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Samstag, 11. Juni 2011

Explosion oder kontrollierte Verbrennung?

Kraft kann auf mindestens zwei verschiedenen Wegen eingesetzt werden. Sie kann entfesselt oder gebändigt und eingespannt werden. Energie, zum Beispiel, die in 40 Litern Benzin steckt, kann freigesetzt werden, indem man ein brennendes Streichholz in den Behälter fallen läßt. (Bitte Abstand halten!)  Die Energie kann aber auch durch gezielte Verbrennung durch den Motor eines Sportwagens geleitet werden, der uns dann viele hundert Kilometer transportiert. Explosionen sind spektakulär – ohne Frage! Aber kontrollierte Verbrennungen haben eine lang anhaltende Wirkung, eine Kraft, die bleibt.

Der gute Heilige Geist Gottes – Gott selbst – wirkt in beiden Weisen. Zu Pfingsten erschien Er durch eine gewaltige Explosion auf der Bildfläche. Sein Erscheinen war wie „Feuerzungen“ (Apostelgeschichte 2:4) Tausende wurden berührt durch diese eine Explosion der Kraft Gottes.
Aber Er wirkt auch durch die Gemeinde – den Organismus, den Gott einsetzte, um dauerhaft die Kraft des Heiligen Geistes zu erfahren. Durch Anbetung, Gemeinschaft und Dienst werden Jesusjünger ausgerüstet, in der Kraft des Heiligen Geistes zu leben. (Epheser 5:18) (Quelle: unbekannt; bearbeitet)

„Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“

Und als der Tag der Pfingsten1 sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.

Und als sie es hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darinnen ist.  Du hast durch den Mund deines Knechtes David gesagt: »Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? ... Und jetzt, Herr, sieh ihre Drohungen an und verleihe deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden, indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und daß Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus! Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.
  
Und berauscht euch nicht mit Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes! (Apostelgeschichte 1:8; 2:1-4; 4:24-25, 29-31; Epheser 5:18b)

Herzliche Einladung an alle: 10:30 Uhr – CCFG Pfingstgottesdienst 
Am hohen Rain 20, 57290 Neunkirchen-Zeppenfeld
Anbetung, Lehre, Gebet, Gemeinschaft, Gottes Gegenwart

Freitag, 10. Juni 2011

Leben - wofür?

C.T. Studd ist ein Name, der unter Missionaren und missionsinteressierten Christen bekannt ist. C.T. Studd lebte von 1860 – 1931 und ist Gründer der WEC Missionsgesellschaft.

Studd war Student an der bekannten Eton Universität in England, als er mit 18 Jahren zum Glauben an Jesus kam. Als 16-jähriger zeichnete er sich aus als äußerst guter Kricketspieler, mit 19 war er Kapitän der Universitätsmannschaft von Eton. Auch an den Universitäten von Trinity undd Cambridge tat er sich hervor als ausgezeichneter Spieler. Eine große internationale Karriere lag vor ihm und bis heute ist er als Kricketspieler bekannt. Aber sein Leben verlief anders.

Seine Liebe zu Jesus kühlte ab, seine Liebe zum Sport wuchs. Über diese Jahre schrieb Studd: „Anstatt zu gehen und anderen von Jesu Liebe zu erzählen, war ich selbstsüchtig und behielt diese Erkenntnis für mich. Das Ergebnis war, dass meine Liebe zu Jesus immer mehr abkühlte und die Liebe zur Welt einzog. Sechs Jahre verbrachte ich in diesem unglücklichen Zustand.“

Es war die schlimme Krankheit seines Bruders Charles, die die Wende brachte. „Was ist aller Ruhm und alle Schmeichelei wert ... wenn man vor den Toren der Ewigkeit steht?“ fragte er sich in dieser Zeit und kam zu dem Ergebnis:  „Ich weiß, dass Kricket nicht ewig bleiben wird, auch Ehre nicht – und gar nichts in dieser Welt. Wertvoll ist das Leben, das für die zukünftige Welt gelebt wird.“

Studd spendete sein gesamtes Vermögen im heutigen Wert von mehreren Millionen Euro und lebte fortan in völliger Abhängigkeit von der Versorgung durch Gott.

