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Samstag, 4. Juni 2011

Zeit mit Gott

Francis Chan schreibt in seinem Buch „Mein Leben als Volltreffer“, dass Christen in den Vereinigten Staaten täglich im Durchschnitt 10 Minuten Zeit mit Gott verbringt. Ich fürchte, der Durchschnitt bei uns in Deutschland könnte noch darunter liegen!

Nun kommt es natürlich immer darauf an, aus welchem Blickwinkel ich die Dinge sehe. Zehn Minuten sind mit Sicherheit besser als 3 Minuten; drei Minuten besser als gar nicht. Auf der anderen Seite muss ich neben die 10 Minuten mit Gott auch die anderen Dinge stellen, für die ich mir Zeit nehme.

Im gleichen Abschnitt erwähnt Chan, dass der Durchschnittsamerikaner über 5 Stunden täglich vor dem Fernseher verbringt. (Umfrage in Deutschland: 3 Stunden, 7 Minuten).
Nun muss es natürlich nicht unbedingt der oft bemühte Fernseher sein. Andere vertreiben sich die Zeit mit dem Internet, Sport oder anderen Hobbys. Nichts davon ist grundsätzlich verwerflich. Die Frage ist: Wie viel von mir fließt ins Reich Gottes? Eigentlich gehört ja alles meinem Herrn, meine Zeit, meine Kraft, meine Zukunft, mein Geld, meine Freundschaften – alles! Aber wie viel von jedem Bereich meines Lebens erhält und bestimmt Gott in Realität? Und da jeder Bereich meines Lebens mit Zeitinvestition verbunden ist, kommen wir zurück zum Anfangsgedanken: „Wie viel Zeit habe ich für Gott?“

„Die Stunde am Sonntagmorgen gehört Gott!“ sagt der eine. Der andere fügt zum wöchentlichen Gottesdienst noch 15 Minuten „Stille Zeit“ pro Tag hinzu. Jemand anders besucht zusätzlich die Bibel- oder Gebetsstunde? Wie viel Zeit verbringst Du mit Gott?

Gottes Wort macht deutlich, dass wir konkrete Zeit mit unserem Herrn jeden Tag brauchen. Psalm 59:17 ist nur ein Vers aus vielen:

Ich aber will deine Macht besingen 
und jeden Morgen deine Gnade rühmen,
dass du mir eine sichere Burg warst, 
und ein Zufluchtsort am Tag meiner Bedrängnis.

Gottes Wort macht auch deutlich, dass der Sonntagmorgen allein zu wenig ist. (Apostelgeschichte 2:46)

Täglich verharrten sie einmütig im Tempel
und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel 
und Schlichtheit des Herzens

Sicher möchte Gott keine Zwangsbesuche in der Gemeinde und keine „Stille Zeit,“ die durch ein schlechtes Gewissen motiviert ist. Gott möchte, dass der Hunger nach Ihm uns in Seine Gegenwart treibt und in die Gegenwart derer, die Ihn lieben. Vielleicht müssen wir hier anfangen und zu Ihm schreien: „Herr, sende einen Hunger nach Dir und einen Durst nach Deinem Wasser!“

In einem Artikel über „Leidenschaft“ schreibt Floyd McClung
„In den Himmel können Sie ohne viel Gebet kommen. Auch wenn Sie täglich nur eine Minute Stille Zeit halten, wird Gott Sie lieb haben. Aber auf der Ebene einminütiger Konversation mit Gott werden Sie kein „Gut gemacht, Du guter, treuer Knecht“ hören. Und ganz sicher werden Sie mit dieser Art Gebetsleben nicht durchhalten in den harten, rauen Gebieten, in denen Jesus noch nicht bekannt ist und angebetet wird.“

Zeit mit Gott hat viel Konkurrenz in unserer Zeit. Aber Zeit mit Gott ist ohne Konkurrenz, wenn es um das Ergebnis geht. Nimm Dir Zeit mit Gott!

Freitag, 3. Juni 2011

Wie redest Du mit Gott?

