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Samstag, 31. Oktober 2015

Reformation

Am 31. Oktober kämpfen das Gedenken an Luthers Reformation und Halloween um die Vorherrschaft. Wenn ich von dem ausgehe, was man im Radio hört, hat Halloween „zu Null“ gewonnen. Viel über das Heidenfest, nichts – oder fast nichts – über die Reformation.

Luthers Reformation soll bei uns CHristen nicht vergessen werden. Wenn Luther heute leben würde, was würde er wohl heute sagen?
 
… zum Wohlstandsdenken der Christenheit:
Worauf du nur dein Herz hängst und verlässest, das ist eigentlich dein Gott.* 
 
… zur Gleichgültigkeit der Christenheit dem von Luther übersetzten Wort Gottes gegenüber:
Gottes Wort ist ein Blümelein, das heißt: Je länger, je lieber. Wer das einmal recht ergreift, der gewinnt es so lieb, dass er's immer je mehr und mehr begehrt. 
 
… zur Müdigkeit der Christenheit, Gottes Reich trotz einer stressgeladenen Welt zu bauen:
Anstrengungen machen gesund und stark. 
 
… zur Selbstliebe der Christenheit:
Der Glaube bringt den Menschen zu Gott, die Liebe bringt ihn zu den Menschen. 
 
… zur christlichen Spaßgesellschaft:
Glück betört mehr Leute als Unglück.
 
 … zur modernen Rechtsprechung:
Guter Jurist, böser Christ. 
 
… zum Starrummel in der heutigen Christenheit:
Sollen die Werke gut sein, so muss zuvor der Mann gut sein, der sie tut, denn wo nichts Gutes inne ist, da kommt nichts Gutes raus. 
 
… zur Fremdenfeindlichkeit, u.a. in vielen Teilen der christlichen Welt
Unser Nächster ist jeder Mensch, besonders der, der unser Hilfe braucht. 
 
… zur gesellschaftlichen Angriffen auf christliche Ethik und Moral:
Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen. 
 
… zum freizügigen Umgang mit Alkohol innerhalb der Christenheit
Das Saufen ist in unseren Landen eine Art Pest, welche durch Gottes Zorn über uns geschickt ist. 
 
… zum Druck durch Politik und Gesellschaft auf junge Mütter
Die Welt schändet immer, was man loben soll, und lobt, was man schänden soll. 
 
… zum Abbau christlicher Feiertage:
Wer den "stillen Freitag" und den Ostertag nicht hat, der hat keinen guten Tag im Jahr. 
 
Man könnte die Luther-Zitatreihe fortführen. Es gibt mehr als genügend Abweichungen der Christenheit von der Schrift, die für Luther oberste Autorität hatte. Allerdings würde es möglicherweise auch diesmal, fast 500 später, nicht mehr zu einer echten Reformation reichen, sondern „nur“ zur Gründung einer neuen Kirche.
 
Luther ist einmalig – so wie Du und ich einmalig sind. Vielleicht erweckt Gott noch einmal einen Reformator wie Luther. Ich bezweifle es, schließe es aber nicht aus. Was ich nicht bezweifle ist die Tatsache, dass Gott Dich und mich gebrauchen möchte, unsere persönliche, kleine Welt zu reformieren, durch ein konsequentes Leben für Jesus. Nicht der Name „Luther“, sondern ein konsequentes Leben für Jesus sind ausschlaggebend für Geschehnisse, die die Welt verändern.(w)
* Alles in blau und kursiv sind Luther Zitate

Freitag, 30. Oktober 2015

Danken kann ...

Wir danken Gott allezeit für euch alle,
wenn wir euch erwähnen in unseren Gebeten.
(1 Thess 1:2)

Paulus schreibt diesen Satz an die Gemeinde in Thessalonich. Irgendwo beschämen diese Verse ja,  denn die Gemeinde war noch gar nicht alt, die Gläubigen waren jung im Glauben und sie kannten bereits handfeste Verfolgung.  Trotzdem schreibt Paulus:

Wir danken Gott allezeit für euch alle,
wenn wir euch erwähnen in unseren Gebeten.

