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Samstag, 14. Oktober 2017

Lektionen von Noah und seiner Arche

Alles was ich wirklich wissen muss, habe ich gelernt durch  
NOAH UND SEINE ARCHE *
  1. Plane voraus! Es regnete noch nicht, als Noah die Arche baute. 
  2. Bleib fit! Wenn Du 600 Jahre alt bist, könnte Dich jemand bitten, etwas wirklich Großes zu tun. 
  3. Höre nicht auf die Kritiker!  Tu, was getan werden muss. 
  4. Bau auf hohen Grund! 
  5. Aus Sicherheitsgründen: reise als Paar! 
  6. Zwei Köpfe sind besser als einer! 
  7. Geschwindigkeit ist nicht immer ein Vorteil. Die Geparden waren in der Arche, aber auch die Schnecken! 
  8. Wenn Du weder kämpfen noch fliehen kannst, lass Dich treiben! 
  9. Kümmer Dich um Deine Tiere, als wären sie die letzten auf der Erde! 
  10. Vergiss nicht, dass wir alle im selben Boot sitzen! 
  11. Wenn der Mist zu tief wird, sitz’ nicht rum und jammer – Hol Dir eine Schaufel! 
  12. Bleib während des Sturms unter Deck! 
  13. Denk daran: die Arche wurde von Amateuren gebaut, die Titanic von Profis! 
  14. 14. Wenn Du von vorne beginnen mußt, hast Du einen Freund an deiner Seite!
  15. Denk dran, dass die Spechte drinnen oft gefährlicher sind als der Sturm draußen! 
  16. Verpass das Boot nicht! 
  17. Egal, wie düster es aussieht, gibt es immer einen Regenbogen auf der anderen Seite!
Euch allen ein gesegnetes Wochenende! 
* Autor unbekannt, Eigenübersetzung (w)

Freitag, 13. Oktober 2017

Paraskavedekatriaphobie & Triskaidekaphobie

Endlich noch mal Freitag - und endlich noch mal der 13.!

Paraskavedekatriaphobie ist die Furcht vor dem Rüsttag vor dem Sabbat. Triskaidekaphobie wird die abergläubische Angst  vor der Zahl dreizehn genannt. (treiskaídeka = „dreizehn“; phobos = „Furcht“)  (aus: Wikipedia) 

Nicht überall gilt die 13 als Unglückszahl. Im Gegenteil, in manchen Völkern ist sie eine ausgesprochen willkommene Glückszahl.

Fast tragisch, dass Christen für die Entstehung der Unglückskonstellation verantwortlich sein sollen.  Nach christlicher Überlieferung ist Freitag der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, und beim letzten Abendmahl war der Verräter Judas der 13. im Bunde. Die Kombination dieser beiden Negative, Freitag und die Zahl 13, soll Unglück heraufbeschwören.

In unserer aufgeklärten(?) Welt sind es allerdings die Christen, die diesen Unsinn ablehnen und belächeln. Im säkularen Bereich misst man diesem mystischen Humbug viel mehr Gewicht bei. Fällt der 13. zum Beispiel auf einen Freitag, muss man an dem Tag mit bis zu 5% mehr Krankmeldungen rechnen. Manche Hochhäuser zählen ihre Etagen … 11 … 12 … 14 …und in manchen Hotelzimmern fehlt die Zimmernummer 13. Ich selbst bin wiederholt in Flugzeugen geflogen, in denen die Monteure die Sitzreihe 13 „vergessen“ hatten.

Interessanterweise haben Versicherungen in der Vergangenheit wesentlich weniger Schadensmeldungen verzeichnet als an anderen Tagen. Auch der ADAC hat an einem Freitag, dem 13. weniger Unfälle gezählt als an einem anderen Tag.

