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Samstag, 9. September 2017

Warum tun wir uns das an?

Wolfskopf im Allgäu, 1525 Meter hoch! 26. August 2017 – 26° oder 27° Celsius. 750 Meter Höhenunterschied. Feine Geröllwege, grobe Geröllwege, völlig verwurzelte Anstiege. Schweißgebadet, hochroter Kopf, schweißüberströmtes Gesicht. Fehlende Hinweisschilder ... falsch abgebogen ins Niemandsland ... 20 Minuten Zeitverlust. Hier und da fragen wir uns, ob wir unser Ziel herunterschrauben sollen. „Warum tun wir uns das an? Lohnt sich der Einsatz?“ so schießt es uns durch den Kopf. Keuchend quälen wir uns weiter, den Berg hinauf. Und dann sind wir oben! Am Kreuz! Ziel erreicht! Zwei Bänke – IM SCHATTEN! Hallelujah! Und der Blick! Dieser Blick! Atemberaubend! Der Blick nach Norden: kilometerweites Voralpenland, von links nach rechts, so weit das Auge reicht. Kleinstädte, Dörfer und viele, viele Grünfächen auf denen das Vieh grast. Der Blick nach Südwesten: Fünf Reihen von Bergmassiven, eine hinter der anderen. Herrlich. Wir trinken diese schöpferischen Herrlichkeiten Gottes mit vollen Zügen und sind uns einig, dass diese Berg(tor-)tour ab sofort zu einer unserer regelmäßigen Urlaubstouren werden wird. Unsere Frage: „Warum tun wir uns das an? Lohnt sich der Einsatz?“ ist beantwortet. Das Ziel hat uns die Antwort gegeben: Das Ziel stellt alle Mühen und alle Kosten in den Schatten. Ja, es war es alles wert!

Genau diese Frage, die wir uns auf unserer Urlaubstour gestellt haben, stellt sich so manch ein Christ auf seiner Lebenstour mit Jesus. Auch da haben wir so manche Hitze auszustehen. Viele, viele Wege sind nicht einfach. Da ist Geröll, das uns ausrutschen lassen möchte. Da sind die Wurzelwege, die uns ins Stolpern bringen möchte. Und da sind die verlockenden Abbiegungen, die scheinbar so viel leichter zu gehen sind. Warum schwitzen und quälen, wenn’s auch einfacher geht? „Warum tun wir uns das an? Lohnt sich der Einsatz?

Nun, wenn wir das Ziel vor Augen haben, hat der Weg mit Jesus keine Abkürzungen. Gottes Wort erklärt unmissverständlich, dass der Weg mit Jesus ein schmaler Weg ist:

Geht ein durch die enge Pforte!
Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit,
der ins Verderben führt;
und viele sind es, die da hineingehen. (Matthäus 7:13)

Dieser schmale Weg mit schmaler Pforte ist kein Spatziergang, sondern fordert Anstrengung. Leben mit Jesus ist kein einfaches Leben – weder im Mittleren Osten noch im ‚christlichen’ Europa. Jesus deutet an, dass der Weg der Nachfolge, der Weg hin zum Ziel mit Kampf und Anstrengung verbunden ist. Jesus sagt:

Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen!
Denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen
und es nicht können. (Lukas 3:24)

Viel zu oft denken wir, dass Schwierigkeiten den Menschen in andersreligiösen Ländern vorbehalten sind. Aber Paulus schreibt in 2 Timotheus 3:12:

“Alle,
die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus,
werden Verfolgung erleiden.“

Das gilt auch uns. Wer Wert darauf legt, gottesfürchtig zu leben – Jesus seine Zeit, seine Kraft, sein Geld, seine Einstellungen, seinen Mund, seine Hände, seine Füße usw. zu geben, der wird Verfolgung erleiden. Probier’s aus!

Aber ist es das alles wert? Ist es wert, anders zu leben – freiwillig oder als Folge unserer Jesusnachfolge? Ist es den „Schweiß“, den roten Kopf, den Kraftaufwand ... all das Anderssein wert?

Absolut. ABSOLUT! Irgendwann kommen wir „oben“ an. Und dann der Blick. DER BLICK! Der Blick auf Jesus, den wir hier unten nur schattenhaft erkennen und der doch bereits hier so herrlich ist. Und Seine Worte: „Wohl getan, Du guter und treuer Knecht ...“. Und die ewige Gegenwart in Seinem Licht und in Seiner Herrlichkeit! Oh ja, es ist jede Minute unseres ganzen Einsatzes wert. Wir werden beschämt sein ob solcher Fragen. Jesus ist ALLES wert – nicht erst „oben“, sondern bereits jetzt, hier und heute!