Zweierlei kommt in den Sinn: Erstens, wenn wir an Andere denken – besonders in unseren Gebeten, dann lasst uns doch zuerst Gott für unseren Nächsten danken – zumindest immer wieder mal. Irgendwie offensichtlich von diesem Vers her, oder? Paulus sagt, er tut das allezeit! Er dankt also Gott jedesmal für die Thessalonicher, wenn er für sie betet.

Danken ist nicht nur biblisch. Danken ist geistlich und Danken ist therapeutisch. Wie das?

Danken kann helfen in einer Beziehung, in der Bitterkeit herrscht, denn um zu Danken muss ich das, was mich verbittert, eine Weile loslassen und mich auf das besinnen, wofür ich danken kann.
Danken kann helfen mit Leuten in der Gemeinde zurecht zu kommen, die wir nicht mögen. So etwas soll’s geben. So etwas muss aber nicht anhalten. Danken kann helfen.
Danken kann kann helfen in einer zerstrittenen Ehe, denn Danken blickt von mir selbst zum Anderen und zu den Handlungen, Eigenschaften, Erlebnissen, für die ich dankbar sein kann. In den meisten zerstrittenen Ehen wird der Focus ausschließlich auf die Differenzen gelegt.
Danken kann helfen, Frieden unter leiblichen oder geistlichen Geschwistern zu erhalten oder zu stiften. Danken bringt das Positive Anderer im Gebet vor den Gott, vor dem wir alle gleich sind.

Und dann ist da noch etwas. Vielleicht sind wir gar nicht verbittert, behaftet mit Antipathien, zerstritten oder friedlos. Vielleicht geht es uns geistlich so gut wie nie zuvor. Selbst da ist Danken gut – denn den Thessalonichern ging es ja auch gut. Sie brannten scheinbar noch mit dem Feuer der ersten Liebe. Trotzdem dankt Paulus dem Herrn für sie. Warum?

Danken kann die Liebe noch weiter vertiefen, wo man sich sowieso schon liebt.

Dank doch mal regelmäßig und ganz bewusst dem Herrn für die Menschen, für die Du betest – oder mit denen Du Probleme hast und dann beurteile nach ein paar Wochen, was der Herr in Dir getan hat.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Was ist Sünde?

Das kommt drauf an, wen man fragt. Ein hingegebener Hindu tut keiner Kuh was zuleide. Ein Moslem verarbeitet sie zu Rindfleisch. Ein Christ würde nie einen Gott neben dem Allmächtigen akzeptieren. Hindus verehren 330 Millionen Götter. Was ist Sünde? Eine Lüge ist eine Sünde. Was aber, wenn es eine Notlüge ist, eine Lüge, die jemandem das Leben rettet oder die mir selbst den Rücken frei hält?
Andere definieren anders. Sie zählen keine Taten auf sondern beschreiben eher philosophisch: “Sünde ist, das Ziel zu verfehlen!“

Interessant ist eine Beschreibung, die mir kürzlich in die Finger fiel. Zu finden als John Piper’s Einleitung zu dem Lied des christlichen Rappers Shai Linne, „All consuming Fire“ (siehe Seitenfenster)

Was ist Sünde?
Die Herrlichkeit Gottes nicht geehrt.
Die Heiligkeit Gottes nicht verehrt.
Die Größe Gottes nicht bewundert.
Die Kraft Gottes nicht gelobt.
Die Wahrheit Gottes nicht gesucht.
Die Weisheit Gottes nicht geachtet.
Die Schönheit Gottes nicht angesehen.
Die Güte Gottes nicht gekostet.
Der Treue Gottes nicht vertraut.
Die Gebote Gottes nicht befolgt.
Die Gerechtigkeit Gottes nicht respektiert.
Den Zorn Gottes nicht gefürchtet.
Die Gnade Gottes nicht gekostet.
Die Gegenwart Gottes nicht geschätzt.
Die Person Gottes nicht geliebt.
Das ist Sünde!

