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Samstag, 18. August 2012

Wenn Gott tot wäre

Im Studierzimmer des großen Reformators, Martin Luther, wird es still. Immer mehr hatte er sich zurückgezogen, hatte Arbeit und Gebet aufgegeben. Wortkarg und von Zweifeln geplagt gibt er sich einer tiefen Schwermut hin. Seine Ehefrau, Katharina von Bora, die ihren Mann immer unterstützte und tröstet, auch in den dunklen Stunden, macht sich Sorgen - bis ihr eine brillante Idee kommt.

Völlig in schwarze Trauerkleidung gekleidet, tritt sie in Luthers Arbeitszimmer und setzt sich an seinen Tisch. "Wer ist gestorben?" kommt die erschrockene Frage ihres Mannes. "Gott ist gestorben!" antwortet Katharina. "Wenn du nicht mehr arbeitest, nicht mehr betest, sprichst und singst, dann ist Gott tot und hat keine Macht." Diese Antwort trifft den Reformator im Herzen. Sorgen und Nöte haben ihm den Blick auf die Wahrheit versperrt: Jesus lebt! Warum verzagen? Jesus hat überwunden, der Sieger von Golgatha! Warum lebte er, Luther, als sei Gott tot und machtlos?

Das war das Ende der Nacht. In Luther ging wieder neu die Sonne der Hoffnung auf. Er konnte wieder lachen, wieder froh seiner Arbeit nachgehen.

In einem alten Lied aus den frühen Jahren der Jesus People Bewegung in Deutschland heißt es:

Mohammed starb im Jahre 632, er wurde 62 Jahre alt.
Buddha sprach: "Die Wahrheit hab ich leider nicht gefunden!"
dann wurde auch sein Körper kalt.

Doch Jesus lebt, Jesus lebt!
Sein Grab ist leer, sein Grab ist leer.
Sag, warum hast Du keine Hoffnung mehr?
Sein Grab ist leer!

Es gibt kein Grab, zu dem wir pilgern könnten.
Kein Mausoleum hat den Heiland der Welt!
Die Frau im Garten damals, sie fand keinen Toten.
Jesus ist der, der den Sieg behält.

Denn Jesus lebt, Jesus lebt!
Sein Grab ist leer, sein Grab ist leer.
Sag, warum hast du keine Hoffnung mehr?
Sein Grab ist leer!
Sein Grab ist leer!


Die Aussage: "Gott ist tot!" brachte Luther zum Lachen. Die Tatsache: "Das Grab ist leer!" besiegte seine Schwermut und Kraftlosigkeit. Wenn Gott tot wäre, wäre alles sinnlos. Aber: JESUS LEBT!

"Wenn der Glaube an Christus nur für dieses Leben Hoffnung gibt, sind wir die elendesten Menschen auf der Welt. (…) Nun aber ist Christus als Erster von den Toten auferstanden. (...) Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist Dein Sieg?" (1 Kor 15:19-20a+55) (Whg.v. 2010)

Freitag, 17. August 2012

Das längste Konzert der Welt

Gehst Du gerne zu Konzerten? Egal welcher Art. Klassik, Rock, Pop, Blues, Jazz, Anbetung, Chor, Posaune – nenne, was Du möchtest. Magst Du Konzerte? Besuchst Du manchmal eins?

Ehrlich, mitunter ist man ja froh, wenn es vorüber ist. Ich bin schon auf Konzerten gewesen, die ich kurz nach Konzertbeginn wieder verlassen habe. Andererseits hat es mir auch manchmal leid getan, wenn die Vorführung schon wieder zu Ende war. Dem kann jetzt vielleicht abgeholfen werden.

