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Samstag, 29. Januar 2011

Ich habe aufgegeben (Teil 3)


Manche Christen geben die Gemeinschaft mit Jesus auf, weil sie anderes, an dem sie festhalten, nicht aufgeben wollen. Ihre Botschaft ist: „Ich habe aufgegeben, Jesus ungeteilt und  kompromiss nachzufolgen, denn ich bin nicht bereit dies oder jenes aufzugeben, das mir (zu) lieb geworden ist. Aus Gottes Wort hatten wir gesehen, was Menschen manchmal bewegt, Jesus aufzugeben. Darunter waren: Haus & Hof, Gewinn, bereits vorhandener Besitz, Tiere, Ehe oder Bequemlichkeit. Nichts von alledem ist an sich schlecht. Es wird schlecht, wenn es die konsequenten Nachfolge hindert.

Abschließend drei weitere Beispiele, die unser Herz teilen und uns verführen können, konsequente Nachfolge aufzugeben.

Jesus war unterwegs. Der erste von dreien kam auf ihn zu und bot Jesus seine Nachfolge an. Ob er Jesus je in seinem Leben auch nur eine Stunde lang nachgefolgt ist, wissen wir nicht, denn Jesu ernüchternde Antwort in Lukas 9:58 auf das Angebot lautete:

„Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.“

Nachfolge ruft uns aus unsrer persönlichen „Wellnesszone“ heraus. Nachfolge erfordert, dass wir bereit sind, aus unserem Wohlfühlbereich herauszutreten und Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen. Gestern ging es um das Aufgeben von Bequemlichkeiten. Hier geht Jesus einen Schritt weiter. Nicht nur das Aufgeben von Bequemlichkeiten ist gefragt, sondern das Akzeptieren von Unannehmlichkeiten. Kein Bett für die Nacht, kein Kissen fürs müde Haupt. Oft sind Menschen, die von Natur aus wenig Bequemlichkeiten haben, viel eher bereit, Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen. Je besser es uns geht, je geringer unsere Aufgabebereitschaft für Jesus.

Ein weiterer Mann antwortet auf den Ruf in die Nachfolge: (Lukas 9:59) 
„Herr, erlaube mir zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben.“ 

Ist das nicht realistisch? Grundsätzlich mag das so gewesen sein. Aber hat dieser Mann je die Nachfolge angetreten? Keiner weiss es. Viele geben die ungeteilte Nachfolge auf, weil sie nicht bereit sind, ihre Trauer, Bitterkeit oder inneren Verletzungen an Jesus abzugeben. Trauer, Bitterkeit oder Verletzungen können wir nicht immer vermeiden, aber wir können vermeiden, dass sie tiefe Wurzeln in uns schlagen, die uns zum Aufgeben verleiten.

„Herr, ich will dir nachfolgen; zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Hause sind, Abschied zu nehmen.“ (Lukas 9:61)

Die dritte Person hat eine scheinbar sinnvolle Bitte. Jesu Antwort deutet an, dass es dem Mann schwer fiel, Familie über den Ruf in die Nachfolge zu stellen. Wie viel Nachfolge wird auf dem Altar der Familie geopfert. Ist Familie also ein Hindernis? NEIN! NEIN!! Familie ist ein Geschenk Gottes!!! Nur darf das Geschenk nicht wichtiger werden als der Geber. Wir müssen unser Leben so gestalten, dass wir mit Gottes Geschenk sorgsam umgehen, ohne dass Gott und die ungeteilte Nachfolge dabei vernachlässigt werden. Vielleicht muss ich mein Hobby, meine persönliche Freizeitgestaltung anpassen, oder Kombinationen bilden, um der Familie gebührende Zeit einzuräumen ohne Jesus als Priorität dabei aufzugeben.

Ich möchte nicht aufgeben, möchte Jesus nicht aufgeben. Für nichts! Ich möchte es vielmehr lernen, mich selbst aufzugeben, damit alle Bereiche meines Lebens den gebührenden Platz einnehmen - alle unter der Leiterschaft Jesu.

