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Samstag, 30. August 2014

"... wie die Kinder!

Der Herr hat sich nie auf  eine Hierarchie im Reich Gottes konzentriert. Er hat Menschen aufgefordert, das Reich Gottes zu suchen. Er hat sie aufgefordert, Buße zu tun und hineinzukommen. Er hat das Reich Gottes als herrlich und überaus attraktiv beschrieben – so attraktiv, dass es sich lohnt, alles andere dafür dran zu geben. Aber Er hat nie eine Hierarchie für die Teilnehmer an Gottes Reich erstellt. Das war nicht wichtig, zumindest nicht für Jesus. Es war allerdings wichtig für Seine Jünger. Sie wollten „Wer“ sein, im Reich ihres Herrn.

Ich habe mich gefragt, was es wohl war, mit dem sie ihre Wunschposition im Reich Gottes begründeten. Warfen Petrus, Johannes und Jakobus ihre besondere Nähe zu Jesus in die Wagschale? Brüstete sich Andreas mit seiner Verwandtschaft  zu Petrus? Prahlte irgendjemand damit, besondere Wunder getan zu haben im Namen Jesu, während man den Missionsauftrag erfüllte, den Jesus ihnen einmal gegeben hatte? Irgendwie muss die Debatte ja verlaufen sein. Aber was ihnen auch immer als ein gewichtiges Argument erschien, löste sich in Luft auf, als Jesus Seine Kriterien aufzählte:

Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder,
so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!  
(Matthäus 18:3)

Umkehr und kindlicher Glaube! Nicht große, offensichtliche, leuchtende, allen bekannte Kriterien sind wichtig, sondern solche, die schnell und leicht übersehen werden.

Wir wissen bereits, dass Kinder nicht gerade hoch auf der Liste bevorzugter Zuhörer bei den Jüngern standen. Selbst in vielen unserer heutigen Kulturen sind Kinder „kleine Nichtse“ und werden ignoriert oder gar verachtet. Aber etwas, das vielfach den Charakter eines Kindes ausmacht, Demut, ist unabdingbar für den Einzug ins Reich Gottes – und zwar nicht zur Bestimmung der Hierarchie, sondern um überhaupt erst mal hineinzukommen. Wie furchtbar verkehrt die Blickrichtung der Jünger!

Wir tun gut daran, in dieses Wochenende, in den neuen Monat zu gehen, ohne unseren Blick auf uns zu richten. Worauf sollten wir da blicken? Nach welcher Position wollen wir streben?

Statt dessen wollen wir uns Jesus als Beispiel nehmen, auf Ihn unsere Augen richten und in Seine Fußstapfen treten. Hier ist die Richtung, die Er angibt:

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
(Matthäus 11:29) (W)

Freitag, 29. August 2014

Gottes Frau

Es lohnt sich, auf längeren Autofahrten Predigten anzuhören. Es sind ergiebige Zeiten der Inspiration und des Lernens. Gestern ging es um Epheser 5:1:

Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder

Folgende Begebenheit soll sich laut einem Augenzeugenbericht in New York abgespielt haben, offensichtlich in einer lang vergangenen Zeit:

Es war Dezember und es war kalt. Barfüßig und zitternd steht ein kleiner Junge vor dem großen Schaufenster eines New Yorker Schuhgeschäftes. Eine Frau kommt vorbei, sieht den Achtjährigen verwundert an und meint dann: „Junge, Du bist aber in ganz tiefen Gedanken, so wie Du in dieses Schaufenster hineinstarrst!“

“Ich habe Gott gerade gebeten, mir ein paar Schuhe zu geben,“ kommt die Antwort. Ohne ein weiteres Wort nimmt ihn die Frau an der Hand, geht mit ihm in den Laden und schnurstracks auf einen Verkäufer zu. Als erstes bestellt sie 6 Paar Strümpfe für den Jungen. Als nächstes fragt sie, ob sie eine Schüssel mit warmem Wasser und ein Handtuch bekommen kann. Schnell wird es ihr gebracht.

