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Samstag, 21. Oktober 2017

Herbst

So, jetzt sind wir also voll im Herbst angekommen. Die hinter uns liegende Woche hat uns wunderbare Herbsttage beschert. Überall liefen die Rasenmäher und die Heckenscheren. Natürlich gehört es auch dazu, dass die Temperaturen merklich kühler werden, die Bäume sichtbar bunter und sich das Wachstum in der Natur zur Ruhe legt. Der Herbst kann durchaus dazu dienen, unser Leben / unsere Seele ein Weilchen bunt und farbenfroh zu machen, aber der Herbst erinnert uns auch an die Vergänglichkeit und daran, dass nun die kalte, die dunkle Jahreszeit beginnt. Aber wir haben vorgesorgt. Das Öl ist bestellt und die Ernte eingebracht. Die Tierwelt hat ihre Vorratskammern angelegt, sei es in geheimen Verstecken oder in einem ordentlichen Speckgürtel irgendwo am Körper.

Auch die Bibel hat über den Herbst etwas zu sagen. In Sprüche 20:4 heißt es: „Im Herbst will der Faule nicht pflügen; so muss er in der Ernte betteln und kriegt nichts.“ Recht hat sie, die Bibel! Wer nichts Gutes vorbereitet, wird auch nichts Gutes ernten.

Ich denke an einen anderen „Herbst“, einen, der uns ebenfalls an die Vergänglichkeit erinnert und zur Vorbereitung drängt. Ich denke an den Herbst des Lebens, wenn vieles die Frische verliert, wenn das Wachstum aufhört und die trübe Lebenszeit beginnt. Auch für diese Lebensjahreszeit gilt: wer nicht früh genug vorbereitet, wird später leer ausgehen. Herrlich ist der Lebensherbst in Prediger 12:1-5 beschrieben, wo es heißt:

1 Und gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: »Sie gefallen mir nicht« *1;
2 ehe die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne sich verfinstern und die Wolken nach dem Regen wiederkehren *2;
3 zu der Zeit, wenn die Hüter des Hauses zittern*3 und die Starken sich krümmen*4 und die Müllerinnen aufhören zu arbeiten, weil sie zu wenige geworden sind*5, und wenn trübe werden, die aus dem Fenster schauen*6;
4 wenn die Türen zur Straße hin geschlossen werden und das Klappern der Mühle leiser wird*7, wenn man aufsteht beim Vogelgezwitscher*8 und gedämpft werden die Töchter des Gesangs*9;
5 wenn man sich auch vor jeder Anhöhe fürchtet*10 und Schrecknisse auf dem Weg sieht*11;  wenn der Mandelbaum blüht*12 und die Heuschrecke sich mühsam fortschleppt*13 und die Kaper versagt*14 — denn der Mensch geht in sein ewiges Haus, und die Trauernden gehen auf der Gasse umher.
 
 
*1: Das Alter
*2: Altersdepression
*3: Die Hände beginnen zu zittern
*4: Die Beine werden krumm, gebeugter Gang
*5: Die Zähne fallen aus
*6: die Augen werden schwach
*7: die Ohren hören schlecht
*8: der Schlaf wird kürzer und empfindlicher
*9: Die Stimmbänder werden schwächer
*10: Altersschwindel setzt ein
*11: Gehen wird unsicher
*12: das Haar ergraut
*13: Fortbewegung wird schwierig
*14: die Lebenslust lässt nach

Der Text beginnt mit der Aufforderung an solche, die diese Symptome noch nicht erfahren: Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre nahen, da du sagen wirst: ‚Sie gefallen mir nicht’.

Jetzt ist die Zeit, uns vorzubereiten, um das Gute ernten. Heute, in diesem Leben, ist die Zeit, uns vorzubereiten, damit wir dann, in der Ewigkeit, Jesus sehen. Setze heute auf Jesus – ernte Leben in Ewigkeit.

Freitag, 20. Oktober 2017

Trümmer …

Die folgenden Gedanken meines Freundes Ekke Drodofsky (mit Genehmigung verwendet) sind sicher allen schon einmal durch Kopf und Herz gegangen. Tatsächlich sehen wir um uns herum eine wachsende Halde von Trümmern. Aber man kann auch noch anderes sehen ... 

Trümmer ...

Fassungslos und voller Trauer, 
durch Tränen getrübt, schweift mein Blick umher. 
Im ganzen Dorf kaum eine Mauer, 
die nach dem Beben ganz heil jetzt noch wär. 
Trümmer …

Verstummt ist jedes Kinderlachen; 
verschüttet das Leben, alle Zukunft dahin.
Im Ohr dröhnt noch der Erde Krachen. 
Es ist so unfasslich und es scheint ohne Sinn. 
Trümmer …

Mit andern geflohen, sie wagten gar viel.
 Nichts ist ihm geblieben in dem hölzernen Boot. 
 Ein besseres Leben, das war ihr Ziel. 
Doch seine Familie, sie sind alle jetzt tot. 
Trümmer …

Sie wohnten unter dem Damm. 
 Ganz hinten im Tal, da hatten sie's gut. 
Dann überspülten sie Wasser und Schlamm.
 Ihr Haus und ihr Leben verschlang diese Flut.
Trümmer …

Der Urlaub sollte ihr schönster sein, 
 in Thailand, da, wo einen Exotik betört. 
Doch dann brach die Welle herein. 
Von einem Tsunami hatten noch nie sie gehört. 
Trümmer …

Sie waren schon lange ein Paar. 
Nun waren sie älter und die Kinder jetzt groß.
Familie stets wichtig ihr war.
Da zog er mit einer viel Jüngeren los.
Trümmer …
 
Die Arbeit, die Firma: sein Leben. 
 Viele Jahre hat er sich eingesetzt. 
Er hatte sein Bestes gegeben. 
Der Rausschmiss hat seine Seele verletzt. 
Trümmer ...
 
Er fuhr diese Strecke schon lang,
bis dann dieser schreckliche Unfall geschah.
Der Bus auf dem Bahnübergang:
das, was er noch immer in Alpträumen sah.
Trümmer ...

Mitten im Leben: Die Diagnose.
Das klang so endgültig. Hat sie richtig gehört?
Noch wenige Wochen, so die Prognose.
Mit einem Schlag waren alle Träume zerstört.
Trümmer …

Trümmer - hier und überall.
Die ganze Welt, scheint mir, ist voller Scherben.
Leid und Schmerzen ohne Zahl.
Ich sehe Freude, Hoffnung, sehe Menschen sterben.
Trümmer ...

Tohu wa bohu – das war am Beginn.
Doch Ordnung hast DU in das Chaos gebracht.
Und so wurde deutlich: Das hat seinen Sinn.
DU hast damals alles so herrlich gemacht.
Trümmer ...

Doch heute: Wir klagen und flehn,
dass DU aller Not ein Ende bereitest.
Dann werden wir, JESUS, es sehn,
dass DU als der König die Lande durchschreitest,
und Tränen und Sterben und Leid
für immer gehör'n der Vergangenheit an,
wie ein veraltetes Kleid,
und Jeder in Deinem „Shalom“ leben kann.
 Ekke Drodofsky, Juni 2015

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Würde mich das aufregen?

