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"Gehet-Hin!"-Mittwoch @ CCFG - 29. November: Philippinen
- 19:30 Uhr!
Übergemeindlicher Missionsabend mit Andreas Staigmiller (DMG).

Samstag, 29. November 2014

Wofür lebst Du?

"Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn.” 
(Philipper 1:21)
 
Wirklich? Während meiner Zeit als Bibelschullehrer  war ich als Beobachter im Unterricht, den unsere Praktikanten durchgeführt haben. Einer der Verse, die besprochen wurden, war der zitierte Vers aus dem Philipperbrief. Wofür lebe ich eigentlich und was wird bleiben, nachdem ich meinen letzten Atemzug gemacht habe? Was werde ich hier auf der Erde zurücklassen, um Staub zu sammeln und was werde ich mitnehmen können in die andere Welt, in die Ewigkeit?

Eine Stunde nach dem Unterricht strampelte ich ordentlich auf dem Fahrrad im Fitness Center, wo ich die Biographie von Amy Carmichael las. Ursprünglich kam sie aus wohlhabenden Hause, aber sie war bereit, Philipper 1:21 auszuleben. Sie achtete ihr Leben nicht über die Maßen, aber dafür das Reich Gottes umso mehr. Sie hätte mit ihrer Mutter in einem normalen Zuhause leben können, aber sie hatte eine innere Last für die Armen in den Slums von Ancoat, im Nordwesten Englands. Darum entschloss sie sich, in den Slums zu wohnen, in denen die Wände dünn wie Papier waren, betrunkene Männer ihre Frauen verprügelten und wo Ratten, Kakerlaken und allerlei anderes Ungeziefer jede Wohngelegenheit zu ihrem Domizil machten. In Janet und Geoff’s Benges Buch “Amy Carmichael” liest man: “Trotz all der Kakerlaken, Ratten und rauhen Männer wollte Amy hier wohnen. Sie hatte den [Armen] immer und immer wieder gesagt, dass sie Frieden und Freude im Leben finden könnten, und für sich selbst musste sie wissen, dass es möglich war ein frohes Christsein zu leben inmitten von Schwierigkeiten und Ungeziefer.“ (eigene Übersetzung)

Als ich das las, habe ich mich gefragt, was ich wohl brauchen würde, um fröhlich, erfüllt und zufrieden zu sein. Wofür lebe ich eigentlich? Für mich selbst? Ruhm, Ehre Bequemlichkeit, Spaß? Tatsache ist, dass all diese Dinge SEHR kurzlebig sind. Manche dauern ein paar Stunden, andere einige Jahre. Dann verblassen sie. Wenn ich dafür lebe, anstatt für Christus (Phil 1:21), dann bringt der Tod vielleicht gar nicht den großen Gewinn, auch nicht, wenn ich Christ bin. Aber für Christus zu leben, sein Reich zuerst zu suchen, das bringt tiefe und bleibende Zufriedenheit und lässt uns mit gespannter Vorfreude auf die Ewigkeit zugehen.

Freitag, 28. November 2014

Weg mit dem Kreuz!

September 2014: Der Deal wird bekannt gegeben. Mit einer der größten Banken im arabischen Raum, der „National Bank of Abu Dhabi“ gibt Real Madrid eine dreijährige Zusammenarbeit bekannt. Im Deal enthalten ist u.a. eine gemeinsame Kreditkarte mit "Real" Logo, die zugleich als Mitgliederausweis gilt.

Das spült Millionen in die Kassen eines Clubs, der diese Millionen nach einem Rekordumsatz von 604 Millionen Euro in der vergangenen Saison gar nicht nötig hat.

Millionen rein – Kreuz raus! Denn das ist das Opfer, das Real gebracht hat. Um „Ärger zu vermeiden“ und keine „Gefühle der moslemischen Bevölkerung“ zu verletzen, gibt man einen Teil der „königlichen“ Identität auf und schmeißt das Kreuz aus dem Vereinswappen. Christliche Symbolik verbrennt auf dem millionen$$$schweren Altar arabischer Scheichs. Was man nicht alles tut fürs Geld!

