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Samstag, 25. Februar 2017

Teuflische Strategien (2)

„Teuflische Strategien“ damit hatten wir letzten Samstag begonnen und Gedanken aus dem ersten Kapitel des Buches von Warren Wiersbe (CLV Verlag) zusammengefasst. Dabei ging es um Satan, den Verführer, der durch Lügen unseren menschlichen Geist infiltrieren und verführen will. Die Wahrheit des Wortes Gottes ist unsere Waffe.

Im zweiten Kapitel geht es um Satan, den Zerstörer. Zu viele Gedanken, um in einer kurzen Andacht zu erwähnen. Wiersbe schreibt: „Wenn wir seinen Verführungen Widerstand leisten, wird er unserem Körper Schaden zufügen.“ Bei der zweiten Strategie Satans geht es um Leid.

Der Autor nennt 3 Gründe, warum Satan interessiert ist, unseren Körper zu zerstören:
  1. Weil unser Körper ein Tempel Gottes ist. In 1 Korinther 6:19 heißt es: Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ Gott ist unsichtbar, aber Er möchte in uns wohnen und unseren Körper gebrauchen, Seine Gnade und Liebe in der Welt zu offenbaren. (Dabei vertritt Wiersbe kein unbiblisches Heilungsevangelium)
  2. Weil unser Körper Gottes Werkzeug ist. In Römer 6:13 schreibt Paulus. „Gebt auch nicht eure Glieder der Sünde hin als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten, und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit!“ Satan ist daran interessiert, Gottes Werkzeuge durch Leiden unbrauchbar zu machen. Das kann - muss ihm aber nicht gelingen.
  3. Weil unser Körper Gottes Schatzhaus ist. In 2 Korinther 4:7 heißt es: „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns.“ Gott gab uns diesen Schatz – so Wiersbe – damit Er ihn durch uns im Leben anderer zu deren Nutzen einsetzen kann. Dass Satan daran interessiert ist, Gottes Schatzhaus anzugreifen, versteht sich.
 Schließlich erklärt der Autor, dass unser Leben in unserem Körper sich als Prüffeld erweist.
Dann folgen viele Ermutigungen und Lehren. Darunter fällt, dass Satan ohne die Erlaubnis des himmlischen Vaters überhaupt nichts anrichten kann! Das beweist die Geschichte von Hiob. Darunter fällt auch, dass es natürliche Leiden gibt, um die auch Christen nicht herumkommen. Als schwache Menschen leben wir in einer gefährlichen und gefallenen Welt, die auch für uns Krankheiten und Tod beinhaltet. Auch wir leiden unter Ungerechtigkeiten in einer gefallenen Welt. In Römer 8:22 lesen wir: „Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstigt.“

Während Leiden einerseits unvermeidlich sind, so lange wir auf der Erde leben, gibt es auch Leiden, die Gott bewusst zu unserer „Züchtigung (Hebräer 12) einsetzt. Das geschieht, wenn wir uns von Ihm entfernt haben oder gegen Ihn rebellieren. „Züchtigung“ bedeutet aber auch: Kindererziehung oder, besser noch: „tun, was für Kinder gut ist“. Gott lässt gelegentlich Leiden zu, weil Er uns – ohne dass Sünde geschehen ist – auferbauen – und zu größerer Reife führen will. Das mag uns zur Zeit der „Erziehung“ gar nicht so vorkommen.

Als Illustration für die verschiedenen Ursachen des Leidens benutzt Wiersbe 2 Stürme: Jona geriet in einen Leidenssturm, weil er ungehorsam war und Gott ihn züchtigen und korrigieren musste. Dem gegenüber gerieten Jesu Jünger in einen Leidenssturm, weil sie Jesus gehorsam waren. Er hatte sie über den See Genezareth geschickt, und sie gehorchten Ihm. Dabei wurde ihr Glaube geprüft und gestärkt.