Gemeinsam mit dem sprachlosen Jungen geht die Frau in den hinteren Teil des Ladens, zieht ihre Handschuhe aus, kniet sich vor ihn, wäscht seine Füße und trocknet sie mit dem Handtuch ab. Gerade als sie damit fertig wird, kommt der Verkäufer mit den Socken. Ein Paar zieht sie ihm sofort an, bevor sie ihm ein Paar Schuhe kauft.

Nachdem sie ihm die restlichen Paar Socken zu einem Bündel zusammengeschnürt und ihm gegeben hat, streicht sie ihm über den Kopf mit den Worten: „Sicher wird es Dir jetzt besser gehen.“ Sie wendet sich um, um zu gehen, als das Kind ihre Hand ergreift. Mit Tränen in den Augen schaut es  völlig überrascht zu ihr hoch und fragt ernsthaft: „Bist Du Gottes Frau?“

Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder (Epheser 5:1)

Das sind die Worte, die Paulus den Ephesern und uns mit auf den Weg gibt. Das Wort „nachahmen“ kann auch „Mimik“ bedeuten. Wir sollen Gott mimiken, nachahmen, handeln, schauen, berühren, reden, lieben - so, wie Jesus es uns vorgemacht hat. Die Begebenheit oben zeigt, wie so etwas aussehen kann – vielleicht aussehen muss. Wir sollen unser Leben so gestalten, dass Gott gesehen wird. Das wird Erstaunen, Überraschung und Sprachlosigkeit hervorrufen; es wird viel Gutes bewirken, es ist der Weg, den Gott für uns hat und der Ihn ganz froh macht. Und würde es uns nicht auch froh machen, wenn jemand aufgrund unseres Lebens ganz ernsthaft zu uns sagen würde: „Bist Du ein Freund Gottes?" (W)

Donnerstag, 28. August 2014

Notlügen

Hier eine weitere Statistik von der Predigten CD, die ich mir momentan auf längeren Fahrten anhöre: 90% der Amerikaner geben zu, dass sie bewusst lügen. 36% sind bereit zu lügen, auch wenn es andere schmerzt. Ich denke, die Prozentzahlen für Deutschland liegen in der unmittelbaren Nachbarschaft. Wie sieht das eigentlich aus mit Lügen? Was sagt Gottes Wort?

Ist es in Ordnung, wenn wir Jesusjünger es nicht genau nehmen mit der Wahrheit? Muss man da wirklich so streng sein?

Gottes Wort sagt: (2 Mose 20:16; Matthäus 5:37; Offenbarung 21:27)
Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.
Und es wird niemals jemand in sie (die Stadt Gottes) hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Gräuel und Lüge verübt, sondern nur die, welche geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes.

Jesus sagt über sich selbst: (Johannes 14:6; 1 Johannes 5:6; Johannes 1:17)
Ich bin der Weg, die (personifizierte) Wahrheit und das Leben!
Der Geist (Gottes) ist die Wahrheit.
Über Jesus heißt es: Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

Paulus, der Apostel, sagt: (Römer 9:1; Epheser 4:25; 1 Timotheus 2:7)
Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht
Darum legt die Lüge ab und »redet die Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten«, denn wir sind untereinander Glieder.
Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht —, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.

Es scheint, als ob Gott es sehr genau nimmt mit der Wahrheit. Wie aber steht es mit Notlügen? Was sagt Gottes Wort dazu? Sind die wenigstens erlaubt?

Nun, Gottes Wort sagt überhaupt nichts über Notlügen. Gottes Wort kennt keine Notlügen! Gottes Wort kennt die Lüge und kennt die Wahrheit. Dazwischen gibt es nichts. Allerdings scheint Gott gewusst zu haben, wie pervertiert das menschliche Denken sich entwickeln würde und hat einige Verse in Sein Wort eingeschleust, um alle möglichen Zweifel auszuräumen.

