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"Gehet-Hin!"-Mittwoch @ CCFG - 29. November: Philippinen
- 19:30 Uhr!
Übergemeindlicher Missionsabend mit Andreas Staigmiller (DMG).

Samstag, 24. Januar 2015

14:43 Uhr und Danke an alle!

So, jetzt ist es passiert! Gestern hab ich den Eintrag verschwitzt. Das ist in den letzten 5 Jahren selten vorgekommen, sehr selten. Und meist hab ich es noch früh genug gemerkt, mein Vergessen korrigiert und verspätet noch eine Andacht einzustellen. Gestern nicht. Zwischen 5 Uhr morgens und 20:00 Uhr war ich weder zu Hause noch im Internet und wurde so auch auf nichts aufmerksam. Um 14:43 Uhr – mitten während einer Autofahrt schaue ich auf die Autouhr und es schießt mir durch den Kopf: Du hast den Eintrag vergessen. Nun, auch wenn viele von euch diese Seite regelmäßig lesen, soll sie nicht unsere tägliche Bibellese ersetzen. Und so hoffe ich – wenn Ihr auch von dieser Seite her gestern keinen Eintrag erhalten habt – dass Euch das Schwarzbrot des Wortes Gottes gut gestärkt und gesegnet hat.Trotzdem einen Dank an Euch alle, dass Ihr heute wieder hier auf der Seite seid!


Während Menschen vergessen, vergisst Gott nie – mit wenigen Ausnahmen (siehe weiter unten)

"Kann eine Mutter etwa ihren Säugling vergessen? Fühlt sie etwa nicht mit dem Kind, das sie geboren hat? Selbst wenn sie es vergessen würde, vergesse ich dich nicht!"  (Jesaja 49:15) 

"Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen!" (Hebräer 13:5)

Nicht vergessen und nicht verlassen will Gott Seine Kinder. Im Gegenteil, Er will vergeben und ihrer Sünden nie mehr gedenken. Das ist unser Gott!

Dass Gott nie vergisst, wie Menschen vergessen, ist klar. In 1 Mose 9:15a verspricht Er Abraham: „Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch“ Wenn es um ein „Vergessen Gottes“ geht, darum, dass Er nicht mehr an etwas denkt, dann ist das nur zu unserem Segen. In Hebräer 10:17 heißt es: „Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.“ Er will sie nie wieder hervorholen, nie wieder gegen uns verwenden; sie so behandeln, als wären sie nie geschehen.

" Ja, der Herr wird wieder Erbarmen mit uns haben und unsere Schuld auslöschen. Er wirft unsere Sünden ins tiefste Meer." (Micha 7:19)

"Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken."
(Jeremia 31:34)

Gott hat keine Probleme, unsere bereuten und bekannten Sünden zu „vergessen“ aber Seiner Verheißungen an uns ewig zu gedenken. Er ist Gott. Er kann sich solch eine großzügige Barmherzigkeit uns gegenüber erlauben. Wo ist solch ein Gott (außer unserem Herrn)!

Donnerstag, 22. Januar 2015

Gott erleben - willst Du das wirklich?

Diese Frage musste ich mir heute stellen, als ich die Auslegung von Warren Wirsbe zum Propheten Habakuk las. Wirsbe schreibt:

