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Samstag, 24. September 2011

Gipfelkreuze

Ich liebe die Berge. 2½ Wochen dauerte dieses Jahr unser Urlaub im Allgäu. Immer wieder waren wir in den Bergen. Nicht, dass wir geklettert wären. Wir waren einfach da und haben uns an der Natur, den massiven Felswänden, den herrlichen Gipfeln und dem schönen Wetter erfreut. Scheinbar ging es dem Psalmisten ähnlich, der in Psalm 121 die Frage stellt: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

Als ich auf einer Alm saß, „meine Augen aufhob zu den Bergen“ und die umliegenden Gipfel durch mein Fernglas betrachtete, wurde mir die Antwort unweigerlich klar. Auf den verschiedenen Gipfeln war jeweils ein Kreuz aufgerichtet. Das Kreuz antwortet: Dieser Berg wurde besiegt. Entbehrungen, Schweiß und Leiden waren nötig. Der Preis wurde bezahlt, das Ziel erreicht und die Herausforderung überwunden.

Ich glaube nicht, dass der Psalmist sich fragte, wer ihm beim Bergsteigen helfen würde. Er hatte andere Herausforderungen, für die er Hilfe suchte. Vielleicht war es die Herausforderung des Überlebens nach einer schlechten Ernte, vielleicht die Suche nach Hilfe für eine zerrüttete Ehe oder Familie. Vielleicht trug er auch die innere Last eines schlechten Gewissens, Streit, Unversöhnlichkeit oder Angst. Und er grübelt über Hilfe nach. Sein Nachdenken führt ihn zu Gott. „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat!“ ruft er erleichtert aus.

Das Kreuz auf den Gipfeln der Berge erinnert mich neu daran: Jesus hat gesiegt! Er hat überwunden, was uns bedrückt, sei das Schuld, Not oder Ungewissheit. Auf Jesus zu blicken und Ihm zu vertrauen – dadurch erfahren auch wir die „Hilfe des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Freitag, 23. September 2011

Hungerkatastrophe Ostafrika wird entfernt

Am Wochenende wird unser Link Hungerkatastrophe Ostafrika (siehe Seitenfenster) von diesem Blog entfernt. Wer die Katastrophenhilfe der Deutschen Missionsgemeinschaft noch über diesen Link unterstützen möchte, hat noch bis Samstag dazu Gelegenheit.

Deine Sehnsucht – zu schwach oder zu stark?

Menschen werden getrieben von der Sehnsucht nach Leben. Wir suchen Erfüllung, Vielfalt, Abenteuer, Aufregung, das Maximum – und bleiben ständig auf der Suche – der Suche nach mehr. Obwohl ein Extrem das andere jagt, scheint das Ultimative nie erreichbar zu sein. Die Sehnsucht, es zu finden, bleibt.

In seinem Buch Das Gewicht der Herrlichkeit  schreibt C.S. Lewis:
„Der Herr empfindet unsere Sehnsüchte nicht als zu stark, sondern als zu schwach. Wir halbherzigen Geschöpfe spielen mit Alkohol und Sex und Ehrgeiz herum, wo uns doch unendliche Freude angeboten wird. Dabei verhalten wir uns wie ein unwissendes Kind in einem Slum, das Matschkuchen backt, weil es sich nicht vorstellen kann, was es bedeutet, Ferien am Meer angeboten zu bekommen. Wir sind viel zu leicht zufrieden zu stellen.“

DAS ist ein interessanter Gedanke! Ja, wir jagen dem Glück, der Erfüllung, dem sinnvollen Leben hinterher. Aber wir sind zufrieden mit wenig, das nur vorübergehend zufrieden stellt.
Der Herr bietet uns Sahnetorte an und wir erfreuen uns an Matschkuchen. Der Herr verspricht uns himmlische Belohnung im Übermaß, und wir geben uns mit irdischen Resten ab.