Eine ganz andere Sichtweise. Nicht anders im Sinne von falsch. Anders im Sinne von neu. Aber hat Piper nicht recht? Wie leicht ist es, Mord und Totschlag, Lügen, Stehlen und grobe Unmoral als Sünde zu definieren. Damit sind wir aus dem Schneider – so ziemlich jedenfalls. Sollte  Pipers Definition aber etwas für sich haben, dann hat Sünde nicht nur mit dem zu tun, was ich tue, sondern sehr viel mit dem, was ich Gott vorenthalte. Das möchte ich ändern! (w)

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Das Pferd und der Esel

Der griechische Dichter Aesop lebte etwa 600 Jahre vor Christus. Viele Fabeln kommen aus seiner Feder, auch die vom Pferd und vom Esel.

Ein Bauer trieb ein Pferd und einen Esel, beide gleichmäßig beladen, zu Markte. Als sie schon eine gute Strecke vorwärts gegangen waren, fühlte der Esel seine Kräfte abnehmen. "Ach", bat er das Pferd kläglich: "Du bist viel größer und stärker als ich, und doch hast du nicht schwerer zu tragen, nimm mir einen Teil meiner Last ab, sonst erliege ich." 

Hartherzig schlug ihm das Pferd seine Bitte ab: "Ich habe selbst meinen Teil, und daran genug zu tragen." 

Keuchend schleppte sich der Esel weiter, bis er endlich erschöpft zusammenstürzte. 

Vergeblich hieb der Herr auf ihn ein, er war tot. Es blieb nun nichts weiter übrig, als die ganze Last des Esels dem Pferde aufzupacken, und um doch etwas von dem Esel zu retten, zog ihm der Besitzer das Fell ab und legte auch dieses noch dem Pferde oben auf. 

Zu spät bereute dieses seine Hartherzigkeit. "Mit leichter Mühe", so klagte es, "hätte ich dem Esel einen kleinen Teil seiner Last abnehmen und ihn vom Tode retten können. jetzt muss ich seine ganze Last und dazu noch seine Haut tragen."

Das Pferd bemitleidet hauptsächlich sich selbst. Hätte es früher geholfen, bräuchte es jetzt nicht zu leiden.

In der Welt der Menschen geschieht Tag für Tag ähnliches. Kein Mensch hat ein sorgenfreies Leben. Alle haben Lasten zu tragen. Klar, die einen mehr, die anderen weniger. Und manchmal treffen sich zwei, die beide eine ordentliche Last zu tragen haben. Da fällt das Helfen schon schwerer. Dennoch fordert uns Gottes Wort auf, zu helfen. Und das sollte für uns Christen auch immer möglich sein. Wenn der Herr uns in Galater 6:2 aufträgt:

„Einer trage des anderen Lasten,
und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!“

dann hat Er das ohne Einschränkungen gesagt. Wir alle dürfen Lastenträger sein. Und wir brauchen keine Pferdesorgen (s.o.) zu haben, denn Lasten, die wir im Sinne von Galater 6:2 tragen, werden uns nicht zerbrechen. Lasten anderer, unter die wir uns stellen, tragen wir ja nicht selbst oder ewig. Wir helfen unserem Nächsten lediglich, seine Last zum Kreuz zu tragen und bei Jesus abzulegen.

Das ist auch das V orbild, das Jesus uns gegeben hat! Unsere Gesinnung soll nach Philipper 2:5 die Gesinnung Jesu sein. Menschen kamen zu Jesus … mit ihren Nöten … Streitigkeiten … Krankheiten … Fragen … Beschwerden … Bedürfnissen … Sorgen – mit allem, was sie als Last auf dem Herzen trugen. Und was immer sie zu Jesus brachten, darum kümmerte Er sich. Jesus nahm den Menschen ihre Lasten ab. Das können wir nur zu einem Teil tun, indem wir uns einen Moment mit ihnen unter ihre Lasten stellen und diese, gemeinsam mit ihnen, zu Jesus bringen. Das zu tun segnet beide: den Helfer und den, dem geholfen wird!

Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut,
für den ist es Sünde.“ (Jakobus 4:17)

Dienstag, 27. Oktober 2015

Von Spurgeon

Hier ein sprachlich leicht überarbeiteter Artikel von Charles Haddon Spurgeon zum Thema: „Anhaltendes Gebet“. Besonders der zweite Abschnitt hat es mir angetan und mich ermutigt, „dran zu bleiben“. Möge der Herr auch Dich segnen, motivieren und zum Beter heranwachsen lassen.

Vernachlässige die Bitten und Seufzer nicht, die dir Gottes Geist in dein Herz gibt; denn siehe, das, um was du bittest, ist des Anhaltens wohl wert. Zudem, wenn du betest, bist du wie einer, der um ein Almosen fleht, und darfst Gott nicht selber vorschreiben, wann und wie Gott die Erhörung gewähren soll. Wenn du die richtige Meinung von dir hättest, so würdest Du sagen: „Es ist ein Wunder, dass Er nur auf meine Worte hört, so gar nicht verdiene ich’s. Ach, mag denn wirklich der Unendliche Sein Ohr zu mir neigen? Darf ich hoffen, dass Er auf mein Flehen achtet? Dann will ich in meinem Bitten gerne fortfahren.“ Und bedenke, dass dies deine einzige Hoffnung ist; denn außer Ihm ist kein Heiland. Er oder keiner: Christi Blut oder der ewige Zorn. Und zu wem wolltest du gehen, wenn du dich von Ihm abwendest? Noch nie ist einer zu Grunde gegangen, der um Gnade gefleht hat; darum halte an.

Weiter: bessere Menschen als du haben auf Erhörung warten müssen. Könige und Patriarchen und Propheten haben gewartet; darum darfst du dich’s nicht verdrießen lassen, eine kleine Weile in des Königs Vorhof zu harren. Es ist eine Ehre, wenn man wie Mordechai am Tore sitzen darf. Bete immer - harre immer!

„Ach“, spricht einer, „das habe ich ja lange getan.“ Ja, ja, es gibt ein gar verschiedenes Warten. Es ruft einer: „Ich habe gewartet;“ aber er hat seine Arme ineinander geschlagen und hat sich schlafen gelegt. So kannst du warten, bis du verloren bist. Das Warten, das ich meine, ist das Ausharren bis ans Ende, das Warten des armen Leidenden, der des Arztes harrt, und in seinen Schmerzen sehnsüchtig ruft: „Kommt der Doktor bald?“ Ich will für meinen Meister Bürge sein, wenn ich sage, dass kein solcher leer von dannen geht. Er bricht Seine Verheißungen nie und nimmermehr. Nimm Ihn nur beim Wort, ja nimm Ihn beim Wort!

Montag, 26. Oktober 2015

Reihenfolgen

Kevin Fitzgerald ging auf einer Männerfreizeit auf die Verse aus Kolosser 1:15-20 ein.

In diesen Versen geht es ganz kompakt um Jesus. 7x in den 6 Versen heißt es „in“, „durch“ oder „für“ IHN. Der Bibellehrer F.B. Meyer schreibt:

In JEDEM Christenleben ist Jesus gegenwärtig!
In VIELEN Christenleben ist Jesus wichtig!
In JEDEM Christenleben möchte Jesus das Wichtigste sein!

Und dann kam die Korrektur eines sehr verbreiteten Missverständnisses, das mich schon lange genervt hat, von dem ich aber nie wusste, wie ich es anfassen sollte. Das Missverständnis liegt in der vorgeschlagenen Reihenfolge:

1. Jesus   2. Familie   3. Dienst

Kevin erklärte: Diese Ordnung ist falsch. Die Richtige Reihenfolge muss lauten:

1. Jesus   2. Jesus   3. Jesus

In ALLEN Bereichen möchte Jesus das Zentrum sein. In ALLEM muss Er das Wichtigste sein, sowohl in unserem Leben, als auch in unserer Familie, unserem Dienst, am Arbeitsplatz, Hobby, Freizeit und ALLEN anderen Bereichen des Lebens. Jesus will nicht nur im geistlichen Bereich #1 sein und überlässt uns die Bereiche 2 bis xxxx. Nein, Herr über ALLES und in ALLEM möchte Er sein. In Kolosser 3:17 heißt es:

Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk,
alles tut im Namen des Herrn Jesus, 
und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn! (ElbÜ)

Natürlich kommt gleich die Frage: „Und wo kommt meine Familie?“  oder: „Und wo kommt meine Freizeit?“ „meine Freunde“ „mein anderes Leben?“  In Matthäus 6:33 gibt Jesus die Antwort:

Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes 
und nach Seiner Gerechtigkeit!
Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.

