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"Gehet-Hin!"-Mittwoch @ CCFG - 29. November: Philippinen
- 19:30 Uhr!
Übergemeindlicher Missionsabend mit Andreas Staigmiller (DMG).

Samstag, 20. August 2011

Wunder gibt es immer wieder ...

Mit diesem Lied kam Katja Ebstein 1970 auf Platz 3 des Eurovison Song Contest. Im Lied gehts um Glück, Liebe und das Leben.

Wunder wünschen wir uns alle. Der eine braucht Finanzen, der andere Gesundheit, der Dritte ganz etwas anderes. Nur: Wunder lassen sich nicht kaufen. Es gibt sie auch nicht wie Sand am Meer. Und trotzdem ist unser Gott ein Gott der Wunder tut. In Psalm 77:15 freut sich der Psalmist:

Du bist der Gott, der Wunder tut
du hast deine Macht erwiesen an den Völkern!“

Wer Wunder braucht, der sollte sich an Jesus wenden. Wer übernatürliches Eingreifen braucht, der wende sich an Jesus. Wer eine Machterweisung Gottes benötigt, der wende sich an Jesus!

In der Ausgabe 4/2011 der DMG Zeitschrift „DMG informiert“ http://www.dmgint.de/index.php?id=dmg-informiert erzählt eine Missionarin von einem Briefkastenwunder. Ihr Gehalt kommt durch Spenden zusammen. Um grünes Licht zur Ausreise nach Afrika zu erhalten, fehlen noch mehrere Tausend Euro. Der Flug ist gebucht – wohlgemerkt: im Glauben an einen wunderwirkenden Gott. Sie wendet sich an Gott, bespricht ihr Bedürfnis nach einem Wunder mit Ihm. Das erste Wunder geschieht: Gott antwortet! Er spricht ihr zu:

„Werft nun euer Vertrauen nicht weg! 
Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft.“ (Hebräer 10:35)

Dann geschieht das zweite Wunder! Sie schreibt: „Auf einmal hatte ich inneren Frieden und die Gewissheit, dass Gott mich rechtzeitig und gut versorgen würde.“  Allerdings zahlte dieser innere Frieden nicht für das Flugticket. Aber dann geschieht das dritte Wunder! Sie schreibt:
„Am nächsten Morgen fand ich einen Umschlag mit vielen tausend Euro in meinem Briefkasten – anonym, nur mit einem computergeschriebenen Zettel, dass die Spende für meine Arbeit bestimmt sei.“

Jesusjünger auf der ganzen Welt erleben ähnliches – mit oder ohne Geld (vergleiche Blogeintrag vom 16.8.2010 oder 3.8.2011).

Ja, Wunder gibt es immer wieder. Aber Gott verschleudert sie mit Sicherheit nicht wie Billigware. Er schenkt sie als Antwort auf Gebet. Er schenkt sie offen und deutlich oder in einer Verpackung, in der sie manchmal zunächst gar nicht als Wunder zu erkennen sind. Aber solche, die mit ihren Anliegen zu Gott kommen, seien es große oder kleine Anliegen, denen wird Gott begegnen. Er ist der Gott, der Wunder tut; Er hat Seine Macht erwiesen – und tut es bis heute!

Freitag, 19. August 2011

Hausgans oder Wildgans?

Antoine de Saint-Exupery erzählt von einer Gruppe zahmer Gänse, deren Horizont nie weiter reichte als ihr Stall, ihr Fresstrog und der Weg zum Weiher. Das war ihre Welt.