Bevor wir jetzt allerdings ausschließlich auf den Madrilenen rumhacken, müssen wir uns selbstkritisch fragen: Hat das Kreuz Jesu in unserem Leben, in unserer Familie, in unserer Schule, an unserem Arbeitsplatz die Bedeutung, die es verdient?

Wir verurteilen Real Madrid für den schändlichen Verkauf des Kreuzes. Judas lässt grüßen. Bei ihnen geht’s halt ums Geschäft. Aber wie oft erwähnen wir das Kreuz im Geschäft – sei’s im wirklichen Geschäftsleben: am Arbeitsplatz, sei’s im buchstäblichen Geschäft: beim Einkaufen, oder sei’s in unserem Tagesgeschäft: im Umgang mit Nachbarn und Freunden.

Nehmen wir nicht auch zu oft das Kreuz – oder genauer: das Zeugnis von Jesus – aus unserem „Wappen“? Wenn das Kreuz, wie die Medien es bezeichnen, zur Identität Reals gehört, wie viel mehr gehört es zu unserer Identität als Nachfolger Jesu! Viele koptische Christen im Mittleren Osten haben ein Kreuz am Handgelenk eintätowiert um zu bekennen: Ich bin und bleibe Christ. Das kann mir niemand nehmen werde das bezeugen, solange ich lebe.

Unser Zeugnis als Jünger Jesu ist nicht das Zeugnis vom lieben Gott. In 1 Korinther 2:2 belehrt uns Paulus, was der Kern unserer Botschaft ist, das absolute Minimum und gleichzeitig das Herzstück. Paulus schreibt:

Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen
als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.“

Das kann Ärger bringen, Moment … nein! Das WIRD Ärger bringen, denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit, ein Ärgernis – ein Skandal! wie es das griechische Wort beschreibt.

Wir müssen uns im Klaren sein, dass das Zeugnis, die Botschaft, mit der Jesus uns beauftragt hat, die Botschaft vom Kreuz ist. Wir müssen uns im Klaren sein, dass wir diese Botschaft vom Kreuz zur Zeit und zur Unzeit weitergeben sollen. Und wir müssen uns im Klaren sein, dass dies eine Torheit, ein Ärgernis oder sogar ein Skandal bedeuten kann. Es gibt allerdings eine Alternative: Das Kreuz entfernen … das „Christenkreuz aus unserem Wappen zu nehmen“ … Rücksicht auf die Gefühle derer zu nehmen, die das Kreuz hassen (das sind nicht nur Muslime) ... unsere Identität um das Herzstück berauben. Wir haben die Wahl.

Das Evangelium ist und bleibt die Botschaft von Jesus Christus, am Kreuz für uns gestorben und siegreich auferstanden.

Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht;
denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt.
(aus Römer 1:16)

Donnerstag, 27. November 2014

Lieber reich und gesund ...

Der scherzhaft Spruch „Lieber reich und gesund als arm und krank“ bringt zum, Ausdruck, wonach uns der Sinn steht. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich diese Gleichung unter Umständen auch für mein Leben übernehmen. Bereits der Theologe und Philosoph, Thomas von Aquin, stellte fest: „Das letzte Ziel des Menschen ist das Glück“. Verschiedene Gruppierungen innerhalb der christlichen Kirche haben diese Lebensphilosophie aufgegriffen und versucht, sie irgendwie zu begründen. Als Demonstration ihrer „Wahrheit“ prangen an ihren Fingern teure Ringe und ihre privaten Transportmittel bewegen sich auf den Strassen und in der Luft.

Menschen, die sich das Leben Jesu zum Vorbild nehmen, leben anders. Wer die persönliche Verbindung mit Gott durch Jesus Christus gefunden hat, ist am Ziel angekommen. Er hat das ultimative Glück gefunden. Reichtum, Gesundheit und Erfolg können immer noch erfreuen, aber sie sind nicht mehr notwendig zur Freude. Der Prophet und König, David, der mehr Reichtum hatte als vermutlich alle, die diese Zeilen lesen, schreibt in Psalm 16:11: „Du führst mich den Weg zum Leben. In deiner Nähe finde ich ungetrübte Freude; aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück.“ (GNB)

Ungetrübte Freude findet ein Mensch lediglich in der Gegenwart Gottes. Ewiges Glück kommt allein als Geschenk aus Gottes Hand.

