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Samstag, 29. Oktober 2011

Gebetsreise Mittlerer Osten – 8. Tag

Was für ein Abschlusstag! Wollte ich diesen Tag auch nur annähernd ausführlich beschreiben, würde er doppelte oder dreifache Länge bekommen. Daher nur stichpunktartig das Wichtigste:

Morgens haben wir uns mit 1 Mose 21 beschäftigt. Da haben sich Abraham und Sara schon einiges geleistet, als sie Hagar und Ismael einfach mit einem Schlauch Wasser in die Wüste schickten. Ismael war auch ein Sohn, den Gott zu segnen versprochen hatte. Und Familie Abraham schickt sie in die Wüste ... ABER GOTT KÜMMERT SICH!

In den Versen 17-20 heißt es (auszugsweise):
„Da erhörte Gott die Stimme des Knaben, und der Engel Gottes rief der Hagar vom Himmel her zu: “Gott hat die Stimme des Knaben erhört, ... ich will ihn zu einem großen Volk machen!“ Und Gott öffnete ihr die Augen, daß sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und füllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Knaben zu trinken. Und Gott war mit dem Knaben

Gott erhört Ismael, der im Sterben lag. Hatte Ismael gebetet? Wahrscheinlich eher gejammert, gestöhnt, um Wasser und Leben gefleht. Aber es heißt: ‚Gott erhörte die Stimme des Knaben’ Das Ergebnis ist vielfältig: Hagar erhält eine Verheißung (18); Hagars Augen werden geöffnet für etwas, das sie nicht gesehen hatte (19); Ismael erhält Stärkung und Leben (19); Ismael erfährt Gottes Gegenwart (20).

Auch wir haben unsere Gebete manchmal empfunden wie das Rufen Ismaels: intensiv, ernstlich, schwach, mit fehlenden Worten. Aber solche Gebete erhört und segnet Gott. Auch wir erwarten Gottes Segen für die Menschen, für die wir gebetet haben. Wir erwarten, dass Gott Seine Verheißungen an ihnen wahr macht, ihnen die Augen öffnet, ihnen Leben und Seine Kraft gibt und dass sie Gottes Gegenwart erfahren.

Den Tag nutzten wir noch einmal für das Gebet im Einkaufszentrum. MenschenMASSEN, die ohne Jesus und ohne Prediger auf eine Christus-lose Ewigkeit zurennen. 

Mit Freunden im Teegarten
Nachmittags schloss sich ein Treffen an mit Freunden, die in der Stadt wohnen, u.a. ein einheimisches Ehepaar, das Jesus nachfolgen möchte, aber immer wieder stark angefochten wird. Es war uns so eine Freude, mit und für sie beten – und sie aus Gottes Wort ermutigen zu können. Wir meinen, diese 2 Stunden haben ihnen gut getan und auch uns ermutigt.
 
Der Tag klang aus mit einer Zeit des Austauschs, der Anbetung und des Abendmahls. Diese Reise war etwas Besonderes. Die ganze Zeit über angefochten durch Krankheit – und gleichzeitig so viel Heilung und Kraft erfahren. Oft erschöpft – und doch eifrig und intensiv im Gebet, dazu eine reibungslose Einheit im Team. Dem Herrn sei Dank. Beim Austausch kam eines durch: Zur Ehre Jesu leben, besonders dort, wo Seine Ehre weder bekannt ist noch (bis jetzt) bekannt gemacht wird – das soll in unserem Leben ein Meilenstein werden. Ja, es war eine intensive und anstrengende Woche. Das Wetter war nicht so schön wie auf vergangenen Reisen. Husten hatten wir alle fünf. Und auch Gebet kostet Kraft. Aber der Satz eines Teammitglieds drückt aus, was wir alle unterschreiben können:

„Wir kommen her, um zu beten und Gott zu dienen, aber:
Gott hat sich überlegt, wie Er uns eine schöne Woche machen kann!“

Danke, Jesus!

Heute (Samstag) ist der Rückflug. Wir danken Euch allen für Eure treuen Gebete, Rückmeldungen, SMS, Emails, Facebook Einträge und (sogar) Anrufe. Es ist fantastisch zu wissen: wir waren nur 5 Personen eines viel größeren großen Teams, das in dieser Woche gebetet hat. Wir hatten fast täglich über 100 Besucher auf dieser Blogseite. Immer wieder erhielten wir Nachrichten von Mitbetern. Danke an Gott für Euch und an Euch für Eure Gebete.

Am Montag gehts weiter mit den gewohnten Andachten. Der Herr segne Euch!

Danke, Blogleser & Beter! Meine nächtliche Arbeit hat sich gelohnt!