Das bedeutet: Mach Jesus in ALLEM zur Nummer 1 und Er wird sich um alles andere kümmern. Er will unser Leben ja nicht ruinieren, sondern segnen. 5 Stunden mit der Familie mit Jesus als #1 sind gewinnbringender als 8 Stunden mit Jesus auf dem Rücksitz. 4 Stunden Freizeit mit Jesus als # 1 sind erholsamer und heilsamer als 10 Stunden, in denen Er eine Nebenrolle in unserem Leben spielt. Zuerst nach Jesus trachten – und um dem Rest brauchen wir uns gar keine Gedanken zu machen. Die macht Er sich dann für uns.

Nachdenkenswerte Überlegungen zum Thema, dass ALLE Fülle, ALLES, was wir brauchen, in Jesus zu finden ist. Wir haben keinen geistlichen und nicht-geistlichen Teil unseres Lebens. Christus ist unser Leben, von A bis Z. Wenn Er es nicht ist, verlieren wir. Ist Er es, sind wir gesegnet!

Sonntag, 25. Oktober 2015

Herzliche Einladung zum Gottesdienst"

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute: Jeremia 37+38 

Jeremia 37:1-21:  Und Zedekia, der Sohn Josias, regierte als König an Stelle Jechonjas, des Sohnes Jojakims, denn Nebukadnezar, der König von Babel, hatte ihn zum König über das Land Juda gemacht.  Aber weder er, noch seine Knechte, noch das Volk des Landes hörten auf die Worte des Herrn, die er durch den Propheten Jeremia geredet hatte. Und der König Zedekia sandte Jehuchal, den Sohn Schelemjas, und den Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, zu dem Propheten Jeremia und ließ ihm sagen: Bete doch für uns zu dem Herrn, unserem Gott! Damals ging Jeremia noch ein und aus unter dem Volk, denn sie hatten ihn noch nicht ins Gefängnis gesetzt. Und das Heer des Pharao war aus Ägypten aufgebrochen. Als das die Chaldäer erfuhren, die Jerusalem belagerten, zogen sie von Jerusalem ab. Da erging das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia folgendermaßen: So spricht der Herr, der Gott Israels: So sollt ihr dem König von Juda antworten, der euch zu mir gesandt hat, um mich zu befragen: Siehe, das Heer des Pharao, das heraufgezogen ist, um euch zu helfen, wird wieder in sein Land, nach Ägypten, zurückkehren. Die Chaldäer aber werden wiederkommen und gegen diese Stadt kämpfen, sie einnehmen und mit Feuer verbrennen. So spricht der Herr: Habt acht, daß ihr euch nicht selbst betrügt, indem ihr denkt: »Die Chaldäer ziehen jetzt gewiß von uns ab!« Nein, sie werden nicht abziehen! Denn wenn ihr auch das ganze Heer der Chaldäer, die euch belagern, schlagen würdet, und es würden von ihnen nur etliche Verwundete übrigbleiben, so würden sie dennoch aufstehen, jeder in seinem Zelt, und diese Stadt mit Feuer verbrennen! 

