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Samstag, 7. September 2013

Helga Winkel

Gestern ging es um Leben über dem Mittelmaß. Wir haben Beispiele von Männern und Frauen der Bibel genannt, deren Intensität der Nachfolge über dem Durchschnitt der allgemeinen Christenheit lag.

Nicht nur die Menschen der Bibel und auch nicht nur Menschen, deren Namen Berühmtheit erlangten, lebten über dem Mittelmaß. Helga Winkel hat keinen großen Namen. Ich habe lange versucht, Informationen über diese (Aidlinger?) Schwester zu finden. Vergebens!

Helga Winkel kann mitreden, wenn es um die Schule Gottes geht.  Mit 30 Jahren erkrankte die Krankenschwester an einer unheilbaren Krankheit und reiht sich damit in die Gruppe derer ein, deren Leben von Leid, Unsicherheit und Schmerz geprägt wird. Aber sie hat ein Fundament, selbst in großer Not. Diesen Trost drückt sie aus in dem wunderbaren Lied: „Herr, weil mich festhält Deine starke Hand“. Das ist eine Erkenntnis, die vielen fehlt, die durch Nöte gehen. Viele verlieren jede Hoffnung und versinken in Trübsinn.  Andere wollen nicht aufgeben und kämpfen weiter.

Helga Winkler durchlief die Schule Gottes und lernte: Gottes Hand hält fest, trägt, stützt, streichelt trostvoll, wischt Tränen fort. Das hat diese relativ unbekannte Texterin erfahren. Das wünsche ich jedem, der in Gottes Schule ist.

Herr, weil mich festhält deine starke Hand

1. Herr, weil mich festhält deine starke Hand, vertrau ich still. Weil du voll Liebe, dich zu mir gewandt, vertrau ich still. Du machst mich stark, du gibst mir frohen Mut, ich preise dich, dein Wille, Herr, ist gut.


2. Herr, weil ich weiß, dass du mein Retter bist,  vertrau ich still.  Weil du für mich das Lamm geworden bist,  vertrau ich still. Weil ich durch dich dem Tod entrissen ward,  präg tief in mich, Herr, deine Lammesart.


3. Herr, weil du jetzt für mich beim Vater flehst,  vertrau ich still. Weil du zu meiner Rechten helfend stehst,  vertrau ich still.  Droht mir der Feind, so schau ich hin auf dich,  ein Bergungsort bist du, o Herr, für mich.


4. Ist auch die Zukunft meinem Blick verhüllt,  vertrau ich still.  Seitdem ich weiß, dass sich dein Plan erfüllt,  vertrau ich still.  Seh’ ich nicht mehr als nur den nächsten Schritt,  mir ist's genug! Mein Herr geht selber mit.


Text: Helga Winkel, 1957, Diakonissenmutterhaus Aidlingen
Melodie: Charles Henry Purday, 1860, 1799-1885

Freitag, 6. September 2013

Mittelmaß und Durchschnitt

In den letzten Tagen (oder sind es Wochen?) geht mir oft der Begriff „Durschschnittschristentum“ durch den Kopf. Hilfe!!! Blos das nicht! 

Vor Jahren las ich ein Buch mit dem übersetzten Titel: „Leben über dem Mittelmaß“ Auch darin wird der traurige Zustand der allgemeinen Christenheit aufgezeigt, aber der Leser wird auch ermutigt, sich nicht daran zu orientieren. Das Buch fordert auf, über dem niedrigen Mittelmaß zu leben. Das wiederum kommt nicht ohne Kosten. Der Pastor und Lehrer, A.W. Tozer (1897 - 1963) macht darauf aufmerksam, wenn er schreibt:

Wenn Gott sich daran macht, aus dir einen besonderen Christen zu machen, wird er wahrscheinlich nicht so sanft mit dir umgehen, wie es populäre Lehrer verkünden. Ein Bildhauer verwendet in der Regel kein Manikürset, um ein rohes, formloses Stück Marmor in ein schönes Bild zu verwandeln. Die Säge, der Hammer und der Meisel sind grobe Werkzeuge, aber ohne sie wird der raue Stein für immer formlos und unansehnlich bleiben. (A.W.Tozer, That Incredible Christian, 2011, S.148)