Christen sind Menschen, die Jesus nachfolgen, Jünger! Jünger Jesu wissen: Jesus geht voran und führt seine Kinder auf guten Wegen. Er bildet die Nachhut und hält uns den Rücken frei. Er hat Seine Hand auf uns gelegt und schützt uns vor den Angriffen des Bösen. Er ist der Fels, auf dem wir stehen. Nie führt Er uns in die Irre. Und führt Er uns tatsächlich mal auf Wegen, die wir nicht verstehen, ist Er absolut vertrauenswürdig, wenn Er uns versichert: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ (Römer 8:28)

Wenn Freitag wirklich der Todestag Jesu war, dann sollten wir ihn feiern, denn Sein Tod war stellvertretend für uns und „durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53:5) Wenn die Zahl 13 wirklich eine Bedeutung für Christen hat, dann sollte sie uns erfreuen und uns erinnern an die Beschreibung der Liebe im 13. Kapitel des Korintherbriefes: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1 Korinther 13:13)

Angst vor Freitag? Angst vor dem Dreizehnten? – Völlig überflüssig, wenn Jesus die Nr.1 ist! (w)

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wie weit bin ich bereit zu gehen?

Die erste Generation von Heilsarmeesoldaten war bereit, jeden Weg zu gehen. Als die Bewegung international wurde, passte man sich in den verschiedenen Ländern dem Lebensstandard der Bevölkerung an. Man aß, was sie aßen, schlief, worauf sie schliefen und kleidete sich, wie sie sich kleideten. Aber man ging, um der Liebe Jesu Willen, noch weiter.
In der vergangenen Woche gab es eine Andacht an dieser Stelle über Toilettenevangelisation (Link hier). Ein ähnlicher Bericht findet sich in dem empfehlenswerten Buch von Richard Collier: „Der General Gottes, William Booth“. Er erinnert daran, dass Menschen nicht mit weisen Worten, sondern durch die gelebte Liebe Jesu gewonnen werden. Im Buch heißt es auf Seite 92:

Wie konnten die Männer und Frauen der Armee über einen so bitteren Widerstand triumphieren? Am sichersten durch ihr schlichtes, christliches Beispiel. Was die Christen taten, nicht was sie sagten, bedeutete alles. Ein nicht zu übertreffendes Beispiel dafür: Elisabeth Geikie, ein dunkelhaariges, blauäugiges, hübsches, schottisches Mädchen aus Dundee wohnte in einer kleinen Hütte im Dschungel nahe bei Nagercoil. An die Lehmwand geheftete Bilder aus dem Kriegsruf (Zeitschrift der Heilsarmee) waren die einzige Erinnerung an die Heimat. Eines Tages brachten die Dorfbewohner einen Mann zu ihr, der vor Schmerzen fast wahnsinnig war. Als sich Elisabeth auf das Strohlager niederbeugte, sah sie, dass ein langer Dorn wie ein Nagel den Fuß durchbohrt hatte. Nur die Spitze war noch zu sehen. Ihr Medizinkasten enthielt bloß Vaseline, das bittere Epsomsalz und Rizinusöl. Aber wenn Elisabeth auch keine Zange besaß, so hatte sie doch feste, weiße Zähne. Sie kniete nieder, erfasste den Dorn und zog ihn heraus. Dann wusch sie die Wunde mit Kokosnussöl und verband sie mit sauberem Linnen. Am nächsten Tag, als die Schmerzen nachgelassen hatten, kamen die Dorfbewohner und wollten mehr über Elisabeth Geikies Gott hören. Der verwundete Mann und seine Frau wurden beide bekehrt, obwohl sie Elisabeth Predigten niemals voll verstanden. Aber eines verstanden sie: um ein Leben zu retten, hatte eine weiße Frau mit den Lippen, dem heiligsten Teil ihres Körpers, den verachtetsten Teil des menschlichen Leibes, den Fuß berührt.
Solche unscheinbaren Anfänge im Dschungel von Nagercoil führten unwiderstehlich zu der Einrichtung von 26 Hospitälern und Arzneiverteilungsstellen sowie den beiden Leprakolonien, die heute von der Heilsarmee in Indien unterhalten werden. Aber sie führten auch zu missionarischen Triumphen.