Freitag, 28. Oktober 2011

Gebetsreise Mittlerer Osten – 7. Tag

Gebet für Medienevangelisation
1 Mose 20 bewegte uns heute morgen bei unserem ersten Zusammenkommen. Abraham ist Wiederholungstäter. Wieder schummelt er mit Sarah und sagt, sie sei seine Schwester. Motiviert wird diese Schummelei von Menschenfurcht. Seine Sünde führt andere in die Irre, anstatt zu Gott. Gott allerdings warnt in Seiner unermesslichen und unbeschreiblichen Gnade und korrigiert den Ungläubigen und fällt Abraham nicht in den Rücken. Trotz seines Versagens spricht Gott von Abraham als von Seinem Propheten. Das ändert nicht die Tatsache, das Abrahams Menschenfurcht ihn hier zu einem schlechten Zeugnis machte. Der Vers, der mich besonders ansprach ist Vers 11, wo es heißt: Da sprach Abraham (zu Abimelech):

Weil ich dachte: Es ist gar keine Gottesfurcht an diesem Ort, darum werden sie mich wegen meiner Frau umbringen!

Falsch gedacht, Abraham! Und mit ihm viele Menschen bis heute! Wie oft verlassen wir uns auf unser falsches Denken, unsere eigene Einstellung, Einschätzung, Beobachtung und VORURTEILE! Wir sind schnell mit der Behauptung „hier“ oder „dort“ wollen die Menschen den Gott der Bibel nicht. Wir meinen, sie hätten keine Gottesfurcht und wir verzichten ihnen gegenüber auf unser Gotteszeugnis aus Menschenfurcht. Wie vernachlässigt sind die Menschen im Mittleren Osten, einschließlich der beiden Städte, in denen wir zur Zeit beten, weil man leicht meinen könnte: Die interessieren sich nicht für Jesus. Als wir darüber austauschten, zitierte jemand aus dem Team Römer 10:2, wo Paulus über die Juden schreibt:

„Ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach der rechten Erkenntnis.“

Nicht der Eifer für Gott fehlt, sondern die rechte Erkenntnis. Wenn die Erkenntnis kommt, kommt auch der richtige Eifer. (Beispiel: der Apostel Paulus)

Menschen im Mittleren Osten eifern, aber ohne Erkenntnis. Und es sind kaum Nachfolger Jesu da, die ihnen zur rechten Erkenntnis helfen, ähnlich wie Paulus den Juden zur Erkenntnis half.

Ähnlich wie Abraham dachte Elia, er sei der einzige Gottesfürchtige weit und breit. Gott korrigiert: Ich hab noch 7000 weitere hier in der Stadt.
Ähnlich wie Abraham und Elia dachte Paulus in einer schweren Stunde. Gott korrigiert:
Hab keine Angst! Ich hab ein großes Volk in dieser Stadt!

Wir sehen nur das Äußerliche. Gott sieht die suchenden und offenen Herzen. Mich persönlich hat der Herr ermutigt, Ihm nicht für kleine Dinge zu vertrauen, sondern für große. Ich bin ermutigt, nicht für eine kleine Schar gläubiger Menschen zu vertrauen, sondern für eine große, mutige und missionarische Gemeinde. Dazu braucht es nicht viel. Wie jemand aus dem Team sagte: Paulus war nur 3 Wochen in Thessaloniki, aber der lebendige Glaube der Gemeinde wurde bald über die Grenzen hinaus bekannt. Gott kann!

Gebet im Teegarten / Stadtzentrum
Nach dem morgendlichen Austausch sind wir zunächst wieder mit dem Bus in die Stadt zurück gefahren, von wo aus wir am Samstag heimfliegen werden. Ankunft – Check-in im Hotel – Mittagessen – Tee im Teegarten im Stadtzentrum, was gleichzeitig zur Gebetszeit wurde. Es ist immer wieder gewöhnungsbedürftig, für die Stadt und ihre Bewohner vor Gott zu kommen, dabei Tee zu trinken und so auszusehen, als würde man sich unterhalten. Eine interessante Erfahrung! Nach der gemeinsamen Gebetszeit haben wir uns aufgeteilt, um im Einkaufsviertel einzeln oder in Zweiergruppen zu beten. Man betet für die Menschen, die man sieht und verarbeitet die Eindrücke, die man wahrnimmt im Gebet. 2 Stunden später, nach einem kleinen Imbiss gehen wir zurück zum Hotel, treffen uns noch einmal zu Austausch, Anbetung und Fürbitte. Mehrere empfinden, dass die Stadt rein äußerlich heller, schöner und ruhiger geworden ist. Wir nehmen dies zum Anlass, dafür zu beten, dass Offenheit und Erleuchtung auf geistlicher Ebene folgt. 

