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Samstag, 10. Juni 2017

Ölwechsel gefällig?

Vor mir auf meinem Schreibtisch steht eine Wycliff Karte. Zu sehen ist das strahlende Gesicht eines Afrikaners vor seiner mit Grass gedeckten Hütte. Der Mann lebt in der Elfenbeinküste und kommt aus dem Stamm der Toura. Warum lacht er? Ganz nüchtern beantwortet: Strahlende Gesichter machen sich auf Karten besser als verärgerte Gesichter. Aber es mag sehr wohl einen anderen Grund geben. Der Mann freut sich, denn sein Herz sitzt im Öl. Das ist der Spruch, der auf der Karte zu lesen ist: 

„Freude heißt: Mein Herz sitzt im Öl!“ 

Herrlich, solche Sprüche aus anderen Kulturen! Sie regen zum Nachdenken an und definieren uns Bekanntes in unbekannter Art.

Freude und Öl passen zusammen, zumindest aus christlich – biblischer Sicht. Galater 5:22 sagt uns:

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld,
Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit;

Freude ist die Frucht des Heiligen Geistes. Öl in der Bibel ist sehr oft ein Symbol für den Heiligen Geist. Somit trifft der Spruch aus der Elfenbeinküste auch in Deutschland den Kern der Wahrheit! Freude heißt: Mein Herz ruht sich aus im Heiligen Geist.

Jetzt verstehen wir auch, warum Freude unsere Stärke ist. Wenn wir uns ausruhen im Heiligen Geist, dann ruhen wir aus in der Gegenwart Gottes. Unser Herz kriegt einen Ölwechsel. Schmutz, Rückstände und Schadstoffe werden entfernt und der Heilige Geist mit Seiner Freude zieht ein und schenkt uns neue Kraft. Es ist Kraft, weiter zu gehen, weiter zu dienen und weiter zu lieben. Es ist Kraft, die durch eine neue Perspektive kommt. Wir haben unser Herz ins Öl gesetzt – und Freude erhalten. Wir ruhen uns aus bei Gott in der Gegenwart des Heiligen Geistes, der uns neu mit Freude füllt. Durch diese Freude neu gestärkt, können wir weitergehen.

Vielleicht braucht Dein Herz einen Ölwechsel. Altes raus –Freude rein. Gottes Freude ist dabei ganz anderes als die gewöhnliche Freude. Denn Gottes Freude kann uns selbst dann Kraft geben, wenn Umstände nicht gerade Freude-fördernd sind. Gottes Freude durch den Heiligen Geist steht über Umständen und kann auch da stärken und erfreuen, wo sonst nichts mehr hilft.
 
Auch morgen in unserem Gottesdienst geht es um das Thema "Freude". Als Gemeinde werden wir den Tag miteinander verbringen. In der Predigt wird es um das Thema "Freude" gehen, die jeder Mensch in Jesus finden kann. Anschließend werden wir gemeinsam zu Mittag essen und danach noch einige Stunden locker miteinander verbringen. Eine ganze Anzahl an Aktivitäten (Hüpfburg, Kicker, Tischtennis, Bogenschießen etc. wird möglich sein.) Herzliche Einladung! (w)

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Trinken – auch ohne Durst!

Besonders alte Menschen (aber nicht nur sie) müssen immer wieder angehalten werden, genug zu trinken. Ihr Körper braucht die Flüssigkeit unbedingt, um gesund zu bleiben und zu funktionieren. Aber im Alter versagt oft das Durstgefühl. Manche alten Menschen trinken „nach der Uhr“. Das mag lustig, gesetzlich oder verrückt klingen, ist aber sehr vernünftig, wenn es anders vergessen wird. Der Körper braucht Flüssigkeit um zu überleben.

Im geistlichen Leben ist es oft genauso. Und auch hier sind es oft die „alten Hasen“, (aber nicht nur sie), denen das Durstgefühl nach dem Lebendigen Wasser abhanden kommt. Aber der geistliche Mensch in uns braucht diese Flüssigkeit unbedingt, um zu überleben – ob wir Durst danach haben oder nicht. Nicht nur das. Christen brauchen das tägliche Lebendige Wasser, um gesund zu bleiben und zu funktionieren. Und es mag lustig, gesetzlich oder verrückt klingen – aber wenn das Durstgefühl gestört ist, kann ein „Trinken nach der Uhr“ gesundheitsfördernd sein.