„Mit Freuden ernten“ ist ein Buch, das ich z. Zt. beim Strampeln im Fitness Center lese. Es enthält 35 Kurzbiographien von Frauen und Männern, denen Reichtum und Gesundheit nicht vergönnt waren, die aber trotzdem in ihrer Beziehung mit Jesus Freude und Glück fanden – mehr als andere, die sich für zu aufgeklärt hielten. Drei Beispiele:
  • Corrie ten Boom, eine holländische Christin, die sich für Judfen einsetzte, überlebte den Holocaust nur knapp. Sie erfuhr, dass Jesu Liebe tiefer als alle Tiefen geht und in aller Not ein tragendes Fundament bietet.
  • Wang Mingtao, ein chinesischer Christ, überlebte 23 Jahre in schwerstem Straflager im kommunistischen China. Als er starb, war sein Leben von unsagbarem Leiden gezeichnet und er war fast völlig erblindet.
  • Adolf Storz war Sportler, seit 4 Jahren verheiratet und hatte eine kleine Tochter, als ein Motorradunfall ihn für den Rest seines Lebens querschnittsgelähmt ans Bett fesselte. Medikamente waren teuer, eine Rente bekam er nicht und die Familie verarmte. In dieser Not begegnete ihm Jesus. Adolf Storz wurde in seiner Krankheit und Armut unzähligen Menschen zum Trost und zur Ermutigung. Seine Aussage war: „Denkt an die Ewigkeit! Sonst seid Ihr bei allem Glück und aller Gesundheit die Allerärmsten.“
„Lieber reich und gesund als arm und krank.“ Wirklich? Jesus lehrt: „Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?“ (Mt 16:26 LÜ)

Gott verspricht uns kein irdisches Leben in Reichtum und permanenter Gesundheit. Aber er verspricht uns seine Gegenwart, Hilfe, Freude, seinen Trost und Rat.

Ich für meine Person bevorzuge das Motto: Lieber noch Wünsche offen und nahe bei Gott als wunschlos (un-)glücklich und ohne Gottes Gegenwart.“ Dieses Motto hat sich bei unzähligen Christen bewährt. Noch Fragen? Schreib doch mal! (w)

Mittwoch, 26. November 2014

Aids, Ebola und jetzt die Pest

1981, vor 33 Jahren wurde die Immunschwäche AIDS als Krankheit anerkannt. Nach UNAIDS Angaben aus dem Jahr 2012 gab es in dem Jahr über 35 Millionen HIV Infizierte. 36 Millionen waren bereits an der Krankheit gestorben. 9600 infizierten sich jeden Tag neu.

5 Jahre früher, im Jahr 1976, wurde der erste bekannte Ausbruch des Ebolafiebers notiert. 5 Virenarten sind bekannt und je nach Art verläuft die Krankheit bis zu 90% tödlich. 2014 verzeichnet den bisher schlimmsten Ausbruch dieser Epidemie. Aktuell sind bisher ca. 15.300 Erkrankungen und über 5.400 Todesfälle bekannt.

Und die neusten Meldungen sprechen von der Pest auf Madagaskar. Die Seuche hat im Lauf der Geschichte unzählige Leben gefordert. Im 14 Jahrhundert starb ein Viertel der europäischen Bevölkerung. 3 Jahrhunderte später gab es fast eine Wiederholung. Heute ist die Pest kontrolliert, bricht aber immer noch lokal aus, und verbreitet als der „Schwarze Tod“ Angst und Schrecken. Die Pest endet oft innerhalb von 24 stunden tödlich. Auf Madagaskar hat sie die dicht besiedelte Millionenstadt, Antananarivo, erreicht.

