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Samstag, 25. Juni 2011

Eine gewonnene Schlacht

Gestern hieß es: „Eine verlorene Schlacht ist kein verlorener Krieg“. Wir haben gesagt, dass unser Sieg in und durch Jesus bereits errungen ist. Als Jesusjünger sind wir aufgefordert, nicht zurück zu schauen auf unsere Niederlagen, sondern nach oben zu schauen, zu dem, der uns den Sieg gibt.

Drehen wir das Zitat um, entdecken wir eine andere Wahrheit: „Eine gewonnene Schlacht ist kein gewonnener Krieg.“

Dank der Gnade Gottes können, dürfen und sollen wir von Sieg zu Sieg gehen. Leider kommt uns da des Öfteren unser Fleisch in die Quere, diese antrainierte Unabhängigkeit von Gott, die selbst bestimmen möchte und gegen Gottes Geist agiert. Je mehr wir es lernen, unser Fleisch zu kreuzigen, d.h. unsere Unabhängigkeit von Gott aufzugeben und in der Abhängigkeit von Jesus zu leben, umso mehr werden wir im Sieg leben. Durch die Gnade Jesu dürfen wir dahin kommen, im Sieg zu leben. Aber wir müssen uns bewusst sein, dass eine gewonnene Schlacht nicht bedeutet, dass der Krieg gewonnen ist und der Kampf beendet. Sobald sich der Gedanke einschleicht, ist die nächste Niederlage vorprogrammiert.

Wir dürfen uns freuen, wenn der Herr uns im Sieg leben lässt. Ja, wir werden uns darüber freuen, denn Freude Gottes und Stärke Gottes gehören zusammen. Nehemia 8:10 sagt:
„Die Freude am Herrn ist eure Stärke!“

Wir brauchen auch nicht mit Angst vor Niederlagen in die Zukunft zu gehen. Gottes Wort sagt uns in 2 Timotheus 1:7:
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Gottes Wort sagt denen, die eine Schlacht gewonnen haben:
Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle. (1 Kor. 10:12)

Gehst Du momentan durch eine Zeit geistlicher Frische? Fühlst Du Dich stark, nahe beim Herrn? PREIS DEM HERRN!  Keine Angst vor Niederlagen! Der Herr ist Deine Stärke! Werde aber auch nicht selbstsicher! Allein in der Nähe des Siegers haben auch wir den Sieg!
Paulus tat genau das und konnte am Ende seines Lebens ausrufen:

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet,  
den Glauben bewahrt. (2 Timotheus 4:7)

„Eine gewonnene Schlacht ist kein gewonnener Krieg.“  Aber wenn Du nahe beim Herrn bleibst (oder schnell wieder seine Nähe suchst), dann wird die Freude an Ihm Deine Stärke sein. Du wirst siegreich ins Ziel einlaufen, den Siegeskranz in Empfang nehmen und mit Paulus rufen:

Ich habe den guten Kampf gekämpft,  
den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.

Freitag, 24. Juni 2011

Eine verlorene Schlacht

Charles de Gaulle war ein französischer General und Politiker, der von 1890 – 1970 lebte. Von 1959-1969 war er französischer Präsident. Vielleicht hätte er auch Komiker werden können, denn von ihm stammen die Worte: „Wie soll man ein Land regieren, dass mehr als 1000 Käsesorten produziert?“  Ein anderes Zitat de Gaulles ist tiefgründiger. Er soll gesagt haben: „Frankreich hat eine Schlacht verloren, aber nicht den Krieg!“

Wer eine Schlacht verliert, muss nicht den Krieg verlieren. In Jesaja 40:30+31 heißt es:

Knaben werden müde und matt,
und junge Männer straucheln und fallen;
aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft,
dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, 
dass sie laufen und nicht matt werden,
dass sie wandeln und nicht müde werden.