Viele Leute haben die Vorstellung, dass es auf jeden Fall ein erfreuliches Erlebnis ist, Gott intensiver kennen zu lernen, aber die Heiligen der Bibel würden dem nicht zustimmen.
  • Mose zitterte am Berg Sinai, als Gott ihm das Gesetz gab. (Hebräer 12:18-21)
  • Josua fiel vor dem Herrn auf sein Angesicht. (Josua 5:13-15)
  • ... und David ebenfalls. (1 Chronik 21:16)
  • Daniel wurde erschöpft und krank, als er die Visionen sah, die Gott ihm eingegeben hatte (Daniel 8:27; 10:11)
  • Die Vision von Jesu Herrlichkeit auf dem Berg der Verklärung ließ Petrus, Jakobus und Johannes auf ihr Angesicht fallen und sie fürchteten sich sehr. (Matthäus 17:6)
  • Als Johannes den verherrlichten Christus sah, fiel er zu seinen Füßen wie tot. (Offenbarung 1:7)
Wiersbe fährt fort:
In meinem Büro hängt ein Spruch von A.W.Tozer: ‚Gott zu kennen ist die leichteste und gleichzeitig die schwierigste Sache der Welt.’ Gott hat ganz sicher die Fähigkeit, sich uns zu offenbaren, denn er kann alles, aber es ist für Gott schwierig, jemanden zu finden, der bereit ist, ihn zu treffen.’ Gott offenbart sich nicht oberflächlichen Gläubigen, die lediglich nach einer ‚neuen Erfahrung’ Ausschau halten, mit der sie sich wichtig machen können, und auch nicht neugierigen Christen, die eine tiefere Gemeinschaft mit Gott lediglich unverbindlich ‚ausprobieren’ wollen.

Das sind schon knallharte Aussagen, und wir tun gut daran, die Motivation unserer Herzen zu erforschen. Wenn ich Gott intensiver kennenlernen möchte, bin ich auch noch dann dazu bereit, wenn es zunächst keine Freude, sondern Sündenerkenntnis bewirkt oder wenn es zunächst keine Heilung, sondern Erschöpfung und Schwäche bewirkt?  Ist meine Sehnsucht nach Gott so stark, dass ich mehr als eine probeweise Erfahrung suche; mehr als den geistlichen Kick, den ich mir bei Gefallen dann immer wieder mal abholen möchte – oder bei Nichtgefallen eben auch nicht?

Gott intensiver kennen zu lernen ist das Höchste, was uns Christen begegnen kann. Aber es mag durchaus ein schmerzhafter Prozess sein, in dem Buße, Ehrfurcht, Selbsterkenntnis und Gottesfurcht eine bedeutende Rolle spielen – vielleicht ganz anders, als wir uns das vorgestellt haben.

Paulus lebte in diesem Wachstum der Erkenntnis Gottes und ruft in Philipper 3:8-10 aus:

Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe und mit ihm eins werde. Ich verlasse mich nicht mehr auf mich selbst3 oder auf meine Fähigkeit, Gottes Gesetz zu befolgen, sondern ich vertraue auf Christus, der mich rettet. Denn nur durch den Glauben werden wir vor Gott gerecht gesprochen. Mein Wunsch ist es, Christus zu erkennen und die mächtige Kraft, die ihn von den Toten auferweckte, am eigenen Leib zu erfahren. Ich möchte lernen, was es heißt, mit ihm zu leiden, indem ich an seinem Tod teilhabe, damit auch ich eines Tages von den Toten auferweckt werde!

Mittwoch, 21. Januar 2015

Jeremia 2

Sofort in seiner ersten Predigt muss Jeremia hart ran. In Kapitel 2 sagt Gott Seinem Volk:

Ich denke noch an die Zuneigung deiner Jugendzeit, 
an deine bräutliche Liebe, als du mir nachgezogen bist 
in der Wüste, in einem Land ohne Aussaat.

Gott vergisst die guten Zeiten nicht, die wir mit Ihm gehabt haben. Durch Jeremia malt Gott das Bild einer Freundschaft zwischen Gott und Seinem Volk, die in die Ehe mündet. Er bestätigt Israel: „Ich erinnere mich sehr wohl an das Schöne unserer Vergangenheit!“  Gott erinnert sich an Segnungen und Hoch-Zeiten, die wir mit Ihm in der Vergangenheit gehabt haben. Sein Volk ist etwas ganz Besonderes für Ihn. Gott vergisst nicht, dass wir Ihm gehören. Er vergisst nicht, dass wir Seine Kinder sind. Gott vergisst nicht und Er vergisst UNS nicht!

