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Samstag, 21. Januar 2017

Die Hunde und der Vogel

Heinrich von Kleist erzählt in seiner Fabel „Die Hunde und der Vogel“, wie zwei ehrliche Jagdhunde in die Schule des Hungers geraten. Aber die Schule macht sie zu Schlauköpfen, die sich auf alles stürzen, was sich auf der Erde bewegt. Dabei stoßen sie eines Tages auf einen Vogel. Dem armen Flattermann ist die ganze Sache natürlich höchst unangenehm, denn die Erde ist nicht sein Element. Verzweifelt hüpfte er mal hier und mal dorthin. Siegessicherheit und Triumph der Jäger sind unverkennbar – bis dass ihr Druck zu stark wird. Der Vogel besinnt sich seiner Möglichkeiten, regt die Flügel und erhebt sich in die Luft.- Und die Helden der Treibjagd? Sie stehen verblüfft, besiegt und starren ihrem vermeintlichen Opfer verdattert nach.

In der Bibel sind die Charaktere andere, aber die Handlung kann ganz ähnlich sein. Gottes Wort erklärt uns, dass Satan den Kampf gegen Gott verloren hat. Er hat sowohl seine Herrlichkeit verloren, wie auch seinen permaneten Platz im Himmel. Außerdem hat er in Ewigkeit verloren, denn Jesus hat ihn besiegt und wird ihn am Ende der Tage in den Feuersee werfen. (Nachzulesen in Matthäus 25:41 und Offenbarung 20:10)

Bis dahin aber lechzt Satan nach der verlorenen Herrlichkeit und Macht. Ihn hungert nach Erfolgserlebnissen und Siegen. Nur hat er gegen den Allmächtigen keine Chance. Darum stürzt er sich auf alles, was sich auf der Erde bewegt. Besonders auf solche, die unbeholfen auf der Erde rumhüpfen, anstatt in höheren Sphären zu segeln. Satan bekommt keinen Stich gegen Gott – darum zieht er in den Kampf gegen Gottes Kinder. Das ist die Erfahrung, die wir immer wieder im Leben machen. 

Auch heute fühlen sich so viele Menschen gejagt und gehetzt. Nicht irgendwer – nein, Menschen, die eigentlich den Frieden in Jesus kennen (sollten). Sie werden gehetzt vom Wunsch nach Erfolg, nach Reichtum, nach Anerkennung oder Gesundheit. Andere werden gehetzt von Sünden, Süchten, schlechten Gewohnheiten und schlechtem Gewissen. Wieder andere fühlen sich in die Enge getrieben und überwältigt von den Anforderungen des Lebens. Und so hüpfen sie herum, von ihren Wünschen, Ängsten oder Umständen mal hierhin, mal dorthin gejagt – und eigentlich könnten sie doch fliegen!

Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, 
daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler! (Jesaja 40:31)

Welche Windhunde hat Satan zur Zeit auf Dich angesetzt? Sind es die Windhunde eines bequemen Lebens auf der Erde, die weder Dich noch Deine Gedanken und Wünsche zur Ruhe kommen lassen? Oder sind es Sünden, die Dich hin und hertreiben und das hämische Grinsen auf Satans Gesicht bringen? Vielleicht sind es auch die Windhunde des Alltags, die uns durch den Tag jagen mit den Dingen des Lebens, denen wir nicht ausweichen können? Egal ob es eine vermeidbare oder unvermeidbare Hetzjagd ist. Der Herr hat Dir einen Ausweg geschaffen: den Weg nach oben. Harre (vertrau, verlass Dich) auf den Herrn oben im Himmel. Sende Dein Gebet –  auch, wenn es nicht viel mehr ist als der Schrei Deines Herzens – nach oben, zu dem, der Dich hört. Blick nach oben, schau auf Jesus und erfahre neue Kraft, die er schenkt. Kraft, die Dich auffahren läßt mit Adlersflügen, die Dich dahin bringt, wo Du „in Deinem Element“ bist. Du bist vielleicht nicht außer Sichtweite des Feindes, aber außer Reichweite.

Verlass Dich auf den Herrn! Empfange neue Kraft! Segle wie ein Adler! – In dieser Reihenfolge!

Freitag, 20. Januar 2017

(Nicht) verschlossene Türen

Ich las von einer Mutter, die hart arbeitete, weil ihr Mann gestorben war und sie ihre Tochter alleine erziehen musste. Sie tat das mit all ihrer mütterlichen Liebe und Kraft, die sie besaß. Als die Tochter im Teenagealter war, wandte sie sich von ihrer Mutter ab und zog aus, ohne zu sagen, wohin.