Ja, im Leben mit Jesus werden wir alle einmal müde. Selbst Größen wie Billy Graham, Ulrich Parzani oder Chuck Smith kennen Zeiten, in denen sie müde und matt wurden, ja, Zeiten, in denen sie strauchelten. Wir stehen in einem Kampf, dessen Ende zwar bereits festgelegt und bekannt ist, dessen einzelne Ertappen aber durchaus Niederlagen enthalten können.

Erholst Du Dich gerade von einer Niederlage? Oder steckst Du vielleicht noch mittendrin? Denk dran: Eine Schlacht zu verlieren, bedeutet nicht, den Krieg zu verlieren. Richtig, eine verlorene Schlacht schmerzt und zieht runter. Aber: der Herr sagt, dass ER aufrichtet, stärkt, neuen Wind (Geist) unter die Flügel sendet. Das tut der Herr.

Eine verlorene Schlacht ist kein verlorener Krieg. Tatsache ist, dass der Krieg bereits durch Jesus gewonnen wurde. DARUM: Schau nicht zurück! Blick nach vorne. Schließ die Akte: „Verlorene Schlacht“ und schau auf Jesus.

Ich sage nicht: „Geh ohne Reflektion weiter!“ oder: „Mach Dir nichts draus, wenn Du strauchelst und fällst!“ Immerhin ruft uns Gottes Wort zu „recht zu kämpfen“. (2. Timotheus 2:5)
Vielmehr, ich rufe Dir zu: „Steh auf, blick auf Jesus, lerne aus der Vergangenheit und geh weiter!“

Eine verlorene Schlacht ist kein verlorener Krieg! Der Krieg ist bereits gewonnen. Jesus ruft: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19:30)

Donnerstag, 23. Juni 2011

Elchbullen

National Geographic, eine bekannte amerikanische Monatszeitschrift, veröffentlichte einen Bericht über die Elche Alaskas. Während der Paarungszeit im Herbst gibt es heftige Führungskämpfe unter den Elchbullen. Mit ihren mächtigen Geweihen gehen sie aufeinander los, oft bis eins der Geweihe – ihre einzige Waffe – knirschend zerstört wird. Das beendet den Kampf und spricht den Sieg dem schwereren Elch zu, mit dem größeren und stärkeren Geweih. Gewonnen wird der Kampf allerdings nicht wirklich im Herbst, sondern im Sommer. Im Sommer fressen die Elche ohne Pause. Das Tier, das die beste Diät findet für das Wachstum des Geweihs, wird zum Schwergewicht im Kampf. Wer auf gute Nahrung verzichtet, hat ein schwächeres Geweih und ein geringeres Körpergewicht. Die Niederlage ist vorprogrammiert.

Satan wird auch jeden Jünger Jesu zum Kampf herausfordern. Gott macht es sehr deutlich, dass wir in einem Kampf stehen. Der Feind sucht sich einen für ihn günstigen Zeitpunkt, um anzugreifen. Mit welchem Ergebnis? Viel hängt von der Zeit ab, bevor der Kampf beginnt.

Der Herr hat uns erwählt, Überwinder zu sein. In Römer 6:37 heißt es:

Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.

Jesus ist auf unserer Seite, was uns nicht davon entbindet, auf der Hut und vorbereitet zu sein. Wenn wir reichlich die geistliche Nahrung des Wortes Gottes zu uns nehmen, Gemeinschaft mit anderen suchen und im Gebet feststehen, werden wir überwinden, wozu wir erwählt sind.

Mut, Vertrauen und Erkenntnis für die kommenden Kämpfe entwickeln sich am besten, bevor sie benötigt werden.

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel
und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.
Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk.
Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
(Apostelgeschichte 2:42+47)

Mittwoch, 22. Juni 2011

Unerhörtes Gebet

Jeder, der betet, fragt sich zu bestimmten Zeiten, warum Gott ein Gebet nicht erhört hat oder noch nicht erhört hat. Darauf gibt es verschiedene Antworten. Eine davon soll heute hier genannt sein.

In Jesaja 59:1+2 sagt Gott seinen Kindern durch den Propheten:

Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört!