So wie in Kapitel 1 die Waffe gegen die Lügen des Verführers die Wahrheit des Wortes Gottes ist, so ist die Waffe gegen das vom Zerstörer geschickte Leid die Gnade Gottes. Wiersbe schreibt: „Gottes Gnade ist seine Vorsorge für jede Not in unserem Leben. Gnade ist keine ‚mystische Substanz’, die Gott ausgießt, wenn wir in Not sind. Gnade ist vielmehr Gottes überfließender Reichtum, der für jede Not ausreicht.“

Es ist kaum möglich, die heilsamen Gedanken über Leiden und Gnade aus Kapitel 2 kurz zusammen zu fassen. Warren Wiersbe’s Buch heißt „Teuflische Strategien … und wie man sie durchschaut“ und ist beim CLV Verlag in Bielefeld herrausgekommen. (Eindrücke aus Kapitel 3 gibts nächsten Samstag!)

Freitag, 24. Februar 2017

Unterschied erkennbar? – Unterschied erkennbar!

In Johannes 14:15-17 heißt es:

Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote! Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, daß er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Da steht schon viel drin! Ich fasse mal einiges zusammen:

  1. Dieses großartige Geschenk-Versprechen ist exklusiv! Exklusiv für Christen! Jesus redet mit dem Vater über einen Segen, der Dir gegeben werden soll. Ein Segen – direkt aus dem Himmel – den Menschen ohne Jesus gar nicht empfangen können.
  2. Menschen ohne Jesus empfangen das Segensgeschenk nicht, weil sie es nicht beachten und nicht erkennen. Einfach keinen Draht, keine gemeinsame Wellenlänge.
  3. Das bedeutet gleichzeitig: Wer Jesus nachfolgt, kann den Heiligen Geist erkennen, beachten und das Geschenk Gottes empfangen.
Wenn wir (= die wir an Jesus glauben) den Heiligen Geist haben – und die Welt (= die nicht an Jesus glauben), haben Ihn nicht – dann ist da ein gewaltiger – ich meine: EIN GEWALTIGER! Unterschied. Jesus verspricht im selben Atemzug: Ich komme zu euch! Überall im Neuen Testament heißt es, dass Gott: Jesus, unser Retter, unser himmlischer Vater und der Tröster, der Heilige Geist in uns Gotteskindern wohnt. Die Frage, die mir kommt ist: Ist der Unterschied erkennbar?

Der Abschnitt beginnt mit der Aufforderung, Jesus zu lieben. HIER liegt der Unterschied. Wenn wir Jesus lieben, folgen wir Ihm. Liebe schafft das herzliche Verlangen, IHM zu folgen und zu gehorchen. Wenn Liebe Gehorsam bewirkt – was bewirkt mangelnde Liebe?

Ungehorsam vertreibt den Heiligen Geist nicht! Er ist gekommen, um zu bleiben. Jesus sagt: Er wird bei euch bleiben in Ewigkeit. ABER: die Bibel sagt uns auch, dass Ungehorsam (fehlende Liebe zu Jesus) den Heiligen Geist betrübt und dämpft. Meine Lieblingsillustration ist ein Haus. Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben, um unser Lebenshaus auszufüllen und alle Zimmer zu fluten, zu erhellen und zu  regieren. Ungehorsam und fehlende Liebe zu Jesus betrüben und dämpfen den Heiligen Geist, der sich mehr und mehr zurückzieht, weil er freiwillige Liebe möchte, nicht erzwungene. Schließlich bleibt Ihm nur die Abstellkammer. Alle anderen Kammern sind von uns erfüllt. Folge ist, dass sich Christen nicht mehr von der Welt unterscheiden. Das Siegel des Geistes ist noch irgendwo da, aber das Haus unseres Lebens ist nicht mehr erfüllt. WIR könnten Ihn beachten und erkennen – aber wir haben Ihn verdrängt und haben den Unterschied im Alltag verloren zu denen, die Ihn weder beachten noch erkennen können. Wir haben unsere Leuchtkraft und unsere Würzkraft verloren.

Unterschied erkennbar? Wissen die Menschen, dass Du Jesus liebst? Ich wähle bewusst diese Formulierung. Sie mögen wissen, dass Du ‚Christ’ bist. Sie mögen wissen, dass Du zu einer Kirche gehörst – aber wissen sie, dass Du Jesus liebst? Ist der Unterschied erkennbar?