Gebet im Einkaufszentrum
Krankheit verfolgt uns weiterhin, aber es ist einfach schön zu hören, wie es ein Mitglied des Teams beschreibt: „Ich fühle mich körperlich krank, aber geistlich ist die Freude am Herrn meine Stärke.“ Um man sieht ihr beides an.

Unsere Zeit nähert sich dem Ende. Noch ein voller Tag. Wir haben einigen Bekannten angeboten, sich mit uns in einem Garten zu treffen. Ob was draus wird, überlassen wir dem Herrn. Ansonsten werden wir an diesem Freitag morgens unser regelmäßiges Zusammenkommen haben, dann vielleicht noch einmal in der Stadt beten, nachmittags im Teegarten über der Stadt. Abends vielleicht noch einmal eine entspannte Stunde bei Tee und Würfelspiel, bevor wir den Tag mit Gebet, Austausch und Abendmahl beenden. Rundum soweit eine gute und gesegnete Reise. DANKE FÜR EURE GEBETE!

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Gebetsreise Mittlerer Osten – 6. Tag

90,000 ohne Evangelium und ohne Prediger

Wie soll man den gestrigen Tag beschreiben? Vielleicht: der etwas andere Tag? Einiges war anders, einiges kannten wir schon. Die seltsame Krankheit macht die Runde – die heilende Hand Gottes folgt auf dem Fuß. Am Vorabend ging es einem Teilnehmer nicht gut. Morgens noch schlechter mit Fieber in der Nacht und Halsschmerzen. Gleiche Erscheinung wie bei einem anderen Teilnehmer am Tag zuvor. Gebet – Gebet – Gebet! Nachmittags um 4 war das Kapitel beendet. Heute fing die nächste Person an. Gebet – Gebet – Gebet! Wir hoffen, wir müssen nicht wieder bis 16 Uhr warten. Aber selbst wenn: Beim Austausch heute Morgen kam der Beitrag: Vielleicht werden wir so mit Krankheit angefochten, damit die unsichtbare Welt erkennt: „Wir lassen uns nicht von unserem Weg abbringen!“ DAS ist eine gesunde Einstellung!

Außer dem morgendlichen Austausch über das seltsame Leben Lots, den Gott rettete und um dessentwillen sogar eine ganze Stadt vor dem Gericht verschont wurde, haben wir auch abends über unsere Erfahrungen und Begegnungen ausgetauscht. 2 Korinther 16:9 kam zur Sprache, wo es heißt:

„Denn eine Tür hat sich mir aufgetan, weit und vielversprechend;
und es gibt viele Widersacher.“

So manches Mal wollen uns die Wiedersacher lähmen, obwohl die Türe weit offen und vielversprechend ist. Dieser Versuchung möchten wir widerstehen. – Die Stadt, in der wir uns aufhalten wird von mehreren als geistlich dunkler und widerstrebender empfunden. Sie ist kleiner und konservativer als unser erster Stop zu Beginn der Woche. Andererseits haben wir mehrere Menschen getroffen, die uns freundlich begegnet sind. Alle von uns angesprochenen Menschen sind freundlich und hilfsbereit. In einem Restaurant war es einem von uns möglich, 2 JESUS DVDs an die Bedienung weiterzugeben.

Trotz des Regens waren wir heute in einem weiteren Teegarten, wo wir einen Blick über die Stadt hatten und für die Menschen einstehen konnten. Wir vertrauen dem Herrn, dass Er Teams in diesen Ort senden wird, die langzeitige Arbeit für Jesus tun werden. Den Boden für ihre Arbeit und für die Saat des Evangeliums möchten wir durch Gebet vorbereiten.  Während des Tages erzählte eine Teilnehmerin, dass es in ihrer Stadt von 12,000 Einwohnern mindestens 8-9 christliche Gemeinden gibt. Unser Anliegen heute war, dass der Herr eine Gemeinde in dieser Stadt mit 90,000 Bewohnern entstehen läßt. Dabei beten wir nicht nur: „Herr, sende Arbeiter in Deine Ernte!“ sondern auch: „Herr, bezieh’ uns mit ein! Wie sollen wir mithelfen? Sollen wir gehen, unterstützen, beten, senden, motiovieren, ermutigen?“ Der Herr läßt eine breite Bereitschaft unter uns wachsen, uns auf Ihn einzulassen und zu tun, was Er von uns möchte.