Lewis dreht den Spieß um, indem er sagt: Das Problem der Welt ist nicht, dass wir zu sehr dem Glück hinterherlaufen, sondern dass wir es zu wenig tun. Unsere Sehnsüchte nach Glück und Freude sind nicht intensiv genug. Darum geben wir uns mit Sex, Schnaps, Spiel und Schlaf zufrieden, viel zu leicht und viel zu schnell. Anstatt leidenschaftlich nach Gold zu suchen, geben wir uns mit Blech zufrieden - Lust-Matschkuchen statt unendliche Freude.

Worin suchst Du Erfüllung, Freude und Lebenssinn? In Sex, Alkohol und Spaß? Vielleicht ist das nicht Deine Ebene. Vielleicht sind es bei Dir Arbeit, Erfolg und Besitz. Oder es ist Ruhm, Macht und Ehre. Was immer es ist – wenn Du Erfüllung außerhalb von Jesus suchst, ist Deine Sehnsucht zu schwach, um das zu finden, was Du suchst. All dieses „Füllmaterial“ für unser Leben taugt zu nichts. Es ist billiger Ersatz der uns nicht das gibt, was unsere Seele sucht.

Erfülltes Leben findet sich nur bei und in Jesus. Jeder, der Jesus von Herzen nachfolgt, wird das bestätigen. Petrus drückte es so aus, als Jesus ihn fragte: Wollt ihr mich auch verlassen?

Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens! (Johannes 6:68)

Und Jesus sagte ihm kurze Zeit später in Johannes 10:10:

Ich bin gekommen, damit sie das Leben 
und volle Genüge haben sollen.

Finde Jesus – finde das ultimative Leben!
Ignoriere Jesus – und erfreu Dich an Deinen Matschkuchen!

Donnerstag, 22. September 2011

Der wahre Reichtum der Kirche

Im Buch „Die Meistergeige“ werden dem Vorreformator Savonarola folgende Worte in den Mund gelegt:

„Wie könnt ihr’s nur ertragen, dass der Armen eine so große Zahl in tiefstem Elend, in Hunger und Kälte untergeht? Wie leicht wäre es, ihnen zu helfen! Schmelzt eurer Tempel üppiges Gerät ein und gebt es den Armen; des Goldes bedürfen die Sakramente nicht. Als eure Väter noch hölzerne Kelche hatten, da hatten sie goldene Priester, nun sind die Kelche golden und die Priester hölzern. Christus hat euch nicht befohlen, dass ihr kostbare Tempel baut, sondern dass ihr die Armen ernährt.“ (S.117)

Unweigerlich fällt mir ein, was über Thomas von Aquin berichtet wird:
Thomas von Aquin, der den Beinamen: „der engelhafte Doktor“ hatte, wurde von Papst Innozenz IV hoch geschätzt. Dieser Thomas von Aquin kam nach Rom, um den Papst zu besuchen. Er kam in die Gemächer des Papstes, wo große Geldsummen hinterlegt waren. Recht verdutzt schaute er auf die Berge des angehäuften Reichtums, die er dort sah. „Tja,“ meinte der Papst, „lieber Thomas, wie Du siehst können wir nicht mehr wie der heilige Petrus sagen: „Silber und Gold habe ich nicht!“ „Nein,“ antwortete Thomas v. Aquin, „aber genauso wenig kannst Du dem Lahmen gebieten wie Petrus es tat.“

Wie gefährlich wird es doch, wenn wir meinen, Gold, Geld und Gebäude seien nötig, um das Reich Gottes zu bauen oder als „herrlich“ darzustellen. Die Macht Gottes verbindet sich nicht mit dem Geld der Menschen. Der wahre Reichtum der Gemeinde Jesu ist nie in Gold abgewogen worden. Silber und Gold, Sessel und Teppiche, bauliche Meisterleistungen sind schön anzusehen und anziehend für Touristen, aber völlig ungeeignet, um das Reich Gottes zu bauen und sind keineswegs der Reichtum der Kirche.

Im 3. Jahrhundert ließ der Christenhasser, Kaiser Valerian, Papst Sixtus enthaupten. Anschließend verlangte er von dem Diakon Laurentius die Herausgabe des Kirchenschatzes. Laurentius ging ein Wagnis ein. Er versammelte Arme, Kranke und Alte, führte sie vor den Kaiser und erklärte: „Dies ist der wahre Reichtum der Kirche.