Während unserem Sommerurlaub besuchen wir immer die Gottesdienste einer kleinen freikirchlichen Gemeinde in Nesselwang. In diesem Sommer erzählte der Gottesdienstleiter die Geschichte eines Schuhmachers aus Witzhelden. Ich fand sie so interessant, dass ich nachgeforscht und sie hier gefunden habe:

Um 1820 lebte in Witzhelden (den Ort gibt’s wirklich!)  der Schuhmacher Breidenbach mit seiner Familie. Sie waren bitter arm, aber fröhlich im Glauben. Als das dritte Kind unterwegs war, brauchten sie dringend ein Bett. So traf es sich gut, dass im Wirtshaus eine Versteigerung von Hausrat angesagt war. Der Schuster Breidenbach nahm die gesamten Ersparnisse von 17 Talern, um ein Bett zu ersteigern. Als erstes wurde eine wunderschöne alte Familienbibel angeboten. Die Leute im Wirtshaus waren angetrunken und heiter und machten ihre Witze über die Bibel. Ein Kaufmann bot einige Groschen, um die Bibel als Einwickelpapier zu benutzen. Breidenbach bot dagegen, denn er konnte nicht mit ansehen, wie sie das kostbare Bibelbuch entwürdigten. Die Leute trieben nun den Preis hoch, um den armen Schuster zu ärgern. Schließlich bekam er die Bibel für seine 17 Taler. Das Bett war vergessen. Zu Hause machte seine Frau ihm bittere Vorwürfe, und er sagte nur ganz ruhig: "Ich habe es nicht ertragen, wie sie das heilige Buch verspottet haben!"

Am nächsten Tag erschien in aller Frühe der Müller aus der Nachbarschaft und brachte ein Bett mitsamt Bettzeug und bat den Schuster dringend, das Zeug ohne Aufsehen anzunehmen, da er sonst von seiner Frau was zu hören bekomme. Die Müllersfrau hatte die Geschichte gehört und sofort alles für die Schusterfamilie zurechtgemacht. Sie schickte ihren Mann mit den besten Grüßen und schenkte der Familie Breidenbach das Bett. Nun versöhnten sich auch die Eheleute wieder, und Breidenbach las am Abend seiner Frau aus der alten Bibel den 37. Psalm vor:

Hoffe auf den Herrn und tu Gutes. Habe deine Lust am Herrn, der wird dir geben, was dein Herz wünscht. Sei stille dem Herrn und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, der seinen Mutwillen treibt. Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als der Überfluss der Gottlosen. Psalm 37:3a,.7+16

Was mich bewegte war natürlich zum einen die Treue Gottes, die uns nicht im Stich lässt. Wer sich für den Herrn einsetzt, für den setzt sich der Herr ein. Gerade über diese Tatsache las ich am nächsten Tag weitere Zeugnisse.

Was mich aber vielleicht noch mehr bewegte, war die Ehrfurcht, die dieser Mann vor dem Wort Gottes hatte. Würde mich aufregen, was den Schuhmacher aufgeregt hat? Ich weiß, ich hätte anders gehandelt. Ich hätte gedacht: „Diese Bibel ist das Wort Gottes, aber das Material ist Papier wie jedes andere und Druckerschwärze wie jede andere. Wenn die Leute das Papier für was anderes missbrauchen wollen, ist das schade, denn es ist eine Bibel. Aber ich habe eine und ihr Handeln ist ihre Sache.“

Nicht so der Schuhmacher. Der Gedanke, das gedruckte Wort Gottes so mit Füßen zu treten, bedeutete für ihn, Gott mit Füßen zu treten. Und dieses äußere Zeichen der Ehrfurcht vor Gottes Wort wünsche ich mir.

Ich erinnere mich, als ich vor 20 Jahren ein regelmäßiges Bibelstudium mit einem Muslim durchführte. Jedes Mal, bevor er das Neue Testament aufschlug, küsste er es und hielt es sich an die Stirn, als wollte er sagen: Gottes Wort soll geliebt sein und verinnerlicht werden.

Möge das Vorbild der Alten (wie der Schuhmacher Breidenbach) auch uns Junge herausfordern, mutig aufzustehen, wo Gott und Sein Wort missachtet oder verlacht werden.

Ich freue mich über dein Wort wie einer,
der große Beute findet. (Psalm 119:162)

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Jesus von A – Z

In unserer Bibel- / Jüngerschaftsstunde am vergangenen Mittwoch haben wir in Matthäus 16 gelesen, was die Menschen von Jesus hielten. Was dachten sie, wer Er sei? Was bedeutete Er ihnen. Die meisten Antworten gingen in die Richtung: „Jesus ist ein Prophet.“ Das ist natürlich richtig. Jesus ist nicht nur ‚ein’ Prophet, sondern ‚der’ besondere Prophet, der durch Mose angekündigt war. Jesus ist aber mehr – weit mehr! Petrus hatte das erkannt und bekannte: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!

Wir hatten in unserem Treffen einen Austausch über die Frage: „Was bedeutet Jesus mir?“ Viele haben sich beteiligt und es hat gut getan, sich zu erinnern, wie viel Jesus uns bedeutet. Hier eine zusammengestellte Auswahl: Jesus von A  bis Z

A und O  -  Offenbarung 1:8
Brot des Lebens - Johannes 6:35,48
Christus - Matthäus 16:16
Demütig - Matthäus 11:29
Ende des Gesetzes - Römer 10:4
Freund der Sünder - Lukas 7:34
Gute Hirte - Johannes 10:11
Heiland - Lukas 2:11
Ich bin - 2. Mose  3:14, Johannes 8:53-59
Jesus (der Herr ist Heil) - Matthäus 1:21
König aller Könige - Offenbarung 19:16
Lamm Gottes - Johannes 1:29
Mittler - 1 Timotheus 2:5
Nazarener - Matthäus 2:23
Oberhirte - 1 Petrus 5:4
Priester - Hebräer 7:17
Quelle des Lebens - Psalm 36:9
Ratgeber - Jesaja 9:6
Sohn des Höchsten - Lukas 1:32
Treue Zeuge – Offenbarung 1:5
Unbekannte Gott - Apostelgeschichte 17:23
Vater des Lichts - Jakobus 1:17
Wunderbarer Ratgeber - Jesaja 9:6
X: Der Unerforschliche - Eph 3:4 (Geheimnis des Christus)
Yahwe: Gott, Herr - Jesaia 6:5
Zebaoth: Gott der Heerscharen - Jeremia 50:34

Es gibt immer noch mehr zu entdecken über Jesus. Je besser wir Ihn kennen, umso mehr werden wir Ihn lieben.

Heute Abend geht es weiter mit Matthäus 17. Drei Jünger haben eine ganz besondere Zeit mit Jesus. Hast Du schon mal eine ganz besondere Zeit mit Jesus gehabt? Was ist das: Zeit mit Jesus? Wie macht man so was? Was mache ich in dieser Zeit? Was, wenn nichts 'passiert'?

Komm heute Abend und lerne mit uns! Und bis dahin – schau noch einmal über die Liste (oben)  und überlege, welche Eigenschaft oder welche Bezeichnung Jesu Dich besonders anspricht. Und dann nimm Dir einen Moment und danke Ihm dafür. Das ist der Beginn wahrer Anbetung!

Der Herr segne Deinen Tag!

Jüngerschaft @ Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
jeden Mittwoch: 19:30 Uhr
HERZLICH WILLKOMMEN!