Nach dem Abendessen trafen wir uns zu einer weiteren Gebetszeit im Hotel. Beendet haben wir den Abend bei Kaffee und Kuchen im Aufenthaltsraum des Hotels. Auch der Besitzer, der gebrochen Deutsch spricht, ließ sich einladen. Ein gelungener Tagesabschluss!

Am Donnerstag geht es wieder zurück zur Stadt, die wir vor 2 Tagen verlassen haben. Möglicherweise werden wir uns mit einigen „Babychristen“ treffen können, aber das muss sich noch herausstellen. Der Herr hat uns bisher auf die Gebete vieler hin interessante Begegnungen geschenkt, und es wird sicherlich noch die eine oder andere hinzukommen.
Warm war's heute nicht beim Gebet über der Stadt

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Gebetsreise Mittlerer Osten – 5. Tag

 Und noch einmal der 35 ste ...

Morgens in der ersten Gebetszeit hat uns Abraham beschäftigt, wie er sich für Sodom und Gomorrah einsetzte. Gott möchte Abraham Sein Handeln an den Städten nicht verbergen. Kein Wunder! Abraham glaubte, lebte mit Gott, suchte, diente und betete Gott an. Er wird als Freund Gottes bezeichnet. Je enger unser Wandel mit Gott ist, umso mehr kann Er uns Seine Gedanken anvertrauen. Wir wünschen uns solch einen engen Wandel mit Gott.

Als nächstes fällt uns Abrahams Gebet für die Verlorenen auf. Es mutet fast wie ein Kampf an, in welchem er mit Gott handelt – einerseits mit tiefster Ehrfurch Gott gegenüber, andererseits mit heißer Inbrunst für die Rettung der Ungeretteten. Wir wünschen uns solch ein ehrfürchtigtes, freimütiges Gebetsleben.

Unabhängig voneinander hatten zwei der Frauen im Team morgens an die Stelle aus Jakobus 5:17+18 gedacht:
„Elia war ein schwacher Mensch wie wir; und er betete ein Gebet, dass es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. Und er betete abermals,
und der Himmel gab den Regen und die Erde brachte ihre Frucht.“

Wir wollen in unserer Schwachheit wie Elia vor Gott kommen. Eine ausgiebige Gebetszeit schloss sich an. Anschließend gings zum Bus und ab in die nächste Stadt! Auf dem Weg dorthin hörte ich mir einige Anbetungslieder an, die mich in der Fürbitte inspirierten und leiteten. Unter anderem heißt es in einem Lied: Wie ehrfurchtgebietend ist Dein Name! Und ich musste mich unweigerlich fragen: Wie oft singen wir solche Aussagen ohne sie zu meinen! Wieviel Ehrfurcht gebietet MIR der Name Jesu wirklich? Was bin ich bereit, aufzugeben um Jesu Willen, weil ER es wert ist? Welche OPFER bin ich bereit zu bringen? Was darf es kosten, Jesus nachzufolgen? Wenn ich wirklich meine, was ich singe, dann muss die Antwort sein: ALLES! ALLES für Jesus! Er ist ALLES wert: Unsere Berufswahl, unsere Wohnortswahl, unsere Bequemlichkeit, unseren Luxus, unser Leben in unserer Heimatkultur, unsere Familien, unsere Träume und Wünsche, unsere Karriere ... ER ist es wert! (Ist Er es nicht wert?)

Angekommen, wurden wir noch auf dem Weg zum Hotel von einer wildfremden Fußgängerin angesprochen und willkommen geheißen. Was für eine warme Gastfreundschaft! Da sich der Himmel bezog, machten wir uns bald nach Belegung der Zimmer auf den Weg zum Botanischen Garten, wo wir in einem geschützten Raum eine Weile im Gebet für die Menschen der Stadt verbrachten. Wie sehnen wir uns danach, dass der Herr Arbeiter in diese Stadt sendet, die den 90,000 Menschen (keine Christen bekannt) Jesus bekannt machen. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen und wir waren dankbar für einen beheizten Raum mit Glaswänden.

In unserer Runde am Abend wurde deutlich, dass wir auf dieser Reise besonders durch Krankheiten, Schwächen und Erkältungen angegriffen werden. Allerdings ist das ein Grund zum Danken. Scheinbar sieht Satan keine Möglichkeit, uns auf anderem Gebiet (z.B. Einheit) zu besiegen. Also versucht er es auf körperlichem Gebiet, das wir selbst nicht so kontrollieren können. Aber auch hier haben wir Wunder erlebt. Momentan beten wir noch, dass sie anhalten, bzw. dass sie sich auch in anderen fortsetzen.