Jede Nacht wartete die Mutter auf eine Nachricht, einen Anruf oder ein Lebenszeichen – aber ihre Tochter kam nicht zurück.

In ihrer Verwirrung und Not suchte die Mutter einen Pastor auf um ihn um Hilfe zu bitten. Der bat sie, einige Fotos von ihr als Mutter machen zu lassen und sie ihm zu bringen.

Genau das tat die Frau, brachte dem Pastor die Bilder und wurde dann gefragt, was ihre Nachricht an ihre weggelaufene Tochter wäre. Bewegt antwortete sie: Ich möchte ihr nur eins sagen: „Komm heim!“

Gut, dann schreiben Sie das auf jedes der Bilder, sagte der Pastor. Dann nahm er die Bilder und schickte sie an die Discos und Vergnügungsplätze seiner Stadt und der Nachbarstädte – halt die Orte, von denen er am ehesten annahm, dass das Teenagemädchen sich dort aufhalten könnte. Er bat die Betreiber, die Bilder an die Pinwände zu hängen, wo sie gesehen werden konnten.

Und tatsächlich, eines Abends kommt das Mädchen an einen dieser Orte und wird von dem Bild an der Pinwand angezogen. Erst als sie näher kommt, erkennt sie das Gesicht ihrer Mutter, gealtert durch die Sorgen um ihre fortgelaufene Tochter. Schließlich liest sie die Zeile: „Komm heim!“  Dieses Bild mit der Einladung zerstört ihre gesamten Pläne für den Abend.

Ihr Gewissen meldet sich und eine Riesentraurigkeit überkommt sie. Sie rennt zu ihrem Zimmer, packt ihre Sachen und nimmt den ersten Zug nach Hause, wo sie frühmorgens ankommt.

Erstaunt, dass die Tür zum Haus der Mutter nicht verschlossen ist, tritt sie ein und findet ihre Mutter im Gebet für ihre Tochter. Es ist ein emotionales Wiedersehen und als die Tochter nach einigen Minuten wieder sprechen kann, war ihre erste Frage: „Mama, warum hast Du die Tür offen gelassen?“

„Oh, Kind – die Tür war nie verschlossen seit dem Tag, als Du gingst. Ich habe auf Dich gewartet und wollte nicht, dass Du vor einer verschlossenen Türe stehst, wenn Du kommst.“

Diese Geschichte erinnert mich an Jesus – und an viele "verlorene Söhne und Töchter", die Ihm einmal so nahe waren, sich so wohl gefühlt haben in Seiner Gegenwart, sich so gefreut haben an Seinem Heil – und sich dann doch von Ihm entfernt haben. Glücklich sind sie nicht geworden. Aber Jesus lädt ein: „Komm heim!“ Er sagt in Johannes 6:37:

Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen;
und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus stoßen.“

Wenn Du „zu Hause bist“ bei Jesus, dann nimm Dir doch heute einen Augenblick, um für jemanden zu beten, der zu den „verlorenen Söhnen und Töchtern“ Jesu gehört.

Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.
(Jakobus 5:16)

Wenn Du zu den „verlorenen Söhnen und Töchter“ Jesu gehörst, erinnere Dich, was Du aufgegeben hast, dass Dein himmlischer Vater auf Dich wartet und die Türe offen ist.  Komm heim!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Wie oft noch?

Eigentlich hätte ich heute Nachmittag ein Bibelstudium mit Freunden.
Eigentlich hätte mein Freund morgen früh ein Bibelstudium mit einem weiteren Freund. Beide fallen aus. Wie es aussieht – für immer!

Vor fast 6 Monaten kamen sie um 6 Uhr morgens, trommelten unsere Freunde aus dem Schlaf, gaben ihnen ein paar Minuten, sich anzuziehen und eine Umhängetasche mit dem Nötigsten zu füllen. Geld und andere persönliche Wertgegenstände blieben im Chaos zurück. Dann mussten sie ihre Handys abgeben und wurden in dieser Nacht- und Nebelaktion zum Flughafen gefahren – zur Abschiebung. Gestern Morgen die gleiche Geschichte.  Gerechterweise sei hinzugefügt, dass der Gefangenentransport im ersten Fall noch an unserer Gemeinde vorbeifuhr, weil sie auf dem Weg lag. Die Familie durfte – ohne aussteigen zu dürfen – sich von denen verabschieden, die sich Freitagmorgen zum Frühgebet trafen.