Ich gehe davon aus, dass es für etliche der Blogleser keine Quizfrage mehr ist, wo das längste Konzert der Welt stattfindet. Die Antwort ist:  In Halberstadt (Harz) in der St. Burchadi Kirche. In DEUTSCHLAND! Das Orgelstück Organ2 / ASLSP wurde im Jahr 1987 von dem Musikexperimenteur John Cage geschrieben. Das Stück soll so langsam wie möglich gespielt werden (As SLow aS Possible). Die Vorführung begann im Jahr 2001 mit einer Pause von 17 Monaten, dann hörte man einen ersten Ton, der sich seitdem ca einmal im Jahr ändert. Das Stück ist für 639 Jahre komponiert und kommt somit im Jahr 2640 zu seiner finalen Note – leider zu spät für Dich und für mich! Im vergangenen Monat war der Notenwechsel für 2012. Der nächste findet am 5. Oktober 2013 statt. Bitte schon mal vormerken! Die Kirche und der Tag und Nacht immerwährende Orgelton lockt viele Touristen an, aber immer nur für eine begrenzte Zeit. Soooo interessant ist das Konzert dann auch wieder nicht.

Ich freue mich auf ein anderes Konzert. DAS Konzert wird der Hammer sein – nein – der absolute Hammer! In Offenbarung 7:9+10 heißt es:

Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, 
die niemand zählen konnte,
aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen;
die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, 
bekleidet mit weißen Kleidern, 
und Palmzweige waren in ihren Händen. 
Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen:
Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, 
und bei dem Lamm!“

Du sagst: das ist doch kein Konzert! Die sprechen doch alle. Ok, dann ist es halt ein Rapkonzert oder ein Sprechkonzert oder sonst was, jedenfalls ein Konzert. Ich glaube, dieses Konzert ist das Beste, was es je gegeben hat und je geben wird. Hier ist meine (teilweise biblisch begründete, teilweise menschlich ausgemalte) Vorstellung von diesem Konzert:
  • Eine unüberblickbare Menschenmenge
  • Aus ursprünglich allen möglichen religiösen Hintergründen
  • ... und kulturellen Hintergründen
  • Alle gerettet durch das Blut des Lammes, Jesus
  • Alte und Junge
  • In weißen Gewändern, die je nach Lichtreflektion eine unglaubliche Farbenpracht in den Gewändern entfalten
  • ... vor allem bei den Anbetern aus Afrika, Südamerika und Asien
  • Eine Sprachvielfalt von fast 7000 Sprachen
  • Eine Musikvielfalt von Chor (Deutschland) über Jodeln (Schweiz) über Kehlkopfsingen (Mongolei) über Bayuk (Philippinen) über – ach, was auch immer.
  • Nachdem die Palmzweige so lange und intensiv geschwungen sind, dass sie auseinander fallen, nehmen Teilnehmer ihre kulturspezifischen Musikinstrumente zur Hand: Pfeifen, Oboen, Klangstäbe, Trommeln, Kolintangs, Panflöten, Orgeln, Geigen, Mbiras, Tiquins und vielleicht sogar Harfen.
Das himmlische ist: Das alles passt zusammen, erfreut das Herz, erhebt Gottes Lamm und endet nie! Immerwährender Lobpreis aus immerwährend anbetenden Herzen. Nicht jedes Jahr ein neuer Ton – NEIN – jede Sekunde eine neue Vielfalt ewigen Lobpreises in immerwährender göttlich kontrollierter, himmlischer Extasse (gr.: Verzückung).

Nenn mich verrückt. Ich freu mich drauf!

Donnerstag, 16. August 2012

Glanz ist nicht Größe

James R. Sizoo schreibt die tiefsinnigen Worte: „Niemand soll Glanz mit Größe verwechseln. Applaus ist nicht gleich Ruhm. Bekannt zu sein bedeutet nicht automatisch bedeutungsvoll zu sein. Der Mann der Stunde ist nicht unbedingt der Mann der Ewigkeit. Ein Stein mag glitzern, aber das macht ihn nicht zum Diamanten. Menschen mögen Geld haben, aber dass macht sie nicht erfolgreich.
Es sind in Wirklichkeit die „unwichtigen“ Menschen, die die Geschichte der Welt lenken. Die größten Kräfte des Universums sind nie spektakulär. Ein Regenguss im Sommer ist wirksamer als ein Orkan, aber niemand schreibt darüber. Die Welt würde schnell aussterben, ohne die Treuen, die Loyalen und die Hingegebenen, deren Namen weder geehrt noch besungen werden!“*