Nachfolger Jesu haben diesen wahren Schatz der Kirche immer im Blick gehabt. Menschen sind es, an denen Jesus Interesse hat. Menschen sind es mit denen und durch die das Reich Gottes gebaut wird. Das Wort vom Kreuz – den einen ein Anstoß, den anderen eine Gotteskraft – ist das Werkzeug, das Gott gebrauchen möchte, Sein Reich zu bauen. Prunk, Pracht und Pomp dienen eher als Ablenkung oder Täuschung. Katakomben, Kerker und Keller mögen geeigneter sein  als schön anzuschauende Paläste.

Wie viel von unserem Geld und Einsatz geht in den Erhalt unseres Reiches, anstatt in den Bau des Reiches Gottes? Wie sehr sind wir interessiert an  schönen Versammlungsstätten, die eines Tages vergehen, anstatt an der Rettung und Festigung von Seelen, die nie vergehen?

Der wahre Reichtum der Kirche sind Menschen. Mit ihnen baut Gott Sein Reich. Lasst uns das immer und allezeit im Blick behalten.

Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. (1 Petrus 2:5)

Mittwoch, 21. September 2011

Viel zu einfache Missionsarbeit?

Amy Carmichael wurde 1867 geboren. Als Kind wünschte sie sich so sehr blaue Augen – aber sie hatte braune. Wie oft betete sie, der Herr möge ihr die Augenfarbe ändern – ohne Erfolg und mit viel Enttäuschung. Als sie 18 Jahre alt war, starb ihr Vater. Sein Tod stürzte die Familie in große finanzielle Not. Eine Neuralgie schwächte Amys Körper und verursachte Schmerzen, die sie manchmal wochenlang ans Bett fesselten. Dennoch war es ihr ein Anliegen, dem Herrn zu dienen.

Bereits als Jugendliche hatte sie sich um die „Schalträgerinnen“ in Belfast gekümmert, Frauen am Rande der Gesellschaft. Eine Gemeinde mit 500 Mitgliedern entstand, weil Amy als „Person aus respektablen Hause“ es nicht unterlies, sich um die Nicht-Respektierten zu kümmern.

Auf einer Konferenz legte Gott ihr Mission in Übersee aufs Herz. Im Alter von 24 Jahren reiste sie zum ersten Mal aufs Missionsfeld nach Japan, wo sie viel mit Krankheit zu kämpfen hatte. Später führte ihr Weg über China nach Indien.

„Viel zu einfach“ war zunächst ihre Einstellung zur Missionsarbeit in Indien, wohl wegen der Koloniesierung Indiens durch Großbritannien und dem starken Einfluss britischen Lebens. Amy passte sich der Kultur an und begann schließlich einen Dienst unter Waisenkindern, die als Sexsklaven in den Hindutempeln dienten. 55 Jahre Missionsarbeit – ohne Rückkehr in die Heimat – im Dienst an den denen die als „nicht liebenswert“ angesehen wurden.

Heute ist die Aussage nicht: „Nein, das Missionsfeld ist mir zu einfach“, sondern: „Nein, das ist nichts für mich. Zu kalt, zu heiß, zu weit weg, zu unterentwickelt, zu wenig Chancen für meine Kinder, zu wenig medizinische Versorgung, zu viele Kriechtiere ... ... „ Die Liste ist endlos!

Was es bedarf um den Auftrag Gottes zu erfüllen sind Menschen, die ohne „Wenn und Aber“ dem Ruf Gottes gehorsam sind. Menschen, die sich der Herausforderung stellen und nicht den leichtesten Weg suchen. Menschen, die sich bewußt werde: die einfachen Aufgaben sind erledigt; zu tun bleiben die Opfer-intensiven.

Das beste wäre, wenn sich einige heute fragen würden: Bin ich dazu bereit? Und dann antworten würden: Ja, Herr!! Ich bin bereit. Hier bin ich, sende mich! 