Wenn zur Zeit des herbstlichen Vogelflugs Schwärme von Wildenten und Wildgänsen über ihre Köpfe hinweg ziehen, bleibt ihnen das nicht verborgen. An einem sonnigen Herbsttag zieht eine Kette von Wildgänsen in Dreiecksform über den Weiher, und es entsteht eine nervöse Bewegung unter den Hausgänsen. Sie beginnen, mit den Flügeln zu schlagen, die allerdings das Fliegen nie gelernt haben. Sekundenbilder entstehen in ihren kleinen Gänsehirnen. Bilder der Sehnsucht nach Wäldern, Seen und Bergen, nach geheimen Flugrouten, die zum Aufbruch in die Ferne locken. Der Ruf der Wildgänse weckt lang verschüttete Emotionen. Aber man ist zahm geworden und hat sich an das Leben in Gefangenschaft gewöhnt. Der Versuch zu fliegen bricht nach wenigen Augenblicken ab.
Die Freiheit der Wilden, die Unabhängigkeit der Zugvögel bleibt Wunschdenken und gerät erneut in Vergessenheit.

Eine einleuchtende und gleichzeitig traurige Geschichte. Und zehntausendfach nacherlebt von Jesusjüngern auf der ganzen Welt. Zur Freiheit wurde ihnen Leben gegeben. Paulus schreibt:
Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht.“ (Galater 5:1)

Als uns Jesusjüngern Leben gegeben wurde, war es ein Leben in und für die Freiheit. Wir wurden befreit, um zu fliegen. Zu Beginn war das eine große Freude. Aber dann vergaßen viele, dass Jesus uns durch Paulus warnt:

„Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten!“

Und das geschieht leider so oft und so schnell. Gesetzlichkeit, Egoismus, Exklusivität, Irrlehre und andere Gründe führen uns zurück in die Trostlosigkeit und Enge der Sklaverei. Und da ist es schwer, wieder heraus zu kommen. Eine Wildgans, erst einmal eingefangen, wird sich wohl zähmen lassen. Man beschneidet ihre Flügel, mästet sie bis zur Fettleibigkeit setzt und füttert sie eine Weile unter einem Gitter – und bevor man sich versieht, hat sie ihre Freiheit verloren. Eine zahme, harmlose Hausgans dann wieder zu einer Wildgans auszuwildern – das gerät selten.

Jesusjünger – bewahr’ Dir Deine Freiheit, zu der Christus Dich befreit hat. Schätze sie! Halte sie hoch! Lass Dir nicht die Freude an Deiner Beziehung zu Deinem Befreier rauben. Hüte Dich vor denHausgänsen, die Dich in ihr Gittergehege locken wollen. Du bist zu Höherem berufen! (Johannes 8:36; Galater 5:1)

Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ 
Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht .Steht nun fest
und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten!“ 

Donnerstag, 18. August 2011

GNADE – geschenkt und doch bezahlt

In den Vergangenen Tagen haben wir über die Definitionen und Unterschiede von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Gnade nachgedacht. Wir hatten festgestellt
Gerechtigkeit  bedeutet: Du kriegst, was Du verdienst!
Barmherzigkeit bedeutet: Du kriegst nicht, was Du verdienst!
Gnade bedeutet: Du kriegst, was Du nicht verdienst!

Wir hatten festgestellt, dass Gnade das Gegenteil von Verdienst ist. Gnade ist nicht nur unverdiente Gunst, sondern Gunst gegenüber jemandem, der das Gegenteil verdient hat. (Harry Ironside)  Gott verschenkt Vergebung, ein neues Leben, eine gütige Eintrittskarte in die ewige Herrlichkeit und Gegenwart Gottes, Seine Gegenwart und Hilfe bereits hier auf Erden, und … und … und. Aber eine Frage bleibt: “Wenn Gottes Gerechtigkeit Tod als Lohn der Sünde fordert und Seine Gnade uns das Gegenteil schenk, nämlich ewiges Leben – wie wird dann Seiner Gerechtigkeit Genüge getan?

Die Antwort ist irgendwo klar: Jemand, der bezahlen kann, muss bezahlen. Es muss jemand sein, der den Anforderungen Gottes entspricht. Jemand muss den Todeslohn für unsere Sünden bezahlen und uns mit Leben beschenkt ziehen lassen.