(Abschließender 4. Teil am Montag)

Freitag, 28. Januar 2011

Ich habe aufgegeben (Teil 2)

Gestern haben wir festgestellt, dass Menschen ihren Glauben oder die ungeteilte Nachfolge aufgeben, weil sie nicht aufgeben wollen. Sie halten an etwas fest, das sie nicht aufgeben wollen, und geben dadurch etwas auf, dass sie nicht aufgeben sollten. Gestern haben wir 3 Beispiele aus Lukas 14 gesehen: Besitz, Tiere und Ehe können uns von der ungeteilten Nachfolge abhalten. Das muss nicht sein. Nichts davon ist an sich verwerflich. Im Gegenteil! Aber es kann zur Gefahr werden und ist damals wie heute vielen zum Fallstrick geworden. Darum spricht Jesus diese Dinge auch konkret an. Heute sollen die nächsten drei Beispiele erwähnt werden, an denen wir manchmal festhalten und damit die Nachfolge aufgeben.

Als der Landwirt das abgerissen hatte, was noch gut war, um für seinen steigenden Gewinn Neues zu bauen, das er gar nicht brauchte – und als er sich dann hinlegte und sich selbst anbetete mit den Worten:

„Mein Freund, du hast für Jahre genug eingelagert.
Genieße das Leben. Iss, trink und sei fröhlich!´“  (Lukas 12:19)

da bezeichnet ihn Gott als Narren. Arbeit und der daraus erworbene Gewinn hatten Gott aus dem Denken und Planen des Landwirts verdrängt. Er hatte nichts mehr vom Leben. Ist geschäftliche Kalkulation und der daraus resultierende Gewinn deshalb gegen Gottes Willen? Nein! Die Bibel spricht nicht dagegen. Aber dieser Mann war nicht bereit, auf einen Teil seines Gewinns zu verzichten, um Gott den gebührenden Platz in seinem Leben einzuräumen. Sein Leben drehte sich allein um Arbeit und Gewinn. Für ungeteilte Nachfolge gab es keinen Platz.

Ähnlich verhielt es sich beim reichen Jüngling. Irgendwo war da ein Wunsch, Jesus nachzufolgen. Er führte auch ein ganz anständiges Leben. Ob er noch berufstätig war, wissen wir nicht. Ob er noch in irgendwelche Tagesgeschäfte eingebunden war, um Gewinn zu machen, wissen wir auch nicht. Aber wir wissen eins: Er besaß bereits viel. Und dieser bereits vorhandene Besitz hielt ihn von der Nachfolge ab. Es heiß in Lukas 18:23:
Als er aber dies hörte, wurde er sehr betrübt, denn er war sehr reich.

Ist Reichtum deswegen gegen den erklärten Willen Gottes. Überhaupt nicht! Die Liebe zum Reichtum, das daran Kleben – das kann leicht zum Hindernis für die Nachfolge werden. Jesus sagt in Lukas 16:13:

„Kein Knecht kann zwei Herren dienen;
entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, 
oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. 
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“

Als Letztes ein Positivbeispiel. Als Noah den Auftrag und die Maße für die Arche erhielt, machte er sich sofort an die Arbeit. Kaum hatte Gott ausgeredet, lesen wir in 1 Mose 6:22:

Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.

Bequemlichkeit und Aufschub hält heute viel zu viele Menschen von der Nachfolge ab. Die Couch ist weicher als der Gemeindestuhl, das Gespräch mit Freunden stressfreier als das Gespräch mit dem Nachbarn. Der Besuch beim Freund problemloser als der Besuch beim Menschen in Not.
Ich möchte loslassen, was mich an die Erde bindet, damit die Verbindung zu Jesus und Bindung an das Ewige immer mehr zunehmen, im Mittelpunkt stehen und mein Leben ausmachen.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Ich habe aufgegeben! (Teil 1)