Hudson Taylor war es, den Gott gebrauchte, C.T. Studd in die Mission zu rufen. 1885 segelte er zu seinem esten Überseeeinsatz nach China, wo er Gott unter vielen Gefahren und Schwierigkeiten diente, bis er 1894 aus gesundheitlichen Gründen zurück musste nach England. 1896/97 war er aktiv, in amerikanischen Universitäten Studenten zu Jesus und in die Mission zu rufen. Im Jahr 1900 ging er mit seiner ganzen Familie für 6 Jahre als Pastor nach Indien. Nach einem kurzen Aufenthalt in England, in dem ihm die große Not in Afrika aufs Herz gelegt wurde, reiste er 1910 nach Afrika aus und arbeitete dort bis zu seinem Tod im Jahr 1931. All das nicht ohne Hindernisse. Kein Geld, ausgereist entgegen ärztlichem Rat, fallengelassen von Geschäftsleuten, die ihm Unterstützung zugessagt hatten, so zog er los, im Vertrauen auf Gott, der ihn gesandt hatte.

C.T. Studd lebte durch viele Anfechtungen, Schwierigkeiten und Krankheiten, bei denen er fast alle Zähne verlor und mehrere Herzinfarkte überlebte. Seinen Enkeln schrieb er:
„Nur ein Leben, bald wird es vorüber sein. 
Nur, was für Jesus getan wurde, wird bleiben.“

Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen;wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
 (1 Korinther 3:11-15)

Wofür lebst Du? Was wird bleiben am Tor der Ewigkeit? Anders gefragt:  
Ist das, wofür Du lebst, auch wert, dafür zu sterben?

Donnerstag, 9. Juni 2011

Kennst Du einen Ausländer?

In Deutschland leben annähernd 7 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsbürgerschaft. Der Anteil der türkischen Bevölkerung liegt bei über 1,6 Millionen. Der Bevölkerungsanteil von Personen mit Migrationshintergrund liegt bei über 16.000.000 (sechzehn Millionen!).

Eine Bekannte von mir traf vor einigen Jahren eine junge Muslimin im Ausland. Sie sprach ausgezeichnetes Deutsch, denn sie hatte 16 Jahre ihrer Kindheit und Jugend in Deutschland verbracht. In diesen 16 Jahren, so ihre Aussage, war sie keinem Christen begegnet – „Christ“ in dem Sinne, wie meine Bekannte Christ ist – eine überzeugte Jesus-Nachfolgerin, die Jesus und ihre moslemischen Nachbarn liebt. 16 Jahre war dieser jungen Frau niemand begegnet. Jetzt lebt sie „am Ende der Welt“ in einem islamischen Land – wo es unseres Wissens tatsächlich keine Christen gibt.

Tatsache ist: Ich bezweifle, dass sie in 16 Jahren wirklich keinem wiedergeborenen Christen begegnet ist. Ich bin (fast) sicher, dass sie mehr als einem begegnet ist. Nur haben die nichts gesagt und waren als solche weder zu erkennen noch zu hören. Nie wurde ihr ein Traktat gegeben, nie „Gottes Segen“ gewünscht, nie eine Einladung zu einem Gottesdienst oder einer Jugendstunde ausgesprochen. Vielleicht wohnte sie Tür an Tür mit Christen, die sonntags eine lebendige Gemeinde besuchten. Sie wäre leicht zu erreichen gewesen – bis dass ihre Eltern wegzogen und sie mitnahmen. Gelegenheit verpasst!

Wer mit groß angelegter Unterstützung der Außenmission nicht einverstanden ist, wer argumentiert, dass wir die Menschen ja vor unserer Türe haben – und dann seinen Mund nicht aufkriegt – hat kein Mitspracherecht. Gottes Wort sagt uns:

Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt
und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! (Markus 16:15)

Ganz richtig heißt es: „Keiner kann alle erreichen! Aber jeder kann einen erreichen", sei es im Ausland oder hier bei uns. Und dass wir uns nicht auf unseresgleichen konzentrieren dürfen, sagt uns Gottes Wort von der ersten bis zur letzten Seite der Bibel.

Gott, …der Recht schafft der Waise und der Witwe  
und den Fremden liebt,
so dass er ihm Brot und Kleidung gibt. (5. Mose 10:18)

Der Fremdling, der sich bei euch aufhält
soll euch gelten, als wäre er bei euch geboren, 
und du sollst ihn lieben wie dich selbst
denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen im Land Ägypten. 
 (3. Mose 19:34)

„Nicht alle – aber eine(n)!“ Kennst Du einen Ausländer? Wer ist der oder die eine, die Du erreichen kannst? Die Verkäuferin im türkischen Gemüseladen? Den Arbeitskollegen? Deine Klassen- oder Studienfreunde? Die Mutter am Spielplatz, die Nachbarn? Fang mit Gebet an, aber hör damit nicht auf. Gib ein kleines Geschenk weiter, sprich einen Segen aus, biete Deine Hilfe an, lade sie zum Gottesdienst ein. Bete – und mach einen Anfang! 

