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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wie weit bin ich bereit zu gehen?

Die erste Generation von Heilsarmeesoldaten war bereit, jeden Weg zu gehen. Als die Bewegung international wurde, passte man sich in den verschiedenen Ländern dem Lebensstandard der Bevölkerung an. Man aß, was sie aßen, schlief, worauf sie schliefen und kleidete sich, wie sie sich kleideten. Aber man ging, um der Liebe Jesu Willen, noch weiter.
In der vergangenen Woche gab es eine Andacht an dieser Stelle über Toilettenevangelisation (Link hier). Ein ähnlicher Bericht findet sich in dem empfehlenswerten Buch von Richard Collier: „Der General Gottes, William Booth“. Er erinnert daran, dass Menschen nicht mit weisen Worten, sondern durch die gelebte Liebe Jesu gewonnen werden. Im Buch heißt es auf Seite 92:

Wie konnten die Männer und Frauen der Armee über einen so bitteren Widerstand triumphieren? Am sichersten durch ihr schlichtes, christliches Beispiel. Was die Christen taten, nicht was sie sagten, bedeutete alles. Ein nicht zu übertreffendes Beispiel dafür: Elisabeth Geikie, ein dunkelhaariges, blauäugiges, hübsches, schottisches Mädchen aus Dundee wohnte in einer kleinen Hütte im Dschungel nahe bei Nagercoil. An die Lehmwand geheftete Bilder aus dem Kriegsruf (Zeitschrift der Heilsarmee) waren die einzige Erinnerung an die Heimat. Eines Tages brachten die Dorfbewohner einen Mann zu ihr, der vor Schmerzen fast wahnsinnig war. Als sich Elisabeth auf das Strohlager niederbeugte, sah sie, dass ein langer Dorn wie ein Nagel den Fuß durchbohrt hatte. Nur die Spitze war noch zu sehen. Ihr Medizinkasten enthielt bloß Vaseline, das bittere Epsomsalz und Rizinusöl. Aber wenn Elisabeth auch keine Zange besaß, so hatte sie doch feste, weiße Zähne. Sie kniete nieder, erfasste den Dorn und zog ihn heraus. Dann wusch sie die Wunde mit Kokosnussöl und verband sie mit sauberem Linnen. Am nächsten Tag, als die Schmerzen nachgelassen hatten, kamen die Dorfbewohner und wollten mehr über Elisabeth Geikies Gott hören. Der verwundete Mann und seine Frau wurden beide bekehrt, obwohl sie Elisabeth Predigten niemals voll verstanden. Aber eines verstanden sie: um ein Leben zu retten, hatte eine weiße Frau mit den Lippen, dem heiligsten Teil ihres Körpers, den verachtetsten Teil des menschlichen Leibes, den Fuß berührt.
Solche unscheinbaren Anfänge im Dschungel von Nagercoil führten unwiderstehlich zu der Einrichtung von 26 Hospitälern und Arzneiverteilungsstellen sowie den beiden Leprakolonien, die heute von der Heilsarmee in Indien unterhalten werden. Aber sie führten auch zu missionarischen Triumphen.

Tatsächlich ist es kaum vorstellbar, was heilige Lippen auf dem unheiligsten Körperteil (nach indischer Kultur), der Unterseite eines Fußes, für jene Menschen bedeutet haben müssen. Elisabeth Geikies war bereit, diese Demütigung auf sich zu nehmen – ohne zu wissen, ob es physisch oder geistlich was bewirken würde. Ohne zu zögern tat sie, was getan werden musste, und Jesus stellte sich zu ihrem Dienst für Ihn.

Wie oft handelte Jesus genau so. Wenig Worte, viel Liebe. Klare Worte, klare Liebe. Und die Menschen wussten: was Jesus tut, ist gut. Seine Taten und Worte der Liebe waren eine Einladung, Ihm zu folgen.

Das ist auch heute unser Auftrag: Durch Taten Jesu Liebe sichtbar und erfahrbar zu machen und durch Worte zu erklären, was zu erklären übrig bleibt. Wie sagte Franz von Assissi: Predige das Evangelium jederzeit, und wenn nötig, mit Worten.“

Jetzt gehört ihr dem, der von den Toten auferstand,
und könnt gute Frucht bringen, das heißt gute Taten für Gott.
(Römer 7:4b / NLÜ)

Bei Ihm [Jesus Christus] gilt allein der Glaube,
der sich in Taten der Liebe zeigt. (Galater 5:6b / HfA)

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