Tatsächlich ist es kaum vorstellbar, was heilige Lippen auf dem unheiligsten Körperteil (nach indischer Kultur), der Unterseite eines Fußes, für jene Menschen bedeutet haben müssen. Elisabeth Geikies war bereit, diese Demütigung auf sich zu nehmen – ohne zu wissen, ob es physisch oder geistlich was bewirken würde. Ohne zu zögern tat sie, was getan werden musste, und Jesus stellte sich zu ihrem Dienst für Ihn.

Wie oft handelte Jesus genau so. Wenig Worte, viel Liebe. Klare Worte, klare Liebe. Und die Menschen wussten: was Jesus tut, ist gut. Seine Taten und Worte der Liebe waren eine Einladung, Ihm zu folgen.

Das ist auch heute unser Auftrag: Durch Taten Jesu Liebe sichtbar und erfahrbar zu machen und durch Worte zu erklären, was zu erklären übrig bleibt. Wie sagte Franz von Assissi: Predige das Evangelium jederzeit, und wenn nötig, mit Worten.“

Jetzt gehört ihr dem, der von den Toten auferstand,
und könnt gute Frucht bringen, das heißt gute Taten für Gott.
(Römer 7:4b / NLÜ)

Bei Ihm [Jesus Christus] gilt allein der Glaube,
der sich in Taten der Liebe zeigt. (Galater 5:6b / HfA)

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Barmherzigkeit

Der HERR ist gnädig und gerecht,
ja, unser Gott ist barmherzig.
(Psalm 116:5)

Unser Gott ist barmherzig! Wieder so eine Aussage, die wir mit ganzem Kopf abnicken und an die sich unsere Herzen so gewöhnt haben, dass wir oft den Blick dafür verlieren.

In unserer letzten Jüngerschaftsstunde / Bibelstunde zum Matthäus Evangelium ging es um Jesu Barmherzigkeit. Dabei haben wir festgestellt, dass wir Barmherzigkeit in vielen Situationen entdecken können, in denen sie zunächst gar nicht so offensichtlich hervorsticht. Aber so ist Barmherzigkeit eben: Sie wird praktiziert, wird erfahren – wird aber nicht immer erkannt und beim Namen genannt.

In Matthäus 15:30 brachten die Menschenmengen ungefragt all ihre Kranken. Manche hatten schlimme Krankheiten. Vermutlich waren viele ungepflegt und rochen. Man legte sie zu Jesu Füßen – und Er heilte sie, weil er ein Herz voller Barmherzigkeit hat.

In den nächsten Versen wird dieses Herz buchstäblich beschrieben als ‚voller Mitleid’, ‚innerlich bewegt’ oder ‚voll Jammer für die Menschen’. Die waren hungrig und hatten mitunter noch einen weiten Weg vor sich. Jesus sah die Beschwerden, die auf sie zukommen würden und versorgte sie. „Sie aßen alle und wurden satt!“ heißt es in der Bibel. Welch ein barmherziges Herz der Herr zeigte. Er kennt jeden Hunger, jeden Weg, der vor uns liegt, jedes Tal, jeden Berg und jede Schwäche. Und Er stärkte und sättigte alle! Auch die, die sich später nicht zu Ihm bekehrten.