Von Jesus selbst heißt es, dass Er „nach Seiner Gewohnheit“ am Sabbat den Gottesdienst besuchte. (Lukas 4:16)
Josua wird aufgefordert, Tag und Nacht Gottes Wort zu erforschen und umzusetzen – mit der Verheißung großen Segens.
Von Daniel heißt es, dass er "gewohnheitsmäßig" betete. (Daniel 6:11)
Der Psalmist hatte 7 bestimmte Zeiten am Tag, an denen er Gott bewusst lobte (Psalm 119:164). Eine festgelegte Zeit scheint Mitternacht gewesen zu sein (Psalm 119:62).

Die Weisheit spricht: „Wenn Du wartest, bis Du durstig bist, bist Du bereits am austrocknen.

Dieses Risiko gehen viele Menschen im Leben ein, die keinen Durst nach Wasser haben.
Und dieses Risiko gehen viele Christen im Leben ein, die keinen Durst nach dem Lebendigen Wasser haben.

Gibt es eine Lösung? Klar! Gott hat immer eine Lösung! Er selbst, Jesus, ist das Lebendige Wasser und gibt das Lebendige Wasser. Jeder darf kommen. Alle, die Durst haben, lädt Jesus ein (Johannes 7:37+38):

Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat,
aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Und noch einmal (Offenbarung 21:6+17):

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende.
Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell
des Wassers des Lebens umsonst!“
Und der Geist und die Braut sprechen: Komm!
Und wer es hört, der spreche: Komm!
Und wen da dürstet, der komme;
und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“

Es klingt fast wie ein Drängen, ein Nötigen oder Werben! Jesus weiß, gesundes Leben mit Ihm, gesunde Nachfolge braucht täglich das Wasser des Lebens. Wenn wir warten, bis wir durstig sind, sind wir bereits am austrocknen.

Lass Dich von Jesus einladen, lass Dir Mut machen, täglich zur Quelle zu kommen, täglich zu trinken. Wenn es Dir schwer fällt, mach’s wie Jesus und beginne einfach eine heilige Gewohnheit. Wenn das für Jesus nicht schlecht war, ist es für uns auch nicht schlecht. Im Gegenteil, heilige Gewohnheiten sind gut.

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm!
Und wer es hört, der spreche: Komm!
Und wen da dürstet, der komme;
und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“

Herzliche Einladung zu unserem Gottesdienst. Wir sind Menschen, die Jesus begegnet sind und durch Gottes Gnade verändert wurden.  

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 9. Juni 2017

MEDO

Der folgende Eintrag ist ein Zeugnis aus dem aktuellen Monatsmagazin von Open Doors. Das Monatsheft kann HIER bestellt werden. (Es lohnt sich!)

Medo* hatte große Hoffnungen in den »Islamischen Staat« gesetzt. Nachdem dieser Mossul eingenommen hatte, wo er studierte, schloss Medo sich der Gruppe an. Doch als er die immer neuen Gräueltaten der Miliz miterlebte, war der junge IS-Kämpfer entsetzt. Christen wurden
vertrieben oder grausam ermordet, jesidische Frauen und Kinder als Sklaven verkauft und selbst Muslime, die dem neuen Regime nicht gehorchten, wurden umgebracht. Medo beteiligte sich an der Vertreibung der Christen, doch innerlich wurde er immer mehr von Fragen und Zweifeln zerrissen.