Beide Male sind unsere Herzen entsetzt, taub und ein einziges Fragezeichen. Abschiebung, obwohl noch ein Antrag läuft. Abschiebung, bei der man die Schwächen und Schutzlosigkeit der Hilfesuchenden schonungslos ausnutzt. Und, was am meisten bestürzt: Es handelt sich um Familien, die, sichtbar für alle, auf gutem Weg sind, sich zu integrieren. Sie kommen regelmäßig 1-3x in der Woche zum Gottesdienst. Die Kinder haben eine Chance und nutzen sie, aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen. Lehrer, Nachbarn und Freunde sind zutiefst erschüttert. Nicht mal verabschieden konnte man sich. Die Guten, die Hilfe schätzen und dankbar annehmen, die nach Kräften zurückzahlen – die müssen gehen. Andere, Großfamilien im kriminellen Millieu, dürfen bleiben, weil „uns die Hände gebunden sind!  ???

Wie oft müssen wir das noch durchmachen?“ schreibt mir eine Mitarbeiterin aus der Gemeinde. Und ich kann ihr keine Antwort geben. Meine Gedanken gehen zu Jesus und zu Seinem Dienst. Wie oft wird Er ganz ähnliche Situationen durchlebt haben?

In Lukas 13:34 klagt Jesus über Jerusalem und sagt:

Jerusalem, Jerusalem, ...
 wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen
wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, 
und ihr habt nicht gewollt!

Das waren Menschen, die Jesus von Herzen liebte und in die Er investiert hatte, denen Er geholfen und mit denen er Zeit verbracht hatte – ohne dass sie reagierten. Andere hatte er deswegen nicht besuchen können. Und Jesus? Wie oft musste Er das noch durchmachen?

Ähnliche Gedanken wie über Jerusalem äußert Jesus über Bethsaida, Chorazin oder auch Kapernaum. Jesus war auch zu ihnen gezogen, hatte Zeit auch mit ihnen verbracht, sie geliebt, geheilt und ihnen geholfen. Und sie hatten nicht gewollt! Aber Jesus machte weiter. Und er lehrte, dass es nicht die Masse ist, die sich retten lässt, sondern nur die Minderheit. Und bist zu seinem Tod ... bis zu Seiner Auferstehung ... BIS HEUTE hört Er nicht auf, sich immer wieder neuen Menschen zuzuwenden.

Wir sind dankbar, dass die Zeit, die Jesus uns mit unseren Freunden gegeben hat, zu Entscheidungen für Jesus und zur Rettung von Seelen geführt hat. Wir sind dankbar, dass sie Jesus mitnehmen in ihren Herzen und Jesus sie von allen Seiten umgibt. Aber wir haben keine Garantie, dass es mit neuen Freunden besser gehen wird. Was tun? Aufgeben? Uns selbst vor Enttäuschung und Schmerz schützen? Erfolgversprechendere Dienste beginnen? Nein! Wir wollen und werden uns am Beispiel Jesu orientieren. Auch Er musste Menschen gehen lassen.
Solche, die nicht wollten, aber auch solche, die ihn liebten und am liebsten immer bei ihm geblieben wären. Jesus ließ so manch einen Freund los und schickte ihn weiter mit den Worten: Erzähl Deinen Freunden zu Hause, was der Herr an Dir getan hat. Das ist nicht immer der einfachste Weg, auch wenn es Jesu Auftrag ist.

Ein Freund, mit dem ich morgens noch (vergeblich) versuchte, die abgeschobene Familie zu erreichen, um uns zu verabschieden und mit ihnen zu beten, meinte: „Das ist eine erneute Erinnerung, wie knapp die Zeit ist, die Gott uns für diese Menschen gibt.“ Recht hat er!

Gottes Wort sagt:

Wir müssen die Werke dessen wirken, der (Jesus) gesandt hat,
solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
(nach Johannes 9:4)

Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen;
überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung!
(2 Timotheus 4:2)

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich,
nehmt immer zu in dem Werk des Herrn,
weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!
(1 Korinther 15:58)

Ihr aber, seid stark und lasst eure Hände nicht schlaff werden!
Denn es gibt einen Lohn für euer Tun! (2 Chronik 15:7)

Handelt, bis ich wiederkomme! (nach Lukas 19:13)

Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden;
denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten,
wenn wir nicht ermatten. (Galater 6:9)

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
(Johannes 20:29)

Mittwoch, 18. Januar 2017

Sinai oder Zion?