Wir stellten auch fest, dass wir ausgesprochen viel Grund haben zur Dankbarkeit: Viel Gesundheit trotz vieler Attacken, Wetter bisher (erst seit heute Nachmittag regnet es), ruhige Lage der Räume (keiner bisher mit Schlafproblemen, im Gegensatz zu früheren Reisen!), Einheit, gute Gebetszeiten etc.

Weiter bezeugten zwei aus dem Team, wie dieser Einsatz sie verändert hat. Die Tatsache von Menschenmassen umgeben zu sein, die weder Christen um sich haben, noch die Möglichkeit, von Ihm zu hören, macht betroffen. Es macht umsomehr betroffen, als wir uns in unseren Gemeinden oft damit zufrieden geben, uns miteinander wohl zu fühlen. Wir hocken zusammen, genießen unsere Gemeinden, genießen unsere Freiheit, genießen einander – unwissend, dass Milliarden von Menschen keine reale Gelegenheit haben, ewige Rettung durch Jesus zu finden, oder, wenn sie Ihn kennenlernen, bereit sein müssen, dies mit dem Leben zu bezahlen. Zwei Welten!

Wir beenden den Abend mit Anbetung und Gebet – für Unerreichte, Verfolgte, kranke Freunde, unsere Gebetsfreunde in Deutschland – und füreinander.

Anschließend waren wir (die beiden Männer im Team) noch im Aufenthaltsraum des Hotels. Der Besitzer, mit dem wir uns unterhalten konnten, hatte bei unseren vergangenen Besuchen JESUS DVDs von uns erhalten. Er findet sie gut und hat sie sich wiederholt angeschaut. (Danke, Jesus! Gut zu hören, dass unsere Reisen was bewirken!)

Die Tage bisher waren intensiv und anstrengend. Kein Wunder, dass fast alle mit Müdigkeit zu kämpfen haben. Aber besser, beim Gebet einzuschlafen (was nicht vorkam) als gar nicht erst zu beten. Oder?

(So, fast 1 Uhr früh! Zeit zur Augenpflege ... Chrrrrr.....)

Gebet im Glashaus (Botanischer Garten)

Dienstag, 25. Oktober 2011

Gebetsreise Mittlerer Osten – 4. Tag

Gebet auf dem Gelände einer alten Kirchenruine 
mit Blick aufs Wasser und auf die Stadt

Am gestrigen Morgen hat uns der Text aus 1 Mose 18:1-15 bewegt. 3 Männer kommen zu Abraham. Abraham macht es ihnen gemütlich, läßt ihnen die Füße waschen, läßt Sara Brot backen, läuft auf die Weide, wählt ein Kalb, läßt es schlachten und zubereiten und dann läßt er seine Gäste in Ruhe essen – und schaut ihnen in guter, mittelöstlicher Manier dabei zu, um sie zu bewirten.

Die drei Männer lassen alles geschehen. Erst dann – ERST DANN – machen sie den Grund ihres Kommens klar: die Verheißung, dass Abraham und Sarah einen Sohn haben sollten. WAAAS? Jetzt? Zu guter Letzt also doch noch? Hatte Gott endlich Seine Meinung geändert? Nein! Gott hatte alles vor Grundlegung der Welt so geplant. Und warum gibt Er ihnen dann erst jetzt ein Kind? Erst jetzt, im Alter – und nicht früher? Er hätte ca 80 Jahre Zeit gehabt. Und warum lassen sich die 3 Männer erst die Füße waschen, Brot backen, ein Kalb schlachten und sich bewirten (was sicherlich STUNDEN gebraucht hat)? Warum sagen sie dieses freudige Anliegen nicht gleich zu Beginn? Zumindest ein Teil der Antwort lautet: WEIL GOTT ZEIT HAT! GOTT IST NICHT IN EILE!

Auch wir fragen uns gelegentlich: Warum sind wir jetzt zum x-ten Mal hier, um für die Stadt, ihre Menschen und eine langfristige Arbeit am Ort zu beten? Heute morgen kam (zumindest) eine Teilantwort: Weil Gott Zeit hat! Er ist nicht in Eile.

Auch während des Tages wurde dies wieder klar. Gerade fragten sich einige von uns, warum Gott uns noch keine Begegnungen geschenkt hatte auf dieser Reise. Auf unserem Weg zum Meer hielten wir an einem Straßenrestaurant an, um uns einen Kaffee zum Mitnehmen zu kaufen. Während wir auf den Kaffee warten, entwickelt sich ein Gespräch. 2 Frauen hatten eine unserer Teamfrauen angesprochen. Das Gespräch endete mit der Weitergabe einer Jesus DVD und eines Bibelkalenders. „Danke Jesus!“ Gerade, als wir uns wunderten, warum es so lange dauert mit Begegnungen, da schenkt Gott sie uns. Gott ist NIE in Eile, kommt aber auch NIE zu spät! So ist Gott! Dieser Gedanke hat sich heute durch den Tag gezogen. Auch einem anderen Teammitglied wurde morgens bereits vor dem Austausch ein herrlich passender Vers gegeben: Habakuk 2:3:

Denn die Vision wartet noch auf die bestimmte Zeit, und doch eilt sie auf das Ende zu und wird nicht trügen. Wenn sie sich verzögert, so warte auf sie, denn sie wird gewiß eintreffen und nicht ausbleiben.

