zu lassen – immer wieder. Psalm 65:10 versichert: „Der Strom Gottes hat Wasser in Fülle.“   Darum kommt:
„Werdet voll Geistes!“ (Epheser 5:18)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Frucht des Geistes: Keuschheit (9 aus 9)

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut,
Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
 (Galater 5:22)

Keuschheit – was für ein altes Wort! Was für ein unmodernes Wort! Was für ein unaktuelles Wort! Irgendwie windet man sich innerlich schon allein gegen den Klang. Kein Wunder, dass die meisten Übersetzungen das griechische Wort „egkrateia“ mit „Selbstbeherrschung“ übersetzen, Luther ausgenommen.

„Egkrateia“ kommt 3x im Neuen Tesatment vor. Außer in Galater 5:22 findet man es noch in 2. Petrus 1:6, wo es heißt:

In der Erkenntnis aber [reicht in eurem Glauben dar] die Selbstbeherrschung (egkrateia), in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht.

Und in Apostelgeschichte 24:25 lesen wir über die Begegnung Paulus mit Felix und Drusilla:

Als er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit (egkrateia) und dem zukünftigen Gericht redete, wurde Felix von Furcht erfüllt, und er antwortete: Für diesmal kannst du gehen; wenn ich aber gelegene Zeit finde, will ich dich wieder rufen lasse

Besonders in Apostelgeschichte 24 wird deutlich, warum egkrateia durchaus von Keuschheit spricht. Drusilla war eine zutiefst unmoralische Frau, die mit dem Gouverneur Felix in einer außerehelichen Beziehung lebte. Paulus’ Aufruf war ein Aufruf zur Keuschheit, zur moralischen Reinheit, zur sexuellen Enthaltsamkeit von Dingen, die dem Wesen und Willen Gottes entgegenstehen. Es ist mehr als offensichtlich, dass egkrateia nicht nur von Selbstbeherrschung redet, die wir ja auf vielen Gebieten des Lebens brauchen (Essen, Fernsehen, Computer, Fahrverhalten, etc.). „Egkrateia“ redet auch konkret von Keuschheit, von moralischer Reinheit von sexueller Abstinenz von allem, was Gottes Wort und Willen widerspricht.

Aktuell! Höchst aktuell! Allerspätestens hier wird klar, dass die in Galater 5:22 erwähnten Tugenden tatsächlich keine Frucht eigener Anstrengung ist, sondern Frucht des Geistes Gottes. Gottes Wort sagt uns, dass die Moral der Menschen in der Zeit unmittelbar vor dem zweiten Kommen Jesu ein Rekordtief erreichen wird. Die Zeit des Endes wird der Zeit des Anfangs ähneln, als Gott die Menschheit durch die Sintflut strafte und Sodom und Gomorrah durch Feuer. In beiden Gerichten war die sittliche Moral mit ausschlaggebend. Heute nähern wir uns mit rasantem Tempo der Einstellung des damaligen Rekords der Unmoral. „Egkrateia“ – Selbstbeherrschung im Großen und Ganzen, Keuschheit im sittlich-moralischen Bereich wird immer mehr in den Hintergrund gedrängt, belächelt und für antik erklärt – nicht selten für extrem, intolerant und ungesetzlich. Als Christen müssen wir damit rechnen, immer mehr ins Abseits gedrängt zu werden. Die Alternative ist – uns mehr und mehr anzupassen, indem wir Gottes Wort relativieren, Gnade und Heiligung gegeneinander ausspielen und unsere geistliche Kraft, geistliche Fruchtbarkeit und geistliche Freude verlieren. Zugegeben: Es kostet Kraft, im Gegenwind standhaft zu bleiben, der sich mehr und mehr zu einem Orkan zusammenbraut, aber es gibt einen todsicheren Weg in die Standhaftigkeit.

 „Werdet voll Geistes!“ (aus Epheser 5:18; Schl)

Dienstag, 13. Dezember 2011

Frucht des Geistes: Sanftmut (8 aus 9)

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut,
Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
 (Galater 5:22)

Manche Tugenden werden durch Worte ausgedrückt, über die man erst nachdenken muss. Bei mir gehört Sanftmut dazu. Ist Sanftmut zu feminin für einen Mann? Was ist Sanftmut überhaupt? Ist es „Weichheit“? mangelndes Durchsetzungsvermögen? Oder ist es etwas Positives? Nach der Erklärung des griechischen Wörterbuches (Strong’s Greek) beinhaltet Sanftmut den Gedanken der Milde, Duldsamkeit und Demut. Aha! Da liegt nichts von Schwäche drin. Im Gegenteil! Da liegt Stärke drin. Milde, die den Mut hat, sich gegen Gewalt oder Verletzungen zu stellen. Duldsamkeit, die freiwillig bereit ist, den untersten Weg zu gehen, weil der Geist Gottes es so führt! Demut, die die Größe hat, sich hinter oder unter etwas zu stellen! Sanftmut ist konrollierte Stärke! HERR, DIESE SANFTMUT MÖCHTE ICH!

Mehr noch: Die Bibel bezeichten Sanftmut als etwas ausgesprochen Gutes, Erstrebenswertes und Gott-gewolltes.

Von Mose heißt es in 4. Mose 12:3:
Aber Mose war ein sehr sanftmütiger Mann, 
sanftmütiger als alle Menschen auf Erden.

Das ist nicht als Abschreckung gemeint, sondern als erstrebenswertes Positivbeispiel.

In Psalm 37:11 wird den Sanftmütigen irdischer und himmlischer Frieden versprochen:
Aber die Sanftmütigen werden das Land erben 
und sich großen Friedens erfreuen.

Die vielleicht stärkste Herausforderung ist die Tatsache, dass Sanftmut eine Tugend unseres größten Vorbildes ist. In Matthäus 11:29 sagt Jesus über sich selbst:

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!

JESUS, DIESE SANFTMUT MÖCHTE ICH!

Ein Autor berichtet, wie ein Betriebsleiter eine Besuchergruppe zur Besichtigung mit in seine Fabrik nimmt. An einer Stelle war ein riesengroßer Dampfhammer zu sehen, der in der Lage war, ein ganzes Auto flach zu pressen. Der Gruppenleiter legte eine Walnuss auf die Ablage und der Hammer knackte die Schale, ohne die Frucht zu verletzen. Ein herrliches Bild von Sanftmut: Macht unter Kontrolle! JESUS, DIESE SANFTMUT MÖCHTE ICH!

Aber wie sehr wir uns auch bemühen, nur selten ist es uns möglich, nicht zu verletzen oder zu zerbrechen. Sanftmut ist niemandem in die Wiege gelegt. Auch wenn wir es uns noch so wünschen oder einreden. Sanftmut ist von außerhalb dieser Welt. Sanftmut ist eine Tugend Jesu und sie wird dann in uns wachsen, sich entfalten, von anderen gesehen und erfahren werden, wenn wir uns an die Wachstumsbedingungen halten. Sanftmut gehört zur Frucht des Heiligen Geistes. Ohne den Geist Gottes können wir nette Menschen sein, aber nicht die Frucht des Geistes in und durch uns erwarten. Das wird allein dann geschehen, wenn wir nach Gottes Aufforderung leben:

 „Werdet voll Geistes!“ (aus Epheser 5:18; Schl)