Gleichzeitig klagt Gott, dass es bei uns ganz anders ist. Wir vergessen die guten Zeiten schon, die wir mit Ihm hatten! Vs 32 sagt es am deutlichsten:

“Vergißt auch eine Jungfrau ihren Schmuck, oder eine Braut ihren Gürtel? Aber mein Volk hat mich vergessen seit unzähligen Tagen.“

Warum? Warum vergessen Kinder Gottes ihren Herrn im Himmel?
Gott fragt die Seinen: „Was habt ihr bei mir Unrechtes gefunden, dass Ihr mich verlassen habt?“


Was hätte Israel antworten können?
Deine Gesetze sind zu streng ... Du bist zu engstirnig, Gott!
Du verlangst zu viel Absonderung
Wir haben uns an das alles gewöhnt. Am Anfang waren die Opfer noch cool. Am Anfang waren Deine Worte noch neu und interessant. Anfangs erschienen die Verheißungen so gewaltig, dass wir ganz bestimmt darin leben wollten, um sie zu erhalten. Aber jetzt haben wir uns an all das gewöhnt!

Tatsache ist: Gottes Volk wird niemals etwas finden, das Gott ins Unrecht stellt. Aber Gott findet eine Anklage, die Seinem Volk damals wie heute ihr Unrecht aufzeigt. Der Herr sagt in jeremia 2:13:

„Mein Volk tut eine zweifache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, die Quelle lebendigen Wassers verlassen sie und graben sich Zisternen, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten!“

Gottes Segnungen vergessen und mit Minderwertigem zufrieden zu sein – das lässt uns Gott und alle Seine Segnungen in der Vergangenheit vergessen. Und weil wir Ihn vergessen, verlassen wir Ihn und ersetzen das lebendige Wasser mit dem Schlamm unserer Zisternen!

Und ich? Lebe ich von den Schlammlöchern der Welt? Oder kann ich mich mit dem Psalmisten freuen und sagen:
„Alle meine Quellen sind in Dir, Gott ...“ und: „Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden!“

Jeremia schließt seine erste Predigt aner nicht mit der Anklage ab, sondern mit der Einladung zum Neuanfang. Dazu nennt er drei Schritte:

1. Jeremia 2:19: Erkenne! „Erkenne doch und sieh, wie schlimm und bitter es ist, dass du den Herrn, deinen Gott, verlassen hast, und dass keine Furcht vor mir in dir ist!"


2. Jeremia 2:31: Beachte wieder neu Gottes Wort! “O du verkehrtes Geschlecht, achte doch auf das Wort des Herrn!“

3. Jeremia 3:1: Kehre zurück zu Gott! „Du hast mit vielen Liebhabern gehurt; doch kehre wieder zu mir zurück!“

Drei einfache Schritte, möglich gemacht durch Jesus selbst.

Und wir? An welchen Wassern lagern wir, den lebendigen Wassern des lebendigen Gottes oder den Tümpeln der Welt?



Die ganze Predigt über den Link im Seitenfenster.

Dienstag, 20. Januar 2015

Bakht Singh

Letzte Woche Dienstag ging es um den „Betenden Hyde“. Im selben Artikel schreibt der Autor, Benedikt Peters, über den indischen Christen, Bakht Singh. Peters schreibt:(Quelle)

Bakht Singh kam am 6. Juni 1903 in Sargodha im Punjab zur Welt. Ein Jahr nach seiner Geburt entstand die oben genannte Punjab Prayer Union.  Etwa zwanzig Jahre später kam Bakht Singh zum lebendigen Glauben. Man kann mit Recht sagen, er sei eine späte Frucht jener Gebetsbewegung. Aber es beteten auch andere Christen für Indien:

„Es ist erstaunlich, was in Honour Oak geschah in den 30er Jahren, zur gleichen Zeit, da Gott in Indien anfing Bakht Singh in außergewöhnlicher Weise zu gebrauchen. Der Geist Gottes gab der Gemeinde in Honour Oak eine Last, mit besonderem Ernst für Indien zu beten.