Beim Nachdenken kommen verschiedene Beispiele in den Sinn von Männern und Frauen der Bibel, die genau das erfuhren.
  • Über 40 Jahre war Mose in den formenden Händen Gottes, bevor Gott ihm die Führung Seines Volkes anvertrauen konnte.
  • Viele Jahre mussten Sara, Rahel, Hanna, Elizabeth unter Kinderlosigkeit leiden und es lernen, ganz Gott zu vertrauen und sich Ihm zu beugen. Dann waren sie bereit, und Gott erfüllte ihren Kinderwunsch. Sie alle sind Heldinnen des Glaubens.
  • Jahrelang war David auf der Flucht vor Saul und musste geformt und bearbeitet werden, bevor Gott ihm die Herrschaft in Israel anvertrauen konnte.
  • Auch die Apostel des Neuen Testaments waren in einer dreijährigen Ausbildung mit Jesus. Zwar hatten sie das Vorrecht, immer in Jesu Gegenwart zu leben, aber auch für Sie war es  keine Maniküre, sondern Arbeit mit Hammer und Meisel.
Durch die Kirchengeschichte hindurch bis hinein in unsere Zeit hat Gott sein herrliches Werk an Menschen getan, die sich nicht mit dem niedrigen Mittelmaß zufriedengeben wollten und die bereit waren, sich in die Werkstatt Gottes zu begeben. Sie vertrauen sich dem Meister an. Sie wissen, es wird eine Bildhauerarbeit, eine Arbeit mit Hammer und Meisel. Sie wissen aber auch, dass das Ergebnis über dem Durchschnitt der Massenware liegt. Einzigartig, herrlich, eine Reflektion des Meisters, eine Demonstration Seiner Herrlichkeit. Das Stillehalten und Vertrauen hat sich gelohnt. Mit Hiob, der durch eine ausgesprochen harte Schule Gottes gehen musste, können sie am Ende begeistert ausrufen:

Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört,
aber nun hat mein Auge dich gesehen. (Hiob 42:5)

Jesus mit „unseren Augen“ zu sehen, ist das Höchste. Das kommt nach dem Mittelmaß. Das liegt über dem Durchschnitt. Aber das erfahren wir nur dann, wenn wir uns den rauhen Werkzeugen der Säge, des Hammers und des Meisel bereitwillig aussetzen. Dieser Teil hört sich vielleicht nicht sonderlich attracktiv an, aber hier kommt die Erleichterung:
Säge, Hammer und Meisel sind nicht in der Hand irgendeines Menschen oder des Schicksals. Die Instrumente für die rauche, gewinnbringende Arbeit an unserem Leben werden geführt durch die heilende, sanfte und erfolgbringende Hand unseres Meistermodellierers, Jesus. Von sich selbst sagt Er in Matthäus 11:29:

„Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!“

Den Vers auf unser Thema angewandt:
Nehmt die Zeit auf Euch, an der ich mit Hammer und Meisel an euch arbeiten werde. Ich tue es mit Sanftmut und nicht von oben herab. Das Ergebnis wird sein, dass ihr findet, was eure Seele sucht.

Leben über dem Mittelmaß, Leben über dem Durchschnitt. Es kostet, aber die Folgen sind außerordentlich: Ihn „mit unseren Augen“ zu sehen – schon hier auf der Erde!

Donnerstag, 5. September 2013

Ein ewiges Reich!

