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Samstag, 7. Mai 2011

Und Er erhört uns doch!

In Ihrem März Rundschreiben berichtet Open Doors von Bibel Verteilaktionen in China in den Jahren 1972 und 1981. Über 1 Million Bibeln wurden ins Land gebracht. Überall im Land verbreiteten Gottes Kinder diese Bibeln. Das Resultat: Hausgemeinden wachsen und wo Bibeln verteilt werden, wird der Glaube unkontrollierbar. Selbst die staatlich kontrollierten Kirchen werden mehr und mehr zu lebendigen Gemeinden. Konservativ geschätzt kommen in China täglich 10.000 Menschen zu Glauben.

In derselben Ausgabe (März 2011) berichtet das Werk über die Freilassung des Usbekischen Christen, Dmitry Shestakov. 4 Jahre war er in Haft. Weltweit wurde für ihn gebetet. Jetzt ist er frei!

Über Monate riefen verschiedene Organisationen zum Gebet auf für den inhaftierten, beinamputierten Said Musa. 9 Monate wurde der Vater von sechs Kindern wegen „Abfall vom Islam“ in Afghanistan inhaftiert. Am 21. Februar durfte er das Land mit unbekanntem Ziel verlassen.

Anfang des Jahres schaute die Welt recht pessimistisch auf die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des christlichen Südsudan. Die Christenheit betete! Wider Erwarten wurde es eine friedvolle Abstimmung mit überwältigender Zustimmung für die Unabhängigkeit. UND DIE REGIERUNG AKZEPTIERTE DAS ERGEBNIS! Im Juli soll die Trennung wirksam werden.

Das sind einige Beispiele, die bezeugen, wie Gott Gebet erhört. Andere Organisationen berichten über eigene Erfahrungen mit Gott. Gleichzeitig erfahren Christen täglich rund um die Welt, wie Gott ihnen zur Seite steht, ihren Dienst in Schwachheit gebraucht, Menschen rettet, tröstet, heilt, leitet oder bewahrt.

Anfang dieser Woche war es mir nicht möglich, an der wöchentlichen Gebetsversammlung unserer Gemeinde teilzunehmen. Parallel dazu hatte ich eine andere Verpflichtung. Allerdings lief für mich der Abend so gut, dass ich mich selbst wunderte. Noch am selben Abend erfuhr ich, dass im Gebetskreis verstärkt für mich gebetet worden war. Gott hatte diese Gebete klar und deutlich erhört.

Wir haben einen Gott, der lebt, der hört, der sich kümmert und der in unserem Leben aktiv sein möchte. Keiner soll sagen: Gott schweigt! Er redet, Er hört und Er erhört.
 
Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; 
klopft an, so wird euch aufgetan!
Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; 
und wer anklopft, dem wird aufgetan. (Matthäus 7:7)

Freitag, 6. Mai 2011

Konkurrenz

Regelmäßige Blogleser stellen fest, dass mir diese Woche das Thema „Gebet“ sehr am Herzen liegt. Ich habe berichtet von einer weltweit tätigen Organisation, die seit 60 Jahren jeden Werktag mit einer Stunde des Gebets beginnt, integriert in die Tagesarbeitszeit. Gestern ging es uns um die Frage: „Was geschah mit der Gebetsversammlung?“ Das Fazit war: sie wurde fast unmerklich kompromittiert und schließlich zu Grabe getragen. Nachdem der Artikel geschrieben war, habe ich weiter darüber nachgedacht. Die Frage lässt mich nicht los: „Was hindert Jesusjünger, eine Stunde in der Woche im Gespräch mit ihrem Retter und Meister zu verbringen?“  Natürlich stelle ich mir diese Frage selbst. In meiner Zeit mit Jesus bin ich absolut nicht dort angekommen, wo ich gerne wäre. Und so sind die Antworten eine Mischung meiner persönlichen Antworten, den Antworten von anderen und meinen Beobachtungen. Was also hält Jesusjünger vom gemeinsamen Gebet ab?