Diese Begründung finde ich schmerzhaft. Hätte Gott gesagt: Ihr habt meinen Willen nicht erkannt. Betet mal so-und-so, dann hätte man einfach etwas anders gebetet – und würde erhört. Würde Gott sagen: Bleibt mal am Ball. Die Erhörung ist gleich um die Ecke – man würde mit neuem Elan den Endspurt angehen. Aber in Jesaja 59 sagt Gott: Eure Sünden verstopfen Gottes Ohr. Vielleicht bete ich schon um das Richtige, ganz gemäß dem Willen Gottes. Vielleicht bleibe ich auch dran und bete regelmäßig. Aber da ist diese Sache!

Gott hat Seinen Finger auf etwas in unserem Leben gelegt, das geändert werden soll. Er hat uns sensibilisiert für eine Sünde, an der wir festhalten. Vielleicht halten wir fest, weil sie uns lieb geworden ist und wir noch nicht bereit sind, sie aufzugeben. Vielleicht halten wir sie fest, weil sie sich mittlerweile wie ein Blutegel an uns festgesaugt hat. Und so langsam wächst da was. Nicht unbedingt rasend schnell – langsam und stetig. Das Wachsen sieht man gar nicht mal. Von Zeit zu Zeit wundert man sich, dass nicht mehr so viel Wärme „von drüben“ kommt, von der Seite Gottes. Nicht mehr so viel Freude, nicht mehr so viel Licht. Aber da es relativ langsam geht (Gott ist geduldig), gewöhnt man sich an die Kühle, die Dämmerung und die Fadheit im Leben. Man hat die Aktivitäten aufrecht erhalten – das Bibellesen, den Gemeindebesuch, sogar das Beten. Aber dann kommt eben die Zeit, in der man sich fragt: Warum bete ich immer noch? Warum erhört Gott mich nicht? Und Gott antwortet:

Eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und 
eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört!

Sprüche 28:13 warnt und verspricht:

Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen,
wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.

1 Johannes 1:9 verspricht:

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht,
dass er uns die Sünden vergibt 
und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

 Fazit:      
Dass Du Dich von Deiner Sünde trennst ist die Voraussetzung dafür, 
dass Deine und Gottes Wege sich wieder kreuzen.

Dienstag, 21. Juni 2011

Temperament

Jonathan Edwards war ein bekannter Prediger und gelehrter Theologe des achtzehnten Jahrhundert. Seine Tochter galt als äußerst unbeherrscht. Eines Tages hielt ein junger Mann bei Dr. Edwards um die Hand der Tochter an. "Nein!" war die bestimmte Antwort des Vaters. „Erschrocken und tief bewegt versuchte es der junge Mann noch einmal. "Ich liebe sie aber doch und sie liebt auch mich", wandte er ein. "Das ändert nichts", war Edwards Antwort, "sie ist Ihrer nicht würdig." "Aber sie ist doch eine Christin, oder etwa nicht?", versuchte der junge Mann zu argumentieren. "Ja", sagte Edwards, "aber die Gnade Gottes hält es auch bei manchen Menschen aus, mit denen niemand sonst leben könnte."

Edwards hatte erkannt, dass echte Liebe fehlt, wo selbstsüchtiger Zorn lebt. Gottes Wort sagt:

„Liebe lässt sich nicht erbittern!“  (1 Korinther 13:5)

Selbstsucht, Hitzköpfigkeit, Wutausbrüche oder unkontrollierte Taten kommen nicht aus der Liebe. Liebe reagiert auf erlittenes Unrecht nicht im Zorn. Das macht auch die Bibel deutlich:

  • Ein Hitzkopf schürt Zank und Streit, ein Geduldiger aber schafft Versöhnung. (Sprüche 15:18)
  • Besser ein Langmütiger als ein Starker, und wer sich selbst beherrscht, als wer eine Stadt bezwingt. (Sprüche 16:32)
  • Freunde dich nicht mit einem Zornmütigen an und geh nicht um mit einem Hitzkopf, damit du dir nicht seinen Wandel angewöhnst und er dir nicht zum Fallstrick deiner Seele wird! (Sprüche 22:24-25)
  • Ein Tor lässt all seinem Unmut freien Lauf, aber ein Weiser hält ihn zurück. (Sprüche 29:11)
  • Ein zorniger Mann richtet Streit an und ein hitziger viel Sünde. (Sprüche 29:22)