Robert Coleman erwähnt in seinem Buch „Written in Blood“ die Geschichte von dem achtjährigen Johnny und seiner kleinen Schwester Mary. Mary benötigte zur Behandlung einer gefährlichen Krankheit eine Bluttransfusion von einer Person, die diese Krankheit erfolgreich besiegt hatte. Da Johnny zwei Jahre zuvor die gleiche Krankheit überlebt hatte, war er die Chance auf Heilung für seine Schwester. Außerdem teilte er mit seiner Schwester die gleiche, seltene Blutgruppe. „Würdest Du Dein Blut für Deine Schwester Mary spenden?“ fragte ihn der Arzt. Johnny zögerte. Seine Unterlippe begann zu zittern. Aber dann begann er zu lächeln. „Natürlich“, war seine Antwort. „Für meine Schwester!“ Kurze Zeit später wurden beide Kinder per Rollstuhl in ein Behandlungszimmer geschoben – Mary blass und dünn, Johnny robust und gesund. Keiner von beiden sprach ein Wort, aber als sich ihre Blicke trafen, grinste Johnny.

Als die Krankenschwester die Nadel ansetzte, erlosch Johnnys Lächeln. Er sah zu, wie das Blut durch den Schlauch floss. Als sich die Prozedur dem Ende zu neigte, brach seine zittrige Stimme die Stille: „Doktor, wann werde ich sterben?“ Erst jetzt wurde dem Doktor klar, warum Johnny zunächst zögerte und warum seine Unterlippe gezittert hatte, als er sich bereit erklärte, für seine Schwester sein Blut zu geben. Er hatte gedacht, sein Blut für seine Schwester zu geben bedeute, sein Leben aufzugeben. In einem kurzen Moment hatte er eine großartige Entscheidung getroffen.

Johnny musste nicht sterben für seine Schwester. Aber jeder von uns ist in einem wesentlich ernsthafteren Zustand als der von Mary. Der ganze Preis wurde gefordert. Jesus gab sein Blut und sein Leben. Er bezahlte den vollen Preis. Dadurch wurde ein dreifaches bewirkt:

Gottes Gerechtigkeit wurde Genüge getan: Den Todeslohn für unsere Sünde hat Jesus übernommen!
Gottes Barmherzigkeit wurde ermöglicht: Wir erhielten nicht, was wir verdient haben!
Gottes Gnade wurde ausgeschüttet: Uns wurde unverdient Vergebung, Leben und Segen geschenkt!

"Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, 
und das nicht aus euch  — Gottes Gabe ist es;   
nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. (Epheser 2:8+9)

Mittwoch, 17. August 2011

Gerechtigkeit - Barmherzigkeit - GNADE

Mit diesen Begriffen haben wir uns in den letzten Tagen beschäftigt und hatten sie definiert:  
Gerechtigkeit: Du kriegst, was Du verdienst!
Wir hatten festgestellt: Böses muss bestraft werden, Gutes wird belohnt. Gott sagt:
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod! (Römer 6:23)
Barmherzigkeit: Du kriegst nicht, was Du verdienst!
Gottes Barmherzigkeit rechnet uns den Todeslohn nicht zu. Sein Wort beschreibt Ihn:
 „Unser Gott ist barmherzig.“  (Psalm 116:5)

Der dritte Begriff ist der herrliche Begriff der Gnade. Was aber ist Gnade?
Gnade: Du kriegst, was Du nicht verdienst!

Da Gott unsere Sünden nicht einfach unter den Teppich kehren kann  (das Böse muss bestraft werden) – da Er den Todeslohn aber auch nicht uns auferlegen will (Er ist barmherzig) – darum muss ein anderer Weg gefunden werden. Nur eine gerechte Möglichkeit bleibt: der Weg der Gnade. Du kriegst nicht den Tod, den Du verdienst, sondern Vergebung und ewiges Leben, die du nicht verdienst. DAS ist Gnade!