Lass Ihn raus – den Heiligen Geist – aus der Abstellkammer. Lass Ihn hinein, in alle Zimmer Deines Lebens, Deines Alltags. Lass Ihn Dich regieren. Du hast den ganzen Heiligen Geist. Lass Ihn Dich erfüllen! (Epheser 5:18) (w)

Donnerstag, 23. Februar 2017

Von Thermometern und Thermostaten

Immer wieder mal wird an dieser Stelle die holländische Christin Corrie ten Boom zitiert. Wegen der massiven Hilfe, die ihr Vater zur Zeit des Dritten Reiches den Juden zukommen ließ, wurden Corrie und ihre Verwandten im KZ inhaftiert. Viele ihrer Verwandten starben, sie überlebte. Ihr Körper überlebte knapp, ihr Glaube weit! Faszinierende Geschichten werden über ihren Dienst berichtet. Und faszinierende Sätze hat sie von sich gegeben. Von Corrie ten Boom stammen die folgenden sinngemäßen Gedanken:

Christen sind oft wie Thermometer. Sie nehmen wahr, was in der Welt geschieht und bei all der Not „fallen“ sie. Aber Christen sollen nicht wie Thermometer sein, die lediglich die Temperatur um sich herum feststellen und den Kopf schütteln und sich den Mund zerreißen.
Christen sollen vielmehr wie Thermostate sein, die die Temperatur verändern. Ein Thermostat spürt die Kälte und ersetzt sofort die fehlende Wärme, indem er das Zimmer mit der Heizquelle in Verbindung bringt.

Welch einfache Illustration – und wie überzeugend und vielsagend! Und ich stelle mir selbst die Frage: Funktioniere ich als Thermometer oder als Thermostat? Und Du?

Als Thermometer gehen wir mit offenen Augen durch die Welt. Wir nehmen die ungerechten  Entscheidungen und die Selbstdarstellungen der Menschen wahr, wir beklagen die abnehmende Moral und die zunehmende Toleranz gegenüber Sünde. Es schmerzt uns, dass unsere Glaubensgeschwister in aller Welt verfolgt und ermordet werden. Und wir spüren die zunehmende Hitze der Feindlichkeit gegenüber unserem Glauben in unserem eigenen Reihen. Wir sehen und spüren diese Entwicklung – und reagieren nicht! Thermometerchristen.

Thermostatchristen hingegen spüren auch die Kälte in unserer Gesellschaft gegenüber Gott. Aber ohne zu Zögern werden sie aktiv. Ihr Wunsch ist es, die kalte Gesellschaft mit der Wärmequelle, Jesus, in Verbindung zu bringen. Leichter wäre es, lediglich zu klagen und zu jammern. Aber ändern würde das nichts. Aktiv werden: den Zufluss der Wärme in den kalten Raum zu ermöglichen – das ist gefragt.

Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Sanftmut, Treue und Enthaltsamkeit gehören zur Frucht des Geistes Gottes (Galater 5:22). Thermostatchristen funktionieren, indem sie sich immer wieder neu vom Heiligen Geist erfüllen lassen. Das erfüllt ihre – über die Zustände der Welt erregten – Herzen mit einem Maß an Ruhe und bevollmächtigt sie, in der Kraft des Heiligen Geistes der Welt etwas mitzuteilen, was die Welt so dringend braucht.

Der Herr fordert uns immer wieder auf, nicht zu schweigen und das Gute, das wir tun können, nicht zu versäumen, Der Herr selbst dient uns als Vorbild. Wäre Er ein Thermometer gewesen, hätte Er vielleicht den Kopf geschüttelt und geklagt. Aber Jesus tat so viel mehr. Jesus wurde aktiv. Er packte an. Er ging bis zum Äußersten und tat alles, was Er tun konnte und das war gleichzeitig alles, was getan werden konnte.

„Habt diese Gesinnung in euch,
die auch in Christus Jesus war!“
(Philipper 2:5)

Mittwoch, 22. Februar 2017

Matthäus 1

Eine ganze Reihe Lektionen konnten wir am vergangenen Mittwoch aus Matthäus 1 lernen, angefangen von interessanten Gedanken aus Jesu Ahnentafel.