George Patterson, einer der Ältesten, war von Indien zurückgekehrt mit einer schweren Bürde für Indien, und diese legte sich auf alle Gläubigen in Honour Oak, bis sie anfingen zu Gott zu schreien um sein Eingreifen in Indien. Sie flehten ihn auf Grund von Jesaja 43,19 an, in Indien ein Neues zu wirken. Zweimal in der Woche lagen über hundert Gläubige auf den Knieen und riefen zu Gott, Er möge ein Werk in Indien tun und seinen Namen verherrlichen“ (Koshy, S. 92)

Eine Antwort auch auf diese Gebete war die Berufung, Ausrüstung und Sendung Bakht Singhs zu seinem außergewöhnlichen Dienst in Indien. Er war das Hauptwerkzeug einer Gemeindebewegung, die in den Vierzigerjahren des vorigen Jahrhunderts anfing und durch die in ganz Indien sechs- oder siebenhundert Gemeinden entstanden sind. Sie sind, weitgehend bedingt durch das Vorbild von Bakht Singh, geprägt von der apostolischen Maxime „wir wollen im Gebet und im Wort Gottes verharren“.

Der Gründung der ersten dieser Gemeinden ging viel Gebet und zuletzt eine ganze Gebetsnacht voraus:

„Wir suchten einen stillen Ort für eine Gebetsnacht auf ... Wir knieten nieder und begannen zu beten ... Wir kamen in den Genuss einer ungestörten Gebetszeit bis morgens um sechs. Der Geist Gottes stand uns bei und gab große Freimütigkeit. Es schienen die Mächte der Finsternis vor den Heerscharen des lebendigen Gottes gewichen zu sein. Wie die Stunden verstrichen, wurden wir immer tiefer in seine Gemeinschaft gezogen und damit unserer quälenden Sorgen entrückt. Bei Tagesanbruch schauten wir hinab auf das unter uns liegende Land ... Die Sonne ging auf und tauchte ganz Madras in ein goldenes Licht. Uns war, als wollte der Herr sagen: ‚Seht, die Stadt liegt vor euch; geht und nehmt sie für mich in Besitz!‘ ... Schließlich beteten wir gemeinsam den Herrn an und brachen das Brot.

Das war ein für Madras bedeutsamer Tag, weil an jenem Tag die Versammlung, wie wir sie jetzt kennen, ins Leben gerufen wurde. Als wir dann den Zug nach Madras wieder bestiegen, war uns, als ob das Abteil in Flammen stünde, so sehr war die Kraft und Gegenwart Gottes unter uns. Bei jedem Halt kamen die aussteigenden Passagiere neugierig vor unser Abteil um zu sehen, was da vor sich ging, während wir immer wieder den Chorus ‚Du Herrlicher von Golgatha‘ sangen“ (Rajamani, R. R.: Durchbruch – Geistliches Erwachen in Südindien, S. 91–93)

Im Herbst 1976 hatte ich das Vorrecht, Bakht Singh persönlich kennen zu lernen, als er die Schweiz besuchte. In einer Predigt, die er damals in der Bethel Kapelle in Zürich hielt, sagte er:

„Im Westen gibt es ganz wenige Christen, die beten können. Sie können gut predigen, sie können schön singen, sie können viel Aktivität entfalten, sie können harte Arbeit verrichten, sie können viel Geld ausgeben für das Werk des Herrn, sie können um die Welt reisen und das Evangelium predigen, und doch wissen nur sehr wenige, richtig zu beten ... Der Herr hat gemäß Lukas 6,12 die ganze Nacht gebetet ... Es ist möglich, eine ganze Nacht zu beten. Wir haben es in Indien getan. Und immer, wenn wir befähigt wurden, eine ganze Nacht zu beten, haben wir erlebt, wie der Himmel sich auftat. Wir haben gesehen, wie die mächtige Kraft Gottes wie Feuer fiel. Wir haben gesehen, wie harte Herzen weich wurden, und wir haben gesehen, wie Ketten der Sünde zerrissen. Wir haben gesehen, wie Leben verändert wurde – nicht durch Botschaften, nicht durch Bibelwissen, nicht durch andere Mittel, sondern durch Gebet, durch ausharrendes Gebet, durch Gebetskampf, durch Gebetsnot!“
 