Dienstag, 17. Oktober 2017

Gebet im Buch der Psalmen

Hallo? Soll das ein Witz sein? Die Psalmen sind ein einziges Gebetsbuch. 150 Gebete! Haufenweise Lob und herrliche Beschreibungen Gottes. Immer wieder ein „vor-denThron-bringen“ von Anliegen. Auch das Hören auf Gott und sein Reden kommt nicht zu kurz. Wo in dieser kurzen Andacht über „Gebet in den Psalmen“ wollen wir beginnen – oder besser noch: wo wollen wir aufhören?

Ich möchte beginnen mit der Frage des Psalmisten in Psalm 3:1, wo David klagt:

Ach HERR, wie sind meiner Feinde so viel
und erheben sich so viele gegen mich!

und schließen mit Psalm 144:11:

Reiße mich heraus und errette mich
aus der Hand der Söhne der Fremde,
deren Mund Lügen redet und
deren Rechte eine trügerische Rechte ist.

Es heißt, dass die größte Gruppe der Psalmen die Gruppe der Klagepsalmen ist. Immer wieder im Buch heißt es: „Warum, Herr? Warum?“ Immer wieder stellen die Psalmisten Fragen betreffs Krankheit, Not, Tod, Leiden, Armut, Schmerz, Verfolgung und dem Grund für das Leiden derer, die an Gott glauben. Nicht immer enden diese Gebete mit einer Antwort Gottes.

Die Gebete der Psalmen sind ehrliche Gebete, die das Herz der Beters offenbaren. Gebete mit ehrlichen Fragen an Gott, nicht für die Ohren der Menschen bestimmt, sondern für Gottes Ohren – aber für uns sichtbar gemacht. Gebete, die sich fast wie Anklagen an Gott anhören, wie z.B. Psalm 119:84 und Psalm 44:24:

Wie lange soll dein Knecht noch warten?
Wann willst du Gericht halten über meine Verfolger?

Herr, erhebe dich! Warum schläfst du?
Wache auf und verstoße uns nicht für immer!

Andere Gebete bringen die ganze Herzensverzweiflung der Beter zum Ausdruck. So betet David in Psalm 5:11 betreffs seiner Feinde:

Sprich sie schuldig, o Gott, lass sie fallen durch ihre Anschläge!
Verstoße sie um ihrer vielen Übertretungen willen,
denn sie haben sich gegen dich empört!

Und der Schreiber von Psalm 73:12+13 offenbart Gott die geheimen Gedanken seines Herzens, wenn er schreibt:

Siehe, das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut,
und sie werden reich! Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten
und meine Hände in Unschuld gewaschen.

Das sind manchmal übersehene Gebetsaspekte in den Psalmen. Es sind Gebete von Menschen wie Du und ich, die zwar auch das Lob Gottes auf ihren Lippen hatten, aber – vielleicht viel öfter – ihr Herz vor Gott ausschütteten. Und wenn ich etwas ausschütte, dann kommt alles mit raus: auch die Sorgen, die Klagen, die Wut, die Anklagen, die Fragen – alles! Aber – weiß Gott nicht sowieso schon darum?

Ich bin dabei, zu lernen, mit Gott so zu reden, wie mir zumute ist. Das geschieht dann, wenn ich im stillen Kämmerchen mein Herz vor Ihm ausschütte. Da braucht es keine heiligen Worte für unheilige Gedanken. Das lerne ich von den Psalmen. Da braucht es keine Vergeistlichung von ungeistlichen Regungen. Da braucht es auch keine Scheu, Fragen, Ungeduld oder Ärger loszuwerden. Gott hat das alles schon längst gesehen, bevor ich es ausgesprochen habe. Wenn aus meinem Mund etwas anderes hervorkommt als in meinem Herzen drin ist, dann grenzt das sicher an Heuchelei.

Psalm 62 fordert uns auf, unser Herz vor Gott auszuschütten. Es heißt in Vers 9:

„Vertraue auf ihn allezeit, o Volk,
schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht.“

Wenn wir diesen vernachlässigten Gebetszug von den Gebeten der Psalmisten lernen, dann wird es uns mit Gewissheit auch zu den Gebetscharakteristika führen, mit denen wir die Psalmen viel öfter verbinden: Lobpreis und Anbetung.

Montag, 16. Oktober 2017

HEUTE: CCFG MÄNNERABEND - 19:30 Uhr

CCFG Männerabend = Andacht ... Anbetung ... Abendessen ... Gemeinschaft ... 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Ärztehaus)
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr
Komm' & bring Deinde Freunde!
HERZLICH WILLKOMMEN!

FEUER!!!

Magst Du Feuer? Kommt drauf an wo, nicht wahr? Feuer unterm Dach mag niemand. Feuer im Kamin schon. Waldfeuer sind gefährlich und beängstigend. Wenn ein Bruchteil des „Waldes“ unterm Grillgitter vor sich hin glüht, ist man voller Hoffnung auf die leckeren Dinge, die noch kommen sollen. Feuer – zerstörend und produktiv.

Die Erwähnung von Feuer in der Bibel ist vielfältig. Ganz bekannt ist der Vers, der uns Gott als Feuer beschreibt: „Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.“ (5 Mose 4:24)

Gott arbeitet mit Feuer!  Als verzehrendes Feuer eifert Er dafür, die Wurzeln der Sünde auszubrennen. Das kann durchaus schmerzhaft sein, denn manchmal sitzen diese Wurzeln tief.  Aber Gott eifert: Er eifert für Seine Ehre, die sichtbar wird, je mehr unser altes Wesen verbrennt. Er eifert für unsere Freiheit, die größer wird, je mehr die alten Sündenwurzeln ausgebrannt werden. Unser Gott – ein verzehrendes Feuer.

Als Feuersäule ging Er vor Israel her. Nicht nur in Zeiten, in denen sie Ihm anhingen. Nein! 40 Jahre lang. Wann immer es dunkel wurde und die Wolkensäule nicht mehr klar erkennbar war, offenbarte sich Gott als leuchtende Feuersäule. Er war da – in guten, wie in schlechten Zeiten. Er ging vor Seinem Volk her und leuchtete sie ins verheißene Land.

Aber das „Feuer Gottes“ hat nicht nur reinigenden und führenden Charakter. In 2 Könige 1:12 lesen wir unverblümt vom Feuer des Gerichts, durch das Gott die strafte, die sich über Ihn und Seine Heiligkeit lustig machten. Die Feuer der Hölle hat Gott nach Matthäus 25:41 zur Strafe für Satan und seine Dämonen geschaffen. Und Gott gibt uns Menschen die Wahl, unsere „Endstation“ zu wählen. Er lädt uns ein in die ewige, unbeschreibliche Herrlichkeit des Himmels. Aber Er erlaubt uns auch, die ewigen Feuer des Gerichts zu wählen.

Als „Feuer“ wird auch die Gegenwart des Heiligen Geistes beschrieben, dessen machtvolle Ankunft zu Pfingsten durch Feuerflammen demonstriert wurde. Das „Feuer Gottes“ erfüllte, bevollmächtigte und be“gabte“ die Jünger zu einem geistgefüllten Werk. Tatsächlich: Sie „brannten“ für Jesus! Nicht nur das – das Feuer Gottes verzehrte sie (im positiven Sinn). Sie brannten nicht aus für Jesus, aber sie brannten ab für Jesus. Ihr ganzes Leben gehörte Ihm und brannte für Ihn, bis Er sie zu sich rief. Und bevor das geschah, hatten sie die Welt in Brand gesetzt mit ihrer feurigen Botschaft vom Feuer der Liebe Gottes.