Hat er nicht recht? Und die Bibel bestätigt genau diese Aussage.
  • Den Demütigen aber gibt er Gnade. (aus Sprüche 3)
  • Wer sich aber selbst erhöhen wird, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigen wird, wird erhöht werden. (Matthäus 23:10)
  • "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade." (Jakobus 4:6)
  • „Das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, und das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist.“ (1 Korinther 1:28)
Zusätzlich gibt Gottes Wort uns Beispiele für solche, die wichtige Dienste getan haben, aber kaum bekannt sind. Da ist die arme Witwe, die als Vorbild dient für großzügiges Geben. Da ist Publius, der Paulus beherbergte, als er auf Malta strandete. Da sind die Geschwister der Gemeinde aus Rom, die dem gefangenen Paulus entgegeneilen und ihm eine Riesenfreude und Ermutigung gewesen sein müssen. Da ist das namenlose Mädchen, das Naeman auf den Gott Israels hinwies. Da ist der unbekannte Junge, der die wenigen Brote und Fische an Jesus weitergab – und Jesus speiste damit Tausende.

Und heute? In einer Welt, die nicht genug Klatschblätter und Shows produzieren kann? Was gilt heute? Gilt der kleine Arbeiter was, der treu seiner Verantwortung nachkommt, weil er Jesus liebt? Gilt der Kunde (einer aus Tausend) etwas, wenn er beim Bezahlen ein Traktat weitergibt? Gilt der Nachbar was, wenn er Trauernde besucht und für sie betet? Gelten die Eltern was, die ihre Kinder zu Jesus hin erziehen in einer Welt, die alles versucht, sie gegen Jesus zu erziehen? Giltst Du etwas?

Wie sehr sind wir doch versucht, auf das Glamouröse zu blicken, das Glitzernde, das mit Rang, Namen, Titel und Ruhm! Wie sehr sind wir versucht, uns zu vergleichen!

Hätte die Witwe sich mit den Reichen verglichen, hätte sie wohl nie etwas eingelegt und wäre folglich nie Millionen von Bibellesern zum Segen geworden.
Hätte der Junge auf seine paar Nahrungsmittel geblickt und gerechnet, wieviele davon satt würden, hätte er sie wohl nie an Jesus abgegeben.
Hätte das Mädchen auf ihre Stellung als Sklavin geschaut anstatt auf ihren Gott, wäre Naeman wohl nie gesund geworden.

Mach Dich nicht kleiner, als Du bist! Mach Dich nicht zu weniger als Gott Dich gemacht hat!
Wirf Deinen Minderheitskomplex von Dir (oder ist es falsche Demut?). Gott möchte und kann Dich gebrauchen! Heute!

* J.R.S. Zitat übersetzt & bearbeitet

Mittwoch, 15. August 2012

Radikale

Vor einigen Wochen sah ich eine Reportage über einen religiösen Fanatiker, der in Bonn einen Polizisten mit dem Messer verletzte. Im Interview erklärte ein Leiter dieser Gruppe, dass man radikal und bis zum letzten Atemzug für die Religion kämpfen würde.

Auch wir Christen sind radikal – radikal anders! Unser „Leiter“, Jesus Christus hat auch uns zur Radikalität aufgerufen – aber eben anders. Er hat uns aufgerufen, radikal zu lieben. In Matthäus 5:44 sagt Jesus: „Liebt eure Feinde!“ In Lukas 6:27 sagt Er: „Tut Gutes denen, die euch hassen!“ In Markus 11:25 heißt es: „Vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt,“ und in Jesaja 58:7: „Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose bei euch auf!“ All das ist extrem radikal, geschieht im Namen der Liebe Jesu und ist heilsam für unseren Nächsten.