Medos Bauchschmerzen waren chronisch geworden. Er hatte das Gefühl, ständig einen Knoten im Magen zu haben.  Ein paar Tage nach dem Zwangsexodus der Christen hatte er gehofft, dass das Schlimmste überstanden war. Als er durch die Stadt ging, um seinen Kopf klar zu bekommen, und aus einer Seitenstraße auf eine der Hauptstraßen einbog, sah er etwas, das ihm speiübel werden ließ. Etwa fünfzig Meter entfernt hingen vier Männer, die in seinem Alter sein mochten, an hölzernen Kreuzen; durch ihre Hände und Füße waren Nägel getrieben. Einen Steinwurf von den Kreuzen entfernt standen zwei IS-Kämpfer, die ihre Offiziere zur Bewachung der Kreuze zurückgelassen hatten.

Christen werden gekreuzigt
Alles in Medo verlangte danach, diesen jungen Männern zu helfen, die der Bevölkerung demonstrieren sollten, was es kostete, als Christ in Mossul zu bleiben.  Es zog ihn magisch zu den Gekreuzigten hin. Er ging stumm in ihre Richtung. Die Straße war fast leer und Medo schätzte, dass sie schon seit Stunden da hingen und in der sengenden Hitze nicht mehr lange leben würden.

Knapp zehn Meter von den Kreuzen entfernt blieb Medo stehen und schaute zu den blutverschmierten Männern hoch. Sie beteten und sangen! Medo konnte die Worte gerade so verstehen – und was er da hörte, erschütterte ihn noch mehr als die Kreuzigungen selbst. Einer der Männer bat Gott, den IS-Kämpfern zu vergeben. Die anderen sangen leise, fast flüsternd ein Anbetungslied: „Zeedo el-Maseeh tasbeeh … Lobt Jesus Christus immer mehr.“

Unfassbarer Friede
Als einer der Männer mühsam den Kopf hob, um besser Luft zu bekommen, lächelte er Medo an. Und Medo merkte: Diese vier Männer hatten Frieden. Und er? Er hätte sich am liebsten umgebracht. Von Verzweiflung überwältigt stand er da und betrachtete diese furchtlosen Christen viele lange Minuten vielleicht war es sogar eine Stunde; Medo wusste es nicht. Aber als er den letzten keuchenden Atemzügen des Mannes lauschte, der ihn angelächelt hatte, spürte er einen Ruck in seinem Herzen, einen plötzlichen Mut. Der Terrorist wider Willen wusste plötzlich, dass er bei der ersten sich bietenden Gelegenheit den IS verlassen und, wenn nötig, von Mossul fortgehen würde.

Quälende Erinnerungen
Nach etwa drei Monaten gelang Medo die Flucht in die christliche Stadt Alqosh, wo ihm Christen zur Weiterreise nach Istanbul verhalfen. Fast eine Woche lang lief Medo ziellos durch die Innenstadt von Istanbul, während er die Gräuel zu begreifen versuchte, die er in den vergangenen sechs Monaten miterlebt hatte. Als er eines Abends alleine im Foyer des Hotels saß, sprach ihn ein Iraker an. Der Mann stellte sich als Sameer* vor und lud Medo zu einer christlichen Versammlung ein. Zögernd entschied sich Medo mitzukommen.

Ankommen in der Fremde
Sameer öffnete die Tür zu einem Versammlungsraum. Medo ging hinein und blieb wie angewurzelt stehen. Mehrere Sekunden lang starrte er die Menschen in dem Raum an, dann schaute er kurz zu Sameer hin, hob die Hände vors Gesicht und begann zu schluchzen.

„Medo! Was ist?“ Sameer nahm Medo in die Arme und drückte ihn. „Warum weinst du, mein Freund?“ „Ich kenne das Lied, das die da singen.“ Medo presste die Worte hervor. „Das …
habe ich schon mal gehört.“   „Zeedo el-Maseeh tasbeeh … Lobt Jesus Christus immer mehr.“

* Namen geändert

Eine Botschaft von Medo
„Mein Herz schmolz, als ich das Lied hörte, das die Männer an den Kreuzen gesungen hatten. Diese Christen in Istanbul waren voller Leben und sie sangen mit der gleichen aus der Tiefe kommenden Freude wie die gekreuzigten Männer in Mossul. Sie hatten einen Frieden, der nicht von ihrer äußeren Lage abhing.