G.W.Knight erklärt es mit den Worten: Wenn jemand 8 Stunden am Tag arbeitet und am Ende des Tages seine Auszahlung erhält, ist das der gerechte Lohn. Wenn jemand in einem Wettstreit kämpft, und einen Pokal gewinnt, ist das ein Preis. Wenn jemand eine angemessene Anerkennung erhält für eine lange Dienstzeit oder besondere Leistungen, ist das eine Auszeichnung.  Wenn aber eine Person weder fähig ist, um Lohn zu arbeiten, noch einen Preis zu gewinnen und auch keine Auszeichnung verdient – aber trotzdem ein Geschenk erhält dann ist das ein gutes Bild der Gunst Gottes. Das ist es wovon wir reden, wenn wir von der Gnade Gottes reden.

John Newton sagte einmal, dass wir im Himmel über dreierlei erstaunt sein werden: "Erstens, wer alles im Himmel ist. Zweitens, wer nicht dort ist. Drittens, dass wir dort sind.

In der Bibel gibt es eine Vielzahl von Berichten, wie Jesus großzügig Gnade verschenkte. Johannes 8 berichtet, von einer Ehebrecherin, die nach der damaligen Gesetzgebung den Tod verdient hatte. Jesus ist barmherzig und fordert ihn nicht ein. In Vers 11 heißt es:
„Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. 
Geh hin und sündige nicht mehr!“

Und dann entlässt Er sie mit dem Geschenk der Vergebung, dem Geschenk eines neuen Lebens, neuer Lebensfreude und eines Neuanfangs. Das ist Gnade. Gnade schenkt uns, was wir nicht verdient haben. Vielleicht ist Dir bewusst, dass das gesegnete Leben, dass Du in Jesus hast, ein reines Gnadengeschenk ist. Wann hast Du Ihm zum letzten Mal dafür von Herzen gedankt? – Vielleicht merkst Du auch, dass Dir dieses neue Leben der Vergebung und des Segens noch gar nicht wirklich kennst und besitzt. Warum sagst Du Jesus nicht einfach, dass Du es AB JETZT besitzen möchtest – und nimmst es vertrauensvoll an als ein Geschenk von Ihm!

Bleibt eine letzte Frage: Wenn Gottes Gerechtigkeit Tod als Lohn der Sünde fordert – und wenn Gottes Barmherzigkeit uns den Todeslohn abnimmt – und wenn Gottes Gnade uns das Gegenteil schenk, nämlich Vergebung und ewiges Leben – wie wird dann Seiner Gerechtigkeit Genüge getan, die den Tod des Sünders fordert? Die Antwort darauf wird morgen diese 4-Tage-Serie abschließen.

Dienstag, 16. August 2011

Gerechtigkeit - BARMHERZIGKEIT - Gnade

Gerechtigkeit: Du kriegst, was Du verdienst!
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod! (Römer 6:23)

Soweit waren wir gestern gekommen. Gegründet in Seiner Unfehlbarkeit und Heiligkeit hat Gott sich festgelegt: Böses muss bestraft werden, Gutes muss belohnt werde. Da selbst unser Bestes durch Böses verunreinigt ist, wartet auf uns alle der oben beschriebene Lohn.

Aber wir wollten uns mit drei Definitionen beschäftigen. Heute mit dem Begriff Barmherzigkeit. Wenn wir Gerechtigkeit definiert haben: „Du kriegst, was Du verdienst!“ dann heißt es jetzt:

Barmherzigkeit: Du kriegst nicht, was Du verdienst!

Die Bibel sagt, dass Gott barmherzig ist! Sein Standard, Sein Gesetz wurde gebrochen. Sein Name verachtet. Seine Worte ignoriert. Der Mensch hat die Sünde gewählt und damit den Tod, der der Lohn der Sünde ist. Aber Gott ist barmherzig. Er will Dir nicht den Tod geben, den Du verdienst.