Kennst Du das Feuer Gottes? Das reinigende, läuternde Feuer Gottes?
Kennst Du die Feuersäule, die Shekinah Herrlichkeit Gottes, die führt, leitet und umgibt? Kennst Du das Feuer des Heiligen Geistes, das anzündet, begabt und bevollmächtigt?
 
Kennst Du das Feuer Gottes? Kennst Du das Feuer Gottes noch? Oder brauchst Du eine neue Offenbarung Seiner „Shekinah Herrlichkeit“, des Feuers Gottes in Deinem Leben? 
 
Und als sie es hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darinnen ist. … Und jetzt, Herr, sieh ihre Drohungen an und verleihe deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden, indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus! Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit. (aus Apostelgeschichte 4) 
 
Das Lied „Light the fire again“ von Brian Doerksen im Seitenfenster soll Dich inspirieren. Schau’s Dir an. Sing mit, bete mit, lass Dich entzünden!  Text und deutsche Übersetzung hier! 
 
Der Herr segne und entzünde Euch! (w)

Sonntag, 15. Oktober 2017

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Der Predigttext heute:
Nehemia 6:1-19
6:1 Als Sanballat, Tobija, Geschem, der Araber, und unsere übrigen Feinde erfuhren, dass ich die Mauer fertig gebaut hatte, dass keine Lücke mehr geblieben war – nur die Torflügel hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingesetzt –,  
2 schickten Sanballat und Geschem einen Boten mit der Einladung zu mir, sie in Kefirim im Ono-Tal zu treffen. Sie führten allerdings Böses gegen mich im Schilde.  
3 Ich ließ ihnen durch Boten ausrichten: "Ich habe eine große Aufgabe zu bewältigen und kann nicht zu euch herunterkommen. Warum sollte die Arbeit dadurch ins Stocken geraten, dass ich mich mit euch treffe?"  
4 Viermal schickten sie mir die gleiche Einladung, und jedes Mal schickte ich ihnen dieselbe Antwort.  
5 Beim fünften Mal schickte mir Sanballat seinen Diener mit einem offenen Brief.  
6 Darin stand: "Unter den Leuten geht ein Gerücht um – und Geschem bestätigt es auch –, dass du mit den Juden einen Aufstand vorbereitest und deshalb die Mauer wieder aufbaust. Man sagt, du willst ihr König werden.  
7 Du sollst sogar schon Propheten eingesetzt haben, die dich dann in Jerusalem zum König von Judäa ausrufen würden. Diese Gerüchte werden bestimmt auch dem König zu Ohren kommen. Komm also, damit wir beraten, was zu tun ist!"  
8 Ich ließ ihm ausrichten: "Was du schreibst, ist völlig aus der Luft gegriffen. Das hast du alles frei erfunden."  
9 So versuchten sie uns einzuschüchtern in der Hoffnung, dass wir die Arbeit abbrechen würden. Doch nun legte ich umso eifriger Hand ans Werk.
10 Eines Tages besuchte ich Schemaja Ben-Delaja, den Enkel von Mehetabel, weil er verhindert war, zu mir zu kommen. Er sagte zu mir: "Lass uns miteinander ins Haus Gottes gehen und uns im Innern des Tempels einschließen. Sie wollen dich nämlich umbringen – noch heute Nacht!"  
11 "Ein Mann in meiner Stellung läuft nicht davon", sagte ich. "Und außerdem darf ich den Innenraum des Tempels überhaupt nicht betreten, denn das müsste ich mit dem Leben bezahlen. Nein, ich gehe nicht!"  
12 Mir war nämlich klar geworden, dass nicht Gott ihn geschickt hatte. Er hatte mir diese Prophezeiung nur gesagt, weil Tobija und Sanballat ihn dafür bezahlt hatten.  
13 Sie wollten ihn benutzen, um mir Angst einzujagen und mich dadurch zu einer Sünde zu verleiten. Damit wollten sie mich in üblen Ruf bringen, um mich dann verächtlich machen zu können.
14 "Du, mein Gott, vergiss nicht, was Tobija und Sanballat getan haben. Denk auch daran, was die Prophetin Noadja und die anderen Propheten taten, um mich einzuschüchtern."
15 Die Mauer wurde in 52 Tagen am 25. September fertiggestellt.  
16 Als unsere Feinde aus den Völkerschaften um uns herum davon hörten, fürchteten sie sich. Ihr Hochmut war ihnen vergangen, weil sie einsehen mussten, dass Gott dieses Werk vollbracht hatte.
17 Während dieser ganzen Zeit standen einige der Vornehmen in Judäa in ständigem Briefwechsel mit Tobija.  
18 Denn viele Juden hatten ihm Beistand geschworen, weil er ein Schwiegersohn von Schechanja Ben-Arach war. Und Tobijas Sohn Johanan hatte eine Tochter von Meschullam Ben-Berechja geheiratet.  
19 Diese Leute rühmten Tobijas Verdienste vor mir und hinterbrachten ihm meine Worte. Daraufhin wollte Tobija mich mit seinen Briefen einschüchtern. 

Anbetung 
Predigt 
Abendmahl (freiwillige Teilnahme)
 Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst 
Auf Wunsch Gebet 
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen
 Beginn: 10:30 Uhr
Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum


 Sonntagszitat:

"Die schlechten Christen lässt der Teufel in Ruhe; 
niemand beachtet sie. 
Wer aber das Gute tut, den macht er zur Zielscheibe des Spottes 
und der Verleumdungen.
(Jean-Marie Vianney)

"Solange noch Frauen weinen, wie sie es jetzt tun, 
will ich kämpfen; 
solange noch Kinder hungern wie jetzt - will ich kämpfen; 
solange noch eine Seele im Dunkel ist ohne das Licht Gottes, 
will ich kämpfen. Ich will kämpfen bis zum Ende. 
(William Booth)

"Heiliger Geist, gib mir die Hoffnung, 
die mich befreit von Furcht und Verzagtheit."
(Dietrich Bonhoeffer)

Samstag, 14. Oktober 2017

Lektionen von Noah und seiner Arche

Alles was ich wirklich wissen muss, habe ich gelernt durch  
NOAH UND SEINE ARCHE *
  1. Plane voraus! Es regnete noch nicht, als Noah die Arche baute. 
  2. Bleib fit! Wenn Du 600 Jahre alt bist, könnte Dich jemand bitten, etwas wirklich Großes zu tun. 
  3. Höre nicht auf die Kritiker!  Tu, was getan werden muss. 
  4. Bau auf hohen Grund! 
  5. Aus Sicherheitsgründen: reise als Paar! 
  6. Zwei Köpfe sind besser als einer! 
  7. Geschwindigkeit ist nicht immer ein Vorteil. Die Geparden waren in der Arche, aber auch die Schnecken! 
  8. Wenn Du weder kämpfen noch fliehen kannst, lass Dich treiben! 
  9. Kümmer Dich um Deine Tiere, als wären sie die letzten auf der Erde! 
  10. Vergiss nicht, dass wir alle im selben Boot sitzen! 
  11. Wenn der Mist zu tief wird, sitz’ nicht rum und jammer – Hol Dir eine Schaufel! 
  12. Bleib während des Sturms unter Deck! 
  13. Denk daran: die Arche wurde von Amateuren gebaut, die Titanic von Profis! 
  14. 14. Wenn Du von vorne beginnen mußt, hast Du einen Freund an deiner Seite!
  15. Denk dran, dass die Spechte drinnen oft gefährlicher sind als der Sturm draußen! 
  16. Verpass das Boot nicht! 
  17. Egal, wie düster es aussieht, gibt es immer einen Regenbogen auf der anderen Seite!
Euch allen ein gesegnetes Wochenende! 
* Autor unbekannt, Eigenübersetzung (w)

Freitag, 13. Oktober 2017

Paraskavedekatriaphobie & Triskaidekaphobie

Endlich noch mal Freitag - und endlich noch mal der 13.!