1 Korinther 5:6; 1 Johannes 2:21 
Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?
Ich habe euch nicht geschrieben, weil ihr die Wahrheit nicht kennt, 
sondern weil ihr sie kennt und wisst, dass keine Lüge aus der Wahrheit ist.

Lassen diese Verse ein Hintertürchen zu Notlügen offen? Entscheide selbst. Es stellt sich auch die Frage: Wenn unsere menschlichen Gerichte die reine Wahrheit verlangen, warum würde Gott (Not-) Lügen genehmigen? Ist die Gerechtigkeit der Welt reiner als Gottes Gerechtigkeit?

Schwimm gegen den Strom! Sei ein Jünger der Wahrheit, ein Jünger Jesu. Lass Dein Ja ein JA und Dein Nein ein Nein sein. Lass die Welt wissen, dass Du meinst, was Du sagst. Du kannst nicht Gottes Freund und ein Freund der Sünde sein, auch nicht der Notsünde.

Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war! 
 (Philipper 2:5) (W)

Mittwoch, 27. August 2014

Vogelfänger

Von August Gottlieb Meissner aus dem 18. Jahrhundert stammt die Geschichte über den Lockvogel. 

Ein Vogelsteller hatte seinen Herd bereitet und sein Fangnetz ausgelegt. Dazu hatte er einen Lockvogel gesetzt, der vortrefflich singen konnte.

Die Vögel in der Nachbarschaft hörten den herrlichen Gesang des Lockvogels, flogen herbei und sahen das im Netz leuchtende Futter. "Was für ein Überfluß an Speisen hier liegt“, sagten die Vögel zueinander. „Und wie freundlich uns unser Geselle, dem selbst so wohl ist, uns dazu einlädt! Diese gute Gelegenheit wollen wir sicher nutzen"; und damit stürzten sie sich auf das reichlich ausgestreute Futter.

Kaum hatten sie aber zu fressen begonnen, fiel das Garn, und sie verloren Freiheit und Leben.

Nur ein Vogel hatte sich abseits gehalten. Ihm rief jetzt der Lockvogel zu: "Wer hat dich allein so klug gemacht, daß du nicht näher gekommen bist?" "Nun, eine einfache Lehre meines Vaters“, antwortete der Angesprochene. „Sohn, sagte er oft zu mir, wenn man dir etwas Verlockendes zeigt, gar so schön anzusehen und gar so leicht zu erlangen, so hüte dich; denn allzu oft liegt Betrug im Hinterhalt.“

Auch die Bibel spricht von Vogelfängern. Gott klagt durch den Propheten in Jeremia 5:26:

Denn unter meinem Volk finden sich Gottlose;
sie liegen auf der Lauer, ducken sich wie Vogelsteller;
sie stellen Fallen, um Menschen zu fangen.“

Vogelsteller sind demnach in diesem Fall Gottlose (selbst innerhalb des Volkes Gottes), die nur ein Ziel haben: Menschen in die Gefangenschaft zu führen. Das mag eine Gefangenschaft in unbiblischen Sonderlehren sein oder eine Gefangenschaft unter einer Lehre, die nicht falsch ist, aber überbetont wird. Vielleicht ist es auch eine Gefangenschaft unter verschiedenen Gesetzen, die Gott so, wie sie von den Vogelstellern gelehrt werden, gar nicht offenbart hat. Es gibt sogar Menschen, die in unbiblischen „Freiheiten“ gefangen sind, d.h., die sich außerbiblische Freiheiten herausnehmen, die Gott nie für sie bestimmt hat.

Vogelsteller – innerhalb und außerhalb der Gemeinde Jesu – wollen in Gefangenschaft führen. Gott hat nie – NIE – diese Gefangenschaft für Seine Kinder vorgesehen. Darum ruft Er uns in Sprüche 6:5 zu:

Rette dich aus seiner Hand wie eine Gazelle und
wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers!