Wie groß sind Seine Zeichen, und wie gewaltig Seine Wunder!
Sein Reich ist ein ewiges Reich,
und Seine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht!“
(Daniel 3:33)

Syrien und seine Hauptstad Damaskus ist momentan jeden Tag in den Schlagzeilen. Es gibt kaum eine Stadt mit einem Ruf wie Damaskus. So heißt es, dass Damaskus die älteste bewohnte Stadt der Welt sein kann. Als sich der christliche Glaube in den ersten Jahrhunderten ausbreitete, wurde dort die große Kathedrale des Täufers Johannes gebaut, in der seinerzeit dem Herrn Lob und Anbetung gebracht wurde. Seit vielen Jahrhunderten dient diese ehemalige Kathedrale – mittlerweile eine Moschee – als Syriens berühmtestes Monument.Von den Minaretten dieser Moschee hört man heute, wie der Muezzin die gläubigen Muslime zum Gebet ruft.

An der Seite dieser Moschee befindet sich ein Eingang, der in früheren Zeiten – als es noch eine christliche Kathedrale war – wohl ein Haupteingang gewesen sein kann. Über diesem Eingang, in den steinernen Torbogen hineingemeiselt, und von den Muslimen nicht einmal verdeckt, kann man immer noch diese herrlichen Worte lesen:

„Dein Königreich, oh Christus, ist ein ewiges Königreich,
und Deine Herrschaft bleibt bestehen in allen Generationen!“

Mehrmals wurde die Moschee zerstört – auch durch Feuer – aber nicht die Inschrift auf dem Torbogen:
Deine Herrschaft bleibt bestehen!

In Matthäus 11:12 sagt Jesus:
„Aber von den Tagen Johannes des Täufers an
bis jetzt leidet das Reich der Himmel Gewalt.“

Die theologischen Spitzfindigkeiten zwischen „Reich Gottes“ und „Reich der Himmel“ hier einmal außer acht lassend, erkennen wir eine grundlegende Aussage: Wo immer der Herr Seine Regierung aufrichten möchte, gibt es Widerstand.

Stimmt! Bis heute leidet das das Reich Gottes Gewalt. Sei das durch andere Religionen, sei es durch aggressiven Atheismus oder sei es durch die Verlockungen der Welt. Letztere bilden einen Widerstand besonders beim Bau und der Ausbreitung des Reiches Gottes innerhalb der Gemeinde und im Leben der Gotteskinder.

Die Inschrift der Kathedrale Johannes’ des Täufers – der heutigen Umayyad Moschee in Damaskus – bleibt Wahrheit:
„Dein Königreich, oh Christus, ist ein ewiges Reich,
und Deine Herrschaft bleibt bestehen in allen Generationen!“

Der Schreiber von Psalm 2 bringt ähnliches zum Ausdruck. Er schreibt:

Die Könige der Erde lehnen sich auf,
und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn
und gegen seinen Gesalbten.
Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie.
(Psalm 2:2+4)
Manchmal scheint es, dass in unserem Leben die Herrschaft Jesu zerbröckelt. Das Empfinden Seiner Liebe wird nebulös. Das Gespür für Seine Gegenwart verschwindet. Sein Wort erscheint trocken, Seine Hand zurückgezogen. Die Feuer der Anfechtung, der Zweifel und der Verzweiflung fressen sich ihren Weg zu unserem Herzen vor.

Halte fest an Gottes ewig gültigem, unfehlbarem und erfahrbarem Wort. GERADE dann, wenn Satan’s Feuer zu Deinem Urteilsvermögen vorgedrungen sind oder Deine „emotionale Schaltzentrale“ bedrohen, halte Dich fest an Ihm und Seinem Wort. Ja, Du darfst auch schon mal „blind“ vertrauen. Das muss ein Verunglückter auch, der mit Helikopter und Seilwinde gerettet werden muss. Vertrau Seinem Wort an Dich:

Sein Reich ist ein ewiges Reich,
und Seine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht!“
(Daniel 3:33)
  
„Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen!“
(aus Hebräer 13:5)

Das gilt Dir! Heute!

Mittwoch, 4. September 2013

Nachfolge Jesu und sozialer Auftrag (3 von3)

Vorgestern haben wir gesehen, dass Jesu erstes und höchstes Ausbildungsziel für Seine Jünger war, dass sie es lernten, Menschen für Jesus zu fischen. Wir haben gesagt, dass es für Christen das höchste Ziel ist, Menschen eine bessere Ewigkeitspersepktive zu vermitteln.