Paraskavedekatriaphobie ist die Furcht vor dem Rüsttag vor dem Sabbat. Triskaidekaphobie wird die abergläubische Angst  vor der Zahl dreizehn genannt. (treiskaídeka = „dreizehn“; phobos = „Furcht“)  (aus: Wikipedia) 

Nicht überall gilt die 13 als Unglückszahl. Im Gegenteil, in manchen Völkern ist sie eine ausgesprochen willkommene Glückszahl.

Fast tragisch, dass Christen für die Entstehung der Unglückskonstellation verantwortlich sein sollen.  Nach christlicher Überlieferung ist Freitag der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, und beim letzten Abendmahl war der Verräter Judas der 13. im Bunde. Die Kombination dieser beiden Negative, Freitag und die Zahl 13, soll Unglück heraufbeschwören.

In unserer aufgeklärten(?) Welt sind es allerdings die Christen, die diesen Unsinn ablehnen und belächeln. Im säkularen Bereich misst man diesem mystischen Humbug viel mehr Gewicht bei. Fällt der 13. zum Beispiel auf einen Freitag, muss man an dem Tag mit bis zu 5% mehr Krankmeldungen rechnen. Manche Hochhäuser zählen ihre Etagen … 11 … 12 … 14 …und in manchen Hotelzimmern fehlt die Zimmernummer 13. Ich selbst bin wiederholt in Flugzeugen geflogen, in denen die Monteure die Sitzreihe 13 „vergessen“ hatten.

Interessanterweise haben Versicherungen in der Vergangenheit wesentlich weniger Schadensmeldungen verzeichnet als an anderen Tagen. Auch der ADAC hat an einem Freitag, dem 13. weniger Unfälle gezählt als an einem anderen Tag.

Christen sind Menschen, die Jesus nachfolgen, Jünger! Jünger Jesu wissen: Jesus geht voran und führt seine Kinder auf guten Wegen. Er bildet die Nachhut und hält uns den Rücken frei. Er hat Seine Hand auf uns gelegt und schützt uns vor den Angriffen des Bösen. Er ist der Fels, auf dem wir stehen. Nie führt Er uns in die Irre. Und führt Er uns tatsächlich mal auf Wegen, die wir nicht verstehen, ist Er absolut vertrauenswürdig, wenn Er uns versichert: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ (Römer 8:28)

Wenn Freitag wirklich der Todestag Jesu war, dann sollten wir ihn feiern, denn Sein Tod war stellvertretend für uns und „durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53:5) Wenn die Zahl 13 wirklich eine Bedeutung für Christen hat, dann sollte sie uns erfreuen und uns erinnern an die Beschreibung der Liebe im 13. Kapitel des Korintherbriefes: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1 Korinther 13:13)

Angst vor Freitag? Angst vor dem Dreizehnten? – Völlig überflüssig, wenn Jesus die Nr.1 ist! (w)

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wie weit bin ich bereit zu gehen?

Die erste Generation von Heilsarmeesoldaten war bereit, jeden Weg zu gehen. Als die Bewegung international wurde, passte man sich in den verschiedenen Ländern dem Lebensstandard der Bevölkerung an. Man aß, was sie aßen, schlief, worauf sie schliefen und kleidete sich, wie sie sich kleideten. Aber man ging, um der Liebe Jesu Willen, noch weiter.
In der vergangenen Woche gab es eine Andacht an dieser Stelle über Toilettenevangelisation (Link hier). Ein ähnlicher Bericht findet sich in dem empfehlenswerten Buch von Richard Collier: „Der General Gottes, William Booth“. Er erinnert daran, dass Menschen nicht mit weisen Worten, sondern durch die gelebte Liebe Jesu gewonnen werden. Im Buch heißt es auf Seite 92:

Wie konnten die Männer und Frauen der Armee über einen so bitteren Widerstand triumphieren? Am sichersten durch ihr schlichtes, christliches Beispiel. Was die Christen taten, nicht was sie sagten, bedeutete alles. Ein nicht zu übertreffendes Beispiel dafür: Elisabeth Geikie, ein dunkelhaariges, blauäugiges, hübsches, schottisches Mädchen aus Dundee wohnte in einer kleinen Hütte im Dschungel nahe bei Nagercoil. An die Lehmwand geheftete Bilder aus dem Kriegsruf (Zeitschrift der Heilsarmee) waren die einzige Erinnerung an die Heimat. Eines Tages brachten die Dorfbewohner einen Mann zu ihr, der vor Schmerzen fast wahnsinnig war. Als sich Elisabeth auf das Strohlager niederbeugte, sah sie, dass ein langer Dorn wie ein Nagel den Fuß durchbohrt hatte. Nur die Spitze war noch zu sehen. Ihr Medizinkasten enthielt bloß Vaseline, das bittere Epsomsalz und Rizinusöl. Aber wenn Elisabeth auch keine Zange besaß, so hatte sie doch feste, weiße Zähne. Sie kniete nieder, erfasste den Dorn und zog ihn heraus. Dann wusch sie die Wunde mit Kokosnussöl und verband sie mit sauberem Linnen. Am nächsten Tag, als die Schmerzen nachgelassen hatten, kamen die Dorfbewohner und wollten mehr über Elisabeth Geikies Gott hören. Der verwundete Mann und seine Frau wurden beide bekehrt, obwohl sie Elisabeth Predigten niemals voll verstanden. Aber eines verstanden sie: um ein Leben zu retten, hatte eine weiße Frau mit den Lippen, dem heiligsten Teil ihres Körpers, den verachtetsten Teil des menschlichen Leibes, den Fuß berührt.
Solche unscheinbaren Anfänge im Dschungel von Nagercoil führten unwiderstehlich zu der Einrichtung von 26 Hospitälern und Arzneiverteilungsstellen sowie den beiden Leprakolonien, die heute von der Heilsarmee in Indien unterhalten werden. Aber sie führten auch zu missionarischen Triumphen.

Tatsächlich ist es kaum vorstellbar, was heilige Lippen auf dem unheiligsten Körperteil (nach indischer Kultur), der Unterseite eines Fußes, für jene Menschen bedeutet haben müssen. Elisabeth Geikies war bereit, diese Demütigung auf sich zu nehmen – ohne zu wissen, ob es physisch oder geistlich was bewirken würde. Ohne zu zögern tat sie, was getan werden musste, und Jesus stellte sich zu ihrem Dienst für Ihn.

Wie oft handelte Jesus genau so. Wenig Worte, viel Liebe. Klare Worte, klare Liebe. Und die Menschen wussten: was Jesus tut, ist gut. Seine Taten und Worte der Liebe waren eine Einladung, Ihm zu folgen.