Da lesen wir von Abraham, Jakob, Juda und David. Die – und einige andere – sind die „Guten“. Sie sind fast alle bekannt für ihre Gottesfurcht und einige gute Taten. Trotzdem …
  • Abraham und David zeugten außereheliche Kinder
  • Jakob lebte in Polygamie
  • Juda zeugte Kinder mit einer Prostituierten
… und einige der anderen „Guten“ hatten auch so ihre Probleme. Von den „Schlechten“ ganz zu schweigen, die das gesamte Volk Israel in Unmoral und Götzenanbetung trieben, die schlimmer war als der Götzendienst der Heiden. Und Jesus entschloss sich, MITTEN HINEIN zu kommen in diese Menschheit und einer der ihren zu werden. Jesus entschließt sich bis heute, mitten in unser Leben zu kommen und da zu bleiben, egal, ob wir ursprünglich zu den „Guten“ oder den „Schlechten gehörten“.

Immer noch in der Ahnentafel: Gottes Wort wertet durch das Matthäus Evangelium die Position der Frauen auf. Frauen in einem solchen Geschlechtsregister zu erwähnen, war bereits ungewöhnlich. Die vier Namen, die außer Marias Namen genannt werden, könnten alle Verwunderung hervorrufen.
  • Tamar wurde als Prostituierte von ihrem Schwiegervater schwanger und gebar Perez, der die Linie des Messias fortführt.
  • Rahab war eine Ex-Prostituierte, die Boas gebiert, den Urgroßvater Davids
  • Ruth war keine Prostituierte, aber eine Frau ohne jüdisches Blut ... eine Heidin aus Moab. Sie gebiert Obed, Davids Großvater.
  • Schließlich ist da Bathseba, mit der David Ehebruch beging und die Salomo gebar.
4 Frauen. Keine von ihnen eine Vorzeigefrau. Dennoch sind sie im Geschlechtsregister Jesu namentlich erwähnt und von Gott ausgesucht. Der himmlische Vater schämt sich nicht, Seinen Sohn in eine sündige Menschheit zu schicken und sich mit den schlimmsten Sündern zu identifizieren.

Neben diesen Überlegungen hat es uns überrascht, dass allein im 1. Kapitel des Matthäus Evangeliums sechs mal (!) die Jungfrauengeburt erwähnt wird. Auch in anderen Kapiteln des Buches finden wir Hinweise darauf. Ebenso in anderen Büchern des Alten und des Neuen Testaments. Die Jungfrauengeburt Jesu ist ein oft bezeugtes Wunder Gottes, keine Randnotiz in Gottes Offenbarung. Das soll uns Mut machen, an dem festzuhalten, was göttlich ist, selbst wenn Menschen darüber lachen.

Für Josef war Marias Schwangerschaft zunächst völlig schockierend; als habe man ihm ein Messer gerade ins Herz gestoßen. Aber Gott kann mit verwundeten Herzen umgehen. Zunächst redet Er mit Josef. Dann gibt Er ihm eine Erklärung, und schließlich involviert Er Josef in Seinen Plan. Offensichtlich ist Gottes Botschaft an Josef: „Josef, gib dich nicht deinem Frust und deiner Trauer hin. Gib dich nicht auf! Diene mir! Kümmere dich! Halt fest! Mach mit!

Und Josef reagiert. Josef wacht auf – und handelt!
  • Josef HÖRT Gottes Wort
  • Er ERWACHT vom Schlaf
  • Und er HANDELT im Gehorsam.
Herrliche, hilfreiche Lektionen für den Alltag jedes Christen. Heute Abend um 19:30 Uhr geht es weiter mit Matthäus Kapitel 2.

Für Kranke und solche, die nicht kommen können, steht HIER ein Livestream zur Verfügung. Alle Anderen sind herzlich eingeladen, live dabei zu sein.

Dienstag, 21. Februar 2017

Anbetung (2)

Gestern ging es um Anbetung, rund um das Ereignis, in dem Anbetung zum ersten Mal erwähnt wird. In 1 Mose 22:5 deutet Abraham auf die Opferung seines Sohnes als einen Akt der Anbetung hin. Mit Sicherheit keine Anbetung, die verbunden war mit Glücksgefühl und Freude. Aber eine Anbetung, deren Tiefe ihresgleichen sucht.