Oh!? Bei wem liegt denn da die Verantwortung zur Rettung? Man könnte meinen, bei uns selbst. Aber das stimmt nicht ganz! Bei uns liegt eine TEIL-Verantwortung. Wir retten uns aus der Hand des Vogelstellers, indem wir uns ZU JESUS retten. Er, unser Retter, nimmt uns dann unter Seine Fittiche, wie eine Henne ihre Küken. Der Psalmist erklärt in Psalm 91:3:

Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers
und vor der verderblichen Pest.

Satan, die Welt und unser Fleisch (unsere gelernte Unabhängigkeit von Gott) präsentieren uns täglich herrliches „Futter“, verlockendes Material, dass unser Leben leichter, schöner, erfüllter, satter und bunter macht. Aber in alle diesen Angeboten gibt es viel Kleingedrucktes. Und dabei geht es immer um Gefangenschaft. Wie heißt es in der Fabel:

„Wenn man dir etwas Verlockendes zeigt, gar so schön anzusehen und gar so leicht zu erlangen, so hüte dich; denn allzu oft liegt Betrug im Hinterhalt.“

Laufe heute zu Jesus! Lebe heute im Licht Jesu. Rette Dich heute zu Jesus. Bei Ihm ist Freiheit, wahre Sättigung und erfülltes Leben!

Dienstag, 26. August 2014

Gottes Pläne ändern

Viele Bibelverse kann man mit theologischem Scharfsinn lesen und interpretieren. Manche Bibelverse sind eigentlich recht klar und regen zum Nachdenken an. Aber es gibt Menschen, die aus jedem nachdenkenswerten Bibelvers ein Problemchen machen. Dann denken sie über ihr Problemchen nach und machen es zu einem Problem. Um das Problem zu lösen, wird tief in der theologischen Wortschaftzkiste gekramt und eine Erklärung fabriziert, bei der man anschließend gar nichts mehr weiß. So ergeht es manchen mit den Versen aus Jeremia 36:1-3:

Im 4. Regierungsjahr König Jojakims, des Sohnes Josias, sprach der Herr zu Jeremia: "Nimm eine Buchrolle und schreib alle Botschaften auf, die ich dir seit der Regierungszeit Josias für Israel, Juda und die anderen Völker gegeben habe! Vielleicht wird das Haus Juda auf all das Unheil hören, das ich ihnen zu tun gedenke, dass sie umkehren, jeder von seinem bösen Weg, und ich ihre Schuld und ihre Sünde vergebe.

Offensichtlich hatte Gott Pläne, nach denen Er mit Israel verfahren wollte. Israel war auf einem bestimmten Weg, und Gott hatte Pläne, mit ihnen dementsprechend umzugehen. Gleichzeitig lässt der Herr eine Türe offen, dass Seine Pläne sich ändern. Die Pläne beziehen in diesem Fall (Jer. 36) ein, dass Jeremia Gott gehorcht, dass Gottes Wort aufschreibt, verkündigt und es die Menschen hören lässt. Das kann zur Folge haben, dass sich die Umstände ändern und Gottes Pläne sich ändern.

In seinem ausgezeichneten Buch: „Gott versetzt Berge – wenn wir Ihn bitten“ geht der Gründer von Open Doors, Bruder Andrew, ganz schlicht und einfach mit der Aussage in Vers 3 um: Gott plant, Unheil anzurichten, wenn Menschen nicht umkehren, aber Er ist bereit, Seine Pläne zu ändern, wenn der Mensch sich ändert.

In 2 Mose plant Gott, das Volk Israel fast vollständig auszulöschen und mit Mose ganz neu anzufangen. Mose aber tritt für das Volk ein und Gott ändert seinen Plan. 
Als Abraham und Gott auf dem Weg nach Sodom und Gomorrah sind, läßt Gott Abraham Seine Pläne wissen: Sodom und Gomorrah zu verderben. Aber Abraham ändert Gottes Pläne. Sechs mal geht Gott auf Abrahams Bitten ein und sagt praktisch: „Na gut, Abraham. Ich ändere meine Pläne. Ich werden nicht verderben, wenn diese oder jene Anzahl von Gerechten in den Städten gefunden werden.“ Ich frage mich, wie die Geschichte ausgegangen wäre, hätte Abraham weiter gebetet.