„Ich habe aufgegeben!“ so oder ähnlich hört man es immer wieder mal aus dem Mund eines Freundes. Manchmal hört man auch gar nichts. Sie haben sich zurückgezogen von Freunden und von unserem besten Freund, Jesus. Kürzlich schoss mir die Frage durch den Kopf: Warum geben Menschen auf? Warum schmeißen sie ihren Glauben über Bord – oder – was viel häufiger geschieht, viel gesellschaftfähiger ist und vielleicht auch viel zerstörerischer: Warum geben sie auf, Jesus mit ungeteiltem Herzen nachzufolgen. Ich musste an Beispiele aus der Bibel denken und erkennen, dass die Bibel heute genauso aktuell ist wie zu der Zeit, in der Gott sie geoffenbart hat. Außerdem musste ich erkennen, dass Menschen aufgeben, weil sie nicht aufgeben wollen. Nein, das ist kein Tippfehler. Sie wollen auf zwei Hochzeiten tanzen, zweierlei festhalten. Und das funktioniert bei Jesus nicht. Jesus sagt in Lukas 14:33: 

„Genauso kann auch niemand mein Jünger sein, ohne alles für mich aufzugeben.“

Also, was wollen Menschen nicht aufgeben – und geben dafür Jesus auf? Hier die ersten drei Beispiele aus Gottes Wort. Als der Herr einlud: „Kommt!“  - war es Folgendes, was Menschen nicht bereit waren, aufzugeben:

„Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.“ (Lukas 14:18)

Der Erste hatte gerade ein Stück Land gekauft. Entweder, ohne es vorher anzuschauen, denn er wollte es gerade jetzt ansehen. Dann hatte er die „Katze im Sack“ gekauft. Oder er hatte sich so in das Stück Land verliebt, dass er seine Augen noch einmal daran weiden wollte. Tatsache ist – Grund und Boden hielten ihn davon ab, der Einladung des Herrn zu folgen. Irdischer, vergänglicher Segen war ihm wichtiger als göttlicher, unvergänglicher Segen. Sollte ein Jesusjünger auf Haus und Hof verzichten? Das wird in dieser Rede Jesu in keiner Weise gesagt oder angedeutet. Gesagt wird, dass der Mann die Nachfolge aufgab, weil er Grund und Boden nicht aufgeben wollte. Und das geschah damals wie heute!

„Und der zweite sprach: Ich habe fünf Gespanne Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.“ (Lukas 14:19)

Der Zweite kaufte auch eine „Katze im Sack“ – vielmehr, es waren ein Haufen Ochsen. Jetzt, nach dem Kauf wollte er sie besehen – oder seine Augen weiden. Tatsache ist, seine erworbenen Tiere hielten ihn davon ab, der Einladung des Herrn zu folgen. Seine Haus- und Weidetiere waren ihm wichtiger als seine Seele. Sollte ein Jesusjünger auf Tiere verzichten? Davon steht in der ganzen Bibel kein Wort. Im Gegenteil, wir finden Positivbeispiele. Gesagt wird, dass ein Mensch die ungeteilte Nachfolge aufgab, weil seine Tierwelt über Jesus stand.

„Der dritte sprach: Ich habe eine Frau genommen; darum kann ich nicht kommen. (Lukas 14:20)

Der Dritte sagt glücklicherweise nicht, dass er geheiratet hat und jetzt mal schauen muss, wen er sich da geangelt hat. Er sagt lediglich, dass er nicht kommen kann. Allerdings hatte er die Terminüberschneidung bewußt in Kauf genommen und seine Hochzeit so gelegt, dass sie im Konflikt stand mit der Einladung. Seine Ehe hielt ihn davon ab, der Einladung des Herrn zu folgen. Sollte ein Jesusjünger also lieber ledig bleiben? Das lehrt Jesus nicht. Was er lehrt ist, dass die Partnerwahl und der Ehestand uns nicht von der konsequenten Nachfolge abhalten sollen. Gerade die Ehe sollte nicht Hindernis sondern Katalysator für die Nachfolge sein!

Ich möchte mein Herz prüfen und bewahren, dass nichts mich daran hindert, Jesus von ganzem Herzen nachzufolgen. Und ich möchte bereit sein, alles aufzugeben, das mich verleiten könnte, Ihn aufzugeben.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Johann & Hiob


Johann Mentzer – wem sagt der Name was? Niemandem? Mir auch nicht – bis ich mich mal wieder hinsetzte und Hintergründe ausfindig machen wollte, auf denen bekannte Lieder entstanden sind.