Nach zwei Wochen in Istanbul vertraute ich mein Leben Jesus an. Das Leben dieser Menschen überzeugte mich davon, dass Jesus der Weg zu Gott ist. Sameer schenkte mir ein Neues Testament. Ich verschlang es förmlich und sättigte und reinigte mein Herz mit dem Wort Gottes. Die Todes- und Schreckensbilder in meinem Kopf wichen Bildern des Lebens und der Hoffnung.

Bitte beten Sie für mich. Ich bin mittlerweile in den Irak zurückgekehrt und wohne in Erbil in der Autonomen Region Kurdistan, keine hundert Meilen von Mossul entfernt. Jesus gibt mir Leben und ich möchte nichts lieber als den Menschen erzählen, wie er mich gerettet hat – mich, ein ehemaliges Mitglied des IS, der gefürchtetsten Terrorgruppe der Welt.“

Hier endet das Zeugnis von Medo. Es ermutigt, auch für Terroristen zu beten, denn auch sie sind von Gott gliebt und auch nach ihnen streckt sich Jesu Hand aus. Und es zeigt ganz deutlich: GOTT KANN!

Donnerstag, 8. Juni 2017

Der Lohn der Barmherzigkeit

Ein junger Stadtarzt wurde von seinem Vater besucht. Der wiederum hatte eine Praxis auf dem Land. „Na, wie kommst Du zurecht hier?“ fragte der Vater. „Ach, eigentlich überhaupt nicht,“ jammerte der Sohn. Im ersten Moment zeigte das Gesicht des Vaters Enttäuschung, bevor er sich entschloss, seinen Sohn zu ermutigen und ihm Hoffnung zu machen.

Später am Tag begleitete er seinen Sohn zu einer kostenlosen Klinik für Obdachlose, setzte sich hin und beobachtete, wie sein Sohn 25 Personen – einem nach dem anderen half.
Als der letzte Patient die Armenklinik verlassen hatte, brach es aus dem Vater heraus: „Ich dachte, du kommst nicht zurecht hier in der Stadt? Wenn ich an deiner Stelle 25 Personen im Monat geholfen hätte, wäre ich Gott dafür dankbar, dass mein Leben etwas bewirkt hat.“
„Ja, aber finanziell kommt nichts dabei raus!“ klagte der Sohn und der Vater antwortete nur: „Geld! Was ist schon Geld im Vergleich dazu anderen geholfen zu haben.“ Der Vater hatte recht! 
Barmherzigkeit hat ihren eigenen Lohn.

Wir leben in einer Welt, in der Barmherzigkeit wenig – und Ruhm, Erfolg und Prestige viel gilt. „Ich bin es mir wert,“ oder „Das muss ich mir nicht antun,“ sind gängige Floskeln unserer Zeit, die bezeugen, dass „Mir, Mein und Mich“ dem „Dir, Dein und Dich“ weit übergeordnet sind.

Wie der junge Arzt, der von seinem Vater besucht wurde, müssen wir es lernen, dass Gottes Werte anders geordnet sind und dass in Seiner Reihenfolge das Du vor dem Ich steht. In Philipper 4:3 ruft uns Gott durch Paulus zu:

„Einer achte den anderen höher als sich selbst.“

In Römer 12:10 heißt es:

 „In der Bruderliebe seid herzlich zueinander,
in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend.“

Und in Lukas 22:26 sagt Jesus höchstpersönlich:

„Der Größte unter euch sei wie der Jüngste 
und der Führende wie der Dienende.“

Wenn wir verstehen, dass Jesus uns selbst das Beispiel dafür gegeben hat, als Er sich selbst verleugnete, sich zu unserem Diener machte und ans Kreuz ging, dann verstehen wir auch, was ein barmherziger Umgang miteinander ist.

Barmherzigkeit hat ihren eigenen Lohn. Er kleidet sich meist nicht in irgendeine Währung oder irgendeine Position oder Ehrung. Barmherzigkeit sucht nicht das Rampenlicht. Barmherzigkeit sucht den Nächsten, den Bedürftigen und hat ein Auge für die Begegnungen, die Gott schenkt. Der Lohn der Barmherzigkeit kommt nicht aus den Portemonnaies der Menschen oder durch die Kameras der Fernsehstationen. Barmherzigkeit empfängt ihren Lohn dort, wo er nie gestohlen werden - oder verderben kann: im Himmel!