Allerdings kann Anbetung durchaus etwas Herrliches, Erhebendes und Beglückendes sein. Auch die folgenden Gedanken wurden inspiriert durch die letzte Bibelstunde über den Hebräerbrief und den Vers 15:

Durch ihn laßt uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen,
das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen!“

Nicht nur herzliches Vertrauen und ausgelebter Gehorsam sind Anbetung. Anbetung geschieht ganz gewiss auch durch unser Reden. Darum bezeichnet es der Hebräerbrief als „Frucht der Lippen“.

Während sich viele Christen schwer tun – wie wir gestern gesehen haben – die Anbetung Gottes fortzusetzen, auch in den tiefsten Tiefen und in den kältesten Nächten, tun sich viele andere schwer, ihre Anbetung „über die Lippen“ zu bringen. Gott unsere Bitten und Fürbitten zu bringen, das geht noch. Ihm zu Danken, das kommt schon seltener, kriegen wir aber auch noch in 2-3 Sätzen hin. Aber Anbeten? Was ist das überhaupt, wenn es nicht Dankbarkeit ist oder Wertschätzung für empfangene Wohltaten?

Stefan verglich es mit einem verliebten Paar. Unter Verliebten ist es üblich, sich die Liebe zu gestehen – nicht nur durch Händchenhalten. Da bekennt der Mann seiner „Angebeteten“: „Ich liebe Dich!“ – und natürlich umgekehrt. Das ist definitiv ein Anfang. Kurz, von Herzen und auf den Punkt gebracht! Fang damit an ... und dann wachse darin. „Ich liebe Dich, Herr!“ ist sicher Anbetung, über die der Herr sich freut. 

Wenn wir Ihm dann noch sagen, warum wir Ihn lieben, ist das ein weiterer Schritt. „Herr, ich liebe Dich, denn Deine Güte ist jeden morgen neu und Du veränderst Dich nicht!“ oder „Ich liebe Dich, Herr, denn Deine Liebe umspannt die ganze Welt und Deine Herrlichkeit ist unübertrefflich!“ Wenn wir dann noch überlegen, was wir mit „Gottes Herrlichkeit“ meinen, kann uns das zu einer ganzen Liste führen, über die wir Gott anbeten.  Fang auch damit an ... und dann wachse darin!

Besonders beeindruckt hat mich Stefans Beispiel einer Redewendung, die wir von Verliebten kennen. Da ist die Geliebte, die ihrem Angebeteten „jeden Wunsch von den Augen abliest“. Anbetung bedeutet, dass wir (die Anbeter) stille werden vor Jesus, dass wir – im Bild gesprochen – in Seine Augen sehen und Ihm jeden Wunsch von den Augen ablesen. Anbetern ist es ein Anliegen, dem Herrn jeden Wunsch von den Augen abzulesen und umzusetzen. Ein gewaltiger Gedanke für alle, die im Bereich Anbetung und/oder Jüngerschaft wachsen möchten.

Lernen, stille zu werden vor Jesus! Nur in der Stille werden wir „Seine Augen“ sehen können. Lernen, Seine Wünsche und Ziele zu lesen. Nach Psalm 32:8 will der Herr uns mit Seinen Augen leiten. Wer sich leiten läßt, wird in Seinem Wort unermessliche Schätze finden. Diese Schätze machen es uns leicht, Ihn anzubeten. Je mehr wir Ihn kennen, umso leichter werden wir Ihm Seine Wünsche und Ziele von den Augen ablesen und umsetzen können. Je persönlicher wir Ihn kennen, umso mehr werden wir Ihn lieben und umso leichter wird es uns fallen, Ihn durch Wort und Tat anzubeten. Ein herrliches Ziel!