Im Buch Joel geht es weniger um Krankheiten und Seuchen, dafür mehr um Naturkatastrophen, wie Dürren und Hungersnöte. Außerdem um militärische Konflikte. Und der Prophet ruft dem Volk zu: 

Ist so etwas jemals in euren Tagen oder in den Tagen eurer Väter geschehen? … Was der Nager übrigließ, das hat die Heuschrecke gefressen, und was die Heuschrecke übrigließ, das hat der Fresser verzehrt, und was der Fresser verschonte, das hat der Verwüster aufgefressen. Wacht auf, ihr Trunkenen, und weint, und jammert, ihr Weintrinker alle, wegen des Mosts, weil er euch vom Mund weggenommen ist! (Joel 1:2+4-5) 

Joel macht die Menschen seiner Zeit darauf aufmerksam, dass die Nöte ihrer Zeit sie bewegen sollten, aufzuwachen und umzukehren. Durch Not wollte Gott selbstgefällige Menschen zur Buße rufen.

Die Frage, die sich uns heute stellt, ist die Frage, wie wir die Nöte unserer Zeit einzuordnen haben, seien es Krankheiten, Kriege, Unruhen oder Katastrophen.

Ich meine nicht, dass wir vorschnell alles Elend der Welt als Strafe Gottes bezeichnen dürfen.

Ich glaube nicht, dass der Tsunami 2004 oder 2011 darin begründet war, dass die betroffenen Opfer vorwiegend Hindus, Moslems oder Shintoisten waren.

Ich glaube nicht, dass der Grund für das Chaos im Nahen Osten der ist, dass Christen dort massiv verfolgt werden.

Und ich glaube auch nicht, dass Krankheiten unbedingt eine Strafe Gottes für Menschen sind, die nicht nach Gott fragen. Auch Christen sterben an diesen Infektionen. Wir müssen mit solchen Behauptungen sehr vorsichtig umgehen.

Was wir aber sagen können: Katastrophen, Krankheiten und Kriege sollten uns nachdenklich stimmen. Das Neue Testament lehrt durchaus, dass solche Ereignisse Warnungen Gottes sein können. Die Evangelien sprechen von Kriegen, Unruhen und Bürgerkriegen, von Krankheiten, Seuchen und Naturkatastrophen.

Solche Ereignisse sollten uns als Hinweis dienen auf den kommenden Tag des Herrn.

Das Buch des Propheten Joel ist Gottes Aufruf: Übersieh nicht Gottes Warnungen, Vernachlässige nicht Gottes Rufen und Einladen. Die Zeit der Buße ist heute! Der Tag des Herrn ist nahe! Gleichzeitig leuchtet in diesem Buch in großer Deutlichkeit Gottes Gnade auf: 

Fürchte dich nicht, o Land, sondern frohlocke und freue dich;
denn der Herr hat Großes getan! (Joel 2:21) 

(Wer eine Zusammenfassung zum Buch Joel hören möchte: Heute Abend, 19:30 Uhr @ CCFG. Außerdem: Anbetungszeit und Abendmahl {Teilnahme freiwillig})

Dienstag, 25. November 2014

Trunksucht und unaufrichtiges Gebet

In unserer wöchentlichen Bibelstunde gehen wir zurzeit jeden Mittwoch ein Buch des Alten Testaments überblickmäßig durch. Morgen wird es um den Propheten Joel gehen. Bei den kleineren Propheten nehme ich mir Zeit, das ganze Buch vorher im Zusammenhang durchzulesen und einen Kommentar über das Buch zu lesen. Der Bibellehrer Warren B. Wiersbe hat eine ausgezeichnete Kommentarreihe verfasst, in der er jedes Buch des Alten Testaments beschreibt und in Kürze erklärt.

Beim Lesen seines Kommentars fiel mir gleich zu Beginn ein Satz ins Auge, in dem er die Sünden nennt, die der Prophet Joel dem Volk Israel vorwerfen muss. Wohl alle der alttestamentlichen Propheten riefen ihre Zuhörer zur Umkehr auf und prangerten die Sünden der Völker an, zu denen sie gesandt waren. Fast immer waren Götzendienst, Unmoral und geistliche Armut dabei. Anders bei Joel. Wiersbe schreibt:

Außer dem Hinweis auf die Unaufrichtigkeit einiger Beter ist Trunksucht die einzige Sünde, die Joel in seinem Buch konkret benennt.“ Dies war jedoch eine ernste Sünde, die von den Propheten oft kritisiert wurde.  