Glückselig sind die Barmherzigen,
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!
(Matthäus 5:7)

Mittwoch, 7. Juni 2017

Mach viele Worte draus!

Sie saßen getrennt, jeder auf einem Stuhl! Die Bank blieb leer. Ihr Seelsorger saß ihnen gegenüber. Irgendwie lief es nicht mehr rund in ihrer Ehe und sie hatten eine gute Entscheidung getroffen: Sie hatten sich entschlossen, Rat einzuholen.

Nun“, begann der Seelsorger und wandte sich zunächst an die Frau. „Wie würden Sie denn Ihre momentane Beziehung beschreiben?“ „Irgendwie haben wir uns auseinandergelebt,“ kam die traurige Antwort. „Ich habe nicht den Eindruck, dass mein Mann mich noch liebt.

Nach diesen Worten wendet sich der Seelsorger an den Mann und fragt ihn, ob er die Aussage seiner Frau bestätigen kann. „Unsinn, keineswegs“, entgegnet der Mann. „Ich liebe sie genauso wie am ersten Tag.“ „Nun, das klingt nicht schlecht“, erwidert der Seelsorger. „Wann haben sie das Ihrer Frau denn zum letzten Mal gesagt?“ „Zum letzten Mal gesagt?“ verwundert sich der Angesprochene? „Das hab ich ihr am Tag unserer Hochzeit vor 20 Jahren mitgeteilt. Sollte sich je was daran ändern, werde ich es sie wissen lassen.

Man kann sich vorstellen, dass solche eigentlich lustigen Geschichten (leider) tatsächlich passieren könnten. Eher nicht die folgende Begebenheit, die von einem kleinen Jungen berichtet, der die ersten 6 Jahre seines Lebens stumm blieb. Kein Wort war von ihm zu hören. An einem Tag bereiteten seine Eltern ihm eine leckere Tasse mit Trinkschokolade zu. „Die schmeckt nicht!  brummelte der Kleine plötzlich aus seinem linken Mundwinkel. Seine Eltern begannen, einen spontanen Jubeltanz aufzuführen. „Warum hast Du so lange gewartet?“ war ihre erstaunt-freudige Frage. „Nun“, kam die Antwort – diesmal aus dem rechten Mundwinkel – „bis jetzt war ja alles ok.

Zwei Anekdoten mit nachdenkenswertem Inhalt. Weder der erwachsene Mann, noch der kleine Kerl hatten etwas Falsches gesagt. Dennoch hatten sie töricht gehandelt – der Erwachsene aufgrund seiner Reife vielfach töricht. Er hatte das Gute verschwiegen und dadurch Grund zu Leid und Sorge gegeben. Der Junge hingegen hatte sich auf das Negative beschränkt und Zweifel und Kummer gesät.

Aber beide Anekdoten veranschaulichen, wie traurig sparsam wir umgehen mit Anerkennung, Liebeskundgebungen und Lob. Wieviel heller und sorgloser könnte so manches Leben, so manche Ehe oder so mancher Arbeitsplatz sein, wenn wir das Verhältnis von Lob und „Vorschlägen“ (um nicht zu sagen Kritik) zumindest mal auf 1:1 hochschrauben würden. Biblischer wäre freilich, wenn Lob und Dank ein deutliches Plus unserem Nächsten gegenüber zu verzeichnen hätte, verglichen zu Kritik oder Missmut.

Paulus sagt uns genau das in Philipper 4:8, wo er schreibt:

Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar,
alles, was gerecht, alles, was rein,
alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist,
wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt,
das erwägt!

Und wann fangen wir damit an? Wenn der Ehepartner den ersten Schritt gemacht hat? Wenn der Kollege sich geändert hat? Nein! Das auszuführen, was Gottes Wort uns sagt, darf nicht aufgeschoben werden. Fang heute damit an!

