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Sonntag, 22. April 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

Mit großer Sorge beobachte ich den Abbau des Sonntags, die Vernachlässigung eines Sondergeschenks, das der Herr uns gemacht hat, besonders in der westlichen Hemisphere. Erst im 4. Jahrhundert wurde der Sonntag unter Kaiser Konstantin zum arbeitsfreien Tag erklärt. Wer bis dahin seinen Glauben ernst nahm, leben wollte und die Gemeinschaft der Christen besuchte, tat das am Ende eines Arbeitstags. Kein Wunder, dass die Christen müde wurden und aus dem Fenster fielen, wenn die Predigt zu lang ausfiel. (vgl. Apostelgeschichte 20)  Ich fürchte, heute würde man eher wegen Müdigkeit den Gottesdienst am Abend ausfallen lassen.

Vielleicht hat Gott in seiner Weisheit dies kommen sehen und uns darum in Seiner Gnade seit vielen Jahrhunderten einen meist arbeitsfreien Sonntag geschenkt. Das ermöglicht uns Christen, am Sonntag ausgeruht zusammen zu kommen und uns zurüsten zu lassen, um die neue Woche siegreich und als Zeugen für Jesus zu verbringen.

Aber eine schleichende, gefährliche Rückwärtsbewegung hat begonnen. Nicht nur kämpft eine materialistische Welt für die Abschaffung der Sonntagsruhe zu Gunsten von Profit und Luxus. Eine vergnügungssüchtige Welt einverleibt sich den Sonntag in ihr Freizeitprogramm. Christen stecken mittendrin. Als Vorgesetzte, Angestellte oder Arbeiter müssen sie ihre Pflicht erfüllen – oder ihren Arbeitsplatz wechseln. Der sonntägliche Gottesdienstbesuch wird zunehmend zum Problem. Andererseits kämpfen sie gegen die Forderungen von Vereinen, Clubs und Verwandtschaft, Kompromisse im Glaubensleben einzugehen und den Sonntag immer mal wieder zur Verfügung zu stellen für soziale oder gesellschaftliche Aktivitäten.

Das Gleichnis der 7 Brüder veranschaulicht die Folgen. Sieben Brüdern lebten zusammen. Sechs arbeiteten und der siebte kümmerte sich um das Haus. Er hatte die Mahlzeiten bereitet und das Haus ordentlich und sauber, wenn seine Brüder am Abend nach Hause kamen. Aber die sechs anderen wollten, dass der siebte auch arbeiten sollte. Abends kamen alle nach Hause und fanden das Haus dunkel und ohne eine bereitete Mahlzeit. Da erkannten sie, wie dumm sie gewesen waren. Schnell kehrten sie zurück zu der alten Handhabung.
 
Sonntag ist der Tag unter den sieben, der Licht, Trost und Gutes für die anderen sechs Tage liefert. Wird der Sonntag seiner Funktion beraubt, werden die anderen Tage ihrer Segnungen beraubt. Soweit das Gleichnis.

Wir feiern Gottesdienst – und laden jeden herzlich ein!

 GOTTESDIENST: 10:30 Uhr
 im Bitzegarten!
Lieder - Gebet - Gottes Wort
Gemeinschaft
  anschließend Mittagessen (wer möchte)
 
Wir laden alle herzlich ein!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

Sonntagszitat:

„Ohne Sonntag gibt’s nur noch Werktage“ (anon.)

Samstag, 21. April 2018

Extreme

Extreme gibt es in vielerlei Hinsicht und mit mancherlei Bedeutung. Extreme können zum Beispiel Gegensätze an verschiedenen Endpunkten sein. Bei großer Kälte oder Hitze spricht man von Extremtemperaturen. Bei Sportlern, die unter schwierigsten Bedingungen bis an die Grenzen für Leib und Leben gehen sprechen wir von Extremsportlern. Bereits mehrmals in diesem Jahr wurde vor einer Extremwetterlage gewarnt, weil das Wetter sich nicht mehr im Normalbereich einordnen ließ.

Auch im geistlichen Bereich gibt es Extreme. Nicht nur, was Lehre und Leben angeht, sondern auch, was unseren seelischen Zustand angeht.

In 1 Korinther 15:19 lehrt Paulus über die Tatsache der Auferstehung und schreibt:

Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen,
so sind wir die elendesten unter allen Menschen!

Das ist das eine Extrem! Menschen ohne Hoffnung auf ein Leben in der Ewigkeit. Gäbe es solche Christen – und es mag sie (irgendwie) geben, dann sagt Paulus: Es sind Extreme, denn sie glauben an Jesus in diesem Leben ohne den Glauben an eine Ewigkeit mit Ihm. Das macht sie zu den elendsten Menschen auf Erden. Immerhin nehmen wir unser Kreuz auf uns und folgen Jesus nach. Immerhin sind wir bereit, mit Ihm „hinauszugehen ... und die Verachtung mitzutragen, die Jesus getroffen hat“ (nach Hebräer 13:13). Wir sind bereit, mit und für Jesus zu leben, weil Er uns erkauft hat für Zeit und Ewigkeit. Christen, die nicht an die Ewigkeit glauben, sind wie die Sadduzäer zur Zeit Jesu: Religiös, aber ohne die lebendige Hoffnung auf eine herrliche Ewigkeit. Das macht solche Menschen zu den elendsten auf Erden!