Ich bin dankbar, dass ich einen Vater im Himmel habe – und einen Freund, Bruder und Fürsprecher. Das reicht mir. Ich brauche keinen „Buddy“ im Himmel, keinen Kumpel oder „Spezi.“ Einen himmlischen Vater, den ich „Papa“ nennen darf und einen Bruder, der gleichzeitig mein Freund und Fürsprecher ist – was brauche ich mehr? Aber trotz dieser Vertrautheit mit meinem Gott stelle ich fest, wie anders ich mit Ihm rede, im Vergleich zu denen, die sichtbar vor mir stehen.

Mit meiner Frau rede ich offen, gefühlvoll und spontan.
Mit meinem Freund rede ich ehrlich, Klartext und emotional.
Mit meinem Bruder oder meiner Schwester rede ich, wie mir „der Schnabel gewachsen ist.“ Da fallen auch schon einmal deutliche oder auch zu deutliche und zu harte Worte.
Mit meinem Vater rede ich respektvoll und dennoch ehrlich und offen.

All das ist kein Problem. Das kommt spontan, direkt aus dem Herzen, ohne großes Nachdenken und Vorformulieren. Mit Menschen auf dieser Vertrautheitsebene brauche ich auch nichts zu beschönigen oder zu färben. Ich kenne meine Gegenüber und sie kennen mich.

Warum fällt es mir so schwer, mit meinen Vater im Himmel, meinem „himmlischen Papa“ ungezwungen zu reden? Warum meine ich, bestimmte Worte benutzen zu müssen und andere nicht benutzen zu dürfen?  Und ich weiß, dass ich mit diesen Fragen nicht alleine bin.

Warum beschreibe ich meine Gefühle mit moderaten Adjektiven, wenn ich mich in Wirklichkeit so schlecht fühle wie nie zuvor? Warum versuche ich, meine Sünde mit Worten zu verschönern, wenn ich sehr wohl weiß, wie hässlich sie ist? Warum kleide ich das, was in meinem Herzen kocht und in meinen Gedanken wütet, in wohlklingende Worte, wenn ich sie an Gott richte?

Tatsache ist: Gott kennt und hört die unausgesprochenen Worte sowieso. Ich bin überzeugt, dass Er die spontanen, ungesagten Worte unseres Herzens lauter und deutlicher vernimmt als die schöngefärbten Klänge, die über unsere Lippen kommen.

Ich meine, wir müssen es lernen – zumindest in unserer persönlichen Audienz* bei unserem „himmlischen Papa“ – uns so auszudrücken, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Der Psalmist fordert uns auf: 

„Vertraue auf ihn allezeit, o Volk, schüttet euer Herz vor ihm aus! 
Gott ist unsere Zuflucht.“ (Psalm 62:9)

Unser Herz schütten wir aus, indem wir rauslassen, was drin ist – ungeschminkt, wie es sich vorfindet. Gott weiß es eh. Ehrlichkeit und Offenheit mit unserem „Papa im Himmel“ – das bringt Vertrautheit und das gefällt Gott.

Vertraue Ihm; Du darfst kommen, wie Du bist, mit Ihm reden, wie Du möchtest, Er hält das aus! Gott freut sich mehr über Dein ehrliches, ungefiltertes Herzensgebet, als über das vorformulierte, unemotionale „Gebet“ eines Menschen, der ohne Herz betet.

* In Gebetsgemeinschaften ist es manchmal weise, unsere Worte anzupassen. Auch im zwischenmenschlichen Umgang in der Gruppe vermeide ich bestimmtes Vokabular um Anstoß zu vermeiden. Aber im persönlichen Umgang mit dem Einen, der die tiefsten Tiefen meines Herzens und meiner Gefühle kennt und der meine Worte kennt, bevor ich sie formuliere – bei dem ist die Wortwahl unwesentlich.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Nicht Murren – Beten!

Ich arbeite dran. Immer wieder. Manchmal glaube ich, es wird langsam besser. Dann lege ich mich wieder hin. Aufstehen – Neustart – Weiterlernen. Es gibt aber auch so viel, über das man sich auslassen könnte.