Gestern ging es darum, dass wir uns als Jesusjünger durchaus auch für Gerechtigkeit und Fairness in der Welt einsetzen. Allerdings immer in Verbindung mit unserem Primärziel: die Frohe Botschaft zu verkündigen. Innerhalb der Gemeinde Jesu soll Gottes Gerechtigkeit ausgelebt werden und dadurch zu Jesus einladen. Gottes Gerechtigkeit in einer Welt zu etablieren, die Ihn und Seine Gerechtigkeit ablehnt, bedeutet, einen verlorenen Kampf zu kämpfen. Wir sollen an unserem Platz in der Welt durch das Ausleben der Gerechtigkeit Gottes Würzkraft und Licht sein. Die Welt soll uns sehen und zum Licht in unserer Mitte – Jesus – angezogen werden.

Gerne wird in diesem Zusammenhang Jakobus zitiert:
Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen? (Jakobus 2:15+16)
Anschließend wird argumentiert, dass Jakobus wiederholt davon redet, dass wir gegenüber der Not nicht untätig bleiben dürfen, sondern aufgerufen sind, aktiv zu werden. Richtig! Wir wollen aber auch hier einiges beachten. Zum einen handelt es sich um Glaubensgeschwister. Wir haben bereits gesagt: Die Gemeinde soll und muss Gottes Gerechtigkeitsmodell ausleben, um durch Wort und Tat zu Jesus einzuladen. Die Tatsache, dass es Glaubensgeschwister sind, denen gegenüber Gerechtigkeit getan werden soll, setzt voraus, dass sie zuvor das Evangelium gehört und angenommen haben. Das war auch Jesu Reihenfolge.

Manchmal hört man den Spruch: Ein hungriger Bauch kann das Evangelium nicht verstehen. Eine andere Beobachtung ist mindestens gleichwertig: Ein voller Bauch versteht das Evangelium noch weniger. Genau das warf Gott Seinem Volk vor. Ihre Zufriedenheit hatte ihre Ohren verstopft. Die Geschichte mit unzähligen Beispielen zeigt, dass Not Beten lehrt. Lindern Christen primär die Not ohne das Evangelium zu verkündigen und auf Jesus hinzuweisen, haben sie ihren Auftrag verfehlt.

Interessant in diesem Zusammenhang sind Berichte aus den Erweckungsbewegungen, den Evangelisationsveranstaltungen von Billy Graham und Evangelisationstreffen in der Dritten Welt bis heute. In diesen Treffen ging es zunächst ausschließlich darum, Menschen für Jesus zu gewinnen. Wurde dieses Ziel erreicht, wurde automatisch Not gelindert. Familien wurden heil, Kranke wurden gesund, Ausgestoßene wurden integriert, Armen wurde geholfen. Aus manchen Berichten wird bekannt, dass Alkoholmissbrauch und Kriminalität so drastisch zurückgingen, dass Polizei und Gerichte kaum mehr Arbeit hatten und Kneipen schließen mussten. Grundlage war nicht sozialer Einsatz von Christen sondern die sozialisierende, Gerechtigkeit-wirkende Kraft Jesu. Menschen wurden durch die Verkündigung der Frohen Botschaft erneuert und lebten ein Leben verändert durch Ihn.

Eine Geschichte berichtet, wie eine Regierung in Südamerika die Menschen aus den Slums holte und ihnen ein neues, faires Leben ermöglichen wollte. Man baute Siedlungen und siedelte die Slumbewohner um in der Erwartung, nun würde alles anders. Nach nur wenigen Monaten waren die neuen Siedlungen zu neuen Slums verkommen. Anstatt zunächst die „Slums“ aus den Herzen der Menschen herauszuholen, hatte man die Menschen nur aus den Slums herausgeholt, sie aber innerlich unverändert gelassen.