Demgegenüber stehen die anderen Extremen. In Psalm 84:6 heißt es:

Glücklich sind die Menschen, die in dir ihre Stärke finden
und von Herzen dir nachfolgen.

Nicht Elend, sondern Glück. Dass dieses Glück durch Gott und den Glauben an Jesus alles mögliche Glück dieser Welt übersteigt, zeigen Verse wie Psalm 65:10, wo es heißt:

Der Strom Gottes hat Wasser in Fülle.

Jesus spricht von diesem Wasser in Johannes 4:14, 6:35 und 10:10:

Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde,
den wird in Ewigkeit nicht dürsten,
sondern das Wasser, das ich ihm geben werde,
wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden,
das bis ins ewige Leben quillt.
Wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es im Überfluss haben.

Das hört sich wie ein Extrem des Glücks an. So, wie ein Glaube, der das ewige Leben durch Jesus ausschließt, Menschen zu den elendsten Menschen macht, so macht der Glaube an Jesus, der die Zuversicht der Ewigkeit einschließt, uns zu den glücklichsten Menschen.

Als Jesusjünger haben wir ein ungeheures Privileg. Schlussendlich sind wir die glücklichsten, reichsten und beschenktesten Menschen, die auf dem Erdboden rumlaufen. Nicht immer ist uns unser Glück bewusst. Nicht immer machen wir von Gottes Segen Gebrauch, den Er uns schenkt und der uns zur Verfügung steht. Aber grundsätzlich haben wir jeden Grund zur Freude.

Und die wird uns immer dann bewusst, wenn wir unsere Augen auf Jesus richten, in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.

Richte den Blick nur auf Jesus!
Schau voll in Sein Antlitz hinein!
Und die Dinge der Welt werden seltsam trüb
Und im Licht Seiner Herrlichkeit klein!

... und das macht Dich wiederum zu einem glücklichen Menschen.

Morgen feiern wir den, der uns glücklich macht: Jesus Christus. Und dazu laden wir Dich herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn 10:30 Uhr
HERZLICH WILLKOMMEN!

Freitag, 20. April 2018

Menschen, die mit sich selbst reden ...

Ja, es gibt sie: Menschen, die mit sich selbst reden. Es sieht komisch aus, wenn man sie sieht. Die Lippen bewegen sich, vielleicht gestikulieren sie auch noch mit ihren Händen. Am amüsantesten wird’s aber, wenn man auch noch Wortfetzen ihres Gemurmels aufschnappen kann.

Warum reden Menschen mit sich selbst? Da gibt es verschiedene Gründe. Die einen können dabei intensiver nachdenken, anderen hilft es bei der Konzentration, und wieder andere haben tatsächlich ... na ja ... ein Problem. Am letzten Männerabend aber wurden wir sogar ermutigt, zu uns selbst zu reden. Und der Gedanke scheint logisch und ist biblisch.

Stefan lehrte durch Psalm 16. Ein Psalm mit 11 nachdenkenswerten Versen. Ich denke, es war Vers 11, der besondere Aufmerksamkeit fand – zumindest bei mir. Dort heißt es:

Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen;
vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle,
liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!

Das sind 3 herrliche Tatsachen, die David hier zu Gott betet. Na ja, es ging ihm auch recht gut, den 11 Versen nach zu urteilen. Das war aber nicht immer so. David kannte auch die  Regentage des Lebens – und die anderen Psalmschreiber mit ihm. Manchmal fällt es in solchen Tagen sogar schwer, zu beten. Mein Bibelschullehrer für das Buch der Psalmen belehrte uns: Wenn Du deprimiert bis, lies Psalm 42. Wenn Du sehr deprimiert bist, lies Psalm 42+43.

Der Psalmist geht durch eine Zeit der Niedergeschlagenheit. Wir alle kennen solche Zeiten in unserem Leben. Und was tut er? Er redet mit sich selbst! Oh-oh! Was sollen die Leute denken? Reif für die Insel! ... Oder schlimmer? Hier die drei Verse:

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken
für die Rettung, die von seinem Angesicht kommt! (Ps 42:6)

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken,
dass er meine Rettung und mein Gott ist! (Ps 42:12)

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken,
dass er meine Rettung und mein Gott ist! (Ps 43:5)

Nein, es ist kein „Durchdrehen aus Verzweiflung“. Der Psalmist ermahnt oder ermutigt seine Seele, auf Gott zu harren. Er weiß, dass Rettung von Gottes Angesicht kommt. Vielleicht ist er allein ... vielleicht erdrückt ihn die Stille. Und so entscheidet er sich, sich selbst die Wahrheit des Wortes Gottes und die Wahrheit über Gott zuzusprechen.