  • Von jemandem, der im Internet eine „politische Meckerseite“ aufgebaut hat, hab ich heute gelesen. Da wird ihm der Stoff sicher nicht ausgehen.
  • Das Wetter hat heute bei einigen sicher auch viel Stöhnen hervorgerufen. Ein einziger langer Regentag.
  • Gestern allerdings wars zu heiß. Ganz klar!
  • Dass Tanken, Medizin und Urlaubskosten permanent steigen ist schon eine Zumutung.
  • Und das Gezetere und Wischiwaschi betreffs der Atommeiler führt zu gar nichts.
Das sind natürlich nur einige wenige Hilfestellungen für solche, denen vielleicht der Stoff zum Murren mal ausgegangen ist, so unwahrscheinlich ein solcher Gedanke auch ist.

Kürzlich besuchte ich einen Freund, den ich wegen seiner Freundlichkeit und Barmherzigkeit ziemlich schätze. War er nicht gut drauf? Erwartete ich zu viel? Aber er hat in der Tat in der kurzen Zeit meines Besuchs mehr gemurrt als sonst etwas gesagt.

Israel war ein murrendes Volk. Sie murrten in Ägypten, und sie murrten, als Gott sie befreit hatte. Einmal murrten sie aus Todesangst, wieder in die Hände der Ägypter zu fallen, ein andermal vor Heimweh nach der alten ägyptischen Heimat.

In Johannes 6:43 fordert Jesus seine Jünger auf: Murrt nicht untereinander!“
In 1. Korinther 10:10 nimmt Paulus auf das Alte Testament Bezug und sagt den Jesusjüngern in Korinth: Murrt auch nicht, so wie auch etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden.“

Wir Christen haben doch eine ganz andere, eine viel höhere und effektivere Möglichkeit, unseren Unwillen und unser Missfallen loszuwerden. Wir können beten! Und wir können danken! Das ist eine unschlagbare Kombination! Wenn Unwillen und Missmut aufkommen, fang einfach mal an, dem Herrn für alles zu danken, was Er Dir Gutes getan hat, was Dir im Moment gut tut und was Er Dir an guten Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft versprochen hat. Wenn dann immer noch ein Rest-Unwillen oder Rest-Missmut verblieben ist, dann bring das am Schluß im Gebet als Fürbitte zu Gott. Ich glaube, solch ein Verfahren läßt Deinen Tag sonnig werden, auch wenn es draußen regnet!

Mittwoch, 1. Juni 2011

Die ihr Leben riskieren ...

Das hat mich schon angesprochen, was ich da las. Es geht um unsere Geschwister im Iran. Da gibt es Christen in Hauskreisen, die jeden Tag eine Bibel verschenken. Richtig: BIBEL – IRAN – VERSCHENKEN! Irgendwie passt das ja alles nicht so recht in einen Satz. Aber so war es zu lesen. Zunächst trifft man sich, betet über den Bibeln und dem Einsatz, nimmt sich 7 Exemplare und gibt sie dann weiter – eine Bibel jeden Tag. Solche Aktionen im Iran können die Todesstrafe nach sich ziehen. Aber das Risiko ist man bereit, einzugehen.  Allein in der 8 Millionen Metropole Teheran soll es 100.000 Hauskirchenmitglieder geben. Und ihre Zahl wächst. Cari Moeller, Open Doors Direktor in den USA, behauptet, dass verfolgte Christen in Ländern der Verfolgung anders über Verfolgung denken als Christen in der freien Welt. In Mission Network News berichtet er von einem iranischen Gläubigen, der kürzlich aus dreiwöchiger Folter entlassen wurde. Moeller berichtet: „Mit dem größten Lächeln hob er seine Faust mit dem nach oben gestreckten Daumen und sagte: Ich wurde für würdig befunden, für meinen Herrn Jesus Christus zu leiden!“  Manch einer denkt vielleicht: Der gute Bruder hat was abgekriegt. Wie kann er sonst so denken. Märtyrerkomplex, oder was?  Und doch kommt einem das irgendwie bekannt vor, oder?