Lange Arbeitstage!  Wer einen vollen Tag gearbeitet hat, fühlt sich abends oft zu müde, noch eine Stunde im Gebet dranzuhängen. Das ist verständlich! Wichtig ist es, Gebetsstunden abwechslungsreich zu gestalten, mit kurzen Unterbrechungen (Lieder, Anliegen) und kurzen Gebeten von 1-2 Anliegen pro Gebet. Sonst wird es möglicherweise eine sehr stille Stunde.

Familienzeit! Heute ist die Familienzeit durch äußerst viele Faktoren angegriffen. Dazu gehören die Berufstätigkeit beider Elternteile, Überstunden am Arbeitsplatz, Arbeitsstress, Anforderungen an die Kinder, Medien etc. Oft wird die gemeinsame Gebetszeit geopfert, um Zeit für die Familie zu haben.

Medien! Die Medienlandschaft ist dermaßen explodiert, dass man ihr Angebot nicht mehr mit dem Angebot Mitte des letzten Jahrhunderts vergleichen kann. JEDEN Abend läuft was Interessantes in einem der 200 Digitalprogramme. Oder ich hole eine Film per Internet nach, den ich am Abend zuvor verpasst habe. Tatort steht bei den Deutschen ganz hoch im Kurs, auch wenn er nicht an den Wochentagen läuft, die traditionelle Gebetstage waren. Aber der Tatort Krimi hat wachsende Konkurrenz, UEFA und Champions League sind nur zwei davon.

Das Wetter! Im Sommer ist Grillwetter, im Herbst Regen, im Winter Dunkelheit und Glatteis und im Frühling bin ich zu müde.

Hier die Begründungen, die ich hätte, die Woche ohne Gebetsstunde auszukommen:
Montag – mein freier Tag
Dienstag – Champions League
Mittwoch – Bibelstunde
Donnerstag – Überstunden
Freitag – Familientag
Samstag – Freunde eingeladen
Sonntag – Tatort

Natürlich ist das nur ein theoretisches Beispiel. Aber repräsentativ, oder? Satan hasst Gebet. Er lacht über alle gebetslosen Bemühungen, über alle geistlosen Gefühlswallungen, über alles Menschen-gemachte Predigen. Er zittert, wenn all dies unter Gebet geschieht. Darum überlegt er sich immer mehr „Konkurrenzunternehmen“ zur wöchentlichen Gebetsstunde (wenn’s die mal noch gibt). Lasst uns Satan mal eine ordentliche Migräne zufügen und das gemeinsame Gebet suchen. Satan wird’s hassen - Gott wird’s lieben!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Was geschah mit der Gebetsversammlung?

Ich muss noch einmal auf das Thema vom Beginn der Woche zurückkommen – wahrscheinlich nicht zum letzten Mal. Mir geht ein Traktat nicht aus dem Kopf, das ich vor vielleicht 3 Jahrzehnten gelesen habe. Aufgelegt wird es meines Wissens nicht mehr. Eine Kopie ist in meinem Ordner über Gebet. Titel des Traktats: „Was geschah mit der Gebetsversammlung?“

Es geht um den allmählichen Abbau der wöchentlichen Gebetsstunde. Zunächst finden in der Gemeinde sowohl eine Bibelstunde als auch eine Gebetsstunde statt. Das geistliche Leben hält sich. Aber nach und nach wird es dem Volk Gottes zu viel, zu lang, zu eintönig. Man überlegt sich, die Bibelstunde und die Gebetsstunde zusammen zu legen. Und so läuft es eine ganze Weile. Der Abend gestaltet sich zu 50% aus einer gekürzten Gebetsstunde und zu 50% aus einer gekürzten Lehrstunde. Damit kann man leben.

Mit der Zeit verlagert sich das Gewicht der Bibel- und Gebetsstunde. Die Lehrzeit wird wieder länger. Das ist gut! Gesunde Lehre ist rar und wertvoll. Gleichzeitig wird die Gebetszeit kürzer. Das ist schlimm. Nicht nur schlecht – nein, schlimm! Und heute ist die Gebetsstunde in vielen Gemeinden gestorben, zu Grabe getragen, nicht mehr existent.