Freitag, 8. September 2017

Gott kann gar nicht anders!

Das ist schon eine gewagte Aussage. Gott kann nicht anders? Sollte Gott etwas unmöglich sein? Wie passt das hinein in die Allmacht Gottes?

Gott ist tatsächlich allmächtig. Er war, ist und bleibt allmächtig. In Seiner Allmacht und Seinem vollkommenen Wesen hat Er sich festgelegt, dass Er nichts tun wird, was seinem vollkommenen Charakter entgegensteht. Gott ist unveränderlich. Er kann nicht lügen, da Er die Wahrheit ist. Er kann auch nicht vom Bösen versucht werden, da es nichts in Seinem Wesen gibt, dass auf Böses ansprechen würde. Gott ist nur gut! Gott kann sich auch selbst nicht verleugnen oder hinter Seinen Verheißungen zurückbleiben, denn alle Verheißungen sind in Jesus bestätigt. Gottes Wesen ist Vollmacht und Vollkommenheit.

Das betrifft auch Seine Treue, über die wir gestern kurz nachgedacht haben. Wir haben uns an Personen der Bibel erinnert, die Gottes Treue erfahren haben, und wir haben uns hoffentlich an Situationen in unserem eigenen Leben erinnert, in denen wir Gottes Treue erfahren haben.

In seinem Buch „Gefangen in Nordkorea“ erzählt Kenneth Bae die erstaunliche Erfahrung der Treue Gottes – mitten im schlimmsten und größten Gefängnis der Welt. Er beschreibt Gottes Treue in Seinem Leben bevor er das erste Mal nach Nordkorea ging, bis hin zu der Zeit, in der er Verhöre und Lager durchstehen musste. Ein Zeugnis der Treue Gottes.

Die Treue unseres Herrn Jesus ist nicht nur eine Erfahrung, die wir rückblickend machen dürfen. Die Treue Jesus ist etwas, das uns mutig in die Zukunft schauen lässt. Der Apostel Paulus schreibt in 2. Timotheus 2:13:
„Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu;
er kann sich selbst nicht verleugnen.“

Wieder so eine Charaktereigenschaft, von der man sagen muss: Gott kann gar nicht anders.

Gott kann anders, als wir uns das wünschen. Gott kann auch anders, als wir es uns vorstellen. Gott kann anders als wir es besprechen und planen. Und Gott kann sogar anders, als wir es erbitten. Aber Gott kann nicht untreu sein. Selbst, wenn wir untreu sind, bleibt Er treu!
  • Kenneth Bae hatte in jungen Jahren Gottes Ruf „vergessen“ und war Ihm untreu geworden. Aber Gott war Kenneth treu geblieben. Auf diese bleibende Treue Gottes verließ sich der Pastor im nordkoreanischen Arbeitslager.
  • In einer unsicheren Zeit mögen unsere Sicherheiten immer weiter schwinden. Unsere Löhne mögen nicht mit den Lebenshaltungskosten steigen, oder sogar sinken; unsere Rente mag unter dem tatsächlichen Bedarf liegen; unsere Rechnungen steigen. Jesus bleibt treu!
  • Krankheit mag unsere Zukunft ungewiss erscheinen lassen. Vielleicht nicht mal die eigene Krankheit sondern die eines lieben Menschen, der uns nahe steht. Jesus bleibt treu!
  • Verbindungen, die uns lieb und kostbar waren und sind, scheinen sich aufzulösen und Leere und Schmerz zu hinterlassen. Jesus bleibt treu!
  • Unglück und Katastrophen, die nur wenige treffen, mögen gerade uns auserwählt haben. Unverdient, unerklärbar, betäubend! Nur noch ein schwarzes Loch vor Augen. Aber: Jesus bleibt treu!
Auf diese unwandelbare Treue eines unwandelbaren Gottes darfst Du Dich verlassen. Schau auf morgen, auf übermorgen, auf nächsten Monat oder nächstes Jahr. Jesus bleibt treu. Er bleibt Dir treu. Vertrau auf Ihn!

Donnerstag, 7. September 2017

Der Herr ist treu!

Ja, ist Er! Gut so! Beruhigend! Was wäre noch mehr dazu zu sagen? Amen!

Euch allen noch einen schönen Tag!