Wichtig wäre aber auch, dass wir alle, egal wo wir sind, mit einer Einstellung leben, die Amy von Anfang an in ihrem Leben mit Jesus hatte: Wir sind keine geschlossene Gesellschaft. Bei Gott gibt es keine Zweiklassengesellschaft mit respektablen Leute und solchen, die weniger respektabel sind. Bei Ihm sind alle Sünder Sünder. Tatsächlich scheint es oft der Fall zu sein, dass das „respektable Volk“ sehr schnell zufrieden wurde mit sich und dem Status Quo, während die, von denen man sich fernhielt, um jeden Verdacht einer Assoziaton zu vermeiden – offen waren für das Evangelium.

Missionsarbeit ist nirgends einfach. Wer stellt sich den Herausforderung – zu Hause UND in Übersee? Wer macht mit?

Dienstag, 20. September 2011

Wo ist unser Kind?

Massenveranstaltung in der Hauptstadt! Nicht hunderte, nein, Tausende waren gekommen, vielleicht Zehntausende. Es war für viele der immer wiederkehrende Höhepunkt des Jahres. Manche gingen alleine, manche reisten in Gruppen. Vor allem Familien besuchten gemeinsam den Event. Keine Anreise war zu weit. Innerhalb des Landes überlegten viele gar nicht lange – da ging man hin! Aber auch aus den umliegenden und sogar weit entfernten Ländern zog die jährliche Veranstaltung die Massen an. Alles, zwischen 12 und 102 (letzteres eine fiktive Zahl) freute sich auf diese Zeit des Jahres. Nein, es war keine Pilgerreise. Trotzdem muss es so ausgesehen haben, denn – zumindest innerhalt des Landes – nutzten viele Gruppen und Familien die Möglichkeit, Zeit  miteinander zu verbringen und den Weg zur Hauptstadt zu Fuß zurück zu legen. Man redete miteinander, brachte sich in allem auf den neusten Stand und freute sich auf die Megafeier in der Hauptstadt. UND ES WAR EINE MEGAFEIER, GLAUBT MIR! Ok, die Hinreise war cool gewesen, der Event echt bedeutungsvoll – aber nun war der Heimweg angesagt. Jede Feier, auch die schönste, geht einmal zu Ende. Da man einige Freunde nicht wirklich oft im Jahr sah, entschied man sich, auch die Rückreise zu Fuß zu unternehmen, um ein paar zusätzliche Stunden miteinander zu verbringen.

Und dabei geschah es. Die Gruppe zog sich auseinander: die Schnellen vorne, die Langsamen hinten. Die Alten brauchten mehr Ruhepausen, die Frischverheirateten und noch Kinderlosen hatten noch viel Energie. Erst Abends traf man sich immer wieder am Treffpunkt.

Bereits während der Reise war dem Ehepaar aufgefallen, dass sie ihr Kind nicht mehr sahen. Es war das erste Mal gewesen, dass sie es zur Feier mitgenommen hatten in die Hauptstadt – mit zwölf Jahren war es alt genug. Sie machten sich auch nicht zu viele Gedanken. Ihr Kind hatte auf dem Hinweg mit anderen rumgetobt und die Eltern erwarteten, dass sie es abends am Treffpunkt wiedersehen würden. Aber als sie ankamen, war Jesus nirgends zu sehen.

Entsetzen! Die Dunkelheit hatte eingesetzt. Überall Lärm. Fröhliche Kinder, müde genug, überall problemlos einzuschlafen – nur Jesus nicht! „Wo ist Jesus?“ fragten Maria und Josef so ziemlich jeden im Lager. „Jesus! Jesus!“ hallte es laut und lange, bis klar wurde, dass er mit keiner Gruppe angekommen war. Ihr Kind war unauffindbar. Wo sollten sie suchen? Noch in der Nacht machten sie sich auf den Rückweg, kamen am Morgen wieder in Jerusalem an. Wo mit dem Suchen anfangen? Sie ließen nichts unversucht, keine Person ungefragt, keine Herberge unbesucht. Zwei volle Tage vergebens gesucht. Die Hoffnung schwand immer mehr! Ihr Kind war weg! „Komm, wir gehen zum Tempel und beten!“ mag Josef zu Maria gesagt haben. Und da sahen sie ihn; im Gespräch mit den Weisen und Gelehrten. Die erleichtert-entsetzt-fast-zusammenbrechende-vor-Freude-weinende Mutter hört Jesus, wie er  überrascht fragt:  „Weshalb habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?“ Der Tempel war der letzte Platz, an dem sie ihn gesucht hätten.