Die Gemeinde existiert sehr wohl weiter. Der Chor existiert, Männer- und Frauenarbeit existieren, CVJM, Jungschar, Royal Rangers, Bibelstunde, Jugendstunde – das alles gibt es noch. Aber nicht mehr das Standbein der Gebetsstunde. Man betet zu Beginn aller Treffen, und bevor man wieder auseinander geht. Man schickt auch von zu Hause ein Stoßgebet nach oben. Das aber muss reichen. Nur fehlt es in den Stunden. Es fehlt nicht an Gemeinschaft oder Spaß – es fehlt an Geist, an Vollmacht an Hunger und Durst nach Gerechtigkeit. Denn vieles kann von menschlicher Seite organisiert und kompensiert werden – aber nicht die Kraft und Vollmacht Gottes. Und die kam zu allen Zeiten als Antwort auf Gebet.

Was tun? Das kommt darauf an, an welchem Punkt des Sterbeprozesses sich die Gemeinde befindet. Gibt es noch eine Gebetsstunde oder Gebetskreise. BESUCHE SIE REGELMÄßIG! Das wirkt dem Sterbeprozess entgegen: Gottes Geist – durch Gebet – bewirkt Leben.

Gibt es keine Gebetsstunde mehr, besteht vielleicht die Möglichkeit, einen Gebetskreis zu bilden. Auf die Anzahl der Teilnehmer kommt es dabei nicht an.

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich in ihrer Mitte.“ (Matthäus 18:20)

Wo die Gründung eines Gebetskreises unerwünscht ist oder es an Interessenten fehlt, da gibt es die Möglichkeit, sich an Gebetskreisen anderer Gemeinden oder an übergemeindlichen Gebetstreffen zu beteiligen. Gesucht sind nicht Gebetsweltmeister, Fürbitte-Supermenschen, Lobpreis-Champions, sondern solche, die zu Gott schreien: „Herr, lehre uns beten!“ (Lukas 11:1)

Das Schlimmste und Gefährlichste ist, alles beim Alten zu lassen, auf Erweckung und Erneuerung zu verzichten und sich mit dem Status Quo zufrieden zu geben.

„Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5:17)

Mittwoch, 4. Mai 2011

Gefährlicher als Osama Bin Laden

Dass Osama Bin Laden ein Massenmörder und Terrorist ist, haben wir bereits gestern erwähnt. Ebenso, dass es positiv ist, dass er selbst nicht mehr aktiv werden kann. Mittlerweile, nur Stunden nach der Euphorie über seinen Tod, macht sich neue Angst breit. Angst vor Vergeltungsschlägen der Al Kaida. Aber es gibt Gefährlicheres als Osama Bin Laden und Schlimmeres als seine immer noch operierende Organisation.

Das Internet:
Nicht alles im Internet ist schlecht. Offenbar nicht. Danke, dass Ihr diesen Blog lest. Viele von Euch regelmäßig. Dennoch ist das Internet hochgefährlich. Ich möchte behaupten: gefährlicher als Osama Bin Laden. Eine christliche US Webseite offenbart schockierende Statistiken: (http://www.archomaha.org/pastoral/se/pdf/PornStats.pdf)

  • 72% der Männer besuchen pornographische Webseiten. 34% der Leserinnen einer christlichen Zeitschrift bekennen sich ebenfalls dazu.
  • In 2 von 3 Scheidungen spielt  das Internet eine Rolle.
  • Jede Sekunde sind 28,258 Internetnutzer auf pornographischen Seiten
  • 12% aller Webseiten (4,2 Millionen) sind Pornoseiten
  • Durchschnittsalter bei der ersten Berührung mit Pornographie im Internet: 11 Jahre (!)
Muss ich meine Behauptung weiter untermauern?

Hunger:
Es heißt, dass Hunger und Unterernährung bis heute die #1 Gefahr für die Gesundheit sind, gefährlicher als AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. Jeder 7. Menschen erhält zu wenig zu essen, um gesund und aktiv zu sein. 3½ Millionen sind in den ersten 4 Monaten dieses Jahres bereits an Hunger gestorben. Ist meine Behauptung (siehe oben) abwegig?  