Das ist auch heute unser Auftrag: Durch Taten Jesu Liebe sichtbar und erfahrbar zu machen und durch Worte zu erklären, was zu erklären übrig bleibt. Wie sagte Franz von Assissi: Predige das Evangelium jederzeit, und wenn nötig, mit Worten.“

Jetzt gehört ihr dem, der von den Toten auferstand,
und könnt gute Frucht bringen, das heißt gute Taten für Gott.
(Römer 7:4b / NLÜ)

Bei Ihm [Jesus Christus] gilt allein der Glaube,
der sich in Taten der Liebe zeigt. (Galater 5:6b / HfA)

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Barmherzigkeit

Der HERR ist gnädig und gerecht,
ja, unser Gott ist barmherzig.
(Psalm 116:5)

Unser Gott ist barmherzig! Wieder so eine Aussage, die wir mit ganzem Kopf abnicken und an die sich unsere Herzen so gewöhnt haben, dass wir oft den Blick dafür verlieren.

In unserer letzten Jüngerschaftsstunde / Bibelstunde zum Matthäus Evangelium ging es um Jesu Barmherzigkeit. Dabei haben wir festgestellt, dass wir Barmherzigkeit in vielen Situationen entdecken können, in denen sie zunächst gar nicht so offensichtlich hervorsticht. Aber so ist Barmherzigkeit eben: Sie wird praktiziert, wird erfahren – wird aber nicht immer erkannt und beim Namen genannt.

In Matthäus 15:30 brachten die Menschenmengen ungefragt all ihre Kranken. Manche hatten schlimme Krankheiten. Vermutlich waren viele ungepflegt und rochen. Man legte sie zu Jesu Füßen – und Er heilte sie, weil er ein Herz voller Barmherzigkeit hat.

In den nächsten Versen wird dieses Herz buchstäblich beschrieben als ‚voller Mitleid’, ‚innerlich bewegt’ oder ‚voll Jammer für die Menschen’. Die waren hungrig und hatten mitunter noch einen weiten Weg vor sich. Jesus sah die Beschwerden, die auf sie zukommen würden und versorgte sie. „Sie aßen alle und wurden satt!“ heißt es in der Bibel. Welch ein barmherziges Herz der Herr zeigte. Er kennt jeden Hunger, jeden Weg, der vor uns liegt, jedes Tal, jeden Berg und jede Schwäche. Und Er stärkte und sättigte alle! Auch die, die sich später nicht zu Ihm bekehrten.

In Matthäus 16 geht es gleich mit ähnlichen Gedanken weiter: Die oppositionellen Pharisäer fordern ein Zeichen von Jesus. Zunächst weist Jesus sie zurecht. Dann aber geht Er tatsächlich auf Ihre Bitte ein und kündigt ein zukünftiges Zeichen an: Seine Auferstehung. Was immer man aus diesen Versen entnehmen möchte – ich sehe auch Jesu Barmherzigkeit in ihnen. Selbst Seinen Feinden kündigt Er ein zusätzliches Zeichen an, das ihre Augen hätte öffnen können. Dass sie es verstanden, zeigt ihre Aussage Pilatus gegenüber in Matthäus 27:63. Die Pharisäer fordern eine Grabwache und begründen es mit den Worten:

„Wir haben daran gedacht, dass dieser Verführer sprach,
als er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen.“

Das war ein Fall von: „Jesu Barmherzigkeit mit Füßen getreten.“

Schließlich lesen wir in Matthäus 16:5 wie Jesus Seine Jünger vor dem Sauerteig der pharisäischen Lehre warnt. Die Jünger kapieren nichts. Jesus zeigt sich verwundert von ihrem Unverständnis, aber Er erklärt ihnen, was Er meint. Dann verstehen sie.

Ist das nicht auch immer wieder unsere Erfahrung? Jesus redet zu uns und wir verstehen nur Bahnhof. Manchmal verstehen wir auch mehr als Bahnhof – aber nur in unserem Kopf. Es reicht nicht für unser Herz und fürs Umsetzen in unserem Lebensalltag. Aber anstatt zu strafen, zu schimpfen oder zu verwerfen nimmt sich unser barmherziger Herr die Zeit, es uns nochmal zu erklären .. und nochmal ... und an uns und mit uns zu arbeiten, bis wir es verstanden haben. Jesus ist barmherzig mit unserem langsamen Verstehen und oft noch langsameren Umsetzen. Treffend drückt David das aus, wenn er über Gottes Handeln an Israel schreibt (Psalm 103:8):

Barmherzig und gnädig ist der Herr,
geduldig und von großer Güte.“

Es gibt so viel mehr zu entdecken über Jesus. Soviel mehr, das unsere Herzen anrühren, erwärmen und erneuern kann. Herzlich laden wir ein zu unserem Jüngerschaftsabend / Bibelstunde, heute um 19:30 Uhr. Komm, bring Freunde mit! Du bist herzlich willkommen!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Gebet im 2. Buch der Chroniken

Auch im 2. Chronikbuch geht es um die Könige Israels und Judas. Im 2. Chronikbuch weiht der König Salomo mit gesalbten und bewegenden Worten den fertig gestellten Tempel, das Haus Gottes, ein. Gott hatte versprochen, in Israels Mitte zu wohnen und Salomo hatte ihn angefleht, auf das Gebet des Volkes zu hören, das sich vor Ihm versammelt und zu Ihm ruft. Gottes Antwort finden wir in 2 Chronik 7:15+16, wo es heißt: 

So sollen nun meine Augen offen stehen
und meine Ohren achten auf das Gebet an diesem Ort.
Ich habe nun dieses Haus erwählt und geheiligt,
dass mein Name ewiglich dort sein soll;
und meine Augen und mein Herz sollen da sein alle Tage.

Gott legt auch im Alten Testament Seine Verheißung auf gemeinsames Gebet. Gott sagt, dass Er sehen wird, wenn Sein Volk sich aufmacht, den Tempelberg hochpilgert und sich zum gemeinsamen Gebet treffen wird. Gott verspricht, dass Er hören wird, wenn Sein Volk sich in Seinem Haus versammelt, vereint und betet.

Lügt Gott? Jeder, der Gott durch Jesus kennengelernt hat, wird diese Frage mit einem klaren und deutlichen „Nein“ beantworten. Aber viele, die Gott durch Jesus kennengelernt haben, haben keine klare und deutliche Antwort auf die Frage: Betest Du in Gemeinschaft mit anderen Christen? Vereinst Du dich mit anderen zum Gebet in Gemeinschaft? Irgendwie scheint die Verheißung, die Gott auf gemeinsames Gebet gelegt hat, nicht ernst genommen oder für nicht wertvoll eingeschätzt zu werden.

Aus Ländern wie Nordkorea wird berichtet, dass christliche Gemeinschaft oft so aussieht, dass zwei scheinbar unbekannte Menschen in einem Park nebeneinander auf einer Bank sitzen. Ihr Gespräch ist in Wirklichkeit Austausch und Gebet. Sie wissen, dass sie Austausch und gemeinsames Gebet brauchen. Aus den Konzentrationslagern des Landes wird berichtet, dass diese Gemeinschaft heimlich auf den versifften Toiletten der Lager stattfindet. Warum? Kann man den Glauben nicht für sich leben? Christen in der Verfolgung haben gelernt, dass gemeinsames Gebet das persönliche Gebet zwar nicht ersetzt, dass es aber in der Nachfolge so wichtig, hilfreich und stärkend ist, dass man es nicht vermissen möchte. Immerhin hat Gott zusätzliche Verheißungen auf das gemeinsame Gebet Seines Volkes gelegt.

