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Samstag, 16. Juli 2016

Gott ist nicht tot!


Gestern waren unsere zwei Antworten auf die Frage des Leidens, dass Leiden uns läutert und heiligt und dass Leiden uns zu neuen Ebenen der Anbetung bringen kann. Heute wollen wir einen dritten Grund anschauen. Die Liste weitere Gründe ist lang und die „Warum“ Frage im Leid ist eine Frage, die nie zu 100% – für alle Situationen passend – beantwortet werden kann.

Paulus lehrt in Römer 8:18:

„Denn ich bin überzeugt, daß die Leiden der jetzigen
Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der
Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.“

Gott sagt uns, dass wir eine Zukunft haben, die eine Herrlichkeit bringt, die jedes Maß an Leid vergessen läßt. Das ist leicht gesagt, wenn unser ganzes Leid darin besteht, ab und zu einen Schnupfen oder eine Missstimmung zu haben. Wenn unser Leiden aber Trauer, Trauma oder permanente Schmerzen beinhaltet, wird uns die Zeit manchmal lang, die uns in diese Herrlichkeit führt.

Dennoch ist das die Aussage des Apostels, der uns zuruft: Vergesst die Herrlichkeit nicht! Leiden kann also durchaus auch das Ziel haben, uns den Trost der Herrlichkeit nicht vergessen zu lassen und unsere Augen nicht auf die Leiden der Jetztzeit zu richten, sondern auf die Herrlichkeit, die kommende Erlösung und den lebendigen Gott.

Ich las von einem Mann, der ein Bild beschrieb, das diese Gedanken auf den Punkt bringt:
Auf dem Bild ist eine alte, völlig abgebrannte Berghütte zu sehen. Das Einzige, was noch steht, ist der Schornstein. Ansonsten liegen die verkohlten Reste des Familienbesitzes verstreut herum.

Vor dem zerstörten Haus steht ein alter Mann. Er sieht aus wie ein Großvater. In der Unterwäsche steht er da – und neben ihm steht ein kleiner Junge, der eine geflickte Latzhose an sich drückt. Offensichtlich weint der Junge.

Unter dem Bild sind die Worte zu lesen, die der Künstler dem alten Mann in den Mund legt, und die er zu dem Jungen sagte. Einfache Worte, mit tiefer Theologie: Er sagt: "Ruhig Kind, Gott ist nicht tot!"

Das ist unsere feste Zuversicht, unser Vertrauen und unser Wissen: Gott ist nicht tot! Im Gegenteil: Er sieht uns, hört uns, steht uns bei und setzt sich sogar noch aktiv für uns ein, wenn alles Leid der Welt über uns hereinbricht, wir nicht mal mehr beten können und es uns vorkommt, als sei Gott tot. Jesus lebt und diese Hoffnung beschreibt Paulus in Römer 8:27:

“Der Vater, der alle Herzen kennt, weiß, was der Geist sagt,
denn der Geist bittet für die, die zu Gott gehören,
wie es dem Willen Gottes entspricht.“

Herzliche Einladung zum Gottesdienst morgen.  Es geht weiter im Römerbrief mit dem bekannten, aber seltsamen Vers aus Kapitel 8:28: "Alle Dinge zum Besten ..."

CCFG
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 15. Juli 2016

Leiden

Leiden gehören zum Leben! Alle Menschen leiden, Christen, Nichtchristen, Reiche, Arme, die Weisen und die Dummen, die Alten, die Jungen. Manche leiden mehr, manche weniger, aber alle leiden. Christen manchmal umso mehr. Aber warum? Warum müssen auch Christen oder gerade Christen leiden?