Ein gegenteiliges Projekt ist mir von den Philippinen bekannt. (Info in Englisch: HIER) Missionare haben vor Jahren ein Projekt gestartet, das mittlerweile internationalen Charakter hat. Das Projekt – eine Teeplantage – hat zum Ziel, Menschen, die durch die Missionsarbeit zum Glauben kommen, eine Einkommensmöglichkeit zu bieten. Gerechte Löhne werden gezahlt, es wird nach biblischen Prinzipien gearbeitet und der Gewinn fließt wiederum in die Missionsarbeit. Oberstes Ziel dieser Arbeit ist, dass Menschen Jesus kennenlernen.

„Alles, was ihr tut, (mit Worten oder mit Werken ) das tut von Herzen
als dem Herrn und nicht den Menschen.“ (Kolosser 3:23)

Dienstag, 3. September 2013

Nachfolge Jesu und sozialer Auftrag? (2 von 3)

Durch eine ganze Anzahl von Bibelversen wurde gestern deutlich, dass Jesu großer, alles durchdringender Auftrag an Seine Jünger darin besteht, die Frohe Botschaft zu verkündigen und Menschen zu Jüngern Jesu zu machen.

Die Geschichte der Urgemeinde und die sich entwickelnde Kirchengeschichte haben gezeigt, dass Christen ihren Auftrag durch die Jahrhunderte hindurch sehr ernst genommen haben. Das Erste und Wichtigste, das Jesusjünger tun, nachdem sie die Kraft des Geistes Gottes erfuhren: sie loben Gott und verkündigen die Frohe Botschaft. Dadurch kommen Tausende zum Glauben. Tausende, die vorher noch aktiv gegen Jesus waren, machen jetzt eine Kehrtwende.

Soziales Handeln kommt hinzu, wo Gott es den Jüngern oder Seiner Gemeinde „vor die Füße“ legt. In Apostelgeschichte 3 kümmern sich Petrus und Johannes um einen Kranken und heilen ihn im Namen Jesu. Dieses Muster zieht sich durch die Apostelgeschichte hindurch. Soziales Handeln der Jünger und der jungen Gemeinde war nicht unabhängig von der Verkündigung des Evangeliums. Eintreten für Gerechtigkeit und die Hilfe an Notleidenden waren die linke Hand, die die rechte Hand der Evangeliumsverkündigung unterstützte. Sozialer Einsatz war das Ausrufungszeichen hinter der Predigt, die zur Umkehr zu Jesus rief.

Das erste große und deutliche Beispiel für christlich-soziales Handeln und Einsatz für Gerechtigkeit geschieht nicht etwa durch die Gemeinde außerhalb der Gemeinde in der Gesellschaft. Nein, es geschieht innerhalb der Gemeinde. Davon berichtet uns Apostelgeschichte 6.  Griechische Witwen waren bei der Witwenversorgung vernachlässigt worden. Die Gemeinde reagiert und setzt Diakone ein, die sich um eine gerechte Versorgung der Witwen kümmern sollen. Wir lesen nicht, dass die Gemeinde versuchte, eine von Gott definierte Gerechtigkeit außerhalb der Gemeinde in der Welt zu installieren. Eine von Gott definierte Gerechtigkeit ist nur in einer Gemeinschaft möglich, die die Definitionen und Maßstäbe Gottes akzeptiert – die Gemeinde Jesu. Nicht umsonst sind Christen durch Galater 6:10 aufgefordert:
„So lasset uns Gutes tun an jedermann, aller meist aber an des Glaubens Genossen.“

Innerhalb der Gemeinde Jesu geben Christen ein einladendes Beispiel für ein Zusammenleben in Gerechtigkeit. Trotzdem haben Christen zu allen Zeiten die Initiative ergriffen und sich auch außerhalb der eigenen Reihen für soziales Handeln und Gerechtigkeit eingesetzt, oft wesentlich mehr und effektiver als ihre nichtchristlichen Nachbarn es taten. Viele Organisationen, wie z.B. das Internationale Rote Kreuz haben auf biblisch-christlicher Basis begonnen. Leider – und das ist immer die große Gefahr – ging schließlich der Auftrag „Jünger zu machen“ in dem sozialen Eifer unter. Das soziale blieb (glücklicherweise) erhalten – die Verkündigung der Botschaft ging (tragischerweise) verloren.