Johann Mentzer wurde Mitte des 17. Jahrunderts geboren. Zunächst besuchte er das Gymnasium in Bautzen und studierte anschließend Theologie in Wittenberg. Als er im Februar 1734 im Alter von 75 Jahren starb, errichtete man einen Grabstein mit folgender Lebensbeschreibung: (leicht gekürzt)

"Denkmal weiland Herrn Johann Mentzer, welcher ordentlich berufener Seelenhirte war (...) verheiratete sich erstens mit Jungfrau Eva Maria Meindeli, zweitens mit Jungfrau Anna Magdalena Ritzin, lebte in vergnügter Ehe mit der ersten 5 Jahre, 2 Monate, mit der zweiten 29 Jahre, 3 Monate, sahe den Segen von 13 Kindern und 7 Kindeskindern, von denen samt der ersten Mutter 12 ihm im Grabe und Himmel Gesellschaft leisten. Er beschloß sein kreuzvolles Leben, das ihm sonderlich zuletzt noch sauer gemacht wurde von den Feinden des Kreuzes Christi, an einem Steck- und Schlagflusse sehr erbaulich."

Bereits aus der Grabinschrift geht hervor, dass er durchaus ein Nachfolger Jesu war, dem die Erfahrungen Hiobs nicht erspart blieben. 12 seiner 13 Kinder und seine erste Ehefrau musste er begraben. Vier Kinder starben innerhalb von nur drei Wochen. Sein Eintrag im Sterberegister lautete:  "Ach mein Gott, was tust du einen so schmerzlichen Herzensriß nach dem andern! Doch es sei auch dafür dein Name hochgelobet."

Mentzer schrieb seine Lieder mit der überlieferten Gebetshaltung:
„Ach Jesu, komm doch du und tilge meine Flammen!
Lass meine Lieder nur von deinem Feuer stammen!“

Sein bekanntestes Lied wurde in einer solchen Feuerschmiede geboren. 1704 brannte sein Pfarrhaus nieder mit allem, was er besaß. Auf einem ausgebrannten Balken soll er gesessen und das Lied geschrieben haben, dass bis heute erhalten und bekannt ist: O dass ich tausend Zungen hätte! Ursprünglich hatte es 15 Strophen und ich hatte geplant, die „wichtigsten“ hervorzuheben. Das wurden allerdings mehr als die Hälfte, warum ich drauf verzichtet habe.  Auf dem Hintergrund dieser Entstehungsgeschichte (Tod und Flammen) sollen hier alle 15 Strophen eingefügt werden. Alle sind es mit dieser Hintergrundinformation wert, gelesen zu werden.
„Herr, gib auch uns diese Bereitschaft, Freud und Leid lobend aus Deiner Hand zu nehmen!“

O DASS ICH TAUSEND ZUNGEN HÄTTE!

O daß ich tausend Zungen hätte
Und einen tausendfachen Mund,
So stimmt' ich damit in die Wette
Vom allertiefsten Herzensgrund
Ein Loblied nach dem andern an
Von dem, was Gott an mir getan!

2. O daß doch meine Stimme schallte
Bis dahin, wo die Sonne steht.
O daß mein Blut mit Jauchzen wallte,
So lang es noch im Laufe geht.
Ach wär ein jeder Puls ein Dank
Und jeder Odem ein Gesang.

3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte?
Auf, auf, braucht allen euren Fleiss
Und stehet munter im Geschäfte
Zu Gottes, meines Herren, Preis!
Mein Leib und Seele, schicke dich
Und lobe Gott herzinniglich!

4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern,
Bewegt und regt euch doch mit mir.
Ihr schwanken Gräschen in den Feldern,
Ihr Blumen, laßt doch euer Zier
Zu Gottes Ruhm belebet sein,
Und stimmet lieblich mit mir ein.