Zu diesen Aussagen möchte ich gar nichts mehr hinzufügen. Möge der Herr uns helfen, es umzusetzen! Der Herr segne Dich!

Montag, 19. Januar 2015

Pegida und „Die Evangelikalen“

So, jetzt haben auch „Die Evangelikalen“ ihren Einzug gehalten in die Pegida Schlagzeilen. Nein, nicht „Die Evangelikalen“ haben sich positioniert. Sie wurden von anderen positioniert. Ist es zu ruhig geworden um die Pegida Bewegung, dass man neue Aspekte als Gesprächsmotivatoren hinzufügen muss? Nun, dafür sind Evangelikale ja immer gut. Dabei ist es auch egal, ob "Die Evangelikalen“ einheitlich für oder gegen Pegida sind. Auch egal, ob sie gespalten sind, eine neutrale Stellung einnehmen oder ihre Einstellung nicht einzuordnen ist. An „das Volk verfüttern“ lassen sich Evangelikale allemal!

In einem Online Artikel der Zeitung „Die Welt“ lautet am Sonntagnachmittag die Überschrift: „Bibeltreue fühlen sich in der Pegida-Welt zu Hause." SO? Welche Bibeltreue wurden denn gefragt? Bei uns hat niemand angeklopft. Der Artikel beruft sich auch nicht auf Umfragen, sondern lediglich auf zweifelhafte „Indizien“, die bekanntlich für die schwächsten Prozesse sorgen.

Wer sind eigentlich „Die Evangelikalen“? Nun, die Beschreibung „Bibeltreue“ stimmt schon. Dann aber, im Artikel selbst, werden die Evangelikalen mit den Worten beschrieben: „Ihnen gilt Homosexualität als widernatürlich oder gar als Krankheit, der Islam als feindliche Eroberungsreligion und politische Programme wie "gender mainstreaming" gelten als Todesstoß für die traditionelle Familie, der in ihrer Welt einzig wahren Form des Zusammenlebens. (…) So kam es 2011 zum Eklat, als die konservative Minderheit in der Landeskirche gegen einen Beschluss mobilmachte, nach dem schwule und lesbische Pfarrer und Pfarrerinnen gemeinsam in Pfarrhäusern leben dürften – ganz im Sinne einer Vorlage der EKD.“ 
Außerdem ist von Reizwörtern zu lesen, mit denen sonst eher totalitär-radikale oder terroristische Bewegungen beschrieben werden. So gehören Evangelikale zu den fundamentalistischen Strömungen, werden „Fundis“ genannt, die den Islam als expansiv und antichristlich beschreiben. (Allerdings gibt der Autor keine Alternativbeschreibung der Religion, die Christen zu Zehntausenden vertreibt, meuchelt hasst und ihren Tod fordert.)

Dass ein Seitenhieb auf die christliche Einstellung für das ungeborene Leben im Artikel nicht fehlen darf, ist selbstverständlich. Passt zwar nicht zum Thema, aber zum Feindbild: „Der Evangelikale“. Der Artikel schließt mit der Aussage des Sektenbeauftragten der sächsischen Landeskirche: „Mit Pegida möchte der aufgeklärte Christ nicht in einen Topf geworfen werden.“ Egal, ob diese Verallgemeinerung nun stimmt oder nicht, damit ist die Zweiteilung im Artikel wohl besiegelt. Wenn sich – nach der Überschrift – die Bibeltreuen in der Pegida wohlfühlen, der ‚aufgeklärte Christ’ aber nicht mit ihnen in einen Topf geworfen werden möchte, dann kann ein Evangelikaler wohl kaum zu den aufgeklärten Christen gehören.