Donnerstagabend 19:00 Uhr. Um 17 Uhr hätte unser Kind zu Hause sein sollen. Die Unruhe steigt – die Suche beginnt. Aber wo soll ich suchen? Auf dem Fußballplatz? Bei Freunden?  Auf der Weide bei den Tieren? Im Spielsalon? Im Wald, der freien Natur? Im Internetcafe? In irgendeiner Kneipe? Im Sportverein? Wo ist mein Kind?

Ist die Gemeinde eine Option? Eine reelle Option, die mir in den Sinn kommt? Ist das der Ort, den ich meinem Kind liebgemacht habe – über alle anderen Optionen? Wo es sieht, dass ich begeistert hingehe und es mir nachempfindet? Ein Ort, den ich meinem Kind wichtiger gemacht habe als alle andere Orte – weil dort der Retter zu finden ist? Oder ist es eher einer der letzten Orte, an dem ich mein Kind suchen würde?

Montag, 19. September 2011

Das kommende Gericht

Halten wir es nicht alle lieber mit der Liebe als mit Hass? Mit Freude als mit Trauer? Mit Gnade als mit Härte? Mit Vergebung als mit Unversöhnlichkeit? Auch unser Gottesbild ist zeitweise sehr einseitig geprägt. Wir predigen Gnade – gelegentlich ohne Begründung, warum wir eine Begnadigung brauchen; wir predigen Vergebung – und niemand weiß von was. Wir laden ein zum Himmel, ohne die Hölle mit einem Wort zu erwähnen. Wir reden vom Leben – und verschweigen den Tod.

Für unsere Zuhörer ist das leichte Kost – und seichte Kost. Wer nicht weiß, dass er geistlich tot ist,  wird kaum an geistlichem Leben interessiert sein. Wer nicht weiß, dass Gottes Zorn über ihm steht, wird nur wenig Begeisterung für Sein Gnadenangebot empfinden.

1965 wurde Billy Grahams Buch: Welt in Flammen veröffentlicht. Während das Buch geschrieben wurde – so erzählt man – gab er ein Kapitel über die Sünden Amerikas seiner Frau Ruth zum Lesen. Nachdem sie die Seiten durchgelesen hatte, brachte sie das Kapitel zurück in das Büro ihres Mannes mit den ernsten Worten: „Billy, wenn Gott nicht bald kommt und Amerika richtet, dann wird er sich bei Sodom und Gomorra entschuldigen müssen.“

Das war vor über 45 Jahren. Der Standard weltweit ist weiter gesunken – und Gott hat uns durch Seine Gerichte weiter gewarnt (DAS IST Gnade!) und vor dem Schlimmsten verschont! Wir haben uns an die Sünde gewöhnt. Sie belastet nicht mehr. Wir haben das Gewissen geknebelt. Wir rechtfertigen was wir tun und mischen uns unter die gottlose Menge, weil wir meinen, dort nicht aufzufallen, weil es ja jeder macht. Wir predigen Gottes Gnade, Liebe und Barmherzigkeit – und haben die Furcht Gottes verloren!

Die Bibel erwähnt immer beides: Himmel und Hölle, Gerettet sein und Verloren sein, Gnade und Zorn. Selbst Jesus, die inkarnierte Liebe, die geoffenbarte Gnade, das ewige Leben – selbst Er predigte nicht einseitig, sondern erwähnte beides.

„Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben
wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, 
sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Johannes 3:36)

Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, 
die Gerechten aber in das ewige Leben.(Matthäus 25:46)

Der von Paulus verfasste Römerbrief ist eine hervorragende Illustration. Die Theologie und Lehre des Apostels beinhaltete beides: die schlechte und die gute Botschaft.