Intoleranz:
Obwohl lieblose Intoleranz grundsätzlich verwerflich ist, ist nicht jede Form der Intoleranz gefährlich. Die gefährliche Sorte breitet sich weiter und weiter auf der Erde aus. Man mag die Einzelheiten der Folter gar nicht hören, mit denen Menschen von Menschen gequält werden. Viele aus politischen Gründen, viele aus Glaubensgründen. 100 Millionen Christen leiden zu dieser Stunde unter Intoleranz und Verfolgung. In den letzten 100 Jahren starben mehr Christen den Märtyrertod als in den vorangegangenen 1900 Jahren zusammen. Viele davon unter anerkannten Regierungen.

Sicher kann man diese Argumentation anfechten. Akzeptiert. Aber vielleicht kann sie uns zum Nachdenken bringen. Oft sehen wir die lauten, offensichtlichen, blutigen Gefahren und nehmen sie ernst. Aber die kleinen, unscheinbaren, akzeptierten Gefahren, die werden leicht übersehen oder runtergespielt. Das Internet ist anonym, der Hunger betrifft uns nicht und die Märtyrer um Jesu willen sind ganz weit weg. Nachrichten über diese Gefahren sind selten.

Die allergrößte Gefahr aber betrifft fast alle Menschen um uns herum. Gottes Wort sagt es so:
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Jeder Mensch muss einmal sterben und kommt danach vor Gottes Gericht. (Johannes 3:36 und Hebräer 9:27)

Jünger Jesu, stimmt Ihr mir zu, dass es Gefährlicheres gibt als Osama Bin Laden und Schlimmeres als seine immer noch operierende Organisation? Wie reagieren wir?

... und morgen gehts dann erst mal wieder ohne Bin Laden weiter!

Dienstag, 3. Mai 2011

Freut sich Jesus über Bin Laden’s Tod?

Jahrmarktstimmung in Amerika, der „christlichsten“ Nation auf Erden. Ein Mensch ist tot. Naja, genauer gesagt: Bin Laden ist tot. Topterrorist, meistgesuchter und mit 50,000,000 US Dollar wahrscheinlich höchstdotierter Verbrecher der Gegenwart. Die USA feiert. Die Nachrichten sprechen von Leuchtreklamen, Partys, die die Nacht hindurch andauern, Menschen weinen vor Freude, eine Nation im Siegestaumel. Nachrichten zeigen die Massen, einander auf den Schultern tragend, die Nationalhymne singend und unermüdlich „USA! USA!“ hinausschreiend.

Ob Gott wohl die Freude der Menschen teilt? Ob Freude im Himmel ist über diesen Verbrecher, der jetzt endlich zur Strecke gebracht wurde? Dass zu bestimmten Zeiten Freude bei den Engeln im Himmel ist, ist uns aus Gottes Wort bekannt. Aber ich frage mich, wie Jesus selbst im Moment empfindet. Und als Sein Jünger ist es mir ein Anliegen, zu empfinden, wie Er empfindet und zu urteilen, wie Er urteilt.

Natürlich weiß ich nicht, wie Jesus jetzt empfindet. Eine Antwort wäre reine Spekulation. Aber einige andere Tatsachen wissen wir wohl – von Ihm direkt, aus Seinem Wort:

Jesus hat Bin Laden geliebt:
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.(Johannes 3:16)

Jesus ist für die Sünden Bin Ladens gestorben:
Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. (1. Johannes 2:2)

Jesus hätte sich Bin Laden im Himmel gewünscht:
Der Herr … ist langmütig …, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen. (2. Petrus 3:9)

Ein Mensch, ja, ein Terrorist und Mörder ist getötet worden – wahrscheinlich, ohne je klar die Botschaft der Erlösung gehört zu haben. Es ist davon auszugehen, dass ausgesprochen wenige für ihn gebetet haben. Es ist verständlich, dass viele erleichtert sind, diesen Massenmörder los zu sein. Aber Erleichterung ist etwas anderes als Partylaune und Gewinnermentalität.

Jesusjünger stehen in einer besonderen Herausforderung. Unser oberstes Ziel ist nicht eine „sichere“ Welt, sondern eine Welt, in der Jesus bekannt und geliebt wird. Ohne Zweifel, der Tod Osamas kann bedeuten, dass es etwas sicherer wird – aber auch das Gegenteil. Wird mir deshalb der Tod Osamas Freudentränen in die Augen treiben? Nein. Wird mir die Verlorenheit (s)einer Seele das Herz schwer machen? Schon eher!