Die Bibel berichtet von vier Freunden, die ihren gelähmten Kumpel zu Jesus bringen wollten. Leider waren alle Zugänge versperrt zu dem Gebäude, in dem sich Jesus aufhielt. Zu viele Menschen wollten Jesus sehen. Aber die vier Männer ließen sich nicht lumpen. Sie stiegen auf das Flachdach, öffneten es und seilten den Gelähmten samt Liegematte ab, genau vor Jesu Füße. Der Gelähmte wurde heil an Leib und Seele. Es war die Radikalität der Liebe, die sich nicht abhalten ließ, das Gute für den Nächsten zu suchen und ihn zu Jesus zu bringen.

Ja, wir Christen sind auch radikal – aber eben anders! Jesus hat uns radikal verändert, unser altes Leben gegen ein neues ausgetauscht, unsere Sünden vergeben und unsere Herzen mit Seiner Liebe erfüllt. Darum können auch wir jetzt radikal lieben!

Lieb' heute radikal!

Dienstag, 14. August 2012

Haß bestimmte mein Leben

Der heutige Eintrag ist ein bisschen länger. Uwe und ich sind Freunde seit Bibelschulzeiten in den 70ger Jahren. Sein Zeugnis hat mich immer fasziniert und berührt. Ich möchte Euch teilhaben lassen an seinem Leben. Seine Lebensgeschichte beweist: Gott kann ALLES!

Uwe berichtet (ungekürzt weitergegeben; Quelle: hier)

Mein Leben? Das war im Anfang sehr hoffnungslos. Ich dachte niemals, dass ich noch einmal richtig leben würde.

Die ersten vierzehn Jahre musste ich im Kinderheim ver­bringen, und so sah ich doch alles als ziemlich sinnlos an. Ich wurde oft geschlagen und dachte, ohne Eltern kann ich eigentlich niemals glücklich werden. Ich hatte meine ganze Hoffnung darauf gesetzt, dass endlich meine Mutter käme und mich aus diesem Heim holen würde.

Als sie mich nach diesen vierzehn Jahren tatsächlich ge­holt hatte, dachte ich: Ja, jetzt hast du das Leben, deine Probleme kannst du jetzt sagen und Frieden finden. Doch gleich am Anfang merkte ich, dass wir uns überhaupt nicht verstanden. Meine Eltern fühlten sich überfordert, und ich konnte das nicht verste­hen. Und so fing ich an, meine Eltern mehr und mehr zu hassen. Ich machte ihnen Vorwürfe, dass sie mich ins Heim gesteckt hatten und dass sie mir doch nicht das ersehnte Leben gaben.

Nun suchte ich Freunde, die mir auf die Frage nach dem Sinn des Lebens eine Antwort geben konnten. Immer wieder bekam ich die gleiche Antwort zu hören: Suche das Vergnügen! Such dir eine Frau, bau dir ein Haus, verdiene dein Geld, und dann wirst du Vergnügen haben. Als ich dann aber die Leute beobachtete, erkannte ich, dass auch die nicht zufrieden waren. Und da versuchte ich selbst, mein Le­ben zu leben.

Ich haute oft von zu Hause ab, und immer wieder brachte mich die Polizei zurück. Ich versuchte, mei­ne Probleme im Alkohol zu ertränken. Aber all das half nichts. Das ging dann so weit, dass ich die ganze Gesell­schaft hasste, wie ich meine Eltern hasste. Schließlich ver­suchte ich, meine eigene Halbschwester umzubringen. Da­für kam ich dann anderthalb Jahre ins Irrenhaus.

In dieser Zeit haben mich Psychologen und Psychiater untersucht und mir immer wieder die Frage gestellt, war­um ich das getan hätte. Ich gab ihnen ständig zur Antwort: Ich sähe einfach keinen Sinn in diesem Leben; mir sei so viel Schlechtes angetan worden, jetzt sei auch ich bereit, anderen Schlechtes anzutun. Sie gaben mir Pillen, die mir helfen sollten. Aber sie hal­fen nicht. Ich wusste genau, dass ich das Böse wollte, dass ich nur zerstören wollte. Dagegen half mir keine Pille.