Nicht jeder Mensch hat die Möglichkeit, sein Temperament von Gott benutzen zu lassen. Ein Hitzkopf, ein Unbeherrschter, Zorniger oder ein Tor haben nicht viele Alternativen, als ihrem Temperament gemäß zu handeln. Die Ergebnisse sehen wir an dem Elend und den Scherben, die wir überall in unserer Gesellschaft finden.

Als Christen ist die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen, wie uns Römer 5:5 erklärt. Außerdem haben wir den Geist Gottes, der Seine Frucht in und durch uns hervorbringen und verbreiten möchte. Galater 5:22 sagt uns:

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut,
Freundlichkeit, Güte, Treue5, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Von uns als Jesusjüngern sollte es nie gesagt werden müssen:
"Mit dem hält es nur Gott in Seiner Gnade aus, niemand sonst!“

Gott hat uns allen eine uns eigene Persönlichkeit gegeben. Der eine hat ein stilles Temperament, der andere ein feuriges. Wir alle sollten Jesus in unserem Leben Raum geben. Seine Gnade hält es nicht nur mit jedem von uns aus. Sie verändert uns auch mehr und mehr in Sein Bild.

Wäre es nicht eine tolle Herausforderung, heute jemandem die Gnade Gottes durch Taten oder Worte zu bezeugen?

Montag, 20. Juni 2011

Lebensweisheiten*

Zuerst wäre ich dafür gestorben, mit der Schule fertig sein,
um endlich studieren zu können.
Dann wäre ich dafür gestorben, mit dem Studium fertig zu sein,
um endlich arbeiten zu können.
Dann wäre ich dafür gestorben, endlich zu heiraten und Kinder zu haben.
Dann wäre ich dafür gestorben, dass die Kinder alt genug wären,
um endlich wieder arbeiten zu können.
Schließlich wäre ich dafür gestorben, endlich in Rente gehen zu können.
Und jetzt liege ich im Sterben ...
Und plötzlich muss ich erkennen:
Ich habe ganz vergessen, zu leben!

Pass auf, dass Dir das nicht geschieht.
Genieße Deine momentane Situation und jeden neuen Tag!

Um Geld zu verdienen, verlieren wir unsere Gesundheit -
um dann unsere Gesundheit wieder zu erlangen,
verlieren wir unser Geld.
Wir leben, als würden wir nie sterben,
und wir sterben, als hätten wir nie gelebt.

10 Tipps um jung bleiben – auch im Alter!

1. Schmeiß alle unwichtigen Zahlen aus Deinem Leben. Das schließt Alter und Gewicht mit ein. Lass die Ärzte sich darum Sorgen machen. Dafür werden sie bezahlt!

2. Halte nur an fröhlichen Freunden fest.. Die Meckerbolzen ziehen nur nach unten.

3. Bleibe ein Lernender – über Computer, Kunstgewerbe, Gartenarbeit – was auch immer. Halte Dein Hirn immer aktiv. Es heißt: Ein untätiges Hirn ist der Arbeitskeller des Teufels”.  

4. Erfreu Dich an den einfachen Dingen.

5. Lache oft und laut. Lach, bis dass Du nach Luft schnappst..

6. Lass Tränen zu. Ertrage, trauere und zieh’ weiter! Der einzige Mensch, der Dein ganzes Leben mit Dir zusammen ist, bist Du selbst! Sei LEBENDIG, solange Du lebst!

7. Umgib Dich mit den Dingen, die Du liebst, sei es Familie, Haustiere, Andenken, Musik, Pflanzen, Hobbies, was auch immer. Dein Heim ist Deine Festung!

8. Schätze Deine Gesundheit! Ist sie gut, erhalte sie Dir! Lässt sie zu wünschen übrig, arbeite dran!. Wenn’s Dir so schlecht geht, dass Du nichts verbessern kannst, such Hilfe!