Auch im 2. Chronikbuch wird uns diesbezüglich Mut gemacht. Später, als das Volk das Fest der ungesäuerten Brote feierte, brachte man Tausende von Opfern dar. Dazu traf man sich im Tempel. In 2. Chronik 30:27 heißt es:

Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk,
und ihr Rufen wurde erhört,
und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen Wohnung, in den Himmel.“

Das hatte Gott dem Volk über Gebet in Gemeinschaft zugesagt: Er wolle die Versammlung sehen und Er wolle auf ihre Gebete hören. Beim Fest der ungesäuerten Brote in Jerusalem geschieht genau das!

Wir brauchen keine besonderen Feste, um in Gemeinschaft zu beten, obwohl feste Zeiten für gemeinschaftliches Gebet hilfreich und biblisch sind. Aber wir sind nicht an einige Feste oder Tage gebunden. Wir können es ungeplant immer wieder tun, wenn wir mit Geschwistern zusammenkommen und natürlich können wir auch gemeinsam beten, wenn feste Gebetszeiten angesetzt sind. Herrlich, wenn es dann auch über unsere Gebete heißen wird:

 „Und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen Wohnung, in den Himmel.“

Montag, 9. Oktober 2017

Zerbrochen

Über die Notwendigkeit, „Zerbruch“ zu erfahren, wird immer wieder mal geschrieben oder gepredigt. Die Bitte um „Zerbruch“ kommt immer wieder mal in christlichen Liedern vor. Sie kommt auch in so manchem Gebet von Jesusjüngern vor, die es nach Glaubenstiefe verlangt. Aber wissen wir, um was wir da bitten? Zu meiner Bibelschulzeit wurde von einem Mitschüler erzählt, dass er im Zimmer auf seinen Knien lag und den Herrn bat, ihn zu „zerbrechen“. Der Herr begann auf eine sanfte Art, sein Gebet zu erhören: Ein Mitschüler öffnete die Tür einen Spalt weit und leerte ein Glas kaltes Wasser über dem Betenden aus. Leider wurde nie berichtet, ob und wie ‚dankbar’ der Betende für die Gebetserhörung war.

Hesekiel beschreibt, was es bedeutet, im biblischen Sinn „zerbrochen“ zu werden. Hesekiel schreibt:

Und Erschlagene sollen in eurer Mitte hinfallen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin. Doch will ich einen Rest lassen: Wenn ihr solche habt, die dem Schwert entkommen sind unter den Nationen, wenn ihr in die Länder zerstreut sein werdet, dann werden eure Entkommenen unter den Nationen, wohin sie gefangen weggeführt wurden, sich an mich erinnern, der ich ihr hurerisches Herz zerbrochen habe, das von mir abgewichen ist, und ihre Augen, die ihren Götzen nachhurten. Und sie werden über sich selbst Ekel empfinden wegen der bösen Taten, die sie begangen haben nach allen ihren Gräueln.

Da steckt schon einiges drin! Zerbruch, den Gott bringen wird, setzt den Tod voraus. Das Ergebnis von Gott geschenktem Zerbruch ist Gotteserkenntnis. Zerbruch durch Gott ist keine Totalzerstörung, aber auch keine Lappalie. Vielmehr ist es eine schmerzhafte Operation, denn das, was abgebrochen und zerbrochen werden muss, erhält den schlimmen Namen „Hurerei“. Bin ich bereit, Gott zu bitten, „die Hurerei“ in meinem Leben zu zerbrechen? Das wäre demütigend! Ist es wirklich so schlimm? Ja! Das, was in uns zerbrochen werden muss, um geistliche Tiefe zu erhalten, nennt Hesekiel „Hurerei und Götzendienst!“ Wer das anders sieht, kann fröhlich und bewegt über geistlichen Zerbruch singen und darum beten, vielleicht sogar mit einem Hochgefühl ob solch heiliger Bitte. Aber biblischen Zerbruch und geistliche Tiefe zeigen sich darin, dass der Beter plötzlich Ekel empfindet über seine bösen Taten, an die er sich so gewöhnt hat. Zerbruch kommt nach Hesekiels Worten mit Ekel und Tod.

Obwohl Jesus am Kreuz kein Knochen gebrochen wurde, zitiert Paulus Jesus mit den Worten zum Abendmahl: „Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird.“ Auch diese Aussage erinnert uns, was Zerbruch bedeutet. Für Jesus bedeutete es, Sein Selbst aufzugeben, die Sünde der Anderen, unsere Sünde, ohne Widerspruch auf sich zu nehmen und zu tragen. Das brachte ihm Zerbruch ein – den Tod. Aber auch, wie Hesekiel andeutet, reichen Segen. In Philipper 2:9 schreibt Paulus über Jesus, der Zerbruch akzeptierte: „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht.“

Wenn Du und ich nächstes Mal singen oder beten, der Herr möge uns „zerbrechen“, dann lasst uns dankbar sein, wenn das kalte Glas Wasser uns überrascht, wenn unser Stolz empfindlich getroffen wird, wenn wir übersehen, verlacht, verleumdet oder vergessen werden. Zerbruch ist Sterben und Sterben ist nicht schön. Allein das Ergebnis ist das Schöne, die neue Tiefe, der Zuspruch Gottes und die frische Erkenntnis unseres Herrn.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute mit Sonntagszitat am Schluss!