Gottes Wort sagt uns, dass unser erstes Bürgerrecht nicht auf Erden ist, sondern im Himmel. Das muss unser Denken und Handeln prägen. Die Interessen des Himmels müssen absolute Priorität haben über die Interessen der Erde. Nicht Sicherheitsinteressen, sondern Interesse am Seelenheil anderer; nicht Furcht, sondern Freude; nicht der Tod einer ungeretteten Seele, sondern die Errettung einer Seele – das muss unser Leben als Jesusjünger prägen. Wir feiern mit den Engeln das Heil der Erlösten, nicht den Tod der Unerlösten.

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, 
tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch 
beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? (Matthäus 5:44-46)

Montag, 2. Mai 2011

Mein Vorschlag

Bei dem Treffen der Organisation, von dem ich gestern schrieb, ging es unter anderem um unser Selbstverständnis, unser Leitbild, wer wir sind und was wir wollen. Die Organisation besteht seit 60 Jahren. Ihr Ziel ist, Jesus überall auf der Welt durch Nächstenliebe in Wort und Tat zu bezeugen. Seit 28 bin ich mit dieser Gruppe verbunden. Bereits als wir sie kennen lernten, begann jeder Werktag mit einer Stunde gemeinsamen Gebets: Hören auf Gottes Reden und Reden mit Gott. Diese Stunde gehört zur bezahlten Arbeitszeit- seit 60 Jahren. Verwundert es, dass diese Organisation mit hunderten von Mitarbeitern in fast 80 Ländern der Welt tätig ist? Verwundert es, dass unzählige Menschen im Lauf der 60 Jahre Jesus gefunden haben, dass Gemeinden gegründet wurden, Minderheiten geholfen wurde, Menschen aus Drogen, Alkohol und Prostitution befreit wurden, Christen, Moslems, Hindus, Buddhisten und Atheisten die Liebe Jesu durch praktizierte Nächstenliebe erfahren haben. Verwundert es?

Bei unserem Treffen fiel der Satz: „Gebet ist unser Standbein!“ Auf Gebet ruht das Werk. Gebet trägt das Werk. Ohne Gebet fällt alles zusammen. Und ich bin überzeugt, dass diese Aussage 100% stimmt. Gebet ist das Standbein. Wir können reden, singen, dienen, aktiv sein bis dorthinaus – ohne Gebet fehlt der Draht nach oben und damit die Kraft. Wir können (fast) alles richtig machen. Alles kann schön aussehen. Aber ohne Gebet fehlt Gottes Kraft und der äußere Schein hat keinen wertvollen, bleibenden Inhalt. Aktivität ohne Gebet produziert bestenfalls „geschminkte Schönheit“ – niemals Fall Echtes.

Es tut mir weh, zu sehen, wie Gebet in unserem Leben mit Jesus und unseren Gemeinden als Standbein aufgegeben wird. Wir haben große Pläne, hohe Investitionen, gewaltige Visionen – aber leere Gebetstreffen – vom persönlichen Gebet ganz zu schweigen. Was meinen wir eigentlich, wie Gott wirkt? Durch unsere Anstrengungen? Durch unseren guten Willen? Durch unsere Begabungen oder Opferbereitschaft? Nein. All das ist Gott bereit zu übernehmen, all das braucht Er nicht, um zu wirken. Allerdings hat Er klar gemacht:

Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es vollbringen! Denn wie würde ich sonst gelästert! Und ich will meine Ehre keinem anderen geben.(Jesaja 48:11)

„Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.(Jakobus 4:2)

Gebet bekennt vor Gott: Ich kann es nicht aus eigener Kraft. Du musst es tun. Dir kommt alle Ehre für das Ergebnis zu. Was fehlendes Gebet bekennt, ist das (unausgesprochene) Gegenteil: Ich schaffe das schon. Wenn Du willst, Gott, kannst Du ja helfen. Pass mal auf, was ich für dich tun kann!“