Heute Morgen (und gestern Morgen) habe ich über 2 Thessalonicher 3:3 nachgedacht, wo es heißt:

Aber der Herr ist treu; er wird euch stärken
und bewahren vor dem Bösen.“

Das ist nichts Neues, oder? Wenn du auch nur ein paar Monate mit Jesus im Leben unterwegs bist, hast Du das bereits mehrmals gehört, erfahren und gelesen. Gott ist treu. Irgendwann wird das zur Phrase, die wir gebetsmühlenartig wiederholen: im Zeugnis, in der Seelsorge und sogar im Gebet. Hört sich gut an, hört sich auch richtig an. Nur die Tiefe geht irgendwie verloren, wenn wir uns nicht mal hinsetzen, wie das die alten Propheten taten und darüber nachdenken, was das eigentlich für Gottes Kinder – und speziell für uns – bedeutet. Begeistert es uns noch, dass Gott treu ist? Bedeutet der Ausdruck „Gott ist treu“ noch etwas für uns – außer der Tatsache, dass es zum Charakter Gottes gehört?

Gott ist treu, wenn wir weglaufen, wie Jona! Gott hätte leicht jemand Würdigeres finden können. Aber Gott bleibt treu und verwirft Jona nicht. Er gebraucht ihn sogar trotz dessen Mürrischkeit, um etwa eine Million Menschen zur Buße zu bewegen. GOTT IST TREU!

Gott ist treu, wenn wir heucheln wie Petrus in Antiochien. Einer Seiner „Starapostel“ (meine Formulierung, nicht Gottes) heuchelte doch glatt Gesetzestreue vor den Juden, obwohl er kurz vorher noch in der Freiheit Jesu gelebt hatte. Ein schwerer Fall. Aber Gott blieb Petrus treu, wies ihn zurecht und gebrauchte ihn weiterhin. GOTT IST TREU!

Gott ist treu, wenn wir mit unseren Gefühlen im Fleisch herumstochern. Sei es, dass die Jünger eifrig diskutierten, wer der Größte sei oder dass ihr Zorn mit ihnen durchging und sie ein Dorf anzünden wollten. Jesus arbeitete weiter an ihnen und machte sie zu Jüngern, denn GOTT IST TREU!

Gott ist und bleibt treu
auch wenn Krankheit uns plagt und kein Ende absehbar ist.
Gott ist und bleibt treu
auch wenn Arbeitslosigkeit uns erwischt hat oder vor der Türe steht.
Gott ist und bleibt treu
auch wenn unsere Gebete unbeantwortet scheinen.
Gott ist und bleibt treu, auch wenn Menschen untreu werden.
Gott ist und bleibt treu, auch wenn wir Gott untreu werde.
Gott ist und bleibt treu, auch wenn unsere Beziehungen zerbrechen.
Gott ist und bleibt treu
auch wenn wir in der Ferne am Schweinetrog sitzen.
Gott ist und bleibt treu, auch wenn wir uns längst aufgegeben haben.
Gott ist und bleibt treu! Punkt!

Wenn wir Gottes Wort lesen und über Aussagen stolpern, die uns so sehr vertraut sind wie die Aussage, dass Gott treu ist, dann lasst uns praktizieren, was der Psalmist in Psalm 119:99 praktizierte:

„Über deine Zeugnisse sinne ich nach.“ 

Dann werden auch Phrasen und scheinbar altbekannte – und irgendwo abgeheftete Wahrheiten – wieder neu, frisch, schmackhaft und ermutigend!

Mittwoch, 6. September 2017

Die Blümchen in Gottes Garten


Ich gebe zu: Ich habe nicht immer so gedacht. 

Zum einen der Eifer der Jugend, zum anderen die fehlende Weisheit des Alters und sicher noch einige Gründe mehr hatten meinen Horizont eingeschränkt wie die Scheuklappen den Blick eines Pferdes einschränken. Mittlerweile hat Gott mir ein weiteres Herz geschenkt als ich es vor einigen Jahrzehnten noch hatte. Nein, ich bin keinen Deut weniger bibeltreu als damals. Mein Glaube ist nicht liberaler geworden und meine Liebe zu Jesus und Seinem Wort ist gewachsen, nicht geschrumpft. Aber mein Herz für Gottes Blumenbeet ist weiter geworden.Gott sei's gedankt!

Während der Bibelschulzeit war es unser Theologielehrer, der immer wieder darauf hinwies, dass „in Gottes Garten viele Blümchen wachsen!“ Damit wollte er uns Studenten vermitteln, dass es außer unserer Denomination, unserem christlichen Hintergrund auch wiedergeborene Christen gibt, die hier und da anders denken und ihren Glauben ausleben.