Nach dieser Zeit in der Psychiatrischen Klinik kam ich ins Gefängnis. Ich wurde wegen versuchten Mordes zu zweieinhalb Jahren verurteilt. Im Gefängnis dachte ich auch wieder: Ja, jetzt ist dein Leben vorbei. Du sitzt hier ohne Hoffnung, hast keine Eltern, keine Schwester mehr und keinen, der dich überhaupt haben will. Am besten ist es, du nimmst nach deiner Entlassung so viel Rauschgift, dass du endlich kaputt bist. Und so fing ich schon im Ge­fängnis an, Drogen zu nehmen. Im ersten Moment war es immer ein sehr gutes Gefühl, aber danach hatte ich un­heimlich viel Angst und stellte fest: Das hilft dir auch nicht weiter.

Nachdem ich neun Monate gesessen hatte, kamen Menschen, die so taten, als wollten sie mir helfen. Ich dachte: Na ja, die wollen das mal versuchen, wollen gute Vorsätze wecken, und später wird die Sache dann doch zu Ende sein.

Aber diese Leute sagten, sie seien Christen. Jesus Chri­stus habe ihnen Leben gegeben, und ich brauchte auch die­sen Jesus Christus. Das war mir ganz neu. So etwas hatte ich noch nie ge­hört. Ich dachte: Das kann doch nicht möglich sein! Jesus gibt es nicht, sonst hätte er mir schon längst geholfen. Dann kamen diese Leute wieder und wieder, und als es für mich neun Monate später so weit war, gaben sie mir ein Zimmer mit Familienanschluss und auch eine Arbeit.

Nach meiner Entlassung begann ich tatsächlich mit einer Aus­bildung als Großhandelskaufmann. In dieser Zeit versuch­te ich wieder, meine Weltanschauung durchzusetzen: Es war die totale Sinnlosigkeit. Dabei machte ich meinem Chef so viele Schwierigkeiten wie nur möglich. Ich arbeite­te sehr langsam oder fast gar nicht. Der gute Mann verlor die Geduld mit mir, und am Ende hassten wir uns nur noch.

Ich ging notgedrungen in »unsere« Gemeinde, wo im­mer wieder von Jesus gesprochen wurde. Ich beobachtete die Leute und die Familie, in der ich lebte, und staunte einfach über ihre Geduld. Drei Monate lang hatte ich kaum ein Wort mit ihnen gesprochen und nur »ja« oder »nein« geantwortet, das war alles. Aber diese Leute haben mich nicht rausgeschmissen; sie haben mir nicht alles vor die Füße geworfen, sondern sie sagten: Jesus liebt dich!

So habe ich dann auch versucht, diesen Jesus kennen zu lernen. Das hatte ich vorher noch nie getan. Ich hatte auch noch nie in der Bibel gelesen. Aber ich wusste, dass ich dies einmal tun musste. So begann ich, Jesus zu suchen, und nahm ihn schließlich an, indem ich zu ihm betete. Und dann nahm er mich an. Er wurde mein persönlicher Herr und Heiland. Ich bekannte ihm meine Sünden und sagte ihm alles, was mich bedrückte.

Was ich mir nie vorstellen konnte, geschah: Jesus erneu­erte mein Leben! Eines Tages auf dem Weg zur Arbeit merkte ich, dass in mir eine Veränderung vorgegangen war. Ich erlebte einen Frieden in meinem Herzen, wie ich das vorher nicht gekannt hatte. Die bösen Gedanken waren auf einmal verschwunden. Ich begann nun, wirklich zu ar­beiten. Ich öffnete mich mehr und mehr den Menschen, was ich vorher nicht getan und wohl auch nicht gekonnt hatte. Ich schloss mit meinen Eltern wieder Frieden und auch mit meiner Schwester, sie auch mit mir, soweit ih­nen das möglich war.