Hier noch einige hilfreiche Webseiten: 

Mittwoch, 8. Juni 2011

Unrasiert und barfuss

Kennst Du die Anbetungslieder „Awesome God“ „Step by Step“ (auch bekannt als: O God, You are my God)? Diese und andere Lieder wurden von Rich Mullins geschrieben und gesungen. Seine Lieder wurden gesungen von Größen wie Rebecca St. James, Third Day, Jars of Clay; Hillsong United, um nur einige zu nennen.

Bereits als Kind machte Rich seine ersten Erfahrungen mit der Musik, unterstützt durch seine Urgroßmutter. Erst mit 30 Jahren nahm er sein erstes Album auf, nachdem er zuvor für andere geschrieben hatte. Mit 40 Jahren zog er in das Indianerreservat der Navajos in New Mexico, wo er bis zu seinem Tod Kindern Musik unterrichtete. Er starb mit 41 Jahren durch einen Verkehrsunfall.

In mancherlei Hinsicht war Rich Mullins anders. Als Komponist und Sänger betrachtete er Musik nicht als das Höchste im Leben. Er verstand seine höchste Berufung darin, Menschen zu lieben, Christen wie Nichtchristen, Freunde wie Feinde.

Zu manchen seiner Konzerte erschien er unrasiert und barfuss – zum Ärger der Musikszene.
Um einem Kultstatus zu entgehen, bekannte er sein Versagen und seine Sünden öffentlich. Der Erlös seiner Alben und Konzerte floss an ihm vorbei direkt an seine Gemeinde.

In einem Artikel im Christian Musician Magazine schreibt der Autor, Keith Bordeaux: ”"Mehr als jede andere Person, die ich kenne eiferte Rich Mullins danach, Christus-ähnlich zu sein."

In fast allem, was ich von diesem Sänger und Komponisten gelesen oder gesehen habe wurde eines deutlich: Der Mann war ein begabter, aber einfacher Mensch – der nicht nach den hohen Dingen des Lebens trachtete, obwohl er sie hätte erreichen können. Sein Ziel war es, Jesus sichtbar zu machen. Auf einem Spatziergang mit einem Freund sagte er:

„Musik ist mein Beruf. Mein Leben ist Dienst. Dienst geschieht täglich. Wie verlasse ich, zum Beispiel, das Hotelzimmer, wenn ich abreise?  Verlasse ich es mit schmutzigen Handtüchern überall und leeren Flaschen auf dem Boden? Verlasse ich das Zimmer und lasse ein kaputtes Zimmer zurück, so dass das Zimmermädchen denkt: „Ich bin ja nur ein Zimmermädchen und nicht wichtig. Ich habe diese Unordnung verdient.”  Oder hinterlasse ich all die schmutzigen Handtücher auf einem Haufen; leere den Aschenbecher aus und kümmere mich um meinen Müll, so dass das Zimmermädchen beim Hineinkommen denkt: „Ich bin ein Zimmermädchen. Mein Leben ist wichtig. Ich habe Würde.“

So war Rich Mullins: manchmal unrasiert und barfuss, schlicht, demütig und nicht interessiert an den Gütern dieser Welt. Aber interessiert, Jesus zu gefallen, seine Mitmenschen zu lieben und Jesus zu bezeugen – durch Worte und Taten – selbst einem Zimmermädchen gegenüber, dass er vielleicht nie gesehen hat.

Vielleicht brauchen wir heute solche Jesusjünger, denen nicht die schönsten und bequemsten Schuhe und das neuste Rasierwasser wichtig ist, sondern der Mensch nebenan – und über allem: unser Herr im Himmel!

Dienstag, 7. Juni 2011

Extrem für Gott?

Nathan Barlow lebte von 1912 bis 2004. 1945 reiste er mit seiner Frau und vier Kindern von Amerika nach Afrika, wo er als Missionar und Arzt in Äthiopien diente. Dr. Barlow ist in einigen südlichen Gebieten bis heute eine Legende. Er wagte alles, schwierige Verfahren und Operationen, an die sich niemand sonst im Land traute. Seine Hauptleidenschaft galt jedoch dem Bau des Reiches Gottes.