Wer gehofft hat, in diesem Eintrag eine Stellungnahme zu Pegida zu finden, der wird enttäuscht sein. Stellung möchte ich nehmen zum erneuten Verriss der Bibeltreuen, der Evangelikalen, zu denen ich mich bekenne.



Evangelikale sind keine Homohasser, sind aber bereit, homosexuell empfindenden Menschen, die unter ihrer Orientierung leiden, mit geistlichem Rat zur Seite zu stehen. Um solchen Menschen eine Anlaufstation zu bieten, nehmen Evangelikale - auch in demokratischen Ländern - Verleumdung und Verruf in Kauf. Evangelikale sind aufgerufen, Menschen aller Religionen zu lieben, einschließlich Moslems. Evangelikale riskieren ihr Leben, um Menschen anderer Religionen weltweit zu helfen. Dabei kümmern sie sich um den ganzheitlichen Menschen, Leib, Seele und Geist. Evangelikale setzen sich für die Familie ein, für die Rechte der Frau und für das Recht der Kinder auf beide Seiten ihrer erzeugenden Elternteile, Vater und Mutter. Evangelikale als „Fundis?“  Nun, Evangelikale setzen sich ein für das fundamentale Recht auf Leben, sowohl das geborene, wie auch das ungeborene Leben. Evangelikale sind aufgeklärte Bürger ihrer Gesellschaft, die nicht sofort auf jeden Zug neuer Begeisterungen und Ideen aufspringen und dafür kämpfen, auch wenn es ihnen den Ruf einbringt, „unaufgeklärt“ zu sein.



Und ja, wir Evangelikale sind radikal. Das Wort Jesu, dem wir nachfolgen, fordert uns auf:

… radikal zu lieben, selbst solche, die uns nicht zurücklieben

… radikal zu segnen, selbst unsere Feinde

… radikal zu helfen, auch wenn uns nicht geholfen wird

… radikal zu vergeben, wie Jesus uns vergeben hat

… radikal rein und heilig zu leben

… radikal das Wohl unserer Mitmenschen zu suchen

… und ohne Ansehen der Person alle anderen Menschen zu einem solchen radikalen Leben mit Jesus einzuladen.



DAS sind „Die Evangelikalen“. Davon war in dem Artikel (natürlich) nichts zu lesen – war auch nicht zu erwarten. Aber das ist unser (evangelikales) Leben, heute, morgen und in Zukunft. 

PS: Soeben (10:30 Uhr) erhalte ich den Hinweis eines Lesers, dass derselbe Verlag vor etwa einem Jahr einen wesentlich differenzierteren und balancierteren Artikel über Evangelikale veröffentlicht hat. (Quelle hier) Lesenswert!