9. Komm runter von Deinen Schuldtrips. Mach einen Besuch in der Stadt, im Ausland, aber nicht da, wo Du Schuld auf Dich lädst.

10. Sag denen, die Du liebst, dass Du sie liebst – bei jeder Gelegenheit!

Und denk dran:

Der Wert des Leben wird nicht daran gemessen, wie oft wir Atem holen, sondern an den Momenten, die uns den Atem rauben.

Sorg Dich um NICHTS!  Bete für ALLES!

* Quellen unbekannt; Eigenübersetzung aus dem Englischen

Sonntag, 19. Juni 2011

Weltfremde Liebe


Charles Carl Roberts starb 32jährig am 2. Oktober 2006. Er richtete sich selbst, nachdem er eine Schule der Amisch (strenge, täuferisch gesinnte  Glaubensgemeinschaft vornehmlich in den USA) erstürmte, 5 Mädchen erschoss und 5 weitere schwer verletzte. Das Alter der Opfer lag zwischen 6 und 13 Jahren. Sexuelle Zwänge, unverarbeitete Schuld und Ärger auf Gott scheinen sein Motiv mitgeprägt zu haben. Die Amoktat rief weltweit Entsetzen hervor.

Wie reagierten die Familien der ermordeten und verletzten Mädchen?  Sie trauerten heftig! Der Verlust der Kinder schmerzte diese Eltern genauso, wie es alle anderen Eltern in gesunden Familienverhältnissen geschmerzt hätte. Aber von Anfang an war der Weg der Vergebung der Weg, den sie beschritten. Und ich meine, dass hat ihren inneren Heilungsprozess auf jeden Fall beschleunigt.

Vom Großvater eines der Kinder wird berichtet, dass er am Tag des Mordes sagte: „Wir sollten nicht schlecht von diesem Mann denken!“  Ein Vater bemerkte: „Er (der Mörder) hatte eine Mutter, eine Frau und eine Seele. Jetzt steht er vor einem gerechten Gott!“

Ein christlicher Nachbar erklärte: „Ich glaube nicht, dass es dort irgendjemanden gibt, der etwas anders tun möchte als zu vergeben – und sich nicht nur nach denen ausstrecken möchte, die den Verlust erleiden, sondern auch zu der Familie des Mörders.

Es wird berichtet, dass bereits wenige Stunden nach der schrecklichen Tat, ein amischer Nachbar bei der Familie des Mörders auftauchte um sie zu trösten und Vergebung auszusprechen. Ein anderer hielt den weinenden Vater des Mörders für eine Stunde im Arm, um ihn zu trösten. Die Amische Gemeinschaft hat einen Fond eingerichtet, um Spenden für die Hinterbliebenen des Mörders zu sammeln.

Jesus sag in Lukas 6:27-29:

Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde,
tut Gutes denen, die euch hassen; segnet, die euch fluchen,
 und betet für die, welche euch beleidigen! 
Dem, der dich auf die eine Backe schlägt,
biete auch die andere dar; und dem, der dir den Mantel nimmt,
verweigere auch das Hemd nicht.

Genau das taten die Amisch, wofür sie von verschiedenen Seiten heftig kritisiert wurden. Kenner der Amisch Kultur erklären: „Groll loszulassen ist ein Wert, der in der Kultur tief verwurzelt ist (…): Es ist der erste Schritt zu einer hoffnungsvolleren Zukunft!“

Verständlich, wenn Johannes in 1 Johannes 3:1 schreibt:
Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat.

Das erwähnte Beispiel beschreibt weltfremde Liebe, übermenschliche Liebe, göttliche Vergebung – und daher ein Handeln, das nur  möglich ist, wenn Gott selbst es durch uns vollbringt. Ich für meinen Teil wünsche mir, weltfremd und „abgebrüht“ genug zu sein, um den Fußstapfen Jesu zu folgen, die im Handeln der Amisch im Oktober 2006 deutlich zu erkennen sind.