Trunksucht und unaufrichtiges Gebet als die beiden Sünden; wichtig genug, namentlich erwähnt zu werden. Das hat mich nun doch überrascht. Und dann auch wiederum nicht.

Überrascht hat es mich, weil man denken könnte: Es gibt doch Schlimmeres. Solange der Trinker niemandem schadet (außer vielleicht sich selbst) – solange er nicht randaliert – solange er sich nicht regelmäßig betrinkt – solange er nicht Frau und Kinder schlägt und das Auto zu Hause lässt - was soll’s. Betrunken war doch jeder schon mal und manche sind’s regelmäßig. Trunksucht gehört doch sicher nicht zu den wirklich schlimmen Sünden.  DOCH! So schlimm, dass Gott sie im ganzen Buch Joel als eine von zwei Sünden nennt, die das Gericht über Gottes Volk bringen. Wenn man sich anschaut, was Trunksucht in unserer Welt anrichtet, kann man es verstehen. Wenn man sich anschaut, was Trunksucht im Leben von Christen anrichtet, auch. Was Trunksucht angeht, muss nicht Gott Seine Beurteilung an die unsere anpassen, sondern wir unsere Beurteilung an Seine.

Die andere Sünde ist unaufrichtiges Gebet. Joel schreibt in 2:12+13a:

„Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir
von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen!
Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider“

Scheinbar hatte das Volk noch nicht ganz mit dem Beten aufgehört. Aber sie beteten, ohne umzukehren. Sie liefen also in die falsche Richtung und erledigten nebenbei ihre „Gebete“. Ihre Gebete waren halbherzig, ohne Inbrunst, ohne Empfindung, ohne Gefühl. Ihre Herzen waren nicht gebrochen, nicht zerrissen. Um das vorzutäuschen, zerrissen sie ihre Kleider.

Abwesendes oder halbherziges Gebet ist die zweite Sünde, die Joel als Grund des Gerichts über Gottes Volk erwähnt. Sicher hätten viele oder alle der anderen Sünden, die die Propheten erwähnen – Götzendienst, Unmoral, soziale Ungerechtigkeit etc. … gar nicht erst Wurzeln gefasst, wäre Gottes Volk ein betendes Volk gewesen. Hätten sie ihre Herzen „zerrissen“ über die Sünde, hätten sie ihre Gebete nicht als Pflicht und im Vorübergehen vor ihren Gott gebracht, und hätten sie ihren Dank und ihre Anliegen mit Inbrunst vor dem Thron des Allmächtigen ausgeschüttet, dann hätten Er erhört und sich ihnen in Gnade zugewandt,

„…denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig 
und von großer Gnade!“(Joel 4:13b)

Montag, 24. November 2014

Luther, wach auf!

Ich bin mir sicher, er würde es genauso wieder machen. Als Martin Luther sah, was die Leitung seiner Kirche lehrte, vertrat und duldete, legte er den Maßstab des Wortes Gottes an. Was immer dem göttlichen Maßstab nicht entsprach, hatte kein Recht, im Namen Gottes verkündigt oder praktiziert zu werden.

Es war nicht nur der Ablasshandel und nicht nur die Lehre der päpstlichen Unfehlbarkeit, die Luther zum Reformator machte. Es war ein Samusorium an Irrlehren, die Luther zunächst versuchen ließen, die irregeleiteten Aspekte der katholischen Doktrin zu reformieren. Wie jedermann weiß, wurde mehr als eine Reformation daraus. Es entstand eine neue Kirche, gegründet auf den Prinzipien: „Allein durch den Glauben – Allein durch die Gnade – Allein durch die Schrift“ Entsprechend ist auch dem Reformator, Martin Luther, die Übersetzung der gängigsten deutschen Bibel in die Sprache des Volkes zu verdanken. Als Luther starb, galt die Bibel für „seine“ Kirche als das verbindliche Wort Gottes.