Mit vielen un­bewältigten Problemen ging ich immer wieder zu Jesus, und er half, sie zu lösen. Vermutlich sah er meine Armut und Hilflosigkeit und dass ich ganz offensichtlich Hilfe brauchte. Nach drei Jahren schloss ich mit Erfolg meine Ausbildung ab. Nach kurzer Zeit lernte ich ein Mädchen kennen, das ich später heiratete.

Mit meiner Frau und unserer Tochter le­be ich nun im südlichen Teil Österreichs. Uns ist es wichtig von Jesus Christus zu erzählen, und von dem was er in unserem Leben getan hat. Dass wir für Gott in dieser Welt wirken können - für Gott, der trauriges, hilfloses Leben verändern will - das gibt unserem Leben einen Sinn und eine große Freude

Soweit das Lebenszeugnis von Uwe. Gibt es hoffnungslose Fälle bei Gott? Nein! Nie! Gott kann!

Montag, 13. August 2012

Wo der Geist Gottes weht …

Claude Hickman beschreibt, wie am 13. August 1727, während eines Abendmahlgottesdienstes, der Heilige Geist mächtig unter allen Anwesenden wirkte. Graf Nikolaus Ludwig von Zinsendorf leitete die anderen an ein Gebetstreffen zu beginnen. Alles begann mit einer tiefen Überzeugung für Weltevangelisation und das Gebetstreffen hielt an und vertiefte die Leidenschaft für Verlorene in der Nähe und in der Ferne. Dieses Gebetstreffen begann in der Nacht und wurde durch die Herrnhuter die ganze Nacht über fortgeführt – ohne Unterbrechung – für ÜBER 100 JAHRE! Ohne Zweifel war dies die Kraft der großen Herrnhuter Missionsbewegungen, die im 18. Jahrhundert folgten. Das Motto dieser Bewegung war einfach, biblisch und tief:

„Möge das Lamm, 
das geschlachtet wurde, 
den Lohn für Seine Leiden empfangen!“

Wenn die Schiffe der Herrnhuter Missionare im Missionsland ankamen, entluden die Missionare ihre wenigen Habseligkeiten – und verbrannten anschließend ihre Schiffe. Es war eine aktive Weigerung, zurückzublicken „… zu dem Land, aus dem sie ausgezogen waren …“ Aber, wie heißt esnach Hebräer 11:15-16:

„Jetzt aber trachten sie nach einem besseren, 
das ist nach einem himmlischen.“ 

Die Leidenschaft der Herrnhuter für Mission war groß, weil ihre Leidenschaft für Gott groß war. (Soweit Gedanken aus Hickmanns Artikel)

Wie fing alles an? Mit dem Wehen des Geistes Gottes in einem Treffen am 13. August 1727. Diese Berührung durch Gott führte ins inbrünstige Gebet, ins anhaltende Gebet. Gott veränderte Herzen und verlieh dem Glauben Hände und Füße. Das ist das Ergebnis, wenn der Geist Gottes weht.

Wo der Geist Gottes weht, werden Emotionen entfacht, denn Gott hat uns emotionell geschaffen. Das Zeichen von Gott geschenkten Emotionen, das Zeichen von Gott geschenktem Feuer ist, dass es bleibt. Wo Emotionen nicht länger halten als bis der letzte Akkord verklungen ist, wo Emotionen verbrennen wie ein Strohfeuer, da ist ein Fragezeichen angebracht. Wo der Geist Gottes weht, da werden Totengebeine zu neuem Leben erweckt, da wird uns ein neues Lied ins Herz gegeben, da erhält der Glaube Hände und Füße. Wo der Geist Gottes weht, da wird der glimmende Docht neu in die helle Flamme der Leidenschaft für Jesus geblasen. Wo der Geist Gottes weht, da ist der Eifer für Gottes Reich groß, weil der Eifer für Gott groß ist. Ach – für ein neues Wehen des Geistes Gottes!