Und es geschah, als das Heer der Chaldäer vor dem Heer des Pharao von Jerusalem abgezogen war, da verließ Jeremia Jerusalem, um ins Land Benjamin zu gehen und dort unter dem Volk seinen Besitzanteil in Empfang zu nehmen. Als er aber zum Tor Benjamin kam, war dort ein Befehlshaber der Wache namens Jerija, ein Sohn Schelemjas, des Sohnes Hananjas; der ergriff den Propheten Jeremia und sprach: Du willst zu den Chaldäern überlaufen! Da sprach Jeremia: Das ist eine Lüge! Ich will nicht zu den Chaldäern überlaufen! Aber Jerija wollte ihm nicht glauben, sondern nahm Jeremia fest und führte ihn vor die Fürsten. Und die Fürsten wurden zornig über Jeremia und schlugen ihn und setzten ihn ins Gefängnis im Haus des Schreibers Jonathan; denn dieses hatte man zum Kerker gemacht. So kam Jeremia ins Gefängnis und unter die Gewölbe; und Jeremia blieb dort lange Zeit. 

Aber der König Zedekia sandte nach ihm und ließ ihn holen; und der König fragte ihn heimlich in seinem Haus und sprach: Hast du ein Wort von dem Herrn? Jeremia antwortete: Ja! und sprach: Du wirst in die Hand des Königs von Babel gegeben werden! Auch sprach Jeremia zu dem König Zedekia: Was habe ich gegen dich, gegen deine Diener und gegen dieses Volk gesündigt, daß ihr mich ins Gefängnis gesetzt habt? Wo sind eure Propheten, die euch geweissagt und gesagt haben: »Der König von Babel wird nicht über euch und über dieses Land kommen?« Und nun, höre doch, mein Herr und König! Laß doch meine Bitte etwas vor dir gelten und schicke mich nicht wieder in das Haus Jonathans, des Schreibers, zurück, damit ich nicht dort sterbe! Da gab der König Zedekia Befehl, und man versetzte Jeremia in den Gefängnishof und gab ihm täglich einen Laib Brot aus der Bäckerstraße, bis alles Brot in der Stadt aufgegessen war. So blieb Jeremia im Gefängnishof.
Jeremia 38:1-28: Schephatja aber, der Sohn Mattans, und Gedalja, der Sohn Paschhurs, und Juchal, der Sohn Schelemjas, und Paschhur, der Sohn Malkijas, hörten die Worte, die Jeremia zu dem ganzen Volk redete, indem er sprach: So spricht der Herr: Wer in dieser Stadt bleibt, der muß sterben durch Schwert, Hungersnot oder Pest; wer aber zu den Chaldäern hinausgeht, der soll am Leben bleiben; er wird seine Seele als Beute davontragen und leben! So spricht der Herr: Diese Stadt wird ganz gewiß in die Hand des Heeres des Königs von Babel gegeben werden, und er wird sie einnehmen! Da sprachen die Fürsten zum König: Dieser Mann muß endlich getötet werden; denn damit macht er nur die Hände der Kriegsleute schlaff, die in dieser Stadt noch übriggebliebenen sind, und auch die Hände des ganzen Volkes, weil er solche Worte an sie richtet; denn dieser Mensch sucht nicht das Wohl, sondern das Unglück dieses Volkes! Da antwortete der König Zedekia: Siehe, er ist in eurer Hand; denn der König vermag nichts gegen euch! Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne des Königssohnes Malkija, die sich im Gefängnishof befand; und sie ließen ihn an Stricken hinunter. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern nur Schlamm; und Jeremia sank in den Schlamm. Als aber Ebed-Melech, der Kuschit, ein Kämmerer im Palast des Königs, hörte, daß man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte — der König saß gerade im Tor Benjamin —,  da verließ Ebed-Melech den königlichen Palast und redete mit dem König und sprach:  Mein Herr und König, jene Männer haben unrecht getan in allem, was sie dem Propheten Jeremia zugefügt haben, indem sie ihn in die Zisterne geworfen haben. Er muß ja dort unten an Hunger sterben, denn es ist kein Brot mehr in der Stadt! Da befahl der König dem Kuschiten Ebed-Melech: Nimm 30 Männer von hier mit dir und zieh den Propheten Jeremia aus der Zisterne, bevor er stirbt! Da nahm Ebed-Melech die Männer mit sich und ging zum Palast und nahm aus dem Raum unter der Schatzkammer alte Lumpen und abgetragene Kleider und ließ sie an Stricken zu Jeremia in die Zisterne hinunter. Und Ebed-Melech, der Kuschit, sprach zu Jeremia: Lege doch die alten Lumpen und zerrissenen Kleider zwischen deine Achselhöhlen und die Stricke! Und Jeremia machte es so. Da zogen sie Jeremia an den Stricken hoch und holten ihn aus der Zisterne heraus, und Jeremia blieb im Gefängnishof.
 