In Apostelgeschichte 5 haben wir das biblische Vorbild. Petrus und Johannes waren gefoltert worden und nach ihrer Freilassung lesen wir:

Die Apostel aber verließen den Hohen Rat voller Freude darüber, dass Gott sie dazu auserwählt hatte, für Jesus Verachtung und Schmerzen zu ertragen. Sie lehrten weiter jeden Tag öffentlich im Tempel und auch in Häusern und verkündeten, dass Jesus der Christus ist, der schon lange erwartete Retter. (Apostelgeschichte 5:41+42)

Solche Berichte von damals und aus der heutigen Zeit beschämen und fordern heraus. Ich will meinen Mund aufmachen. Ausgelacht werden oder als hinterwäldlerisch bezeichnet zu werden – das tut nicht weh. Im Gegenteil: das gehört dazu, zu unserem Christsein.
  • Die Erfahrung der Apostel war: Unter Druck wuchs die Gemeinde Jesu am besten.
  • Die Erfahrung im Iran scheint zu bestätigen: Unter Druck wächst das Reich Gottes am besten.
Kann es sein, dass das auch unsere Erfahrung sein würde, wenn wir bereit würden, uns dem Druck zu stellen? Wäre einen Versuch wert.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht 
in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; 
wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht.“ (Johannes 12:24)

Dienstag, 31. Mai 2011

Abgewiesen!

Auch auf die Gefahr hin, ähnliche Gedanken aufzuschreiben wie gestern, muss ich noch einmal ein verwandtes Thema aufgreifen.

In der Mai Ausgabe der Zeitschrift von OPEN DOORS wird von einem Islamgelehrten berichtet, der sich für Jesus entschieden hat. Auf der Flucht vor seiner Familie und auf der Suche nach einer neuen Glaubensfamilie hoffte er, in einer der bekannten Kirchen seines Landes eine neue Heimat zu finden. Der Priester jedoch hatte Angst vor der Geheimpolizei und wies ihn ab mit dem schlechten Ratschlag, seinen Glauben zu verheimlichen. – Allein der Gnade Gottes ist es zu verdanken, dass der junge Christ seinen Glauben nicht gleich wieder an den Nagel hing. Heute setzt sich dieser Mann dafür ein, dass Muslime weltweit von Jesus hören und zu Ihm eingeladen werden.

Abgewiesen zu werden ist die Erfahrung vieler Ex-Moslems, die in ihrer islamischen Heimat zu Jesus finden. Die Gemeinden scheuen die Geheimpolizei, scheuen die Anklage der Evangelisation unter Moslems, scheuen die Attacken der Familie des Konvertiten, scheuen Unruhen durch die Nachbarschaft – oder auch die Unruhe, die in der eigenen Gemeinde entstehen könnte.

Das alles können wir in der „freien Welt“ gar nicht nachvollziehen. Das muss man erlebt haben, um es zu verstehen, und obwohl es traurig stimmt, sollten wir eine Verurteilung vermeiden, die aus sicherer Entfernung ausgesprochen wird. Vielleicht sollten wir uns sogar Gedanken machen, ob es nicht Parallelen gibt in unseren eigenen Kreisen.

Wen weisen wir ab? „Niemanden!“ höre ich die Antwort. In den 60ger und 70ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstand die Calvary Chapel Bewegung, weil Hippies in den herkömmlichen Gemeinden nicht willkommen waren. Sie rochen, kifften, waren anders gekleidet und sie konnten mit der gängigen Kirchenmusik nicht viel anfangen.

Wegen Geruch, Aussehen und persönlichem Geschmack werden bis heute unsichtbare Schranken aufgebaut. Und nicht nur deswegen. Andersartigkeit finden wir auch im Umgang unserer Gemeinden mit Menschen anderer Kulturen. Wie viele ausländische Mitbürger sind in Deiner Gemeinde? Ich weiß nur eins: Bei uns sind es zu wenige! („Jesus, ändere das, bitte!“)

Anstatt einzuladen zu Jesus, laden wir aus. Ohne Worte, versteht sich. Ausladen kann man auch gut durch Verhalten, durch Ignorieren oder durch die simple Falschannahme, dass der Andere eh kein Interesse an Jesus hat, oder dass die Anwesenheit bestimmter Menschen nur die Gemeindeidylle stören würde.