All das soll uns ermutigen, im Gebet dranzubleiben. Es ist kein „Glaube“, wenn Menschen sagen: „Es geschieht ja eh Gottes Wille. Wir brauchen nicht zu beten.“ Nicht zu beten aus was für einem Grund auch immer ist Unglaube, selbst wenn wir das unschöne Wort „Unglaube“ durch Begriffe ersetzen, die in unserer Christenheit gesellschaftsfähiger sind.

Gebet kann Gottes Pläne ändern. Wir können das so aus den Bibeltexten entnehmen, uns ermutigen lassen zu beten und Großes von unserem Gott erwarten. Dann dürfen wir erstaunt feststellen, dass Beten wirklich hilft – vielmehr, dass Gott wirklich hilft. Oder wir können theologisieren und erklären, dass die klaren Aussagen der Bibel in Wirklichkeit etwas ganz anderes bedeuten und dass Gebet immer nur ein Mysterium bleibt, weil Gott ja eh tut, was Er will.

Ich möchte den einfachen, wirksamen Glauben bewahren und mit Zuversicht zu Jesus kommen, im kindlichen Vertrauen von Ihm erbitten und gemäß der biblischen Verheißung von Ihm empfangen.

Montag, 25. August 2014

Einer der grössten Fehler ...

Ich bin ein Freund von OM, Operation Mobilisation, und habe Freunde bei OM. Den Gründer von OM, George Verwer, kenne ich durch Bücher und Vorträge seit meiner Jugend. Kürzlich habe ich ein Buch von ihm fertig gelesen mit dem Titel: „Gnade gewinnt“*. Es besteht aus lauter kurzen Andachten, Denkanstößen und Notizen. In Kapitel 20 meint George Verwer einen der größten Fehler bibeltreuer Gemeinden gefunden zu haben. Seine Worte machen mich nachdenklich, denn ich begegne immer wieder unzufriedenen Menschen aus bibeltreuen Gemeinden verschiedener Denominationen. Verwer schreibt: (Seite 125)

„Die Vernachlässigung von und Mangel an Gebetstreffen ist meiner Meinung nach einer der größten Fehler in unseren bibeltreuen Gemeinden. Eine solche Irreführung durch Satan stellt eine viel größere Bedrohung dar als liberale Theologie oder Sekten. Tatsächlich würde ein sorgfältiges Studium von 2 Korinther 10:4-7 uns zeigen, dass das Gebet eines der wichtigsten Mittel ist, um den Angriffen des Feindes zu widerstehen. Wir scheinen blind für den geistlichen Krieg zu sein, in dem wir uns befinden. Offenbar meinen wir, alles ist in Ordnung, solange wir eine gut gefüllte Sonntagschule und gut besuchte Gottesdienste haben. Könnte es sein, dass, wenn der Heilige Geist uns verließe, wir es kaum bemerken würden? Würde alles wie gewohnt weiterlaufen? (...) Gebetstreffen und unser persönliches Gebetsleben müssen von fundamentaler Bedeutung sein, wenn in unserem Gemeindeleben etwas Nachhaltiges, Authentisches stattfinden soll. Lassen wir Jesus wieder seinen rechtmäßigen Platz als Herrn unseres Lebens und unserer Gemeindeprogramme einnehmen.“

So wie mich solche Worte beschämen, so motivieren sie mich! Ich versuche abzuwägen, ob ich „genug“ bete. Dann versuche ich, entschuldigend zu begründen, warum ich den Versuch als gescheitert beenden muss. Ehrlich, es gibt Gründe, die mich vom Beten abhalten. Ich sage nicht, dass es legitime Gründe gibt, aber Gründe kann ich genug nennen. Oh, ich könnte weiterschreiben und eine ganze Liste aufstellen – und ich bin sicher, sie wäre mit der Liste vieler Leser fast identisch. Aber ich möchte George Verwer zu Wort kommen lassen. Weiter hinten im Buch schreibt er (Seite 143):