In Psalm 116:5 heißt es: „Unser Gott ist barmherzig.“

In seinem Buch „Experiencing God’s Forgiveness“ erzählt Luis Palau, wie zur Zeit Napoleons eine Mutter zu dem Herrscher kam und um Amnestie für ihren Sohn bat. Der Kaiser entgegnete, dass der junge Mann wiederholt ein bestimmtes Verbrechen begangen hatte und dass Gerechtigkeit den Tod fordere. „Aber ich bitte nicht um Gerechtigkeit,“ erklärte die Mutter. „Ich bitte um Barmherzigkeit!“  „Aber,“ erwiderte Napoleon, „Dein Sohn verdient keine Barmherzigkeit!“  „Mein Herr,“ rief die verzweifelte Frau, „es wäre keine Barmherzigkeit, wenn er es verdienen würde. Und Barmherzigkeit ist alles, wofür ich bitte!
„Nun,“ kam die Antwort des Kaisers, „ich werde Barmherzigkeit walten lassen!“ Und der Sohn jener Mutter blieb am Leben.

Verdient hatte der junge Mann den Tod. Barmherzigkeit bewahrte ihn vor dem, was er verdiente.

Die Barmherzigkeit Gottes bewahrt auch uns vor dem, was wir verdienen. Der Lohn der Sünde ist der Tod. Damit ist ein dreifaches gemeint: Zum Einen der leibliche Tod am Ende unseres Lebens, zum Anderen das Getrennt-sein von Gott in der Jetzt-Zeit. Er hatte unvorstellbare Herrlichkeit geplant in der Gemeinschaft mit Ihm auf Erden – das ist futsch! Zum Dritten der ewige Tod – das Verlorensein in Ewigkeit – Verdammnis – Hölle – nenn’ es wie Du willst. Das ist der Lohn, den wir uns für unser unvollkommenes, sündiges Leben verdient haben.

Gottes Barmherzigkeit entzieht uns diesen Lohn, rechnet uns diesen Todeslohn nicht zu.

Das heißt allerdings weder, dass Gott unser Sünde unter den Teppich kehrt oder als ungeschehen betrachtet, noch bedeutet der Entzug des Todeslohnes aufgrund von Gottes Barmherzigkeit, dass jetzt alles in Butter ist. Sünde muss mit dem Tod bezahlt werden – das verlangt göttliche Gerechtigkeit. Den (ewigen) Tod nicht mehr zu haben bedeutet nicht automatisch, das (ewige) Leben zu besitzen.

GNADE erklärt uns morgen, wie Gott barmherzig und gerecht zugleich sein kann.

Und als ... man den Herrn lobte: 
»Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«,
da wurde das Haus des Herrn erfüllt mit einer Wolke. (2.Chronik 5:13)

„Auch die anderen Völker können 
Gott für seine Barmherzigkeit danken.“ (Römer 15:9; HfA)

Montag, 15. August 2011

GERECHTIGKEIT - Barmherzigkeit - Gnade

Immer wieder kommt es vor, dass wir von Dingen reden, die wir nur ansatzweise definieren können. Besonders Begriffe, die sich ähneln oder die miteinander verwandt sind, werden oft ohne große Unterschiede eingesetzt. Das ist auch meistens nicht weiter tragisch. Wenn man sich allerdings verschiedene Begriffe mal näher ansieht und die Feinheiten herausarbeitet, tut sich eine Türe des Reichtums auf, die man nicht für möglich gehalten hätte.

Irgendwann saß ich in einem Gottesdienst und habe mir Notizen gemacht, über die ich heute noch enmal nachgedacht habe. Es geht um die biblischen Begriffe von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Gnade. Alle drei gehören inhaltsmäßig zu einer Familie. Zumindest Gnade und Gerechtigkeit könnten in den Bereich der Juristik fallen. Aber wie würde man sie definieren? Und was ist der Unterschied zwischen Barmherzigkeit und Gnade?