Eines ist sicher: Jesus hätte Millionen Gründe gehabt, MICH abzuweisen (und Dich wahrscheinlich auch). Aber er tat es nicht. Er hat uns nicht ausgeladen sondern eingeladen; nicht weggestoßen, sondern zu sich gezogen; nicht ignoriert sondern beachtet; nicht übersehen, sondern gesucht. Und  damit hat Er selbst den Maßstab gesetzt, das Beispiel gegeben, dem wir folgen sollen.

Wen legt Gott Dir in diesen Tagen aufs Herz?

Montag, 30. Mai 2011

Ein Bethaus für alle!

Es gab nur einen Tempel! Wer immer dem Gott Israels am Passah opfern wollte, musste nach Jerusalem. Jüdische Männer und Frauen aus dem ganzen römischen Reich strömten nach Jerusalem. Die Hauptstadt Israels war Jahr für Jahr überfüllt um diese Zeit.

Aber es waren nicht nur jüdische Frauen und Männer. Der Tempel hatte einen großen Vorhof, in dem Heiden, die den Gott Israel suchten, zu Andacht und Gottesdienst kommen konnten. Allerdings gab es da ein Problem!

Lange Reisen machten es fast unmöglich, Opfertiere mitzubringen. Darum wurden sie in Jerusalem den  Pilgern verkauft. Es gibt Quellen, die von 260.000 Lämmern sprechen, die am Passahfest geschlachtet wurden. Baba ben Buda, ein jüdischer Lehrer, soll einmal 3000 Stück Kleinvieh in den „Vorhof der Heiden“ getrieben haben.

Der Lärm der Händler, das Blöken unzähliger Schafe, das Schreien der Wechsler – all das machte es den Heiden unmöglich, zur Andacht zu kommen. Ganz abgesehen vom Dreck und Gestank, den die Tiere erzeugten. Hier diskutierten ein paar Männer miteinander ihren Kauf, dort feilschten andere um den Wechselkurs. Das rege Treiben, der Transport von Vögeln und Schafen, das Hin- und Herlaufen von jüdischen Männer und Frauen, die den Vorhof durchqueren mussten – wie sollte man da noch Gott begegnen?

Juden, Hoher Rat, Tempelverwaltung – sie alle hatten vergessen, dass in diesem Bereich die Heiden Gott finden sollten. Man hatte den Vorhof der Heiden für persönlichen Gewinn Beschlag genommen und eine Gottesbegegnung unmöglich gemacht.

dann kommt Jesus. Mit heiligem Zorn! Mit einer Peitsche in der Hand. Und mit den Worten:

„Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker?
Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“ (Markus 11:17)

Jesus reinigt das Haus, das ein Bethaus sein soll von dem, was die Menschen vom Gebet abhält. Der Glaube war korrupt geworden. Geld war kostbarer als Seelen. Formalitäten wichtiger als Gottesdienst. Anstatt ein Haus zu sein, in dem Wohlgeruch verbreitet wurde, wurde Gestank verströmt. „Heiden“ wurden abgestoßen vom Glauben. Das Volk Gottes stand den Zöllnern und Sündern im Weg zum Heil.

Kann es sein, dass wir heute eine neue Tempelreinigung brauchen? Kann es sein, dass Gott heute zu mancher Gemeinde (und manchem einzelnen Gläubigen) sagen muss:

"Der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert" (Römer 2:24)

Lust nach Sünde statt Last für Seelen. Toter Formalismus statt totale Freude. Gier statt Gebet! Wie anziehend ist eigentlich unser Glaube? Wie offen sind unsere Gottesdienste für die Heiden unserer Tage?

Anstatt jetzt in die Ferne zu schauen und die Fehler bei der Gemeinde, anderen Gemeinden oder sonst wo zu finden – lasst uns unser eigenes Leben unter die Lupe nehmen. Wir Jesusjünger sind der „Tempel des Heiligen Geistes.“ Erlauben wir Jesus, aus unserem Leben auszutreiben, was anderen im Wege steht, Jesus zu sehen. Die Folgen in unserem Leben werden Kreise ziehen bis in unsere Gemeinden hinein und darüber hinaus!