Heute wird in fast allen Konfessionen und christlichen Kreisen erneut der Ruf laut nach sozialen Aktionen, Einsatz für Gerechtigkeit und mitunter politischem Handeln. Das soll an dieser Stelle auch nicht hinterfragt werden. Allerdings dürfen Christen nicht die Reihenfolge einer nichtchristlichen Gesellschaft übernehmen, sondern müssen sich konsequent und ohne „wenn und aber“ an Gottes Reihenfolge halten. Wenn unser Einsatz für Gerechtigkeit in der Welt, für Fairness und soziale Gleichberechtigung unsere Prioritäten sind, dann haben wir uns vom Wort Gottes verabschiedet und die Reihenfolge Gottes verlassen. Gottes Priorität ist und bleibt die Errettung unsterblicher Seelen zu seiner Ehre. Das steht über der zeitlich begrenzten fairen Behandlung oder dem gerechten Miteinander der Menschen auf der Erde, so wünschenswert und erstrebenswert ein gerechtes Miteinander auch ist.
Machen wir uns nichts vor! Für das „Gewinnen von Seelen“ für die Ewigkeit gibt es keinen Applaus von der Welt. Im Gegenteil: dafür ernten wir Spott, Hass und Vorwürfe. Mittlerweile ist die Gemeinde Jesu in vielen Teilen der Welt so konform geworden, dass nicht mehr Gottes Wort die Tagesordnung vorgibt, sondern die Forderungen der Welt: Ja, wir dürfen und sollen uns um die Armen kümmern – aber ohne von Jesus zu reden. Ja, wir dürfen und sollen den Kranken helfen, aber ohne als Christen erkennbar zu sein.  Ja, wir dürfen und sollen uns einsetzen für fairen Handel und gegen Ausbeutung – aber ohne das Evangelium von Jesus in den Mittelpunkt zu stellen. Ja, wir dürfen und sollen all das tun – aber wir sollen es nach dem Arbeitsmuster tun, das uns Menschen vorgeben, die Jesus weder folgen noch Ihn kennen.

Ich möchte uns alle ermutigen, für Jesus zu leben. Konsequent, aufopfernd und barmherzig. Ich möchte uns auffordern, Seinem Beispiel zu folgen. Jesus war für Hoffnung, für (göttliche) Gerechtigkeit, für Fairness und gegen die Unterdrückung der Menschen. Aber Jesus hat Seinen Dienst IMMER einzementiert in die Frohe Botschaft vom Heil. Jesus war kein Sozialreformer. Er war ein Lehrer, der lebte, was Er lehrte. Er war kein Weltverbesserer und wollte nie einer sein. Jesus ist ein Lebenserneuerer, und wo Er Leben erneuert, da fällt ein Stein ins Wasser und zieht Kreise. – Mehr davon morgen im dritten und letzten Teil dieser Miniserie.

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder erlöse?“
(Matthäus 16:26)

Montag, 2. September 2013

Nachfolge Jesu und sozialer Auftrag? (1 von 3)

Kürzlich fielen mir einige Artikel in die Hände, die ich mir aufgehoben hatte. Es ging letztendlich um die Frage: Was ist unser christlicher Auftrag? Ist es Weltverbesserung, Weltveränderung, Weltmission, Gesellschaftstransformation, Linderung sozialer Ungerechtigkeit, Verkündigung? Was ist eigentlich Jesu Auftrag, den Er uns hinterlassen hat?