Herzliche Einladung zu unserer heutigen Beibelstunde. Jugendpastor, Andrew Rann, wird über die Frucht des Geistes lehren. Dazu: Anbetung und Abendmahl (Teilnahme freiwillig).
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Ärztezentrum)
57290 Neunkirchen 
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 6. Juni 2017

Gebet im Buch Nehemia

In vielerlei Hinsicht ist das Buch Nehemia ein Buch des Gebets und der Gebetserhörungen. Aber eine Gebetsaussage Nehemias finden wir verstreut durch das Buch, vom ersten bis zum letzten Kapitel. Diese Aussage ist die Bitte an Gott: „Gedenke!  Hier – in Auszügen, die Verse, in denen Nehemia so betet: 
  • Gedenke aber doch des Wortes, das du deinem Knecht Mose gebotest und sprachst: Wenn ihr mir die Treue brecht, so will ich euch unter die Völker zerstreuen. Wenn ihr euch aber zu mir bekehrt und meine Gebote haltet und sie tut, so will ich, auch wenn ihr versprengt wäret bis an des Himmels Ende, euch doch von da sammeln und will euch bringen an den Ort, den ich erwählt habe, damit mein Name dort wohne. (Nehemia 1:8+9)
  • Gedenke, mein Gott, zu meinem Besten an alles, was ich für dies Volk getan habe! (Nehemia 5:19)
  • Gedenke, mein Gott, des Tobija und Sanballat nach diesem ihrem Tun, auch der Prophetin Noadja und der andern Propheten, die mich abschrecken wollten. (Nehemia 6:14)
  • Gedenke, mein Gott, um dessentwillen an mich und lösche nicht aus, was ich in Treue am Hause meines Gottes und für den Dienst in ihm getan habe! (Nehemia 13:14)
  • Und ich befahl den Leviten, dass sie sich reinigten und kämen und die Tore bewachten, um den Sabbattag zu heiligen. Mein Gott, gedenke auch um dessentwillen an mich und sei mir gnädig nach deiner großen Barmherzigkeit! (Nehemia 13:22)
  • Gedenke ihrer, mein Gott, dass sie das Priestertum befleckt und den Bund des Priestertums und der Leviten gebrochen haben! (Nehemia 13:29)
  • Gedenke mir's, mein Gott, zum Besten! (Nehemia 13:31) 
In all diesen Gebeten bittet Nehemia Gott, zu „gedenken“, sich zu „erinnern“. Nicht etwa, weil Gott vergisst oder weil Er Seine eigenen Verheißungen oder Leute übersieht. Nein, es macht Nehemia sicher selbst Mut, sich selbst zu erinnern an das, was Gott verheißen hat.

 Nehemia „erinnert Gott“ an die Verheißungen, die Er Mose gegeben hat und stellt sich im Glauben an diese Verheißungen Gottes auf Sein Wort.

Er hat aber auch die Freiheit, Gott zu bitten, an ihn, Nehemia, zu denken, sei es wegen seinem Einsatz für Gottes Volk oder wegen seinem Einsatz für Gottes Haus. Und Nehemia bittet Gott, seiner Feinde zu „gedenken“ und derer, die Gottes Namen und Werk befleckt haben. 

Faszinierend an diesen Gebeten im Buch Nehemia ist die Tatsache, dass diese Gebete nicht in Gemeinschaft mit anderen, nicht in einer festen Gebetszeit und nicht in einer „Stillen Zeit mit Gott“, sondern scheinbar zumeist allein und spontan zu Gott geschickt werden. Und genau das ist die Lektion, die ich von Nehemia lernen möchte. Das ist es, was Paulus meint, wenn er in 1 Thessalonicher 5:17 lehrt: „Betet ohne Unterlass!“ Das ist es, wovon C.H. Spurgeon schreibt: „Mach aus allem ein Gebet!“ Das ist es, was Nehemia schon im Alten Testament praktizierte – immer und immer wieder.