Gott hat uns eine Vision gegeben: Für 2 Städte so lange zu beten, bis Langzeitteams dort für Jesus arbeiten. Wir fragen uns: ‚Wie lange, Herr?’ Gott antwortet: ‚Ich bin nicht in Eile! Aber zur bestimmten Zeit wird sich die Vision erfüllen. Es wird geschehen!’ Das ermutigt ungemein!

Morgens haben wir die verfallende Ruine einer alten Kirche besucht, haben für die Menschen gebetet, die in der Nachbarschaft leben und täglich diese Kirche sehen. Und für die Tausende, die unerreicht vom Evangelium in der weiteren Nachbarschaft leben. Wir haben in der Ruine Lieder gesungen, die Jesus verherrlichen und als König ausrufen, so wie es wohl vor 700 Jahren am selben Platz geschah.
Nachmittags schloss sich eine Gebetszeit am Meer an, in der wir dem Herrn im Glauben dankten für die Gemeinde, die Er in dieser Stadt beginnen möchte und durch die Er Sein Evangelium übers Meer zu anderen Völkern tragen möchte. Während des Tages hat der Herr uns erinnert, dass Er auch in dieser Stadt ein Volk hat oder herausrufen möchte, das Ihm gehören. Bei Elia waren es 7000, von denen der Prophet nichts wußte, die aber der Herr für sich bestimmt hatte. Bei Paulus war es „ein großes Volk in dieser Stadt,“ eine Tatsache, die Paulus Glaubensmut und Zuversicht schenken sollte. All diese Gedanken ermutigten auch uns, den Herrn nicht nur mit unserer Fürbitte zu bestürmen, sondern Ihm gleichzeitig im Glauben zu danken für das, was Er noch tun wird.

Nach dem Abendessen hatten wir eine lustige Spielstunde bei Tee und Kaffee in einem Restaurant. Das ist in diesem Land nichts, was Ärgernis erregen würde. Anschließend wurde der Abend mit Austausch und Gebet abgeschlossen. Die Tage gehen schnell vorbei. Mehrere Stunden am Tag verbringen wir im Gebet, in Gemeinschaft mit Jesus. Dazu sind wir hier. Und es gibt keinen besseren Platz als zu Seinen Füßen.

Wenn die ersten von Euch diese Zeilen lesen, machen wir uns auf den Weg in die zweite Stadt, die wir jedes Jahr besuchen. Dort werden wir zwei Tage mit Fürbitte, Anbetung und Lob Jesu gestalten.

Wir sind fasziniert, was der Herr bisher gesundheitsmäßig an mehreren von uns getan hat. Heute abend erklärten zwei oder drei von uns, dass sie einen rauhen Hals haben. Ob das ein Virus ist oder der Rauch, der aus den Schornsteinen der Stadt kommt und die Luft beschwert, wissen wir nicht. Wir beten um Kraft und Gesundheit.


Gebetszeit am Meer

Montag, 24. Oktober 2011

Gebetsreise Mittlerer Osten – 3. Tag

                Gebet über der Stadt für die Menschen der Stadt

Man muss nur müde genug sein, dann schläft man auch bei Disco Lärm, der auf Fensterhöhe 15 Meter entfernt aus den Lautsprechern dröhnt. Wir hatten eine prima Nacht, manche von uns besser als je zuvor während der ersten Nacht einer solchen Reise. Der Sonntag schien unter dem Wort: „Glauben“ zu stehen. Zunächst haben wir uns Gottes Verheißung an Abraham angesehen:
-         Er soll Nachkommen haben, unzählbar wie Sterne am Himmel
-         Er soll Stammvater dieser Menge werden, ist aber zu alt, um noch Kinder zu zeugen
-         Seine Frau Sara ist zu alt, um noch Kinder zu kriegen
-         ... und zudem war sie ihr ganzes Leben lang unfruchtbar
Vier Unmöglichkeiten. Aber über Abraham lesen wir: Er glaubte! (1 Mose 15:6) Als Isaak geboren wurde, bewieß Gott, dass Ihm nichts, aber auch gar nichts unmöglich ist.