„Ich will ganz ehrlich sein. Ich lernte von Billy Graham, meinem geistlichen Vater, dass wir jede christliche Hingabe vergessen können, wenn wir nicht zu einem disziplinierten Leben bereit sind. Du kannst bei einer Veranstaltung gesegnet werden, du kannst von dem Heiligen Geist erfüllt werden, aber wenn du nichts über tägliche Disziplin lernst, wirst du es nie zu etwas für Jesus bringen. Junge Leute in der ganzen Welt haben mir gesagt, dass ihr Problem darin besteht, dass sie kein diszipliniertes Leben führen. Disziplin bedeutet, dass zu tun, was du tun solltest statt das, was du tun willst.“

Das kann natürlich in Gesetzlichkeit hineinführen; das erkennt auch George Verwer und schreibt genau darum: (Seite 151)

„Wir brauchen bestimmte Grundwahrheiten und Vorschriften, um zu funktionieren. Nichtchristen wissen das und schaffen täglich mehr Vorschriften und Gesetze. Wo ich wohne, kann man damit rechnen, 50 englische Pfund Strafe zu bezahlen, wenn der Hund auf den Gehweg macht. Wenn ich mit dem Hund meiner Tochter spatzieren gehe, habe ich immer eine kleine Plastiktüte bei mir. Bin ich deshalb gesetzlich? Tatsache ist, dass wir, egal wie gnadenbewusst und großherzig wir sind, lernen müssen, uns an die Grundregeln des Spiels zu halten.“

Ich muss / möchte hier heute aufhören. Mit Gedanken zum gemeinsamen Gebet haben wir heute begonnen, mit Gedanken zu Disziplin und Gnade geendet. Genug zum Nachdenken für diesen Tag.

Ich verschenke das Buch (jetzt leichte Gebrauchsspuren) an den ersten Leser, der mir per Email oder durch die Kontaktmöglichkeit im Seitenfenster die Zustellungsadresse schreibt und zusagt, es zu lesen.
* George Verwer: Gnade gewinnt; SCM Hänssler, (c) 2010

Sonntag, 24. August 2014

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute: Markus 14:1-9
 
1 Es war aber zwei Tage vor dem Passah und dem Fest der ungesäuerten Brote. Und die obersten Priester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten;
2 sie sprachen aber: Nicht während des Festes, damit kein Aufruhr unter dem Volk entsteht!
3 Und als er in Bethanien im Haus Simons des Aussätzigen war und zu Tisch saß, da kam eine Frau mit einem Alabasterfläschchen voll Salböl, echter, kostbarer Narde1; und sie zerbrach das Alabasterfläschchen und goß es aus auf sein Haupt.
4 Es wurden aber etliche unwillig bei sich selbst und sprachen: Wozu ist diese Verschwendung des Salböls geschehen?
5 Man hätte dies doch um mehr als 300 Denare verkaufen und den Armen geben können! Und sie murrten über sie.
6 Jesus aber sprach: Laßt sie! Warum bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.
7 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und ihr könnt ihnen Gutes tun, wann immer ihr wollt; mich aber habt ihr nicht allezeit.
8 Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im voraus zum Begräbnis gesalbt.
9 Wahrlich, ich sage euch: Wo immer dieses Evangelium verkündigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch von dem sprechen, was diese getan hat, zu ihrem Gedenken! 
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst! 

Singen & Hören!
Seelsorge (Angebot)
persönliches Gebet! (Angebot)
Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr   
 
Herzlich willkommen! Bring Freunde mit!
Wir freuen uns auf Dich!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum
 
 
Sonntagszitat:
"Wir müssen unsere Ziele hochstekchen. 
Fred Jarvis sagt: „Die große Sünde der Christen 
ist nicht das Scheitern, sondern die zu niedrig gesteckten Ziele“.
(G. Verwer)