Das ist für viele schwer zu begreifen. „Wer nicht in allem genauso glaubt wie wir, genauso singt wie wir, die Gemeinde nicht genauso leitet wie wir, und in der Theologie unsere Meinung teilt, der ist suspekt!“ – so scheinen es viele zu halten. Wie die Jünger des Johannes um "ihre Gruppe" besorgt waren und zu ihrem Lehrer sagten: "Meister, der bei dir war jenseits des Jordans, von dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm." (Johannes 3:26), so sind viele Christen heute besorgt: „Wenn meine Denomination noch nicht in einer Stadt vertreten ist, fehlt der wahre Glauben, durch den Gott am Besten wirken kann.“ Diese Einstellung ist nicht auf nur eine der vielen christlichen Konfessionen beschränkt. Diese Einstellung findet sich bei (fast) allen Konfessionen im christlichen Bereich. Im asiatischen Ausland haben wir in einer Stadt gelebt, in der es sicher um die 10 Baptistengemeinden gab. Alle gehörten ihrer eigenen Denomination an. Dazu kamen dann die Methodisten, die eher protestantisch geprägten Kirchen und weitere Freikirchen.Was würde Jesus wohl zu jemandem sagen, der mit der Einstellung kommt: "Aber meine Gruppe ist noch nicht vertreten"? Vielleicht würde Er sagen: "Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Ich habe ein großes Volk in dieser Stadt!" (Mk 9:40; Apg 18:10) 



Jeden Sommer staune ich neu über die Blumenvielfalt, mit denen Gott uns allein in den verschiedenen Regionen Deutschlands beschenkt. Gott liebt Vielfalt, und mittlerweile glaube ich, dass es Ihm gar nicht so viel ausmacht, wenn auch in Seinem persönlichen Garten eine Vielfalt an Gemeinden herrscht. Ganz gewiss werden manche Gemeinden in meinem Heimatort durch ihre spezielle Farbe und ihren Duft Menschen anziehen, die unsere Gemeinde nie erreichen würde. Andererseits werden sich einige bei uns wohlfühlen, die woanders nur schwer Anschluss finden würden.

Jesus sagt in Johannes 10:16: Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. 

Ganz früh in der Kirchengeschichte mussten verschiedene Blümchen in Gottes Garten lernen, einander zu lieben und zu akzeptieren. Juden und Heiden waren aus unterschiedlichem Holz geschnitzt. Ihr religiöser Hintergrund war unterschiedlich – daher auch theologische Auslegungen. Aber auch ihre Musik, ihre Kleidung und ihre kulturellen Gepflogenheiten werden unterschiedlich gewesen sein. Was erwartet Jesus nun von Jesusjüngern, die so unterschiedlich sind? Dass sie zweigleisig fahren? Dass sie – wenn auch mit Kälte – „einander stehen lassen.“ Dass sie einander behandeln wie Arbeitskollegen im selben Betrieb, jeder aber in einer anderen Abteilung? NEIN! Jesus sagt

Ein neues Gebot gebe ich euch, 
dass ihr einander lieben sollt,
damit, wie ich euch geliebt habe, 
auch ihr einander liebt.
Daran wird jedermann erkennen, 
dass ihr meine Jünger seid,
                             wenn ihr Liebe untereinander habt.
 (Joh 13:34+35)

Dazu reicht es keineswegs, zu behaupten, dass wir unsere Glaubensgeschwister (aus anderer Denomination) lieben, denn Johannes schreibt in 1. Johannes 3:18:

„Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge,
sondern in Tat und Wahrheit!“

Worte sind in Gottes Augen nicht genug, um die Liebe, die Er uns für unsere Geschwister ins Herz gegeben hat (Römer 5:5) auszudrücken. Es bedarf der Tat und der Aufrichtigkeit.

Darum, im Angesicht der Tatsache, dass in Gottes Garten so viele Blümchen Gottes wachsen, alle mit anderem Duft, anderer Farbe und anderem Aussehen …
Und im Angesicht der Tatsache, dass die Anderen für Gott alle genauso viel wert sind wie wir und dass Er sie genauso gebrauchen möchte, wie uns …
Und im Angesicht der Tatsache, dass die Anderen in ihren Herzen vielleicht viel näher am Herzen Jesu sind als ich …

Im Angesicht dieser Tatsachen …

Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott,
und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott.
Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
(1. Johannes 4:7+19)