Und wie fing alles an? So wie das Wehen des Geistes Gottes in Apostelgeschichte 2 begann! So wie das Wehen des Geistes Gottes in der Erweckungsgeschichte begann! Es begann mit schlichtem, anhaltendem Gebet!

Wo der Geist Gottes weht … da findet man Gebet!
Wo schriftgemäßes Gebet praktiziert wird – da findet man das Wehen des Geistes Gottes!

Sonntag, 12. August 2012

Es muss nicht immer alles schlecht sein, aber es kann gefährlich werden

Sonntagmorgen im Kindergottesdienst. Die Geschichte hat begonnen und als guter Lehrer möchte Thomas die Kinder mit einbeziehen. „Josia,“ wendet er sich an einen der Jungen, „warum glaubst Du an Gott?“ Wie selbstverständlich kommt die Antwort des Zehnjährigen: „Das ist bei uns Familientradition!“

Ist es schlecht, wenn eine Familie über Generationen an Gott glaubt? Kein Christ würde das verneinen. Ist es schlimm, wenn der Glaube „weitergereicht“ wird an Kinder und Enkel? Nein! Ist es verwerflich, wenn es Familientradition ist, vor dem Essen zu beten, sonntags zur Kirche zu gehen oder morgens gemeinsam die Herrnhuter Losungen zu lesen. Keineswegs!

Es muss nicht immer alles schlecht sein, was über Generationen hinweg festgehalten wird, was zur Gewohnheit oder gar zur Tradition wird. Die Bibel spricht ganz positiv über einige Gewohnheiten.

Gefährlich wirds, wenn in den kollektiven Gewohnheiten die persönliche Überzeugung verloren geht. Gefährlich wirds auch, wenn durchaus positive Traditionen zu einer Schale werden, die keinen Inhalt mehr umschließt. Dann wirds gefährlich.

Hier fangen viele an, den falschen Schluss zu ziehen. Man beginnt auf Gewohnheiten zu schimpfen, weil die Überzeugung fehlt und über Traditionen herablassend die Nase zu rümpfen, weil sie hohl und leer sind. Das Problem liegt anderswo!

Anstatt (durchaus positive) Gewohnheiten zu verurteilen, sollten wir an unseren Herzen arbeiten lassen. Nicht die Gewohnheiten snd das Problem, sondern die fehlenden Überzeugungen. Die müssen zurück kommen. Statt sich stolz über (durchaus akzeptable) Traditionen zu erheben in scheinbarer Freiheit zu schwelgen, sollten wir den verlorenen Inhalt wiederfinden. Das Ablehnen von Gewohnheiten und das Verachten von Traditionen ist keine Garantie, den „besseren Weg“ gewählt zu haben. Ein Leben ohne Gewohnheiten und Traditionen kann genauso arm an Überzeugungen und Inhalt sein wie toter Traditionalismus. Es kann sogar noch gefährlicher sein.

Das Plädoyer an dieser Stelle ist nicht unbedingt für oder gegen Gewohnheit und Tradition. Das Plädoyer ist für Überzeugung und Inhalt. Wenn Du Überzeugung und Inhalt lebendiger und ansteckender ausleben kannst ohne Gewohnheiten und Tradition, tue es ohne – und sonst tue es mit!

Ob aus Familientradition oder persönlicher Überzeugung: Wir laden Dich ein, heute mit uns Gottesdienst zu feiern! (Wenn Du dies zu spät liest, komm einfach nächste Woche).

Singen - Freuen - Hören
 Anschließend Mittagessen 
Außerdem:
Angebot zu Seelsorge 
persönlichem Gebet
Gemeinschaft 
Calvary Chapel Freier Grund
Am hohen Rain 20
57290 Neunkirchen-Zeppenfeld 
Beginn: 10:30 Uhr

Wir freuen uns auf Dich!