Am 21.12. lehrte Stefan aus Hebräer 12 über die zwei erwähnten Berge: Sinai und Zion. Der Berg Sinai illustriert Gottes Heiligkeit und Unnahbarkeit Gottes. Das Betreten des Sinai war absolut verboten. Eine Grenze um den Berg herum durfte bei Todesstrafe nicht überschritten werden. Als Gott das Volk dann rief, gab es Blitze, Donner, mächtigen Rauch und Erdbeben. Die Reaktion des Volkes ist Todesangst, aber ohne Veränderung der Herzen. 40 Tage später beten sie das goldene Götzenkalb an.

Der Berg Zion hingegen ist der Berg, auf dem Jerusalem liegt, der Ort, an dem Jesus den neuen Bund aufrichtete, den Schrecken besiegte, Gottes Liebe offenbarte und unsere Sünden vergab. Was für ein Unterschied!  Als Christen des Neuen Testaments stehen wir in einer anderen Beziehung zu Gott. Wir haben nicht die Sinai-Erfahrung, wir kommen zu Gottes anderem Berg. Wir kommen zum Berg Zion.

Worin liegt der Unterschied? Der Pastor und Bibellehrer, David Guzik, hat die beiden Berge in seinem Kommentar gegenübergestellt:

  • Der Berg Sinai war gekennzeichnet von Furcht und Terror – der Berg Zion ist ein Ort der Liebe und Vergebung.
  • Der Berg Sinai liegt in der Wüste – Zion ist die Stadt des lebendigen Gottes
  • Der Berg Sinai symbolisiert irdische Dinge – der Berg Zion symbolisiert himmlischen Dinge
  • Am Berg Sinai durfte sich nur Mose Gott nähern – am Berg Zion sind zehntausende zu einer Festversammlung eingeladen
  • Der Berg Sinai steht für schuldige Menschen voller Angst – der Berg Zion steht für vollendete Gerechte
  • Am Berg Sinai war Mose (ein Mensch) der Mittler – am Berg Zion ist es Jesus (wahrer Mensch und wahrer Gott)
  • Am Berg Sinai wurde ein alter Bund eingesetzt, der durch Tierblut gültig wurde. – Der Berg Zion steht für einen Neuen Bund, der durch das kostbare Blut des Sohnes Gottes für gültig erklärt wurde.
  • Am Berg Sinai ging es hauptsächlich um Ausschluss und darum, Menschen vom Berg fernzuhalten. – Am Berg Zion dreht sich dagegen alles um eine Einladung.
  • Am Berg Sinai drehte sich alles um das Gesetz. – Am Berg Zion dreht sich alles um die Gnade.
Gnade! Wir müssen nicht zögern, sondern dürfen freimütig kommen. Stefan erinnerte uns an ein anderes Bild, über das wir vor einigen Wochen nachgedacht hatten: der Thron der Gnade im Allerheiligsten. Lange Zeit war dieser heilige Ort der Gegenwart Gottes dem Hohenpriester vorbehalten war – und auch das nur einmal im Jahr. Jetzt dürfen wir alle kommen. Gottes Gnade macht uns gerecht. Da steckt das Wort Recht drin. Wir haben das Recht in Gottes Gegenwart zu treten.

Ja, die Gnade Gottes, die Größe Jesu, die Herrlichkeit des Glaubens – immer wieder werden wir durch solche Gedanken im Hebräerbrief ermutigt. Komm doch heute Abend einfach mal dazu. Wir würden uns freuen.

Dienstag, 17. Januar 2017

Er hat den Schlüssel

Statt einer Andacht, heute das Gedicht eines unbekannten Autoren. Es darf uns Mut machen, weiter zu gehen, auch wenn wir den übernächsten Schritt nicht sehen, Gott nicht verstehen, die Gebetserhörung auf sich warten lässt und das Ziel im Dunkeln liegt. Gott kennt den Weg und hält den Schlüssel für jede verschlossene Tür. Bete weiter! Vertraue Ihm weiterhin!

Gibt es ein Problem in deinem Leben, das gelöst werden muss?
Einen dunklen, scheinbar mysteriösen Pfad?
Gott weiß das.
Er bringt die verborgenenen Dinge ans Licht
Er hat den Schlüssel.