In Matthäus 16 geht es gleich mit ähnlichen Gedanken weiter: Die oppositionellen Pharisäer fordern ein Zeichen von Jesus. Zunächst weist Jesus sie zurecht. Dann aber geht Er tatsächlich auf Ihre Bitte ein und kündigt ein zukünftiges Zeichen an: Seine Auferstehung. Was immer man aus diesen Versen entnehmen möchte – ich sehe auch Jesu Barmherzigkeit in ihnen. Selbst Seinen Feinden kündigt Er ein zusätzliches Zeichen an, das ihre Augen hätte öffnen können. Dass sie es verstanden, zeigt ihre Aussage Pilatus gegenüber in Matthäus 27:63. Die Pharisäer fordern eine Grabwache und begründen es mit den Worten:

„Wir haben daran gedacht, dass dieser Verführer sprach,
als er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen.“

Das war ein Fall von: „Jesu Barmherzigkeit mit Füßen getreten.“

Schließlich lesen wir in Matthäus 16:5 wie Jesus Seine Jünger vor dem Sauerteig der pharisäischen Lehre warnt. Die Jünger kapieren nichts. Jesus zeigt sich verwundert von ihrem Unverständnis, aber Er erklärt ihnen, was Er meint. Dann verstehen sie.

Ist das nicht auch immer wieder unsere Erfahrung? Jesus redet zu uns und wir verstehen nur Bahnhof. Manchmal verstehen wir auch mehr als Bahnhof – aber nur in unserem Kopf. Es reicht nicht für unser Herz und fürs Umsetzen in unserem Lebensalltag. Aber anstatt zu strafen, zu schimpfen oder zu verwerfen nimmt sich unser barmherziger Herr die Zeit, es uns nochmal zu erklären .. und nochmal ... und an uns und mit uns zu arbeiten, bis wir es verstanden haben. Jesus ist barmherzig mit unserem langsamen Verstehen und oft noch langsameren Umsetzen. Treffend drückt David das aus, wenn er über Gottes Handeln an Israel schreibt (Psalm 103:8):

Barmherzig und gnädig ist der Herr,
geduldig und von großer Güte.“

Es gibt so viel mehr zu entdecken über Jesus. Soviel mehr, das unsere Herzen anrühren, erwärmen und erneuern kann. Herzlich laden wir ein zu unserem Jüngerschaftsabend / Bibelstunde, heute um 19:30 Uhr. Komm, bring Freunde mit! Du bist herzlich willkommen!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Gebet im 2. Buch der Chroniken

Auch im 2. Chronikbuch geht es um die Könige Israels und Judas. Im 2. Chronikbuch weiht der König Salomo mit gesalbten und bewegenden Worten den fertig gestellten Tempel, das Haus Gottes, ein. Gott hatte versprochen, in Israels Mitte zu wohnen und Salomo hatte ihn angefleht, auf das Gebet des Volkes zu hören, das sich vor Ihm versammelt und zu Ihm ruft. Gottes Antwort finden wir in 2 Chronik 7:15+16, wo es heißt: 

So sollen nun meine Augen offen stehen
und meine Ohren achten auf das Gebet an diesem Ort.
Ich habe nun dieses Haus erwählt und geheiligt,
dass mein Name ewiglich dort sein soll;
und meine Augen und mein Herz sollen da sein alle Tage.

Gott legt auch im Alten Testament Seine Verheißung auf gemeinsames Gebet. Gott sagt, dass Er sehen wird, wenn Sein Volk sich aufmacht, den Tempelberg hochpilgert und sich zum gemeinsamen Gebet treffen wird. Gott verspricht, dass Er hören wird, wenn Sein Volk sich in Seinem Haus versammelt, vereint und betet.

Lügt Gott? Jeder, der Gott durch Jesus kennengelernt hat, wird diese Frage mit einem klaren und deutlichen „Nein“ beantworten. Aber viele, die Gott durch Jesus kennengelernt haben, haben keine klare und deutliche Antwort auf die Frage: Betest Du in Gemeinschaft mit anderen Christen? Vereinst Du dich mit anderen zum Gebet in Gemeinschaft? Irgendwie scheint die Verheißung, die Gott auf gemeinsames Gebet gelegt hat, nicht ernst genommen oder für nicht wertvoll eingeschätzt zu werden.