Sonntag, 29. Mai 2011

Raupe, Schmetterling und Du

Es war einmal ein hübscher Prinz, der sich zum Sterben in eine wunderschöne Jungfrau verliebte. Aber der Feind des Prinzen stellte dem Mädchen eine Falle, entführte sie und hielt sie in einem hohen Turm in Schottland gefangen. Natürlich hatte der Prinz Pläne, sie zu retten – und zwar mit Hilfe von zwei kleinen Tieren, einer Raupe und einem Schmetterling. Die Raupe hieß Berti und der Schmetterling Claudi

Das waren natürlich zwei verschiedene Kreaturen. Raupe Berti war eine gewöhnliche Raupe, bereit zu helfen – aber mit Eigenarten. Man wusste nie: Ist Berti mit dem falschen Fuss aufgestanden, hat sie Migräne? Was ist los? Gelegentlich auch mal hilfsbereit war sie in der Regel verärgert, missmutig, griesgrämig, miesepetrig & verschwitzt. Als sie loszog, um die Jungfrau zu informieren, dass Rettung durch den Prinzen auf dem Weg war, schaute sie nach draußen. Es war ein herrlicher Sonnentag, aber Berti gehörte zu der Art Raupe, die sich beschwerte. „Oh!  SUPER! Es muss natürlich die Sonne scheinen. Das ist alles, was mir noch gefehlt hat!“ Denn Berti hatte ein wenig Übergewicht für eine Raupe und sie schwitzte, als sie so durch den Staub kroch.

Aber, wie es das Schicksal so will, zogen einige Wolken auf und ein milder Sprühregen setzte ein. Berti’s Reaktion war typisch: Ohhh! Natürlich. Das musste ja kommen: Regen! Es regent immer, wenn ich unterwegs bin!

Und so kroch Berti zum Turm und fand ein Klettergewächs, das sich vom Boden bis zum Turmfenster emporrankte. Es war ein Rosenbusch – und während Berti langsam seinen Weg nach oben erklomm konnte man ihn hören: „Autsch!  -  Autsch  -  Autsch, Autsch, Autsch!“ Er schien jede Dorne zu treffen, die der Rosenbusch zu bieten hatte.

Als er endlich am Dachfenster ankam und das wunderschöne Mädchen sah, begann er zu reden: „Hey, Mädchen, bist du das Mädchen in Not?“
„Ja! Warum?“ kam die Antwort der Gefangenen.  Berti musterte die junge Frau noch einmal von oben bis unten und meinte dann: „Ich schnall das nicht! Ich hab keine Ahnung, was auch immer der Prinz an dir findet. Wie auch immer – Der Prinz kommt um 5 Uhr. Sei fertig. Verstanden?“   Damit machte er sich auf den Rückweg.

Als nächstes kam Claudi, der Schmetterling. Anmutig und fröhlich flatterte er im Turmzimmer herum, bis er die Aufmerksamkeit der Jungfrau hatte. Die streckte ihren Finger aus, Claudi ließ sich darauf nieder und übermittelte die Botschaft des Prinzen:

„Liebliches und geliebtes Mädchen. Der Prinz liebt dich über alles. Wenn Du um 5 Uhr seine Stimme hörst, dann spring aus dem Fenster in seine Arme. Er kommt, um dich zu retten!“

„O, herzlichen Dank!“ ewiderte die Jungfrau. „Aber, Schmetterling, erklär mir: Die Raupe Berti war vor kurzem auch hier – aber, Mann, die war so unfreundlich, grob, ärgerlich und lieblos.  Es war so eine gute Nachricht, die sie brachte, aber in solch einer furchtbaren Art.“

Der Schmetterling lächelte und meinte: „Ach ja, das ist Berti! So ist er nun mal! Aber weißt du: Bevor ich verändert wurde, war ich genau so.“

Wandlung – Veränderung – Transformation – das ist das Herz des Evangeliums. Wer zu Jesus gehört, wird nicht mehr wie früher sein.

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; 
das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! (2 Korinther 5:17)