Sonntag, 18. Januar 2015

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

 Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext: 
Jeremia 2:1-3:5
 
2:1-37: Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen:
2 Geh hin und rufe in die Ohren Jerusalems und sprich: So spricht der Herr: Ich denke noch an die Zuneigung deiner Jugendzeit, an deine bräutliche Liebe, als du mir nachgezogen bist in der Wüste, in einem Land ohne Aussaat.
3 Israel war damals dem Herrn geheiligt, der Erstling seines Ertrages; alle, die es verzehren wollten, machten sich schuldig; es kam Unheil über sie, spricht der Herr.
4 Hört das Wort des Herrn, ihr vom Haus Jakob, und alle Geschlechter des Hauses Israel!
5 So spricht der Herr: Was haben eure Väter denn Unrechtes an mir gefunden, daß sie sich von mir entfernt haben und dem Nichtigen nachgegangen und zunichte geworden sind?
6 Und sie haben nicht gefragt: Wo ist der Herr, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt und uns durch die Wüste geleitet hat, durch ein wildes und zerklüftetes Land, durch ein dürres und totes Land, durch ein Land, das niemand durchwandert und kein Mensch bewohnt?
7 Und ich brachte euch in das fruchtbare Land, damit ihr dessen Früchte und Güter genießt; und ihr kamt hinein und habt mein Land verunreinigt, und mein Erbteil habt ihr zum Greuel gemacht!
8 Die Priester fragten nicht: Wo ist der Herr? Und die mit dem Gesetz umgingen, erkannten mich nicht; die Hirten fielen von mir ab, und die Propheten weissagten durch Baal und liefen denen nach, die nicht helfen können.
9 Darum will ich weiter mit euch rechten, spricht der Herr, und auch mit euren Kindeskindern will ich rechten!
10 Fahrt doch hinüber zu den Inseln der Kittäer und schaut, und sendet nach Kedar und erkundigt euch genau und seht, ob es dort so zugeht!
11 Hat je ein Heidenvolk die Götter gewechselt, die doch nicht einmal Götter sind? Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nicht hilft!
12 Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, werdet schreckensstarr! spricht der Herr.
13 Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten!
14 Ist denn Israel ein Knecht oder unfrei geboren? Warum ist es zur Beute geworden?
15 Junge Löwen brüllen es an mit lautem Gebrüll und machen sein Land zur Wüste, seine Städte zu Brandstätten, die niemand bewohnt.
16 Auch weiden dir die Söhne von Noph und Tachpanches3 den Scheitel ab.
17 Hast du dir dies nicht selbst bereitet, indem du den Herrn, deinen Gott, verlassen hast zu der Zeit, als er dich auf dem Weg führte?
18 Und nun, was soll dir die Reise nach Ägypten helfen, um die Wasser des Nil zu trinken? Oder was soll dir die Reise nach Assyrien helfen, um die Wasser des Euphrat zu trinken?4
19 Deine Bosheit straft dich, und deine Abtrünnigkeit züchtigt dich! Erkenne doch und sieh, wie schlimm und bitter es ist, daß du den Herrn, deinen Gott, verlassen hast, und daß keine Furcht vor mir in dir ist! spricht der Herrscher, der Herr der Heerscharen.
20 Denn vor langer Zeit habe ich dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen; aber du hast gesagt: »Ich will nicht dienen!« Ja, du hast dich auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen als Hure hingestreckt!
21 Und doch hatte ich dich gepflanzt als eine Edelrebe von ganz echtem Samen; wie hast du dich mir verwandeln können in wilde Ranken eines fremden Weinstocks?
22 Denn wenn du dich auch mit Lauge waschen und viel Seife dazu nehmen würdest, so würde deine Schuld vor meinem Angesicht doch schmutzig bleiben! spricht Gott, der Herr5.
23 Wie kannst du sagen: »Ich habe mich nicht verunreinigt und bin den Baalen nicht nachgelaufen?« Schau doch deinen Weg im Tal an; erkenne, was du getan hast, du leichtfüßige Kamelin, die kreuz und quer läuft!
24 Die Wildeselin, welche die Wüste gewohnt ist, die in der Begierde ihrer Lust nach Luft schnappt, wer kann sie aufhalten in ihrer Brunst? Alle, die sie suchen, brauchen sich nicht abzumühen; in ihrem Monat finden sie sie.