Vielleicht kann uns ein Stück einfacher Stahl als Antwort dienen. Dieses Stück Stahl im Wert von 5,00 € kann man zu einem Hufeisen schmieden, das dann einen Wert von vielleicht 10 Euro hat. Wer aus dem 5 € Stahlstück allerdings Nadeln hergestellt, kann mit all den Nadeln vielleicht 300 € verdienen. Würde man den Stahl zu zarten Federn für teure Uhren macht, steigt der Wert in die Tausende. Dasselbe Stück Stahl wird wertvoller, je mehr es erhitzt und immer wieder erhitzt wird, zurechtgeschnitten, zurechtgehämmert, manipuliert, geschlagen und wieder geschlagen, aufgearbeitet und poliert wird, bis es für seine Aufgabe zubereitet ist.

Leiden läutert und formt. Selbst von Jesus heißt es in Hebräer 5:8:

Obwohl Jesus der Sohn Gottes war,
lernte er doch durch sein Leiden, gehorsam zu sein.

Das heißt nicht, daß Jesus auch ungehorsame Zeiten hatte. Als Gottes Sohn lebte Er ohne Anfang von Ewigkeit her in ungetrübter Harmonie mit dem Vater. Aber als Mensch mußte dieser Gehorsam im Leidensfeuer bestätigt werden. Jesus musste uns in allem gleich werden.

Ein Grund für Leiden – nicht der einzige – ist, dass Gott uns läutern und heiligen möchte.

Ein weiterer Grund ist, dass Gott uns auf besondere Ebenen der Gotteserfahrung und Anbetung führen möchte. Begegnungen mit Gott, die wir nie wieder vergessen werden.

Ein Pastor berichtet, wie er einen Freund zu Hause besucht und dabei das wunderbare Singen eines Vogels hört, nicht das normale Gepiepse und Gezirpe, sondern eine wirklich bemerkenswerte Melodie. Als der Pastor sich im Raum umsieht, entdeckte er einen Vogelkäfig, in dem der Vogel sitzt. Später im Gespräch wird ihm erklärt, dass man dem Vogel die Melodie in der Nacht vorgepfiffen hatte, als alles dunkel war und der Vogel durch nichts anderes abgelenkt wurde.

Oft lernen wir die schönsten (oder wichtigsten) Dinge in der Nacht, wenn Dunkelheit uns umgibt. Wir liebendie Nacht nicht, aber wir sind dankbar für die wichtigen Lektionen, die wir in der Dunkelheit lernen.

Hiobs Lektionen waren Lektionen, die er in der Nacht lernte. Hiob litt wie vielleicht kaum ein Mensch auf Erden. Er litt unter fürchterlicher Krankheit. Er litt unter Verlust seines gesamten Großbesitzes. Er litt unter dem Verlust seiner 10 Kinder, die alle umkamen. Er litt unter dem Entzug der Freundschaft durch seine Freunde. Er litt unter der Abkehr seiner Frau, von ihm und er litt unter der Frage: „Warum lässt Gott das zu?“

NACH seinem Leiden hatte er soviel gelernt und war geistlich dermaßen gewachsen, dass er betet:
„Herr, ich kannte dich nur vom Hörensagen,
jetzt aber habe ich dich mit eigenen Augen gesehen!“

Andere Menschen würden Hiob zustimmen und bekennen:
- Was ich durchgelitten habe, möchte ich nie wieder durchleiden müssen
- Aber was ich gelernt habe, möchte ich um nichts in der Welt missen

Halte Dich fest an der Tatsache, dass Gott keine Fehler macht, auch nicht mit Leiden, die Er in Deinem Leben erlaubt. Vertraue Ihm, dass Sein Plan gut ist!