Aus Ländern wie Nordkorea wird berichtet, dass christliche Gemeinschaft oft so aussieht, dass zwei scheinbar unbekannte Menschen in einem Park nebeneinander auf einer Bank sitzen. Ihr Gespräch ist in Wirklichkeit Austausch und Gebet. Sie wissen, dass sie Austausch und gemeinsames Gebet brauchen. Aus den Konzentrationslagern des Landes wird berichtet, dass diese Gemeinschaft heimlich auf den versifften Toiletten der Lager stattfindet. Warum? Kann man den Glauben nicht für sich leben? Christen in der Verfolgung haben gelernt, dass gemeinsames Gebet das persönliche Gebet zwar nicht ersetzt, dass es aber in der Nachfolge so wichtig, hilfreich und stärkend ist, dass man es nicht vermissen möchte. Immerhin hat Gott zusätzliche Verheißungen auf das gemeinsame Gebet Seines Volkes gelegt.

Auch im 2. Chronikbuch wird uns diesbezüglich Mut gemacht. Später, als das Volk das Fest der ungesäuerten Brote feierte, brachte man Tausende von Opfern dar. Dazu traf man sich im Tempel. In 2. Chronik 30:27 heißt es:

Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk,
und ihr Rufen wurde erhört,
und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen Wohnung, in den Himmel.“

Das hatte Gott dem Volk über Gebet in Gemeinschaft zugesagt: Er wolle die Versammlung sehen und Er wolle auf ihre Gebete hören. Beim Fest der ungesäuerten Brote in Jerusalem geschieht genau das!

Wir brauchen keine besonderen Feste, um in Gemeinschaft zu beten, obwohl feste Zeiten für gemeinschaftliches Gebet hilfreich und biblisch sind. Aber wir sind nicht an einige Feste oder Tage gebunden. Wir können es ungeplant immer wieder tun, wenn wir mit Geschwistern zusammenkommen und natürlich können wir auch gemeinsam beten, wenn feste Gebetszeiten angesetzt sind. Herrlich, wenn es dann auch über unsere Gebete heißen wird:

 „Und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen Wohnung, in den Himmel.“

Montag, 9. Oktober 2017

Zerbrochen

Über die Notwendigkeit, „Zerbruch“ zu erfahren, wird immer wieder mal geschrieben oder gepredigt. Die Bitte um „Zerbruch“ kommt immer wieder mal in christlichen Liedern vor. Sie kommt auch in so manchem Gebet von Jesusjüngern vor, die es nach Glaubenstiefe verlangt. Aber wissen wir, um was wir da bitten? Zu meiner Bibelschulzeit wurde von einem Mitschüler erzählt, dass er im Zimmer auf seinen Knien lag und den Herrn bat, ihn zu „zerbrechen“. Der Herr begann auf eine sanfte Art, sein Gebet zu erhören: Ein Mitschüler öffnete die Tür einen Spalt weit und leerte ein Glas kaltes Wasser über dem Betenden aus. Leider wurde nie berichtet, ob und wie ‚dankbar’ der Betende für die Gebetserhörung war.

Hesekiel beschreibt, was es bedeutet, im biblischen Sinn „zerbrochen“ zu werden. Hesekiel schreibt:

Und Erschlagene sollen in eurer Mitte hinfallen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin. Doch will ich einen Rest lassen: Wenn ihr solche habt, die dem Schwert entkommen sind unter den Nationen, wenn ihr in die Länder zerstreut sein werdet, dann werden eure Entkommenen unter den Nationen, wohin sie gefangen weggeführt wurden, sich an mich erinnern, der ich ihr hurerisches Herz zerbrochen habe, das von mir abgewichen ist, und ihre Augen, die ihren Götzen nachhurten. Und sie werden über sich selbst Ekel empfinden wegen der bösen Taten, die sie begangen haben nach allen ihren Gräueln.