Der König Zedekia aber sandte hin und ließ den Propheten Jeremia zu sich holen an den dritten Eingang, der im Haus des Herrn war; und der König sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; verschweige mir nichts! Da antwortete Jeremia dem Zedekia: Wenn ich dir etwas sage, wirst du mich nicht gewißlich töten? Wenn ich dir aber einen Rat gebe, so wirst du nicht auf mich hören! Da schwor der König Zedekia dem Jeremia insgeheim und sprach: So wahr der Herr lebt, der uns diese Seele erschaffen hat, ich werde dich nicht töten, noch dich in die Hände der Männer geben, die nach deinem Leben trachten! Da sprach Jeremia zu Zedekia: So spricht der Herr, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn du freiwillig zu den Fürsten des Königs von Babel hinausgehst, so sollst du am Leben bleiben, dann soll auch diese Stadt nicht mit Feuer verbrannt werden, und du sollst samt deinem Haus am Leben bleiben. Wenn du aber nicht zu den Fürsten des Königs von Babel hinausgehst, so wird diese Stadt in die Hand der Chaldäer gegeben werden, und sie werden sie mit Feuer verbrennen; und du wirst ihren Händen nicht entkommen! Da antwortete der König Zedekia dem Jeremia: Ich fürchte die Juden, die zu den Chaldäern übergelaufen sind; man könnte mich ihnen ausliefern, daß sie mich mißhandeln! Jeremia antwortete: Man wird dich ihnen nicht ausliefern! Höre doch auf die Stimme des Herrn in dem, was ich dir sage, so wird es dir wohl ergehen und du wirst am Leben bleiben! Weigerst du dich aber hinauszugehen, so hat mich der Herr dieses Wort sehen lassen: Siehe, alle Frauen, die noch im Palast des Königs von Juda übriggeblieben sind, werden zu den Fürsten des Königs von Babel hinausgeführt werden, und dabei werden sie jammern: »Deine guten Freunde1 haben dich verführt und überwältigt; als deine Füße im Schlamm versanken, machten sie sich davon!« Dann müssen alle deine Frauen und alle deine Kinder zu den Chaldäern hinausgehen, und auch du wirst ihren Händen nicht entkommen, sondern von der Hand des Königs von Babel erfaßt werden, und diese Stadt wirst du mit Feuer verbrennen!2 Da sprach Zedekia zu Jeremia: Niemand darf etwas von diesen Worten erfahren, sonst mußt du sterben! Sollten aber die Fürsten erfahren, daß ich mit dir geredet habe, und zu dir kommen und dir sagen: »Berichte uns doch, was du mit dem König geredet hast! Verschweige uns nichts, so wollen wir dich nicht töten; und was hat der König zu dir gesagt?«  so antworte ihnen: »Ich habe den König angefleht, mich nicht wieder in das Haus Jonathans bringen zu lassen, damit ich nicht dort sterbe.«  Als nun die Fürsten zu Jeremia kamen und ihn fragten, gab er ihnen mit den Worten Bescheid, die der König ihm befohlen hatte; da ließen sie ihn in Ruhe; denn die Sache war nicht weiter bekannt geworden. Jeremia aber blieb im Gefängnishof bis zu dem Tag, an dem Jerusalem eingenommen wurde.  

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 (parallel Kindergottesdienst) 


Anbetungszeit
Predigt

Einladung zum Mittagessen @ CCFG  

Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst

Beginn: 10:30 Uhr    


Calvary Chapel Freier Grund

Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 

57290 Neunkirchen-Zentrum    


 
Sonntagszitat:
 Wir sollten nicht erwarten, 
dass wir besser als unser Herr behandelt werden."

(William MacDonald)

"Gehen Sie sonntags in die Kirchen, 
dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben."

(Margot Käsmann)