25 Bewahre deinen Fuß vor dem Barfußgehen und deine Kehle vor dem Durst! Aber du sprichst: Nein, da wird nichts daraus! Denn ich liebe die Fremden, und ihnen will ich nachlaufen!
26 Wie ein Dieb sich schämen muß, wenn er ertappt wird, so ist das Haus Israel zuschanden geworden — sie, ihre Könige, ihre Fürsten, ihre Priester und ihre Propheten,
27 die zum Holz sagen: »Du bist mein Vater!« und zum Stein: »Du hast mich geboren!«6 Denn sie haben mir den Rücken zugewandt und nicht das Angesicht; zur Zeit ihres Unglücks aber werden sie sagen: »Mache dich auf und rette uns!«
28 Wo sind denn deine Götter, die du dir gemacht hast? Sie sollen sich aufmachen, wenn sie dich retten können zur Zeit deines Unglücks! Denn so viele Städte du hast, Juda, so viele Götter hast du auch!
29 Warum wollt ihr denn mit mir rechten? Ihr seid ja alle von mir abgefallen! spricht der Herr.
30 Vergeblich habe ich eure Kinder geschlagen — sie haben die Züchtigung nicht angenommen; euer Schwert hat eure Propheten gefressen wie ein reißender Löwe.
31 O du [verkehrtes] Geschlecht, achte doch auf das Wort des Herrn! Bin ich denn für Israel eine Wüste gewesen oder ein Land tiefer Finsternis? Warum spricht denn mein Volk: »Wir schweifen frei umher! Wir kommen nicht mehr zu dir!«
32 Vergißt auch eine Jungfrau ihren Schmuck, oder eine Braut ihren Gürtel? Aber mein Volk hat mich vergessen seit unzähligen Tagen.
33 Wie gut weißt du deinen Weg einzurichten, um Liebe zu suchen! Darum hast du dich auch an Verbrechen gewöhnt auf deinen Wegen.
34 Sogar an deinen [Kleider-]Säumen findet man das Blut armer, unschuldiger Seelen, die du nicht etwa beim Einbruch angetroffen hast, sondern auf all diesen [Wegen].
35 Aber du sagst: »Ich bin doch unschuldig; gewiß hat sich sein Zorn schon von mir abgewandt!« — Siehe, ich will mit dir ins Gericht gehen, weil du sagst: »Ich habe nicht gesündigt!«
36 Was läufst du ständig hin und her und änderst deinen Weg? Du wirst an Ägypten ebenso zuschanden werden, wie du an Assyrien zuschanden geworden bist!
37 Auch von dort wirst du abziehen müssen, die Hände auf dem Kopf; denn der Herr hat die verworfen, auf welche du dein Vertrauen setzt, und es wird dir mit ihnen nicht gelingen!
3:1-5: Und er spricht: »Wenn ein Mann seine Frau verstößt und sie ihn verläßt und einem anderen Mann zu eigen wird, darf er wieder zu ihr zurückkehren? Würde nicht ein solches Land dadurch entweiht? Du aber hast mit vielen Liebhabern gehurt; doch kehre wieder zu mir zurück!« spricht der Herr.
2 Erhebe deine Augen zu den Höhen und schau: Wo hast du dich nicht schänden lassen? An den Wegen sitzend, hast du auf sie gewartet wie ein Araber in der Wüste, und du hast das Land entweiht durch deine Hurerei und deine Bosheit!
3 Deshalb blieben die Regenschauer aus und kein Spätregen fiel; aber du hattest die Stirn eines Hurenweibes und wolltest dich nicht schämen.
4 Hast du nicht eben jetzt angefangen, mir zuzurufen: »Mein Vater, der Freund meiner Jugend bist du!
5 Sollte er ewiglich grollen, für immer zürnen?« — Siehe, so hast du gesprochen und dabei Böses getan und es durchgesetzt!


Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 
Anbetung
Predigt
Abendmahl (Teilnahme freiwillig) 
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr 
 
  Herzlich willkommen!
Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)  
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:
 
 "Die Stunden, die wir mit Gott verbringen, sind der Brunnen, 
aus dem unsere Heiligung fließt – und unsere Freude."
  Randy Alcorn

"Oh Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens! Wo Hass ist, lass mich Liebe säen; wo Unrecht, Verzeihung; wo Zweifel, Glaube; wo Verzweiflung, Hoffnung; wo Finsternis, Licht und wo Trauer, Freude."
  Franziskus von Assisi