Auch in Römer 4:6 wird über Abraham geschrieben, wo es heißt: 
„Wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.“

Auch dieser Vers sprach zu uns. Wir verneinen – und lehnen den Gedanken ab – dass unsere Gebete irgendwelche Kraft in sich selbst haben. Nicht das „Werk unserer Gebete“ bewirkt etwas, sondern Gott! Er erhört unsere Gebete und antwortet darauf. Er ist der Handelnde! Wir wollen lediglich an den Gott glauben, der das Unmögliche fertig bringt und Gottlose rechtfertigt, ob diese in Europa, Amerika oder dem Mittleren Osten leben.

2x während des Tages wurde Hebräer 11:13 erwähnt: „Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und waren davon überzeugt, und haben es willkommen geheißen und bekannt, daß sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden“  

Hier geht es um solche, die wie wir, an einen Gott glauben, der Unmöglichkeiten in Möglichkeiten ändert. Wie wir sehen sie noch nichts von dem, worauf sie hoffen, beginnen aber, dem Herrn trotzdem schon mal im Glauben zu danken. Auch dazu haben wir uns durch Gottes Wort ermutigen lassen.

Jemand anders aus dem Team fügte hinzu, dass Glauben und Gottes Handeln miteinander in Verbindung stehen. Vielleicht fällt es uns leichter zu glauben, wenn wir dieses mysteriöse Wort durch „Vertrauen“ ersetzen. Wenn wir Gott vertrauen, wird Er wirken. Schließlich legte der Herr einem Teammitglied noch Matthäus 7:7-11 aufs Herz:Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! (Vers 7)

Mit der Aufforderung, im Glauben Großes von Gott zu erwarten, sind wir in diese Woche gestartet.

Am Morgen nahmen wir am Gottesdienst einer der Traditionskirchen teil. Außer uns waren 15 Erwachsene und 2 Kinder anwesend. Eine kleine Gruppe christlich gesinnter Menschen, umgeben von 260.000 Andersgläubigen. Natürlich verstanden wir nichts (es wurde in der Landessprache gepredigt), aber wir haben die Zeit genutzt, für die Menschen zu beten, dass sie von einem traditions- und werkeorientierten Glauben zur erlösenden Gnade Jesu finden. Dem Laienpriester konnten wir auch eine DVD in seiner Sprache schenken und für jeden Teilnehmer einen christlichen Kalender hinterlassen.

Im Gottesdienst trafen wir 3 Frauen, die wir von früheren Besuchen kannten. Zumindest dem Namen nach „christlich“. Vielleicht werden wir am Freitag Zeit bei einem Glas Tee miteinander verbringen. Möge Gottes Willen geschehen. Ohne Übersetzer ist ein Minibibelstudium nicht möglich.

Nachmittags haben wir ca 2 Stunden in einem Park verbracht, für die Menschen der Stadt gebetet, für ein Langzeit-Team von Arbeitern und haben den Namen gepriesen, als aus vielleicht 20-25 Minaretts der Ruf zum Gebet ertönte.

Den Abend abgeschlossen haben wir mit einer ausgiebigen Zeit des Austauschs und des Gebets. Jeder hatte bestimmte Eindrücke, die der Herr während des Tages gegeben hatte. Es wurde am Ende ein ermutigendes Bild, durch das der Herr uns zurief: „Bleibt dran!“ Es ist gut, im Namen Jesu  unterwegs zu sein, Seinen Namen voreinander und vor der unsichtbaren Welt zu bezeugen, auszusprechen, zu loben und zu erheben. Möge eine große Anzahl von Menschen in dieser Stadt Heil in Seinem Namen finden.

Natürlich war uns auch das Erdbeben in Van (Türk.) ein Anliegen im Gebet. Immer wieder wird der Mittlere Osten geschüttelt von Katastrophen und Leid, seien es Erdbeben, Hungersnöte, Überflutungen, Kriege oder Bürgerkriege. Unsagbares Leid wird erfahren und Tausende treten von einer Minute zur anderen unvorbereitet vor ihren Schöpfer. Die Menschen brauchen unsere Gebete.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Erdbeben - Earthquake

Das Erdbeben im Osten der Türkei nahe der Grenze zu Iran, Irak, Armenien und anderen Ländern im Mittleren Osten hat uns nicht betroffen. Es geht uns gut. Bitte in allen Kommentaren und in aller Kommunikation mit uns keine Ländernamen erwähnen. Danke für alle Eure Gebete. Mehr im Blog morgen.

The earthquake that hit Eastern Turkey, close to the borders of Iran, Iraq, Armenia and other Middle Eastern countries did not affect us. We are all well. In your comments and correspondence with and about us, please use as location only "Middle East", not any country names. Thanks so much for all your prayers and concerns. Blessings!