Gerechtigkeit: Du kriegst, was Du verdienst!

In Römer 6:23a wird erklärt, was der gerechte Lohn ist, der am Ende des Lebens auf jeden Menschen zu kommt: 
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod!

So hatte sich Gott bereits im Alten Testament festgelegt. Er erklärt:

„Die Seele, die sündigt, sie soll sterben. Ein Sohn soll nicht an der Schuld des Vaters mittragen, und ein Vater soll nicht an der Schuld des Sohnes mittragen. Die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein, und die Gottlosigkeit des Gottlosen soll auf ihm sein.“ (Hesekiel 18:20)

Das ist Gerechtigkeit, so wie Gott sie definiert und wie wir Menschen es auch in unserem Inneren als richtig empfinden. Das Böse wird bestraft, das Gute wird belohnt. Ohne Gottes Hilfe und Aufsicht kann das natürlich ins Auge gehen.

Bei unserem Aufenthalt in einem Krisengebiet im Ausland wurden in besonders prekären Zeiten Bürgerwehren aufgestellt, die einen Stadtteil bewachten, weil Militär oder Polizei überfordert waren. Nicht immer waren diese Bürgerwehren ausgebildet oder unparteiisch.
Während der frühen Besiedlung Amerikas wurden oft Bürgerwehren aufgestellt, von denen ein Autor schreibt, dass „die Arbeit der Bürgerwehren oft dürch Bürger ausgeführt wurde, die gemäßigt und gesittet vorgingen in der Anwendung von Gewalt.“ Aber der Autor bemerkt ebenfalls, dass die Gefahr des Pöpelaufstandes allzeit gegenwärtig war. Er bemerkt sarkastisch:  Man braucht nur den Burschen zu fragen, auf dessen Grabstein in Arizona zu lesen ist: „Aus Versehen gelyncht.“

Das ist der Unterschied zwischen göttlicher Gerechtigkeit und menschlichem Gerechtigkeitsstreben. Göttliche Gerechtigkeit entspring dem Wesen Gottes, ist 100% gerecht und wahr und 100% sicher vor irgendwelchen Fehlerquoten. Gott hat bestimmt, was richtig und was falsch ist. Er hat die Konsequenzen aufgezeigt: Wer das Gute tut, wird leben. Wer das Böse tut, wird sterben. Wer das Gute getan hat, braucht sich überhaupt nicht zu fürchten. Wer das Gute, das er getan hat, durch Böses verunreinigt hat, wird sich unter Gottes Gericht beugen müssen.

Ein Auge zuzudrücken mag menschlich sein, widerspricht aber der Gerechtigkeit Gottes. Gott ist nicht ein Mensch und auch nicht bestechlich! Gutes muss bekohnt und Böses muss bestraft werden

Das sollte uns ernsthaft ins Nachdenken bringen, denn „unverdünnt Gutes“ hat niemand von uns vorzuweisen. Aber in Verbindung mit der Gerechtigkeit Gottes steht die Barmherzigkeit Gottes. Mehr dazu morgen!

Sonntag, 14. August 2011

... dann wundere Dich nicht!

Rennst Du wie ein Wilder herum am Sonntagmorgen, drängelst Du, schreist Du und bist im Großen und Ganzen ungenießbar? Beschwerst Du Dich über Deine Gemeinde? Besuchst Du den Gottesdienst nur hin und wieder? Bist Du übermäßig gewissenhaft in Angelegenheiten, die eigentlich gar nicht so wichtig sind? Kritisierst Du ständig den Pastor, die Musiker oder die Musik, die Länge des Gottesdienstes, die Ordner oder andere Mitarbeiter?

Dann wundere Dich nicht, wenn Deine Kinder aufwachsen und der Sonntag der schlimmste Tag der Woche für sie ist!
                                                                     (nach Karen Burton Mains; Eigenübersetzung)