Da steckt schon einiges drin! Zerbruch, den Gott bringen wird, setzt den Tod voraus. Das Ergebnis von Gott geschenktem Zerbruch ist Gotteserkenntnis. Zerbruch durch Gott ist keine Totalzerstörung, aber auch keine Lappalie. Vielmehr ist es eine schmerzhafte Operation, denn das, was abgebrochen und zerbrochen werden muss, erhält den schlimmen Namen „Hurerei“. Bin ich bereit, Gott zu bitten, „die Hurerei“ in meinem Leben zu zerbrechen? Das wäre demütigend! Ist es wirklich so schlimm? Ja! Das, was in uns zerbrochen werden muss, um geistliche Tiefe zu erhalten, nennt Hesekiel „Hurerei und Götzendienst!“ Wer das anders sieht, kann fröhlich und bewegt über geistlichen Zerbruch singen und darum beten, vielleicht sogar mit einem Hochgefühl ob solch heiliger Bitte. Aber biblischen Zerbruch und geistliche Tiefe zeigen sich darin, dass der Beter plötzlich Ekel empfindet über seine bösen Taten, an die er sich so gewöhnt hat. Zerbruch kommt nach Hesekiels Worten mit Ekel und Tod.

Obwohl Jesus am Kreuz kein Knochen gebrochen wurde, zitiert Paulus Jesus mit den Worten zum Abendmahl: „Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird.“ Auch diese Aussage erinnert uns, was Zerbruch bedeutet. Für Jesus bedeutete es, Sein Selbst aufzugeben, die Sünde der Anderen, unsere Sünde, ohne Widerspruch auf sich zu nehmen und zu tragen. Das brachte ihm Zerbruch ein – den Tod. Aber auch, wie Hesekiel andeutet, reichen Segen. In Philipper 2:9 schreibt Paulus über Jesus, der Zerbruch akzeptierte: „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht.“

Wenn Du und ich nächstes Mal singen oder beten, der Herr möge uns „zerbrechen“, dann lasst uns dankbar sein, wenn das kalte Glas Wasser uns überrascht, wenn unser Stolz empfindlich getroffen wird, wenn wir übersehen, verlacht, verleumdet oder vergessen werden. Zerbruch ist Sterben und Sterben ist nicht schön. Allein das Ergebnis ist das Schöne, die neue Tiefe, der Zuspruch Gottes und die frische Erkenntnis unseres Herrn.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute mit Sonntagszitat am Schluss!