Montag, 20. Februar 2017

Anbetung

Interessante Gedanken kamen aus der letzten Bibelstunde über den Hebräerbrief. Es ging um den bekannten und oft zitierten Vers aus Hebräer 13:15:

So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen,
das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.“

Zunächst erinnerte Stefan an die Fakten, die manchem Besucher neu gewesen sein mögen, anderen aber, die sich oft mit dem Thema Anbetung beschäftigen, nicht neu waren. Wer sich regelmäßig mit dem Thema Anbetung beschäftigt, weiß, dass Anbetung – so eng es in unseren Tagen auch mit Musik und Liedern verknüpft sein mag – nicht an Musik und Lieder gebunden sein muss. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass Anbetung ein Lebensstil ist. Anbetung will ausgesprochen, aber auch ausgelebt werden.

Eins der besten Beispiele dafür (es gibt viele!) ist das erste Vorkommen des Wortes „anbeten“. Man findet es in 1 Mose 22:5, wo Abraham auf dem Weg zum Berg Moriah ist, um Isaak als Brandopfer dem Herrn darzubringen. Am Fuß des Berges sagt er zu seinen Knechten:

Bleibt ihr hier mit dem Esel,
ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und anbeten,
und dann wollen wir wieder zu euch kommen.“

Anbetung für Abraham war nicht das Singen eines herrlichen Liedes, sondern das Opfern seines einzigen Sohnes der Verheißung. Anbetung ließ ihn nicht Gitarre und Klavier mitnehmen, sondern Holz, Feuer und Messer. Anbetung füllte sein Herz nicht mit Frieden und  Begeisterung, sondern mit Trauer und Fragen. Anbetung war für Abraham der harte Weg des Gehorsams und des Vertrauens.

Abraham sagt zudem: „Wir wollen anbeten“. Auch für Isaak war die ganze Prozedur ein Akt der Anbetung. Zwar war er nicht der, der das Messer hob um zu opfern, aber er war der, der das Messer empfangen sollte und somit bereit war, alles – ja, im wahrsten Sinn des Wortes: ALLES – zu geben. Und er gab es freiwillig. Isaak war kein kleiner Junge mehr. Er war ein Jugendlicher, der seinem alten Vater Abraham kräftemäßig vermutlich deutlich überlegen war. Aber auch Isaak war bereit, zu geben. Er gab sich selbst auf, seine Pläne, seine Wünsche, seine Ambitionen, seine Hoffnungen, seine Träume – ja, sein ganzes Leben. Und auch in seinem Herzen war vermutlich keine glorifizierte Vorfreude auf den Himmel, sondern eher Angst und Verzweiflung. 

Angst und Verzweiflung, Unverständnis und Fragen halten heute viele von der Anbetung Jesu ab. Anbetung wird mit Lied, Lobpreis, Liebe und Glücksgefühl verbunden. Ist das nicht vorhanden, muss Anbetung ausfallen. Angst und Unverständnis aber konnten weder Abrahams noch Isaaks Wunsch ersticken, Gott durch durch Gehorsam und Vertrauen anzubeten, selbst in tiefster Not.

Was war das Ergebnis? Gott sah ihre Herzen und ihre ausgelebte, innige Anbetung, selbst im Tal des Todesschattens und der Schmerzen. Und Gott nahm ihr Opfer der Anbetung gnädig an. Welcher Friede muss Abrahams und Isaaks Herz durchflutet haben, als sie Gottes Stimme hörten, der Abraham zurief: „Lege deine Hand nicht an den Knaben!“ (Vs 12)  Welche Freude muss ihre Herzen erfüllt haben, als sie den Widder im Busch sahen, den sie jetzt Gott an Isaaks Statt opfern konnten. Was für eine Anbetungszeit, die mit tiefer Bereitschaft zum Gehorsam – aber mit Fragen, Trauer und Angst – begann, und in Freude und Befreiung endete!