500 Jahre später braucht Luthers Kirche einen neuen Luther. Schockierend, welche Richtung das oberste Entscheidungsorgan der EKD letzte Woche jetzt auch offiziell eingeschlagen hat. Nicht nur, dass scheinbar mehr politisch relevante Entscheidungen auf der Tagesordnung standen: Forderungen für eine familienfreundliche Politik, Beschluss zu vermehrter Flüchtlingshilfe, Nein zum Fracking in Deutschland, Forderungen nach Transparenz im transatlantischen Freihandelsabkommen etc.. All das liest sich fast wie Teil des Programms einer politischen Partei. Aber auch um „Segnungen“ ging es auf der Synode. Ab jetzt sind in der westfälischen Landeskirche in den Gottesdiensten Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt.

Überpolitisierung und eine Moral, die den Aussagen der Bibel diametral entgegensteht. Nicht mehr sola scriptura: allein durch die Schrift. Nein, man hat die Heilige Schrift der Entwicklung der Moral angepasst und lässt die Mehrheitsmeinung bestimmen, was geht und was nicht. Zumindest soviel Mut sollte man haben, dass man Luther und seine Kirche Luther und seine Kirche sein lässt, und außerhalb der von Luther gesetzten Grenzen etwas Neues beginnt. Stattdessen zerstört man das, was Luther lieb und wert war bis zur Unkenntlichkeit.

Möge Gott einen neuen ‚Martin Luther’ erwecken, der innerhalb seiner Kirche aufsteht und aufruft, zurück zu kehren – zurück zu Christus allein - Gnade allein – Glauben allein und zur Schrift allein – und das alles allein um der Ehre Gottes willen. Das wird kein Spatziergang. Das wird eher ein Spießrutenlauf. Es kann darin enden, dass Bibelkritik, Unmoral und Politik bleiben dürfen, der neue ‚Luther’ aber gehen muss. Dennoch wäre es jeder christlichen Kirche und Gemeinde, die sich mit dem Namen Christi schmückt, sich aber immer weiter von Seinem Wort entfernt, zu wünschen, dass der Herr einen Luther in ihrer Mitte erweckt. Luther, wach auf!

Gleichzeitig kann es nicht Ziel und Zweck unseres Lebens sein, Kirchen, Gemeinden oder Organisationen zu kritisieren, ohne uns selbst unter die Lupe zu nehmen. Was wir von allen erwarten, die den Namen Christi tragen, müssen wir zunächst bei uns selbst festmachen: bedingungslose Nachfolge. „Die Schrift allein“ – muss auch über unserem Leben stehen. „Gnade allein“ muss auch unser Leben prägen. „Glaube allein“ muss auch unser felsenfestes Fundament sein. „Jesus allein“ muss auch unser Lebensmotto sein. „Zur Ehre Gottes allein“ muss auch unser Endziel sein. Daran möchte ich in meinem Leben arbeiten und (durch Jesus) arbeiten lassen. Kritik auf der Grundlage von Gottes Wort ist angebracht (siehe Martin Luther). Bevor wir uns aber in Kritiken verlieren, lasst uns nicht vernachlässigen, die Nachfolge in allen Bereichten unseres eigenen Lebens zu fördern.

Sonntag, 23. November 2014

Herzliche Einladung zu einem besonderen Gottesdienst

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute: Markus 16:15-20

15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!
16 Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
17 Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden,
18 Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.
19 Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
20 Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen. Amen.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 
Heute im Gottesdienst beschäftigen wir uns mit der Frage, was die Bibel zum Thema "Heilung" zu sagen hat, bzw. was sie nicht sagt. Der Predigt wird eine Zeit der Anbetung folgen in der auch Gebet angeboten wird.
 
Anbetung  Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr 
 
  Herzlich willkommen!
Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)  

57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:
Die Heilung des Körpers ist nur etwas auf Zeit, 
die Heilung der Seele ist für die Ewigkeit."
(Max Lucado)
Bleibe dir stets bewusst, dass Gott Heilung dann geschehen lässt, 
wenn es für dich gut ist.
  (Eberhard Rau)