Eine verbindliche Antwort muss die Bibel als Quelle haben, wenn es uns darum geht, Jesu Perspektive zu erhalten.  Danach fragen wir ja. Es ist hilfreich, sich an Jesu letzte Worte zu erinnern, die Er seinen Jüngern hinterlassen hat. Wir finden diese Worte in den Evangelien in: 

„Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht2 im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“  (Matthäus 28:18-20) 

Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“ (Markus 16:15-18) 

Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen hiervon!“ (Lukas 24:45-48)

Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Johannes 20:21)

Dazu kommen Jesu Abschiedsworte, wie sie Lukas in Apostelgeschichte 1:8 überliefert:
„ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“

Ausnahmslos wird in allen letzten Dienstanweisungen Jesu eines hervorgehoben: Die Verkündigung der Frohen Botschaft. Aber nicht nur die letzten Worte Jesu vor Seiner Himmelfahrt – auch die ersten Worte Jesu, als er Seinen Dienst begann, setzen diesen Schwerpunkt. Im Markusevangelium beginnt Jesus Seinen Auftrag mit der Verkündigung und dem Ruf zum Glauben. Dann beruft er die ersten Jünger und erklärt ihnen, dass Er sie zu Menschenfischern ausbilden will. Dasselbe hat Jesus immer durch Lehre und Beispiel getan. Jünger Jesu sollen Menschen zu Jesus führen.

Was ist also unser Auftrag? Unser erster, größter, ultimativer, alles durchdringender Auftrag ist die Verkündigung der Frohen Botschaft von Jesus Christus. Dieser Auftrag muss uns vor Augen stehen, muss der Titel unseres Lebensbuches sein. Das „wie“ wird später noch definiert. Das „was“ muss unmissverständlich klar sein: Jesus verherrlichen, indem wir Sein Reich bauen und Menschen für Ihn gewinnen  Bei allen christlichen Diensten, seien es Verkündigungsdienste, soziale Dienste, alle möglichen Schattierungen von Missionsdiensten – unser Ziel muss sein: Menschen die Frohe Botschaft von Jesus zu bringen und sie zu hingegebenen Nachfolgern Jesu zu machen.

„Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.“
„Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker!“

Morgen: Die Frage nach sozialem Einsatz

Sonntag, 1. September 2013

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

MARKUS 1:35-45

35 Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort.
36 Und es folgten ihm Simon und die, welche bei ihm waren;
37 und als sie ihn gefunden hatten, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich!  
38 Und er spricht zu ihnen: Laßt uns in die umliegenden Orte gehen, damit ich auch dort verkündige; denn dazu bin ich gekommen!
39 Und er verkündigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.
40 Und es kam ein Aussätziger zu ihm, bat ihn, fiel vor ihm auf die Knie und sprach zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen!
41 Da erbarmte sich Jesus über ihn, streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: Ich will; sei gereinigt!
42 Und während er redete, wich der Aussatz sogleich von ihm, und er wurde rein.
43 Und er ermahnte ihn ernstlich und schickte ihn sogleich fort
44 und sprach zu ihm: Hab acht, sage niemand etwas; sondern geh hin, zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis!
45 Er aber ging und fing an, es vielfach zu verkündigen und breitete die Sache überall aus, so daß Jesus nicht mehr öffentlich in eine Stadt hineingehen konnte, sondern er war draußen an einsamen Orten; und sie kamen von allen Seiten zu ihm.  
 
Herzliche Einladung zum
 GOTTESDIENST
im Bitzegarten!

Lieder - Gebet - Gottes Wort
Gemeinschaft
 
Wir laden alle herzlich ein!
Beginn: 10:30 Uhr
Anschließend gemeinsames Mittagessen @ CCFG
  
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

Sonntagszitat: 

„Diese Arbeit soll getan werden und sie kann getan werden, 
aber nur dadurch, dass Gott selbst in Männern und Frauen wirkt, 
die Ihn über alles lieben, Ihm ganz hingegeben sind, 
Ihm völlig vertrauen, begeistert und froh die Risiken auf sich nehmen,
 sich nicht aufhalten lassen 
und allen Unmöglichkeiten zum Trotz leben und sterben, 
um Ihn als König zu ehren.“ 
(C.T.Studd, 1860-1931)