Sicher lohnt es sich, das Buch Nehemia ganz zu lesen und auf alle Erwähnungen des Gebets einzugehen. Aber es lohnt sich auch, der Erfahrung Nehemias nachzueifern, und aus allem ein Gebet zu machen. „Gedenke, Herr ..!“ Gedenke Deiner Verheißungen! Gedenke Deiner Kinder! Gedenke Deiner Feinde, Gedenke meiner Treue, Gedenke Deiner Barmherzigkeit!

Eine solche Gebetshaltung wird sicher unser Gebetsleben und unser Leben allgemein im großen Stil verändern!

Betet ohne Unterlass! Seid in allem dankbar;
denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“
(1 Thessalonicher 5:17)

Montag, 5. Juni 2017

Von Schweizer Uhren und dem Heiligen Geist

Pfingsten war bereits im Alten Testament ein wichtiges Fest, das Erntefest. Eines der wichtigsten Feste Israels. Aber iin dem Jahr, als sich Apostelgeschichte 2 abspielte, gab es ein Pfingstfest, wie es zuvor noch keins gegeben hatte. Erweckung! Gott beschritt neue Wege!

James Enery White erklärt*: Hätte man 1968 eine Umfrage gestartet, welche Nation die Uhrenindustrie im 21. Jahrhundert dominieren würde, wäre die Antwort eindeutig gewesen: Die Schweiz!  Warum?  Die Schweiz hatte die Welt der Uhrmacherei in den vorangegangenen 60 Jahre dominiert.

Die Schweizer machten die besten Uhren der Welt und waren bemüht, ihre Kompetenz ständig zu verfeinern. Es waren die Schweizer, die den Minutenzeiger und extra Stundenzeiger entwickelten. Sie übernahmen die Leitung in der Herstellung besserer Zahnräder, Triebfedern und des gesamten Innenlebens der Uhren. Sie führten sogar wasserdichte Uhren ein und solche, die sich automatisch aufzogen.  1968 stellten die Schweizer 65% aller Uhren in der Welt her und steckten 90% des weltweiten Gewinns ein.

1980 waren jedoch Tausende von Uhrmachern arbeitslos. Weniger als 10% des Weltmarktes waren noch unter Schweizer Kontrolle und ihr Gewinnanteil sank auf unter 20%  Zwischen 1979 und 1981 verloren 50.000 der 62.000 Schweizer Uhrmacher ihren Job. Warum?

Die Schweizer hatten sich geweigert, die neue Entwicklung der Quarzuhr zu berücksichtigen, die – ironischerweise – von einem Schweizer erfunden wurde. Weil sie weder Triebfeder noch Knopf zum Aufziehen hatte, wurde sie abgelehnt. Es war eine zu große Veränderung, um sie willkommen zu heißen. Seiko, andererseits, begegnete der Quarzuhr mit Akzeptanz und wurde – gemeinsam mit einigen anderen Unternehmen Branchenführer.

Die Lektion ist tiefgründig. Eine Vergangenheit, die so abgesichert, so gewinnbringend und dominant war, wurde zerstört durch mangelnde Bereitschaft, an die Zukunft zu denken und neue Wege zu beschreiten. Es war nicht nur die Unfähigkeit, Vorhersagen zu machen, es war die Unfähigkeit, Arbeitsweisen zu überdenken. Erfolge der Vergangenheit hatten blind gemacht für die Auswirkungen einer sich verändernden Welt. Vergangene Triumphe sind keine Garantie für zukünftige Erfolge.

An Pfingsten begann eine neue Bewegung des Heiligen Geistes. Schnell breitete sie sich überall aus, wo Menschen sich für die Kraft des Geistes Gottes öffneten und Jesus in dieser Kraft dienten. Das hatte es zuvor noch nicht gegeben. Gleichzeitig hielten andere an alten Wegen fest. Sie wurden zu Stolpersteinen und Hindernissen, die Gott ausräumen musste. Pfingsten befreite und befähigte Menschen zu neuen Wegen. Wer sich allerdings Gottes neuen Entwicklungen verweigerte, blieb zurück.