Der Predigttext heute:
Nehemia 5:1-19

5:1 Auf einmal breitete sich eine große Unzufriedenheit im Volk aus. Die Männer beschwerten sich mit ihren Frauen über ihre jüdischen Stammesbrüder.  
2 Die einen klagten: "Wir haben viele Söhne und Töchter und wissen nicht, wie wir satt werden sollen! Wir brauchen Getreide zum Überleben!"  
3 Andere sagten: "Um in der Hungersnot Getreide zu bekommen, mussten wir unsere Felder, Weinberge und Häuser verpfänden."  
4 Wieder andere beklagten sich: "Und wir mussten unsere Felder und Weinberge verpfänden, um die Steuer für den König bezahlen zu können."  
5 Und alle sagten: "Wir sind doch vom gleichen Fleisch und Blut wie unsere Stammesbrüder! Sind unsere Kinder nicht genauso Israeliten wie ihre Kinder? Und doch müssen wir unsere Söhne und Töchter zu Sklaven erniedrigen. Einige unserer Töchter sind schon in ihrer Gewalt, und wir können nichts dagegen tun. Unsere Felder und Weinberge gehören ja anderen."
6 Als ich ihre Klage und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig.  
7 Ich dachte gründlich über alles nach und stellte dann die Vornehmen und Vorsteher zur Rede: "Ihr nutzt die Not eurer Brüder schamlos aus!" Dann brachte ich die Sache vor die ganze Volksversammlung.  
8 Ich sagte: "Wir haben unsere jüdischen Stammesbrüder, die von Fremden zu Sklaven gemacht wurden, freigekauft, soweit es uns möglich war. Und ihr wollt sie jetzt selber verkaufen, damit sie dann wieder an uns verkauft werden?" Da wussten sie keine Antwort und schwiegen.  
9 "Es ist unwürdig, was ihr da tut!", sagte ich. "Solltet nicht gerade ihr in Furcht vor Gott leben? Doch so macht ihr uns zum Gespött für unsere Feinde!  
10 Auch ich und meine Brüder und meine Diener haben Geld und Getreide verliehen. Erlassen wir ihnen doch die Rückzahlung!  
11 Gebt ihnen ihre Felder, Weinberge, Olivenhaine und Häuser noch heute zurück! Erlasst ihnen auch alles, was sie euch an Geld, Korn, Wein und Öl noch schuldig sind."  
12 Sie erwiderten: "Gut, wir wollen alles zurückgeben und nichts mehr von ihnen fordern. Wir wollen alles tun, was du gesagt hast." Da rief ich die Priester und ließ die Gläubiger vor ihnen schwören, ihre Zusage wirklich zu halten.  
13 Außerdem schüttelte ich den Bausch meines Gewandes vor ihnen aus und erklärte: "Genauso soll Gott jeden, der diesen Schwur nicht hält, aus seinem Haus und Besitz herausschütteln. Ja, er selbst sei so ausgeschüttelt und geleert." Da rief die ganze Versammlung: "Amen!" und lobte Jahwe. Alle hielten sich an diese Abmachung.
14 Ich selbst habe vom Anfang meiner Statthalterschaft in Juda an zwölf Jahre lang, vom 20. bis zum 32. Regierungsjahr des Königs Artaxerxes, für mich und meine Brüder auf alle mir zustehenden Unterhaltskosten verzichtet.  
15 Frühere Statthalter hatten dem Volk schwere Lasten auferlegt und nicht nur Brot und Wein, sondern auch 40 Silberstücke pro Tag von ihnen genommen. Auch ihre Diener hatten willkürlich über das Volk geherrscht. Ich habe das nicht so gemacht, weil ich Gott fürchtete.  
16 Auch beim Bau der Mauer habe ich selbst Hand angelegt, und auch meine Leute haben mitgeholfen. Keiner von uns kaufte Land für sich selbst.  
17 An meinem Tisch speisten die 150 Vorsteher der Juden, dazu noch die Gäste von den umliegenden Völkern.  
18 Jeden Tag ließ ich ein Rind, sechs ausgesuchte Schafe und Geflügel zubereiten. Alle zehn Tage wurden die verschiedensten Weine in großer Menge angeliefert. Trotzdem habe ich auf die Unterhaltskosten, die mir als Statthalter zustanden, verzichtet, denn der Arbeitsdienst lastete schwer genug auf dem Volk.
19 "Denk an mich, mein Gott, und lass mir zugutekommen, was ich für dieses Volk getan habe!"

Anbetung
Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 

Beginn: 10:30 Uhr 
Wir freuen uns auf Dich!
 Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 
57290 Neunkirchen-Zentrum

 Sonntagszitat:

"Wenn der eine nicht will, 
können zwei nicht miteinander streiten."
(Arno Backhaus) 

"Er hebt uns empor zu seinem Herzen. 
Er trägt uns durch ein Meer von Schmerzen. 
Er rettet uns aus allem Streit. Gott sei gelobt in Ewigkeit
(Friedrich von Bodelschwingh) 


Wer sich mit Liebe wappnet, überwindet Zorn, 

Elend, Übermacht und Missgeschick. 

(Buonarriti Michelangelo)

"Wenn wir beten, bleiben die Umstände oft die gleichen, 

aber wir werden anders."

(Oswald Chambers)