Donnerstag, 14. Juli 2016

Der vertikale Strich

Heute morgen in meiner Stillen Zeit wurde ich an ein Buch erinnert, das der Evangelist Reinhard Bonnke vor Jahren einmal jedem Haushalt in Deutschland zukommen ließ. Der Titel lautete: „Vom Minus zum Plus“. Heute Morgen wurde ich neu erinnert, dass Gottes vertikaler Strich JEDES Minus zum Plus machen kann – auch, wenn wir Menschen es uns beim besten Willen und mit aller Phantasie nicht vorstellen können. Ich las in 1 Mose 49, wie Jakob vor seinem Tod seine 12 Söhne segnete. Simeon und Levi waren die Anführer einer mörderischen Aktion gegen die Stadt Sichem. Jakob „segnet“ sie mit den Worten (1 Mose 49:7):

„Verflucht sei ihr Zorn, weil er so heftig, 
und ihr Grimm, weil er so hart ist!
Ich will sie verteilen unter Jakob und zerstreuen unter Israel.“

Das schaut nicht wie ein großes Plus aus, sondern eher wie ein Minus. Aber – zumindest im Fall von Levi – hat Gott Seine Pläne und macht das Minus zum Plus. Jahrhunderte später werden die Nachkommen Levis zum Priestervolk berufen, das Gott vollzeitig dienen darf. Ein Vorrecht! Dazu wurden sie – gemäß der Prophetie Jakobs – über das ganze Land Israels verteilt. Was wie ein Minus aussah, machte Gott zu einem Plus.

Solches Handeln Gottes ist keine Ausnahme! Bereits einige Jahre zuvor hatte Josef sich in Ägypten seinen Brüdern zu erkennen gegeben. Sie glaubten ihn tot, denn sie hatten ihn in mörderischem Hass als Sklaven verkauft und nie wieder von ihm gehört. Jetzt fürchteten sie seine Rache, aber Josef sagt zu ihnen (1 Mose 45:7+8a):

 „Gott hat mich vor euch hergesandt, 
um euch einen Überrest zu sichern auf Erden,
und um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung.
Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott ...“

Josef weist auf den vertikalen Strich Gottes hin, der eine schreckliche Tat vom Minus zum Plus machte.

Israel war als Volk berufen, ein Licht für die Heiden zu sein. Aber (fast) die ganze Geschichte Israels im AT ist eine Tragödie und eine Abwechslung von Ungehorsam, Murren, Götzendienst, mehr Murren, Morden (sogar der eigenen Propheten), Gefangenschaften ... Ein klares, dunkles Minus. Aber Paulus weist uns auf Gottes vertikalen Strich hin, wenn er in Römer 11:11 erklärt:

Sondern durch ihren Fall wurde das Heil den Heiden zuteil, 
um sie zur Eifersucht zu reizen.

Israels Fall wurde zum Türöffner für die Nationen, was wiederum zum Heil Israels beitragen soll. Herrlich verschlungene Segenswege Gottes.

In Apostelgeschichte 8:1 lesen wir von einem weiteren scheinbaren Minus. Da heißt es:

 „Und an jenem Tag erhob sich eine große Verfolgung 
gegen die Gemeinde in Jerusalem,
und alle zerstreuten sich in die Gebiete von Judäa und Samaria, 
ausgenommen die Apostel.“

Verfolgung und Zertreuung, die sogar Menschenleben forderte. Ein fettes Minus – wäre da nicht Gottes vertikaler Strich. Wahrscheinlich tausende von Christen flohen und verbreiteten auf ihrer Flucht das Evangelium in den Gebieten Judäas und Samariens. Das ist ein Plus!

Weitere Beispiele könnten aufgezeigt werden – in der Bibel, in der Kirchengeschichte und im Leben unzähliger einzelner Christen. Leb’ Dein Leben mit Jesus. Vertraue Ihm und Seinen Verheißungen. Halte an Ihm fest, auch wenn Du lauter Minusse um Dich herum siehst. Mach Deine vertikalen Striche nicht selbst, vertraue Jesus, dass Er sie macht in Seinem Plan zu Seiner Zeit. Dann wirst Du erfahren, wie Er auch für Dich Dein Minus zum Plus werden lässt.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Gottes Gnade erlaubte den Sturm

Momentan haben wir eine kleine Pause im Mittwochabendstudium des Hebräerbriefes. Letzten Mittwoch begann Andrew  mit dem Unterrichten des Buches Jona aus dem AT. Einige seiner Gedanken seien hier zusammengefasst. Vielleicht machen sie dem ein oder anderen „Appetit“, heute Abend dabei zu sein, wenn es in Kapitel 2 weitergeht. Über LIVESTREAM kann man auch online dabei sein.