5. Ach alles, alles, was ein Leben
Und einen Odem in sich hat,
soll sich mir zu Gehilfen geben,
Denn mein Vermögen ist zu matt,
Die großen Wunder zu erhöhn,
Die allenthalben um mich stehn.

6. Dir sei, o allerliebster Vater,
Unendlich Lob für Seel' und Leib!
Lob sei dir, mildester Berater,
Für allen edlen Zeitvertreib,
Den du mir in der ganzen Welt
Zu meinem Nutzen hast bestellt.

7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen,
Daß dein erbarmungsvolles Herz
Sich mir so hilfreich hat erwiesen
Und mich durch Blut und Todesschmerz
Von aller Teufel Grausamkeit
Zu deinem Eigentum befreit.

8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre,
O heilig werter Gottesgeist,
Für deines Trostes süße Lehre,
Die mich ein Kind des Lebens heißt.
Ach, wo was Gut's von mir geschicht,
Das wirket nur dein göttlich Licht!

9. Wer überströmet mich mit Segen?
Bist du es nicht, o reicher Gott?
Wer schützet mich auf meinen Wegen?
Du, du o Herr Gott Zebaoth,
Du trägst mit meiner Sündenschuld
Unsäglich gnädige Geduld.

10. Vor andern küß ich deine Rute,
Die du mir aufgebunden hast.
Wie viel thut sie mir doch zu gute
Und ist mir eine sanfte Last!
Sie macht mich fromm und zeugt dabei,
Daß ich von deinen Liebsten sei.

11. Ich hab es ja mein Lebetage
Schon so mach liebes Mal gespürt,
Daß du mich unter vieler Plage
Durch dick und dünne hast geführt;
Denn in der größesten Gefahr
Ward ich dein Trostlicht stets gewahr.

12. Wie sollt' ich nun nicht voller Freuden
In deinem steten Lobe stehn?
Wie sollt' ich auch im tiefsten Leiden
Nicht triumphierend einhergehn?
Und fiele auch der Himmel ein,
So will ich doch nicht traurig sein.

13. Drum reiß ich mich jetzt aus der Höhle
Der schnöden Eitelkeiten los
Und rufe mit erhöhter Seele:
Mein Gott, du bist sehr hoch und groß;
Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herrlichkeit
Gehört dir jetzt und allezeit.

14. Ich will von deiner Güte singen,
So lange sich die Zunge regt,
Ich will dir Freudenopfer bringen,
So lange sich mein Herz bewegt;
Ja wenn der Mund wird kraftlos sein,
So stimm ich doch mit Seufzen ein.

15. Ach nimm das arme Lob auf Erden,
Mein Gott, in allen Gnaden hin;
Im Himme soll es besser werden,
Wenn ich ein schöner Engel bin;
Da sing ich dir im höhern Chor
Viel tausend Halleluja vor.

Dienstag, 25. Januar 2011

Sieg, Lahn und Eder

Schon als Kinder sind wir sonntags gern mit unseren Eltern zur Siegquelle gefahren, wo wir Flaschen mit frischem Wasser auffüllten. Nachmittag gab’s dann Kaffee mit Siegquellwasser. Wenn ich heute mit meiner Familie dieses Gebiet besuche, besuchen wir oft alle drei Quellen Gebiets: Sieg, Lahn und Eder. Jede Quelle hat ein eigenes Erscheinungsbild. Der Sieg hat man eine nette Sitzecke gebaut und die Möglichkeit geschaffen, ihr Wasser zu trinken. Die Lahn entspringt ganz in der Nähe und formt zunächst zu einem kleinen, beschaulichen Teich. Die Eder schließlich entspringt unscheinbar in einem naturgeschützten Morastgebiet.

Quellen faszinieren durch ihre Vielfalt und Reinheit. Sie bieten uns Plätze der Ruhe, Zeiten der Erfrischung, Rückzugsmöglichkeiten. Und sie entspringen nicht nur im Rothaargebirge.