Gibt es da eine Tür, vom Vater selbst verschlossen,
die du so gerne weit geöffnet gesehen hättest?
Vertraue Gott und warte,
denn wenn Er eine Tür verschließt,
behält Er den Schlüssel.

Gibt es da ein ernsthaftes, noch unbeantwortetes Gebet –
oder nicht so beantwortet, wie Du erhofft hast?
Gott wird Sein Ziel nach und nach offenbaren.
Er behält den Schlüssel.

Hab Geduld mit Deinem Gott, Deinem geduldigen Gott;
So weise, allwissend – Er wird nicht lange verziehen.
Und für die Tür Deines ganzen zukünftigen Lebens
Hält Er den Schlüssel.

Unfehlbarer Trost, herrlicher, gesegneter Friede,
zu wissen: Er hält den Schlüssel von jeder Tür.
Dass Er am Ende, wenn Er die beste Stunde erkennt, 
ihn Dir geben wird.   
(Autor unbekannt, Eigenübersetzung)

Montag, 16. Januar 2017

Absalom

Kürzlich erzählte mir jemand aus seiner Stillen Zeit über Absalom. Ich war von diesen Gedanken so fasziniert, dass ich mich nochmal mit diesem jungen, aufstrebenden Mann beschäftigt habe.

Sein Vater war König David, seine Mutter hieß Maacah. Auffallend ist die Beschreibung aus 2 Samuel 14:25:

 Kein Mann in Israel war so schön und so bewundert wie Absalom.
Er war vom Scheitel bis zur Sohle vollkommen.

Sein erstes öffentliches Auftreten war ein brutaler Racheakt an seinem Halbbruder Ammon. Als Resultat muss er fliehen und taucht für etwa drei Jahre bei seinem Großvater unter. Damit beginnt seine Geschichte in der Öffentlichkeit.

David trauert über die Trennung von Absalom und durch die Intervention Joabs, Davids Kriegsminister, darf Absalom nach Jerusalem zurückkehren. In 2 Samuel 14:28 heißt es:

Und Absalom blieb zwei Jahre lang in Jerusalem,
ohne dass er das Angesicht des Königs sah.

Zu dieser Zeit war Absalom vermutlich der Älteste von Davids Söhnen. Er besaß königliches Blut von väterlicher und mütterlicher Seite, war gut aussehend und beliebt. Dadurch rechnete er sich gute Chancen auf den Thron aus und konnte sich den Gedanken gut vorstellen, die Nachfolge seines Vaters Davids anzutreten.

Erneut durch Joabs Hilfe durfte Absalom schließlich wieder in Davids Gegenwart kommen. Aber in scheinbar kurzer Zeit wuchs sein Wunsch nach Macht und Position derart, dass er eine Revolte gegen seinen König plante. Mit geschickten Reden wiegelte er das Volk gegen den König auf. In 2 Samuel 15:3+4 werden Absaloms Worte an Leute aus dem Volk zitiert:

„Siehe, deine Sache ist gut und recht, aber beim König ist niemand, der dir Gehör schenkt! O dass man doch mich zum Richter im Land einsetzte, damit jedermann zu mir käme, der einen Rechtsstreit und Rechtshandel hat; ich würde ihm zu seinem Recht verhelfen!“

Auf diese Weise sammelte er solche um sich, die ihm wohlgesonnen waren, fing alle ab, die zum König wollten und umgarnte sie mit Worten und gespieltem Verständnis. Und zunächst erreichte er sein Ziel tatsächlich, denn 2 Samuel 15:6 berichtet: 

„So stahl sich Absalom die Herzen der Männer von Israel.“ 

Schlimme Worte über einen Mann, der beliebt, begabt und beschenkt war. Er stahl die Herzen Israels für sich. Ihm ging es nicht um den Frieden im Land, ihm war es egal, dass sein Vater der von Gott eingesetzte König war. Ihm ging es nicht mal ums Volk. Es ging ihm darum, König zu werden und das Zepter zu halten, koste es, was es wolle.

Zunächst scheint sein Plan aufzugehen. Absalom baut ein starkes Gefolge auf, erklärt König David scheinheilig, dass er in Hebron dem Herrn opfern und dienen möchte und zwingt kurze Zeit später tatsächlich den König zur Flucht. Er demütigt David auf verschiedene Weise aber sein Leben kommt nicht zur Ruhe, denn er kämpft – ohne es selbst zu merken – gegen Gott. Das kostet ihn am Ende alles.