Andrew bemerkte ganz richtig, dass kaum einer die Geschichte von Jona glauben würde, wenn sie nicht im Wort Gottes berichtet würde. Durch das Buch hindurch leuchtet Gottes Gnade auf. Aber wer war Jona eigentlich?

Jona war ein Prophet in Israel. Er hatte einen fruchtbaren Dienst innerhalb des Volkes Gottes, als Gott ihn berief, zu den Heiden zu gehen – zu denen mit einem schlimmen Ruf: nach Ninive. Gottes Gnade reicht weit über die Grenze seiner Kinder hinaus bis zu den schlimmsten Sündern!

Jona fühlte sich wohl, dem Volk Gottes zu dienen. Gott aber hatte andere Pläne. Jona flieht! Wie dumm! Als Prophet hätte er es am besten wissen müssen, dass man vor Gott nicht fliehen kann. Der größte König Israels, David, hatte diese Tatsache bereits vor langer Zeit vertont, als er den Psalm 139 schrieb, in dem es heißt (Vs 7-12):

Wo sollte ich hingehen vor deinem Geist, und wo sollte ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich hinauf zum Himmel, so bist du da; machte ich das Totenreich zu meinem Lager, siehe, so bist du auch da! Nähme ich Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten! Spräche ich: »Finsternis soll mich bedecken und das Licht zur Nacht werden um mich her!«, so wäre auch die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht leuchtete wie der Tag, die Finsternis wäre für dich wie das Licht.

Jona nahm ein Schiff in die entgegengesetzte Richtung. Aber Gott ließ nicht locker. Es entstand ein entsetzlicher Sturm, der die See-erprobte Besatzung des Schiffes in Todesangst versetzte. Irgendwie wurde klar, dass dieser Sturm nicht normal war, sondern von Gott kam. Man würfelte, man fand den Grund des Sturmes heraus: Jonas Ungehorsam – und man warf Jona ins Meer. Auch darin – so schlimm es klingt – wird Gottes Gnade deutlich. Zum einen hatte Gott die Rettung bereits vorbereitet. Noch mitten im Sturm hatte Gott einen großen Fisch in die Nähe des Schiffes schwimmen lassen. Noch mitten im Sturm, noch mitten in der Krise, noch mitten in der Angst – unsichtbar für alle Beteiligten – hatte Gott die Lösung vorbereitet und in Position gebracht. Das ist Gnade!

Nachdem Jona von Bord war, legte sich der Sturm auf göttlich wundersame Weise – grade so, wie er gekommen war. Die heidnische Besatzung des Schiffes wurde von Ehrfurcht erfüllt und brachte dem wahren Gott des Himmels Opfer und glaubten an Ihn. Gnade pur!

Der Sturm war kein Ausdruck des Gerichts Gottes, sondern Seiner Gnade. Er war nicht motiviert durch göttlichen Zorn, sondern es war göttliche Gnade, die den Sturm erlaubte. Gott hätte den ungehorsamen Propheten aufgeben können, aber Er war noch nicht fertig mit Jona. Er hatte noch einen Auftrag für Seinen Boten. Darum verwarf Er ihn nicht sondern sandte den Sturm als Erweis Seiner Gnade.

Krisen im Leben, Ängste, Stürme und Fragezeichen müssen keine Zeichen der Verwerfung und des Zornes Gottes sein, müssen kein Hinweis sein, dass Gott sich zurückgezogen und uns verlassen hat. Gerade solche Zeiten mögen Gnadenerweise Gottes sein, dass Er uns nicht aufgegeben hat.