Vielleicht schießt es Dir durch den Kopf: Nein, so denke ich nicht! Ich weiß, dass alles von Gott abhängt. Lass mich Dich fragen: Betest Du? Alleine? In der Gemeinde? Wenn nicht, was bringst Du zum Ausdruck? Du magst antworten: Ich bin zu beschäftigt, zu müde, brauche mal einen Abend mit der Familie, habe zu viele Termine. Gottes Wort bleibt bestehen:

„Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.(Jakobus 4:2)

Und Gottes Verheißung bleibt ebenso gültig:

(Wenn) mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. (2.Chronik 7,14)

Mein Vorschlag: Beginn diese Woche, Dich regelmäßig an einer Gebetsstunde Deiner Gemeinde zu beteiligen!

Sonntag, 1. Mai 2011

Meine Helden

Vor einer Stunde bin ich von einem Treffen heimgekommen. Jesusjünger, von denen die meisten im Ausland tätig sind, berichteten über ihr Erleben mit Jesus. Mein Dank für ihre Arbeit geht an Jesus. Aber meine Achtung gilt auch ihnen. Hier ist, warum:

In einem Land voller Kriminalität und Korruption wird einer Dienerin Jesu das Auto gestohlen. Der Rat, den sie von der Polizei erhält: „Wenn Du Dein Auto wiederbekommen möchtest, beauftrage die Mafia!“ Selbstverständlich hat sie darauf verzichtet.

Eine Frau arbeitet unter Kindern in einem Dritte-Welt-Land. Sie erzählt, wie Jesus sie veranlasste, in eine gefährliche Stadt umzuziehen. Hohe Kriminalität! Man achtet auf seine Umgebung und auf seinen Geldbeutel. 5 Morde sind der tägliche Durchschnitt. Und sie bleibt und dient Jesus unter Kindern. Preis dem Herrn!

Eine Arbeiterin im Dienst Jesu wird nicht wieder ins Ausland gehen. Sie ist zu alt. Nach 40 Jahren Dritte Welt wird sie ihren Lebensabend in Deutschland verbringen. 24 Jahre (!) verbrachte sie in einem primitiven Urwalddorf. Dann zog sie in eine Stadt um andere zu schulen. Soziale Hilfe und Reden über ihren Glauben haben ihr Leben und ihren Dienst ausgemacht und vielen einheimischen, benachteiligten Minderheiten geholfen.

Eine andere Frau arbeitet in einem islamischen Land. Im Krankenhaus dürfen sie ihren Glauben ausleben und verbalisieren, sogar den bekannten Jesus Film zeigen. Jetzt nehmen die radikalen Islamisten Einfluss. Das Krankenhaus soll auf alle religiösen Bekenntnisse verzichten. Frauen, die nicht den Schleier tragen, laufen in Gefahr, ihr Gesicht mit Säure verätzt zu kriegen. Noch kann im Krankenhaus gearbeitet werden. Niemand weiß, wie lange noch. Die Frau bleibt und dient weiter ihrem Herrn. Das verdient Anerkennung. Preis dem Herrn.

Das sind nur Auszüge aus den vielen Berichten, die ich gehört habe. Menschen, im Dienst für Jesus. Menschen, die ihren Glauben leben, die ihren Worten Hände und Füße geben. Es war absolut ermutigend! Menschen, die ihr Leben hingeben, bereit sind, den Luxus aufzugeben, in den sie hineingeboren wurden; bereit sind, in einem wenig entwickelten Lande zu leben; bereit sind, ihre Verwandten und Freunde zurück zu lassen, ein oder zwei fremde Sprachen zu lernen, sich in einer anderen, befremdenden Kultur einzuleben, für Jesus zu schwitzen oder zu frieren, auf Sicherheit zu verzichten und mit der Bereitschaft zu leben, für Jesus – wenn nötig - zu sterben. Menschen, für die wir Jesus danken und die unsere Achtung verdienen. Noch mehr aber: die unsere Gebete verdienen und brauchen, damit Gott weiterhin durch sie Sein Werk tun kann in aller Welt. Betest Du regelmäßig für Arbeiter im Dienst Gottes?

Nachtrag: Leben für Jesus beginnt nie im Ausland, sondern immer genau da, wo ich gerade bin!