Gebetsreise Mittlerer Osten - 2. Tag


                                                                   Abreise in Siegen
Angekommen! 15 Stunden, nachdem ich Neunkirchen verlassen habe, sitze ich jetzt im Hotelzimmer unseres Ziellandes. Es waren wohl Minustemperaturen, als wir losfuhren. Jetzt dürfte es ca 20 (!) Grad wärmer sein. Und wie war der Tag? Soweit ich es momentan beurtelen kann, stehts 1:0 für Gott! Satan hat die erste Partie verloren. Aber es war eine harte Schlacht. Danke, das viele unserer Freunde mitgebetet haben. Wir alle hatten Gesundheitsprobleme, besonders eine Person. Bis zum Einchecken am Flughefen war eine Unsicherheit da, ob sie mitkommen sollte. Seitdem geht es ihr diese ersten Stunden erstaunlich gut. Eine andere Person hatte in den vergangenen Tagen verschiedene Angstattacken. (Wusste ich noch nicht bei meinem Eintrag gestern). Eine dritte Person war arbeitsmäßig überlastet. Aber auch in dem Fall sahen wir Gottes Eingreifen. Als er erzählte, wie er in den vergangenen 3-4 Tagen aus seinem überfüllten Kalender zwei Treffen absagen konnte, weil seine Gesprächspartner krank geworden waren, sagte eine andere Person vom Team: „Ich habe dafür gebetet, dass Termine ausfallen.“

Es war ein herrlicher Anblick, am Abend im Flugzeug beim Landeanflug all die warmen Lichter der Stadt zu sehen, die wir in den vergangenen Jahren lieben gelernt haben und für deren Bewohner wir seither beten. Bereits am Flughafen hatten wir die ersten freundlichen Gespräche mit einem Einheimischen, der unsere Sprache sprach. Wir waren willkommen.

Der erste geistliche Höhepunkt war dann die erste gemeinsame Gebetszeit. In einer Stadt, in der 260.000 Menschen Jesus das Lob vorenthalten, das Er verdient, (verdient Er es nicht?) war es uns eine Freude, im Hotelzimmer Lieder zu Seiner Ehre zu singen, auszutauschen und mit Jesus zu reden. Wir haben uns erinnert, wie Er uns Eindrücke gegeben und Lektionen gelehrt hat in den vergangenen Jahren. Eine Teilnehmerin erinnerte sich an den Eindruck, den ihr der Herr vor 3 oder 4 Jahren gegeben hatte. Damals war es, als würde Jesus selbst mit ausgebreiteten Händen vor uns durch die Straßen gehen und die Stadt segnen, für die wir beten wollten. Und wir glauben, dass sich dieser Eindruck bewahrheitet hat. In Jeremia 29:7 fordert Gottes sein Volk auf:

„Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's auch euch wohl.“

Wir sind freiwillig in der Stadt, wo wir uns aufhalten. Aber auch wir suchen der Stadt Bestes, den Bewohnern zum Segen und Gott zur Ehre. Der Tag wird kommen, an dem Seine Boten in dieser Stadt wohnen werden, für Ihn arbeiten und Ihn bezeugen werden.

Dieser Sonntag wird angefüllt sein mit Begegnungen. In erster Linie die Begegnungen mit Jesus. Wir werden aber auch am Gottesdienst der einzigen Kirche der Stadt teilnehmen. Es ist eine alte Kirche, die einer der ältesten christlichen Traditionen angehört. Vor 4 Jahren kamen etwa 10 Besucher zum Gottesdienst. Aber es fehlt das Leben Jesu in den alten Gemäuern, die fast versteckt, von hohen Schutzmauern umgeben sind. Nachmittags werden wir in einem Teegarten für die Stadt einstehen, die wir in ihrer ganzen größe im Tal unter uns werden sehen können. Möge der Herr durch unsere Gebete bewirken, was Er vor einigen tausend Jahren durch Jonas Predigt in Ninive bewirkte: dass viele Menschen Ihn erkennen und gerettet werden.

Die Männer, die vor einer Stunde noch vor dem öffentlichen Fernseher frenetisch den Sieg ihrer heimischen Fussballmannschaft gefeierrt haben sind ruhig geworden und wohl nach Hause gegangen. Jetzt ist es der Bass einer Diskothek oder Gaststätte, der durch das offene Fenster in unser Hotelzimmer hineindröhnt. Zeit. Laute, milde Nächte, in denen der Lärm erst in den frühen Morgenstunden der Nacht abebbt – das sind Nächte im Mittleren Osten.