Absalom standen alle Tüen offen. Er war von Gott und vom Leben beschenkt. Aber das war ihm nicht genug. Mit List stahl er, was Gott gehörte. Und in Gerechtigkeit nahm Gott es ihm wieder ab.

Was hätte Absalom anders machen sollen? Dafür gibt es sicher eine ganze Liste von möglichen Ansätzen. Mir fällt das Lied ein von J.W. van de Venter: Alles will ich Jesus weihen. Hätte Absalom damit begonnen und – nach dem Vorbild seines Vaters David – alles seinem Gott geweiht … seine Schönheit, seine Begabtheit, seine Position als Königssohn, seine Beliebtheit … dann wäre sein Leben garantiert anders und zur Ehre Gottes verlaufen.

 Alles will ich Jesus weihen

Alles will ich Jesus weihen
Nichts mehr will ich nennen mein.
Leib und Seele, Gut und Habe
Alles soll sein Eigen sein.

Alles will ich Jesus weihen
All mein Herz zu ihm sich neigt.
All mein sündger, stolzer Wille
Sich dem Herrn gehorsam beugt.

Alles will ich weih’n.
Alles will ich weih’n.
Dir, mein Herr, mein Gott, mein Heiland
Will ich alles weih’n.

Alles will ich Jesus weihen
Halte alle Welt für Spreu.
Doch was ich dem Heiland schenke
gibt er mir verklärt und neu.

Alles will ich weih’n…
Alles will ich Jesus weihen
meines Geistes beste Kraft.
All mein Denken, all mein Streben
alles, was mein Tagwerk schafft.

Alles will ich weih’n…
(Originaltitel: I surrender all)
Text: J.W. van de Venter (1855-1939)
Melodie: W.S. Weeden (1847 - 1908)

Sonntag, 15. Januar 2017

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss 

Predigttext
Römer 15:14-21

14 Ich bin aber persönlich davon überzeugt, liebe Geschwister, dass ihr selbst in der Lage seid zu tun, was gut und richtig ist. Es mangelt euch an keiner Erkenntnis, und ihr seid auch fähig, euch gegenseitig zu ermahnen.  
15 Ich habe euch teilweise recht offen geschrieben, weil ich euch einiges in Erinnerung rufen wollte. Gott hat mich in seiner Gnade ja berufen,  
16 ein Diener von Jesus Christus unter den nichtjüdischen Völkern zu sein. Wie ein Priester im Dienst der guten Nachricht Gottes arbeite ich darauf hin, dass sie eine Opfergabe werden, an der Gott Freude hat, weil sie durch den Heiligen Geist geheiligt ist.  
17 Dass ich vor Gott darauf stolz sein kann, habe ich allein Jesus Christus zu verdanken.  
18 Denn ich würde niemals wagen, von etwas zu reden, was nicht Christus durch mich gewirkt hätte: Menschen aus nichtjüdischen Völkern wurden Gott gehorsam, und zwar durch sein Wort und Werk,
19 in der Kraft von Zeichen und Wundern und in der Kraft des Heiligen Geistes. So habe ich von Jerusalem aus in der ganzen Gegend die Botschaft des Messias bekannt gemacht – bis an die Grenze von Illyrien. 
20 Ich habe darauf geachtet, diese gute Botschaft nicht dort zu verkündigen, wo er schon bekannt war, um nicht auf einem fremden Fundament zu bauen.  
21 Ich hielt mich an das, was geschrieben steht: "Gerade die, denen noch nicht von ihm gesagt wurde, sollen ihn kennenlernen, gerade die, die noch nicht von ihm gehört haben, sollen verstehen."

Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
(Quelle: HIER)
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 
Anbetung
 
Predigt
Abendmahl (freiwillig) 
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst 
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen
 Wer bleiben kann: Missionsbericht Bosnien (13:15 Uhr)
 Beginn: 10:30 Uhr 

Wir freuen uns auf Dich!
 Calvary Chapel Freier Grund
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum  

Sonntagszitat:


Mission ist nicht die Aufgabe einer Gemeinde, sondern ihr Wesen.
(Arno Backhaus)

Die Stunden, die wir mit Gott verbringen, 
sind der Brunnen, aus dem unsere Heiligung fließt 
– und unsere Freude.
(Randy Alcorn)