Und wie ging es mit Jona weiter? Wie ist Gottes Gnade in seinem weiteren Leben erkennbar? Komm und hör die Fortsetzung heute Abend, 19:30 Uhr, CCFG, Bitzegarten 5, 57290 Neunkirchen.

Dienstag, 12. Juli 2016

Anbetung

Ich liebe Musik – alle möglichen Richtungen. Ich liebe Live-Konzerte. Ich liebe Anbetungsmusik, Anbetungabende und Anbetungskonzerte.

Kürzlich trat eine der zur Zeit besten Bands ganz in der Nähe auf. Sie gaben zwei Konzerte in zwei verschiedenen Monaten und ich entschied mich für das zweite. Das erste Konzert war vorüber – und ich stellte fest, dass ich für das zweite Konzert einen Terminkonflikt hatte.

Am selben Tag zur selben Zeit war unser zweiwöchiges Gebetstreffen geplant, nicht eins jener trockenen, „eine-Stunde-absitzen-Gebetstreffen“, sondern eins jener Treffen, in die man müde und leer reingeht und wach und gestärkt rauskommt und gar nicht gemerkt hat, wie die Zeit verging; eins jener Treffen, die eine Spur der Gebetserhörungen zurücklässt; eins jener Treffen, in denen man spürt, dass Jesus mit im Kreis sitzt und mit einem Lächeln im Gesicht zuhört.

Aber diese Treffen finden regelmäßig statt, alle 14 Tage. Ich nehme regelmäßig daran teil, alle 14 Tage. Die Anbetungsband wird vielleicht in den nächsten 2 Jahren nicht mehr in der Nähe auftreten – und schon gar nicht zu den günstigen Preisen.

„Frag’, ob das Gebetstreffen verlegt werden kann“, schoss es mir durch den Kopf. „Lass es doch dieses eine Mal ausfallen“, kam ein Folgegedanke.  „Die Chance kriegst Du so schnell nicht wieder“ kam es mir in den Sinn. – Dann meldeten sich auch die anderen Gedanken, und ich entschloss mich, das geliebte Gebetstreffen nicht ausfallen zu lassen und auf eine weitere Chance zu hoffen, die Anbetungsband ein andermal zu sehen. Hier meine Überlegung:

Viel hängt mit meiner Motivation zusammen. Ich liebe Musik, ich liebe Anbetung und ich liebe Anbetungsmusik. Aber Anbetung ist mehr als Musik. Wenn es mir an dem Abend wirklich um Jesus und um die Anbetung Gottes geht, dann kommt es nicht darauf an, ob diese Anbetung Jesu gesungen oder gesprochen wird. Dann kommt es nicht darauf an, ob sie in einer Halle mit vielen oder in einem Raum mit wenigen geschieht. Wenn es mir auf gute, andächtige Gefühle ankommt, wäre das Konzert (vielleicht) besser geeignet. Wenn es auf die Anbetung Jesu ankommt, steht beides zumindest gleichberechtigt nebeneinander. Darum fiel an jenem Abend die Entscheidung für das Gebetstreffen, in dem wir den Herrn von Herzen angebetet haben. Die gute Musik habe ich verpasst, Jesu Gegenwart nicht!
Und damit niemand mich missversteht: Wäre der Abend frei gewesen, wäre ich mit Sicherheit beim Konzert dabei gewesen, einem Konzert, das ich jedem aus vollem Herzen gegönnt habe, der daran teilnehmen konnte! Ich hätte es genossen, hätte Gott mit Herzen, Mund und Händen angebetet – vielleicht sogar mit noch mehr musikunterstützter Emotion. Es wäre ein schöner Abend geworden. Aber der Abend in Anbetung und Gebet mit kleiner Schar war der richtige Platz für mich an jenem Tag.

Die größte Lektion / Erinnerung für mich in diesem Zusammenhang war und ist die Tatsache, dass Anbetung nicht auf Musik und Noten reduziert werden darf. Anbetung ist Gemeinschaft mit Jesus, Leben, Lebensstil. Und die geschah an jenem Abend in der Halle und im Wohnzimmer.