Wer nicht weiß, dass er unter dem heiligen und gerechten Zorn Gottes steht, durch die Sünde dem Tod geweiht ist und nichts anderes zu erwarten hat als eine ewige Verdammnis, der wird sich kaum Gedanken machen, wie er das ändern kann. Ebenso wenig wird ihn das Angebot der Vergebung und des Lebens interessieren. Eine befreiende Botschaft befreit nur, wenn man erkennt, dass man in Fesseln liegt. Darum lehrt Paulus auch immer beides:

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod;
aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben 
in Christus Jesus, unserem Herrn. (Römer 6:23)

Lasst das unsere Botschaft sein, denn das ist die Botschaft Jesu. Lasst uns diese Botschaft verkündigen, wie Jesus sie verkündigt hat: mit Liebe, Begeisterung und Ernsthaftigkeit. Und überlassen wir es dem Heiligen Geist, die Herzen der Menschen zu überführen.

Sonntag, 18. September 2011

Auszüge des heutigen Predigttextes aus Jesaja 49

1 Hört auf mich, ihr Inseln, und gebt acht, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich von Mutterleib an berufen und meinen Namen von Mutterschoß an bekannt gemacht.

2 Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert; er hat mich im Schatten seiner Hand geborgen und mich zu einem geschärften Pfeil gemacht; er hat mich in seinem Köcher versteckt.

3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, bist Israel, durch den ich mich verherrliche.

6 ja, er spricht: »Es ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel wiederzubringen; sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heil seiest bis an das Ende der Erde!«

7 So spricht der Herr, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem von jedermann Verachteten, zu dem Abscheu der Nation, zu dem Knecht der Herrschenden: Könige werden es sehen und aufstehen und Fürsten anbetend niederfallen um des Herrn willen, der treu ist, um des Heiligen Israels willen, der dich auserwählt hat
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8 So spricht der Herr: Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am Tag des Heils dir geholfen; und ich will dich behüten und dich dem Volk zum Bund geben, damit du dem Land wieder aufhilfst und die verwüsteten Erbteile wieder als Erbbesitz austeilst;

9 damit du zu den Gefangenen sagst: »Geht hinaus!« und zu denen in der Finsternis: »Kommt hervor!« Sie werden an den Straßen weiden und auf allen kahlen Hügeln ihre Weide haben.

10 Sie werden weder hungern noch dürsten; keine trügerische Wasserspiegelung noch Sonne wird sie blenden; denn ihr Erbarmer wird sie führen und zu den Wasserquellen leiten.

11 Ich werde alle meine Berge zum Weg machen, und meine Straßen sollen erhöht werden.

12 Siehe, diese werden von ferne kommen und jene dort von Norden und von Westen, und diese aus dem Land der Sinim.

13 Jubelt, ihr Himmel, und frohlocke, du Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, denn der Herr hat sein Volk getröstet und erbarmt sich über seine Elenden!

14 Zion sprach: »Der Herr hat mich verlassen, und der Herrscher hat mich vergessen

15 Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über ihren leiblichen Sohn? Selbst wenn sie ihn vergessen sollte — ich will dich nicht vergessen!

16 Siehe, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind allezeit vor mir.

17 Deine Söhne eilen herbei; aber die dich zerstört und verwüstet haben, werden sich davonmachen!

21 Dann wirst du bei dir selbst denken: Wer hat mir denn diese geboren, mir, der Kinderlosen und Unfruchtbaren, verbannt und verstoßen? Und wer hat mir diese großgezogen? Siehe, ich war ja allein übrig geblieben; wo waren denn diese?

26 Ich will deine Bedrücker mit ihrem eigenen Fleisch speisen, und sie sollen trunken werden von ihrem eigenen Blut wie von Most. Und alles Fleisch soll erkennen, daß ich, der Herr, dein Erretter bin und dein Erlöser, der Starke Jakobs.

Komm zu unserem besonderen Sonntag
Gottesdienst mit Anbetung, Lehre, Seelsorge, Gebet, Gemeinschaft
10:30 Uhr – CCFG, Am hohen Rain 20,
57290 Neunkirchen-Zeppenfeld
Dann: gemeinsames Mittagessen
15:00 Uhr – Taufe am Landeskroner Weiher
anschließend: Kaffeetrinken in der Gemeinde