Als er Kontakt zum Murzi Stamm bekam, wütete dort das Gelbfieber. Viele starben. Sprachbarrieren machten eine vernünftige Kommunikation fast unmöglich. Aber es gelang ihm, den Einheimischen eines zu vermitteln: „Ich habe keine Medizin gegen Gelbfieber. Aber in meinem Blut habe ich Medizin (Impfstoff). Mein Blut kann euch entweder heilen oder töten. Ohne mein Blut werdet ihr wahrscheinlich sterben. Ich gebe es euch gerne!" Alle nahmen sein Angebot dankend an.

Durch IV spendete Dr. Barlow soviel Blut, dass es ihn an den Rand der Ohnmacht brachte. Das war typisch für ihn. Am nächsten Morgen hatte sich das Serum vom Blut getrennt und er injizierte es unter Gebet den Stammesleuten, die ihn besuchten. Alle überlebten. Auf seine Bitte hin wurde diese Handlung erst nach seinem Tod bekannt.

Ein anderer Bericht erzählt von furchtbaren Zahnschmerzen, die Dr. Barlow einmal hatte. Um einen Zahnarzt zu finden, musste er leider weit fliegen. Mit klaren Worten erklärte er dem Zahnarzt, dass er nie wieder wegen seiner Zähne die Missionsstation verlassen wolle. Die Konsequenz war, dass er sich alle Zähne ziehen und eine Prothese herstellen ließ.

Erst kürzlich habe ich von Nathan Barlow gelesen und dann im Internet mehr über ihn erfahren. Lasse ich mir jetzt alle Zähne ziehen? Nein. Aber ich lasse mich inspirieren von denen, die vor mir hergegangen sind – hingegebene Zeugen Jesu Christi, die keine Opfer – ich meine KEINE Opfer – scheuten. Die Zeit, die Gott ihnen auf Erden geschenkt hatte, um Sein Reich zu bauen, war zu kostbar, um sie zu vertun. Das Saatkorn ihres Lebens haben sie gut eingesetzt – in der Erde dieser Welt sind sie der Welt gestorben – zu einer Pflanze für Jesus geworden und haben Frucht für ihn gebracht. Extrem für Gott? Wahrscheinlich schon, in den Augen vieler, die Gott nicht kennen. Aber nicht extrem in Realität. Gott ist unser Alles wert!

Ich bin noch nicht da – aber dahin möchte ich kommen! Kommst Du mit?

Montag, 6. Juni 2011

Vorbereitung auf den Tod

Die Geschichte erzählt von einem Hofnarren, dem der König ein goldenes Zepter überreichte. Er solle es demjenigen geben, der ein noch größerer Narr sei als er selbst. Der Hofnarr machte sich auf und durchzog suchend das ganze Land, um einen größeren Narren zu finden, als er selbst einer war. Zur gleichen Zeit erkrankte der König ernsthaft und merkte bald, dass seine letzte Stunde gekommen war. Schnell rief man den Hofnarren, um den König ein wenig zu erheitern. „Bald werde ich eine lange Reise antreten, von der ich nicht zurückkehren werde,“ erklärte der König traurig. „Nun,“ fragte der Narr, „wo geht die Reise denn hin?“ „Das weiß ich leider bis jetzt immer noch nicht,“ war die leise Antwort des immer schwächer werdenden Königs. „Habt Ihr denn nichts von dieser Reise gewusst?“ kam die erstaunte Frage. „Gewiss,“ so die Antwort des Königs. „Ich wusste mein ganzes Leben lang davon.“ „Dann hat Eure Hoheit diese wichtige Reise sicher bestens vorbereitet,“ erwiderte der Narr. „Nein,“ meinte der König. „Das habe ich leider versäumt, nicht wissend, dass ich so bald würde aufbrechen müssen.“

„Der König wusste sein Leben lang von dieser überaus wichtigen Reise, hat keinen Gedanken an die Vorbereitung darauf verschwendet und weiß bis heute nicht, wohin er reisen wird. Einen größeren Narren habe ich im ganzen Land nicht gefunden,“ schloss der Hofnarr und gab traurig das Zepter an den sterbenden König zurück.