Pfingsten erinnert uns, dass Gott neue Wege geht. Es sind Gottes Wege und darum gute Wege. Immer! Wer Jesu Nähe sucht und sich öffnet für die Kraft aus der Höhe, wird befreit und befähigt zum vollmächtigen Leben und Dienst für Jesus. 
* James Enery White: “Rethinking The Church” Baker Books, 1998

Sonntag, 4. Juni 2017

Herzliche Einladung zum Pfingstgottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss 

Predigttext heute
Hesekiel 36:25-27; Hesekiel 37:1-10; Epheser 5:18

Hesekiel 36:25 Dann werde ich reines Wasser auf euch sprengen und euch so von allem Dreck und allen Götzen reinigen. 
26 Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist: Das versteinerte Herz nehme ich aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges dafür.  
27 Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und euch nach meinen Rechtsbestimmungen richtet. 
Hesekiel 37:1-10 Die Hand Jahwes legte sich auf mich. Er entführte mich im Geist ins Freie und setzte mich mitten in einer Talebene ab, die voller Menschenknochen lag. 
2 Er führte mich rings um sie herum. Es waren unzählige, und alle waren völlig ausgetrocknet.  
3 Dann fragte er mich: "Du Mensch, werden diese Knochen wohl wieder lebendig?" – "Mein Herr, Jahwe, du weißt es", erwiderte ich.  
4 Da befahl er mir: "Weissage über diese Knochen und ruf ihnen zu: 'Ihr vertrockneten Knochen, hört das Wort Jahwes!  
5 So spricht Jahwe, der Herr, zu diesen Knochen: Passt auf, ich bringe Atem und Geist in euch, dass ihr lebt!  
6 Ich lege Sehnen an euch, lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut. Dann gebe ich meinen Geist in euch, dass ihr lebt. Ihr sollt erkennen, dass ich bin, der ich bin – Jahwe!'" 
7 Ich weissagte, wie es mir befohlen war. Während ich das tat, entstand ein Geräusch, ja ein richtiges Getöse. Die Knochen rückten zusammen, Gebein an Gebein.  
8 Dann sah ich auf einmal, wie Sehnen und Muskeln darauf wuchsen und sich eine Haut darüber bildete. Doch es war noch kein Atem und kein Geist in ihnen.  
9 Da sagte er zu mir: "Weissage dem Geist, Mensch, weissage und sprich zu dem Geist: 'So spricht Jahwe, der Herr: Komm von den vier Winden her, du Lebensgeist, und hauche diese Erschlagenen an, dass Leben in sie kommt!'"   
10Ich weissagte, wie es mir befohlen war. Da kam der Lebensgeist in sie, sie wurden lebendig und standen auf. Es war ein riesiges Heer.

Epheser 5:18 Und betrinkt euch nicht, denn das führt zu einem zügellosen und verschwenderischen Leben, sondern lasst euch vom Geist Gottes erfüllen!                                                                                                                          
Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
(Quelle: HIER)
  
HERZLICHE EINLADUNG ZUM GOTTESDIENST
Anbetung & Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst 
Auf Wunsch Gebet
Heute KEIN Mittagessen
 Beginn: 10:30 Uhr
Wir freuen uns auf Dich! 
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 
57290 Neunkirchen-Zentrum 
Sonntagszitat: 
“Es ist die Verantwortung des Heiligen Geistes, zu überführen, 
Gottes Verantwortung zu richten,
und meine Verantwortung ist es, zu lieben!"
(Billy Graham)
 
 "Der Heilige Geist muss Dich nicht ausrüsten für etwas, 
dass Du sowieso nicht tust. 
Darum, wenn Du in Rebellion gegen Jesus lebst 
und Sein Recht zu herrschen ablehnst
muss Er nicht den Heiligen Geist senden, 
um Dich zum Dienst auszurüsten. 
Und, tragischerweise wirst Du nie die Freude erfahren, 
die Er bringt.
Darum, überlass dem Heiligen Geist alles, 
das Dich davon abhält, Jesus zu gehorchen.
(Henry T. Blackaby)
Many people feel so pressured by the expectations of others that it causes them to be frustrated, miserable and confused about what they should do. But there is a way to live a simple, joy-filled, peaceful life, and the key is learning how to be led by the Holy Spirit, not the traditions or expectations of man.
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