Der Predigttext heute:
Nehemia 5:1-19

5:1 Auf einmal breitete sich eine große Unzufriedenheit im Volk aus. Die Männer beschwerten sich mit ihren Frauen über ihre jüdischen Stammesbrüder.  
2 Die einen klagten: "Wir haben viele Söhne und Töchter und wissen nicht, wie wir satt werden sollen! Wir brauchen Getreide zum Überleben!"  
3 Andere sagten: "Um in der Hungersnot Getreide zu bekommen, mussten wir unsere Felder, Weinberge und Häuser verpfänden."  
4 Wieder andere beklagten sich: "Und wir mussten unsere Felder und Weinberge verpfänden, um die Steuer für den König bezahlen zu können."  
5 Und alle sagten: "Wir sind doch vom gleichen Fleisch und Blut wie unsere Stammesbrüder! Sind unsere Kinder nicht genauso Israeliten wie ihre Kinder? Und doch müssen wir unsere Söhne und Töchter zu Sklaven erniedrigen. Einige unserer Töchter sind schon in ihrer Gewalt, und wir können nichts dagegen tun. Unsere Felder und Weinberge gehören ja anderen."
6 Als ich ihre Klage und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig.  
7 Ich dachte gründlich über alles nach und stellte dann die Vornehmen und Vorsteher zur Rede: "Ihr nutzt die Not eurer Brüder schamlos aus!" Dann brachte ich die Sache vor die ganze Volksversammlung.  
8 Ich sagte: "Wir haben unsere jüdischen Stammesbrüder, die von Fremden zu Sklaven gemacht wurden, freigekauft, soweit es uns möglich war. Und ihr wollt sie jetzt selber verkaufen, damit sie dann wieder an uns verkauft werden?" Da wussten sie keine Antwort und schwiegen.  
9 "Es ist unwürdig, was ihr da tut!", sagte ich. "Solltet nicht gerade ihr in Furcht vor Gott leben? Doch so macht ihr uns zum Gespött für unsere Feinde!  
10 Auch ich und meine Brüder und meine Diener haben Geld und Getreide verliehen. Erlassen wir ihnen doch die Rückzahlung!  
11 Gebt ihnen ihre Felder, Weinberge, Olivenhaine und Häuser noch heute zurück! Erlasst ihnen auch alles, was sie euch an Geld, Korn, Wein und Öl noch schuldig sind."  
12 Sie erwiderten: "Gut, wir wollen alles zurückgeben und nichts mehr von ihnen fordern. Wir wollen alles tun, was du gesagt hast." Da rief ich die Priester und ließ die Gläubiger vor ihnen schwören, ihre Zusage wirklich zu halten.  
13 Außerdem schüttelte ich den Bausch meines Gewandes vor ihnen aus und erklärte: "Genauso soll Gott jeden, der diesen Schwur nicht hält, aus seinem Haus und Besitz herausschütteln. Ja, er selbst sei so ausgeschüttelt und geleert." Da rief die ganze Versammlung: "Amen!" und lobte Jahwe. Alle hielten sich an diese Abmachung.
14 Ich selbst habe vom Anfang meiner Statthalterschaft in Juda an zwölf Jahre lang, vom 20. bis zum 32. Regierungsjahr des Königs Artaxerxes, für mich und meine Brüder auf alle mir zustehenden Unterhaltskosten verzichtet.  
15 Frühere Statthalter hatten dem Volk schwere Lasten auferlegt und nicht nur Brot und Wein, sondern auch 40 Silberstücke pro Tag von ihnen genommen. Auch ihre Diener hatten willkürlich über das Volk geherrscht. Ich habe das nicht so gemacht, weil ich Gott fürchtete.  
16 Auch beim Bau der Mauer habe ich selbst Hand angelegt, und auch meine Leute haben mitgeholfen. Keiner von uns kaufte Land für sich selbst.  
17 An meinem Tisch speisten die 150 Vorsteher der Juden, dazu noch die Gäste von den umliegenden Völkern.  
18 Jeden Tag ließ ich ein Rind, sechs ausgesuchte Schafe und Geflügel zubereiten. Alle zehn Tage wurden die verschiedensten Weine in großer Menge angeliefert. Trotzdem habe ich auf die Unterhaltskosten, die mir als Statthalter zustanden, verzichtet, denn der Arbeitsdienst lastete schwer genug auf dem Volk.
19 "Denk an mich, mein Gott, und lass mir zugutekommen, was ich für dieses Volk getan habe!"

Anbetung
Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 

Beginn: 10:30 Uhr 
Wir freuen uns auf Dich!
 Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 
57290 Neunkirchen-Zentrum

 Sonntagszitat:

"Wenn der eine nicht will, 
können zwei nicht miteinander streiten."
(Arno Backhaus) 

"Er hebt uns empor zu seinem Herzen. 
Er trägt uns durch ein Meer von Schmerzen. 
Er rettet uns aus allem Streit. Gott sei gelobt in Ewigkeit
(Friedrich von Bodelschwingh) 


Wer sich mit Liebe wappnet, überwindet Zorn, 

Elend, Übermacht und Missgeschick. 

(Buonarriti Michelangelo)

"Wenn wir beten, bleiben die Umstände oft die gleichen, 

aber wir werden anders."

(Oswald Chambers)

Samstag, 7. Oktober 2017

Karoshi … Kwarosa … Guòláosǐ

Drei Worte, die in drei verschiedenen Sprachen (Japanisch, Koreanisch und Chinesisch) dieselbe schreckliche Bedeutung haben: „Tod durch Überarbeitung“. Woher kommt dieser Gedanke?

Gestern berichteten die Nachrichten von der 31jährigen japanischen Journalistin, Miwa Sado, die vor 4 Jahren nach 159 Überstunden in einem Monat an einem Herzanfall gestorben war. Jetzt stuften es die Behörden als „Tod durch Überarbeitung“ ein. Leider nichts Besonderes in Japan mit seiner vollig übertriebenen Arbeitsphilosophie. Fast 100 Fälle von Suizid oder versuchtem Suizid aufgrund von „Karoshi“ wurden 2015 dort offiziell anerkannt. Dazu kommen weitere 150 „Karoshi“ Todesfälle. Aber auch in anderen Nationen hat „Tod durch Überarbeitung“ seine eigene Vokabel und Geschichte, so in den Wirtschaftsriesen Südkorea und China.

In Deutschland haben wir andere Gesetze, die berufsbedingt variieren können. Ein ‚deutsches Japan’ wird es kaum geben. Allerdings erarbeiten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auch in Deutschland 11% aller Vollbeschäftigten über 32 Überstunden im Monat. Auch bei uns wird ein deutlicher Anstieg arbeitsbedingter physischer und psychischer Krankheiten beobachtet. Wir, vor allem die wirtschaftlich stärkeren Nationen, leben in einer arbeits- und konsumorientierten Welt.

Christen sind Rädchen im Getriebe. Wir haben unseren Platz in dieser Welt, in unserer Kultur und in unserem persönlichen Umfeld. Jede Veränderung birgt beides: Möglichkeiten und Risiken. Darum wird jeder Ausstieg, jede Neuorientierung und jedes Verhalten außerhalb der gesellschaftlichen Norm zu einem Wagnisdas natürlich nicht unbedingt negativ enden muss.

Karoshi“ allerdings sollte für Christen in der freien Welt keine Bedrohung sein. „Tod durch Überarbeitung“ weist – zumindest in der Regel – auf eine verdrehte Prioritätenliste im Leben hin. Paulus schreibt in 1. Timotheus 6:6-9:

Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird. Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und es ist klar, dass wir auch nichts hinausbringen können. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen! Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen.

Einige Jahre zuvor hatte Jesus Ähnliches kurz und knapp erklärt:

 „Wirkt nicht für die Speise, die vergeht, sondern für die Speise, die da bleibt ins ewige Leben, die der Sohn des Menschen euch geben wird! (Johannes 6:27)

Und bereits Jahrhunderte zuvor hatte Gott durch den Proheten Jesaja gefragt (Jesaja 55:2):

 Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes essen, und eure Seele soll sich laben an fetter Speise!“

Keiner dieser Verse verbietet es uns als Nachfolger Jesu, Freude an unserer Arbeit zu haben. Kein Verse in der gesamten Bibel ermutigt uns, faul zu sein oder auch nur, unsere Arbeit lässig zu tun. Im Gegenteil! 
Kein Vers der Bibel fordert uns auf, nach Armut zu streben oder Armut für besser zu halten als Reichtum. – Aber all diese und andere Verse warnen vor der Gefahr, die das Streben nach Reichtum mit sich bringt. Dabei ist die größte Gefahr nicht „Karoshi“, so furchtbar und endgültig das auch wäre! 

Die größte Gefahr ist, auf die Speise, die Jesus gibt zu verzichten, weil uns die Speise, die wir selbst erarbeiten können, wichtiger ist. „Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen,“ sagt Gott. Wer auf Ihn hört, Ihm gehört und Ihn zur unangefochtenen #1 in seinem Leben macht – den wird Er versorgen mit „gutem Essen und fetter Speise für seine Seele!“ Guten Appetit an Gottes Tisch!


Du weißt, wo Du morgen einen Gottesdienst mit Jesus im Mittelpunkt feiern kannst?  Prima! Dann geh' dort hin! 
Der Herr segne Dich!

Du weißt es nicht? Dann laden wir Dich, Deine Familie, Deine Freunde ... herzlich ein!

Wir freuen uns auf Dich!
  Calvary Chapel Freier Grund
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)

57290 Neunkirchen-Zentrum
 Beginn: 10:30 Uhr