Die Bibel redet von Quellen, die nicht hier unten, sondern „da oben“ entspringen, nicht auf Erden, sondern im Himmel. In Psalm 87, Vers 7 jubeln die Sänger: „Alle meine Quellen sind in Dir!“ 
 Und bereits zuvor hatten sie sie sich an Gott gefreut und gesungen:
„Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“

Wir brauchen eben nicht nur frisches Quellwasser für eine gute Tasse Kaffee. Wir brauchen täglich himmlisches Quellwasser für unser Herz. Dieses himmlische Quellwasser finden wir bei Jesus, der jedem, der zu Ihm kommt, das „Wasser des Lebens“ anbietet. Wonach dürstet unser Herz? Nach Frieden? Nach Vergebung? Nach einem Neuanfang? Vielleicht auch „nur“ nach Freude oder Trost. Jesus sagt uns: 

„Wen da dürstet, der komme zu mir; wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!”

Montag, 24. Januar 2011

Müde?

Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich! (Jesaja 40:28)

Ach, Herr, HERR! Siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, kein Ding ist dir unmöglich; (Jeremia 32:17)
Welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege!  (Römer 11:33)

Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. (Jesaja 40:29)

Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. (2 Korinther 12:9)

Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen;  (Jesaja 40:30)
Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort! (Psalm 119:9) 

Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40:31)

der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. (Psalm 103:5)
Jene krümmen sich und fallen, wir aber stehen und bleiben aufrecht. (Psalm 20:9)

Sonntag, 23. Januar 2011

Die Gute Nachricht: Der Einsatz lohnt sich!

In meinem Zimmer hängt der Weltverfolgungsindex von Open Doors. 50 Länder werden hervorgehoben, in denen die schlimmsten Christenverfolgungen stattfinden. Das der Index in meinem Zimmer hängt, hilft keinem was. Gebete und Schreibaktionen dagegen schon!

Es ist eine Riesenfreude, wenn man sich beteiligt an Gebet und Aktionen, die der verfolgten Gemeinde dienen. In 2007 war einer der Höhepunkte, als drei Christinnen, die wegen ihrem Glauben in Indonesien im Gefängnis saßen, frühzeitig (immerhin nach 2 Jahren Haft) entlassen wurden. Auf der ganzen Welt hatten Christen für sie gebetet und ihnen geschrieben.

Im vergangenen Jahr waren es unter anderem Makan und Tina Rad mit ihrer Tochter Ozdhan, die aufgrund der weltweiten Gebete aus dem Iran entkommen konnten. Folter, Gefängnis und die Drohung des Kindesentzugs waren einige der Leiden, die ihnen widerfuhren.

Maryam und Marzieh waren ebenfalls im Iran inhaftiert. In einem berüchtigten Gefängnis, krank, unbehandelt, eingesperrt um Jesu Willen mussten sie damit rechnen, wegen Religionswechsel vom Islam zu Jesus hingerichtet zu werden. Überall beteten Christen für sie – und Gott erhörte ihre Gebete. Seit letztem Jahr sind sie frei und in einem Land, in dem sie Asyl beantragt haben.

Für diese – und andere – Geschwister der verfolgten Kirche haben wir als Gemeinde, als Bibelschulklasse, in Gebetskreisen oder privat immer wieder gebetet und uns an Aktionen beteiligt. Gott hat erhört – sie leben heute in Freiheit. Mehr Beispiele solcher „Guter Nachrichten“ sind zu lesen in der Februar Ausgabe der Zeitschrift von OPEN DOORS, die man hier bestellen kann: https://www.opendoors-de.org/aktiv-werden/informiert-bleiben/monatsmagazin-bestellen/ 

Nun, die Gute Nachricht ist: Der Einsatz lohnt sich, sei es in erster Linie durch Gebet, oder auch durch Brief- oder Unterschriftsaktionen. Zu bedenken gibt es: Der Lohn kommt nur als Folge der Arbeit, die Frucht nur als Ergebnis des Säens. Es braucht nicht viel, ein Anliegen der verfolgten Gemeinde am Tag vor den Herrn zu bringen. Warum nicht heute damit beginnen? Ein weiterer Bonuspunkt: Du wirst Dich bei der nächsten Gebetserhörung besonders mitfreuen können, denn die „Gute Nachricht“ ist Ergebinis auch Deiner Gebete.