Obwohl wir täglich mit dem Tod konfrontiert werden, täglich die Todesanzeigen der Tageszeitung durchsehen, verstehen wir es meisterlich, ihn aus unseren Gedanken und Vorbereitungen zu verdrängen. Erst Katastrophen, hohes Alter oder Krankheit bringen ihn wieder nahe. Aber um fünf Minuten vor zwölf fehlt vielen die Ruhe und der klare Gedanke. Es ist zu spät geworden, die große Reise vorzubereiten. Mose betet in Psalm 90:12:

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, 
damit wir klug werden!“

Gottes Wort enthält eine Fülle von Versen, die uns bei diesem „Bedenken“ helfen und uns klug machen. Hier eine Auswahl:

  • Es ist den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. (Hebräer 9:27)
  • Mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen, (Israel)! (Amos 4:12)
  • Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3:36)

Sei kein Narr! An der Reise kommt kein Mensch vorbei. Niemand muss diese Reise furchtsam oder unsicher antreten. Den Kopf in den Sand zu stecken hilft ebenso wenig, wie das ständige Aufschieben. Bereite Dich vor. Um fünf Minuten vor zwölf wirst Du dankbar dafür sein!

Noch Fragen? Hilfe gesucht? Schreib mir an: pastor(at)ccfg.de  {ersetze (at) durch @}

Sonntag, 5. Juni 2011

Der Mariannengraben

Kennst Du die tiefste Stelle des Meeres? Die geologisch Interessierten wissen: Es ist der Marianengraben im Pazifischen Ozean, genau gesagt, die Vitjas Tiefe innerhalb dieses Grabens. Die Messung besagt, dass das Meer dort 11034 Meter tief ist.

In Micha 7:19 spricht der Prophet dem Volk Gottes zu:

Er wird sich wieder über uns erbarmen, 
unsere Missetaten bezwingen.
Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen!

Dadurch wird zum Ausdruck gebracht: Gott nimmt die Schuld Seines Volkes und versenkt sie dort, wo sie  NIE WIEDER gesehen, gefunden, hervorgeholt oder verwendet werden kann. Gründlicher hätte man sich der Schuld nicht entledigen können.

Aber an noch etwas erinnern die Tiefen des Meeres.

Hast Du einmal vor einem Brunnen gestanden, dessen Boden Du nicht erkennen konntest? Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz für jeden Menschen zu sein, dass er wissen möchte, wie tief ein solcher Brunnen ist. Darum schmeißt man kleine Steinchen hinab in die Tiefe und lauscht. Wenn man dann nichts hört, nimmt man einen größeren Stein. Wenn man immer noch nichts hört, einen großen Stein. Wenn man dann irgendwann einen leisen, dumpfen Schlag hört, weiß man, dass der Brunnen tief ist.

Ein Sprichwort besagt: „Du kannst die Tiefe eines Brunnens herausfinden, indem Du ein Seil hinab lässt.“

Wie kann ich die Tiefe der menschlichen Sünde und Verlorenheit, die Tiefe der menschlichen Hoffnungslosigkeit herausfinden? Indem ich mir das Seil der Liebe Gottes anschaue, das Gott herabgelassen hat. WAS FÜR EIN WEG, den der Sohn Gottes gegangen ist, um uns zu retten! Es war nicht die „extra Meile,“ die Er gegangen ist oder „der kleine Zuschlag“, den Er gegeben hat. Es war eine Reise aus der Ewigkeit in die Zeitlichkeit – aus der Unbegrenztheit in die Begrenztheit – aus der Schöpferzentrale in die Schöpfung – aus der Vollkommenheit in die Kaputtheit – aus der Ordnung in das Chaos – aus der Liebe in den Hass – aus der Göttlichkeit in die Menschlichkeit – aus der Heiligkeit in die bodenlose Verdorbenheit. Soll ich weiter aufzählen? Wie tief ist die menschliche Verlorenheit und Sünde? Schau auf das Seil der Liebe Gottes, das Gott hinab lassen musste. Unbeschreiblich lang und tief! „Wie tief muss Gottes Liebe sein …“

Und jetzt verbinden sich diese beiden Tiefen: Jesus kam hinab in unsere Tiefen. Tiefer ging es nicht. Tiefer konnte Er nicht kommen. Ganz hinunter erniedrigte Er sich – bis zu uns. Und dann vollbrachte Er alles: Litt – starb stellvertretend – erstand zu neuem Leben – und bietet uns Vergebung und Neues Leben als Geschenk an, indem Er unsere Sünden in die bodenlose Tiefe versenkt. Für immer! Gegenüber der Tiefe, in die Er unsere Sünden versenkt, ist der Marianengraben lediglich eine austrocknende Pfütze.

Kennst Du die Vergebung, die Jesus schenkt? Gründlich! Ewig! Und befreiend?  Ich kenne sie, und ich preise Jesus dafür bis in Ewigkeit.

Fragen?  Schreib mir unter: pastor(at)ccfg.de  (ersetze (at) durch @)