Montag, 11. Juli 2016

Killer!

In einem seiner bekanntesten Gebete bittet David den Herrn:

Gib mir wieder die Freude an deinem Heil,
und stärke mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm 51:14)

Der große David, König, Prophet, Anbetungsleiter, Songwriter und Komponist, Mann nach Gottes Herzen – der betet: „Gib mir wieder die Freude an deinem Heil!“ Wie kann das sein?

Für jedes Gotteskind – egal wie lange es schon zu Jesus gehört, egal, wie fest im Glauben, egal, wie treu in der Nachfolge – wird es Zeiten geben, in denen die Freude am Heil Gottes überlagert und unterdrückt wird. Und dafür gibt es verschiedene Gründe.

Für David (Psalm 51) wurde Sünde zum Killer seiner Freude am Heil und an seinem Gott. Sünde killt und verdirbt! Immer! IMMER! Nicht nur die großen Brocken, wie David sich durch Ehebruch und Mord einen geleistet hatte. Auch die kleinen. In Prediger 10:1 heißt es:

Tote Fliegen bewirken, 
dass das Öl des Salbenbereiters stinkt und verdirbt;
ein wenig Torheit wiegt schwerer als Weisheit und Ehre!“

Sünde killt Freude! Immer! Manchmal sind es Taten, die wir tun und nicht tun sollten. Ein andermal sind es Taten, die wir tun sollten und unterlassen. Bleibt sich gleich. Sünde killt!
David bekannte seine Sünde von Herzen, wandte sich davon ab und erfuhr neu die Freude seiner Errettung, seines Glaubens.

Aber nicht immer ist es Sünde, die die Freude an unserer Errettung erstickt. In Psalm 42:8 betet der Psalmis:

„Rings um mich tobt das Wasser,
während Wellen und Wogen über mich hinweggehen.“

Oft, so oft, toben die Wellen und Wogen des Lebens um uns herum und gehen über uns hinweg. Krankheit, finanzielle Engpässe, Not mit den Kindern oder den Eltern, Probleme am Arbeitsplatz oder unzählige andere Krisen lassen immer mehr dunkle Wolken aufziehen – bis das Licht unseres Heils, Jesus, dahinter verborgen ist und wir beginnen, zu frösteln. Sorgen killen Freude! Teilweise sind es „berechtigte“ Sorgen, die zum Leben dazugehören und gegen die wir (fast) gar nichts tun können. Oft sind es aber auch Sorgen, die nicht zu uns kommen, sondern zu denen wir gehen. Sorgen, die wir uns unnötigerweise machen und die uns von Jesus ablenken und die Freude an unserer Errettung ersticken. Was unternimmt der Psalmist dagegen? Er betet:

„Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? 
Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, 
dass er meine Rettung und mein Gott ist!“ (Psalm 42:12)

Ein (für heute) letzter Grund soll erwähnt werden, der Freude killt. Paulus schreibt über seine Lebenserfahrungen in 2 Korinther 1:8:

Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen
über unsere Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist,
dass wir übermäßig schwer zu tragen hatten, 
über unser Vermögen hinaus,
so dass wir selbst am Leben verzweifelten;

Auch Paulus und sein Team verzweifelten am Leben – und es waren nicht nur Lebensumstände, die jedem Menschen begegnen. Paulus wurde mehrfach verfolgt, gemobbt, verleumdet, von echten, wie von falschen Brüdern angegriffen und sogar mit dem Tod bedroht. So, wie Sünde und Sorgen Freudenkiller sind, so können auch besondere Situationen in unserem Leben die Freude am Heil überdecken. Aber auch solche Situationen haben Paulus nur enger an Jesus gebunden. Im nächsten Vers (2 Korinther 1:8) bezeugt er:

Wir haben dem Tod ins Gesicht gesehen.
Doch auf diese Weise haben wir gelernt,
nicht auf uns selbst zu vertrauen,
sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“

Härtesituationen haben Paulus nicht dazu geführt, vor der Bedrohung wegzulaufen, sondern ihr (dem Tod) ins Angesicht zu schauen. Und durch diese Standhaftigkeit hat er Vertrauen gelernt. In 2 Korinther 6:8 beschreibt er sein Team:

als Traurige, aber allezeit uns freuend“

Wenn Sünde Deine Freude erstickt hat – bekenne sie, wende Dich ab davon und Du wirst neue Freude in Jesus erfahren!
Wenn Sorgen Deine Freude ersticken – bring sie zu Jesus, lass sie bei Ihm und Du wirst erleichtert und froh Deinen Weg fortsetzen.
Wenn Angriffe aus Deinem Umfeld Deine Freude ersticken – lauf nicht fort, sondern vertraue der Macht Gottes, der soweit geht, dass Er Tote aufeckt – und Deine Freude in Jesus wird groß sein!

Sonntag, 10. Juli 2016

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute:
(Gastredner) 

Auf dem Open Doors Tag iIn Mainz wurde die Frage gestellt: "Wann haben wir das letzte Mal länger in der Bibel gelesen als ein Spielfilm lang ist? Was prägt mich mehr - meine Kultur und die Medien oder Gottes Wort?

Es wurde von "Pearl" berichtet. Sie kam (so meine ich) aus Nordkorea und fand nach ihrer Flucht Christen, die sie zu Jesus führten. Pearl empfing eine tiefe Liebe zu Jesus und eine tiefe Liebe zu ihrem Volk, aber ihr Wissen über den Glauben war sehr gering. Also ging sie zur Bibelschule. Nein, nicht zu einer Bibelschule wie wir sie kennen. Sie ging zu einer BIBEL-schule. Sie trat ein in die Schule Gottes - für ein Jahr.

Für ein Jahr las sie jeden Tag 8 Stunden in der Bibel und betete 6 Stunden am Tag. Diese Bibelschule veränderte ihr Leben radikal. Sie hat die Bibel über 600x durchgelesen, das Neue Testament (vermutlich zusätzlich) über 400x.

Jetzt kennt Pearl ihren Glauben und ihren Herrn. sie kennt den Wert der Erlösung und ist bereit, die Gefahr auf sich zu nehmen und als Untergrundmissionarin in ihr Land zurück zu gehen.

Open Doors Tage sind keine Aneinanderreihung von Foltergeschichten und Angstmacherei. Sie sind Berichte der heutigen Daniels in der Löwengrube, der heutigen 3 Männer im Feuerofen. Sie haben Gott erfahren und rufen uns zu: Du hast den selben Gott! Ein Gastredner von Open Doors wir uns heute durch Berichte und predigt Mut machen, Gott treu zu sein!

Komm, und nimm teil an einem mutmachenden Gottesdienst, in dem Jesus der Mittelpunkt ist.

Die Predigt kann Anfang der Woche HIER 
 runtergelande  oder online angehört werden!
    
Herzliche Einladung zum Gottesdienst! 

Anbetung
Predigt 
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst 
Auf Wunsch Gebet 
Einladung zum Mittagessen   
Beginn: 10:30 Uhr


Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund 

Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)  

57290 Neunkirchen-Zentrum
 
"Das Werk Gottes zu tun ist gefährlich.
Aber noch gefährlicher ist, es nicht zu tun"

(Sabina Wurmbrand; 1913-2000)

 "Du bist im Irrtum, wenn du denkst, 
dass ein Christ ohne Verfolgung leben kann. 
Die Person, die die meiste Verfolgung erleidet, 
ist eine, die unter keiner lebt. 
Ein Sturm lässt einen Menschen wachsam werden 
und zwingt ihn, alles zu tun, um einen Schiffbruch zu vermeiden."
(Kirchenvater Hieronymus († 30. September 420)