Welcher Teil hat Gott wohl mehr beeindruckt, mehr erfreut? Das sagt uns die Bibel nicht. Das ganze kommt als „Anbetungspaket“, wo der Anfang der Geschichte untrennbar mit dem Ende verbunden ist. Aber meine persönliche Überzeugung ist: Beeindruckender, was das Opfer der Anbetung angeht, ist der Anfang. Hier hören bereits zu viele Christen auf und lassen Anbetung Anbetung sein, weil sie weder verstehen, noch fühlen, noch vertrauen können. Mögen wir lernen und einüben, was wir in dem herrlichen Lied von Matt Redman singen:

Dir gehört mein Lob, auch wenn ich mich verloren fühl’,
In der Wüste und ohne Ziel. Dir hört mein Lob

Jeder Segen den du schenkst wird zum Lob für dich.
Und selbst wenn ich im Dunkeln stehe gilt das für mich

Dir gehört mein Lob, wenn der Weg auch nicht einfach ist,
Sich mein Lobpreis mit Leiden mischt. Dir gehört mein Lob

Egal was du mir gibst, egal was du mir nimmst -
Du bist und bleibst mein Gott; nur dir gehört mein Lob!
Deinen Namen preise ich, Herr!
(Orig.: Blessed Be Your Name, deutscher Text oben nur auszugsweise)

Sonntag, 19. Februar 2017

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute
Römer 16:17-27

17 Ich bitte euch, Brüder, nehmt euch vor denen in acht, die von der Lehre abweichen, wie ihr sie gelernt habt! Sie rufen nur Spaltungen hervor und bringen den Glauben der Geschwister in Gefahr. Geht ihnen aus dem Weg!
18 Solche Menschen dienen nicht Christus, unserem Herrn, sondern dem eigenen Bauch. Mit eindrucksvollen Reden und schmeichlerischen Worten führen sie arglose Menschen in die Irre.
19 Über euch aber kann ich mich nur freuen, denn jeder weiß, dass ihr dem Wort Gottes gehorsam seid. Doch ich möchte euch auch weise zum Guten und unbeeinflusst vom Bösen wissen.  
20 Es wird nicht lange dauern, bis der Gott des Friedens den Satan unter euren Füßen zermalmt hat. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
21 Mein Mitarbeiter Timotheus lässt euch grüßen und ebenso meine Landsleute Luzius, Jason und Sosipater.
22 Auch ich, Tertius, dem Paulus diesen Brief diktiert hat, grüße euch, verbunden durch den Herrn.
23 Mein Gastgeber Gajus, in dessen Haus die ganze Gemeinde zusammenkommt, lässt euch ebenfalls grüßen. Auch der Stadtkämmerer Erastus und der Bruder Quartus lassen euch grüßen.  
24 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.
25 Dem Gott, der die Macht hat, euch durch das Evangelium, das mir anvertraut ist, und durch die Predigt von Jesus Christus im Glauben zu festigen; dem Gott, der uns das Geheimnis offenbart hat, das seit undenklichen Zeiten verborgen war;  
26 dem ewigen Gott, der befohlen hat, diese Botschaft jetzt durch prophetische Schriften allen Völkern bekannt zu machen, damit sie ihr glauben und gehorchen;  
27 dem allein weisen Gott, den wir durch Jesus Christus preisen, gebührt alle Ehre in alle Ewigkeit! Amen.

Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
(Quelle: HIER) 

  HERZLICHE EINLADUNG ZUM GOTTESDIENST 
Anbetung
Predigt
Abendmahl (freiwillig)
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen 

Beginn: 10:30 Uhr 
Wir freuen uns auf Dich!
 
 Calvary Chapel Freier Grund
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 

57290 Neunkirchen-Zentrum  

Sonntagszitat:
 

Um die Versammlung Gottes zu reformieren, 
müssen wir mit der Reform zunächst bei uns selbst beginnen. 
Solange wir nur die anderen erneuern wollen, 
wird es Spaltungen und Parteiungen geben. 
Die Weisheit ist nur mit den Demütigen.  
(Robert Cleaver Chapman)

Wo Sünden sind, da ist Vielheit, da sind Spaltungen, 
da sind Sekten, da sind Streitgespräche. 
Wo aber Tugend ist, da ist Einmütigkeit, da ist Einheit, 
weshalb alle Gläubigen eines Herzens und einer Seele waren.  
(Origenes)

Cheer up my friend! 
God doesn't give us what we can handle;
God helps us handle what we are given!

(Kopf hoch, mein Freund 
Gott gibt uns nicht, was wir schaffen können;
Gott hilft uns zu schaffen, was uns gegeben ist!)
(unbekannt)