Die Aufforderung des Männerabends an mich war: Rede mit Dir selbst! Sprich Deiner Seele das Wort Gottes zu – nicht symbolisch, sondern ganz real. Zugegeben: es ist gewöhnungsbedürftig. Aber wenn wir das Resultat in Psalm 42 und 43 vergleichen, müssen wir sagen, dass der Psalmist Erfolg hat: von Rettung, die kommt (zukünftig) zu Rettung, die ist (gegenwärtig). Was für ein Riesenschritt.

Verbunden war dieser Gedanke mit Psalm 16:11:

Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen;
vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle,
liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!
 
Wäre das nicht eine gute Wahrheit für Dich, die Du heute Deiner Seele zurufen kannst:

Gott wird mir den Weg des Lebens zeigen;
vor Seinem Angesicht sind Freuden in Fülle,
liebliches Wesen zu Seiner Rechten ewiglich!

Donnerstag, 19. April 2018

Wenn man nicht mal mehr beten kann ...

Ich saß ich am Bett einer Seniorin, einer gläubigen Frau. Sie war krank, vielleicht lebensbedrohlich krank; ohne Kraft, aufzustehen, ohne Kraft für irgendetwas. Gemeinsam mit ihrem Mann meisterte sie die Seniorenjahre. Jetzt war ihr Ehepartner gebrechlich und auf ihre Hilfe angewiesen. Sie hatte Angst. Pure Angst. Nicht Angst vor dem Sterben. Das war – aus der Kraftlosigkeit geboren – fast ihr Wunsch. Nein, es war die Angst, ihrem hilflosen Ehemann nicht helfen zu können und ihn im Todesfall zurücklassen zu müssen. Und so saß ich am Bett, fischte nach Worten und versuchte, ein offenes Ohr zu haben, wenn die Seniorin versuchte, etwas zu sagen. Irgendwann brach sie in Weinen aus und meinte: „Ich kann nicht mehr! Ich kann nicht mehr die Bibel lesen (das hätte ich in ihrem Zustand auch nicht mehr gekonnt) und ich kann auch nicht mehr beten. Ich bin ohne jede Kraft. Bete Du!“ 

Diese Seniorin ist nicht die Einzige, die durch Täler geht, zu dunkel, um den Weg zu sehen. Sie ist nicht die Einzige, die durch Zeiten geht, in denen die Worte zum Gebet fehlen und das lebendige Wort Gottes nicht mehr als Druckerschwärze zu sein scheint. Erleichternd ist die Tatsache, dass Gott unsere Empfindungen kennt und versteht. In der Schrift heißt es in Hebräer 4:15: 

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, 
der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, 
sondern einen, der in allem versucht worden ist
in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.“ 
 
Jesus versteht uns! Er leidet mit uns. Er nimmt uns nicht alles ab, was Er uns abnehmen könnte. Aber er ist bei uns, trägt uns, erträgt uns und liebt uns ungebrochen!
 
Wichtig wurden mir in diesem Zusammenhang 2 Verse. In meiner Stillen Zeit las ich kürzlich in 2. Samuel. Hier wird von dem sehr alten Barsillai geschrieben, der David entgegenkam, als dieser nach seiner Flucht wieder in Jerusalem einzog. Barsillai hatte für den König gearbeitet und war ihm treu geblieben. Jetzt wollte David ihm Gutes tun und lud ihn ein, mit ihm an den königlichen Hof zu kommen. Barsillai will aber lieber seinen Lebensabend in seinem vertrauten Heimatort verbringen und antwortet David:  (2. Samuel 19:37+40) 
 
Dein Knecht würde nur auf kurze Zeit 
mit dem König über den Jordan gehen; ...
Und als das ganze Volk den Jordan überschritten hatte, 
ging der König auch hinüber;
und der König küßte den Barsillai und segnete ihn.
Darauf kehrte dieser wieder an seinen Ort zurück.  
 
Eigentlich unauffällige Worte. Der Gedanke, der mir beim Lesen der Verse durch den Kopf ging, war dieser: Manchmal ist es einfach genug, ein Stück Wegs an der Seite des Herrn zu gehen. Nicht die fetten Speisen am Königshof, nicht die Ehre, ständig einer der engsten Freunde zu sein - einfach still auf dem Weg des Königs neben dem König herzugehen. Manchmal brauchen wir nicht mehr zu tun, manchmal können wir gar nicht mehr tun. Aber das Ende davon, dass wir still neben Ihm hergehen ist, dass ER uns am Ende küsst und segnet.
 
Halte Dich fest an der Tatsache, dass Jesus Dich versteht, dass Er im Tal des Todesschattens bei Dir bleibt und dass es manchmal reicht, einfach ein Stück unseres Weges neben Ihm her zu gehen. Am Ende steht Sein Kuss und Sein Segen.
 
Der Herr segne Dich!

Mittwoch, 18. April 2018

((UN)ZUFRIEDEN?

"Sind Sie zufrieden, sagen Sie es anderen -
sind Sie es nicht, sagen Sie es uns!"

Der Satz ist in verschiedenen Variationen bekannt. Netter Werbespruch. Der Kunde soll zufrieden sein und dann Werbung machen fürs Geschäft. Zufriedenheit ist ein hohes Gut. So wie Gesundheit und Sicherheit. Aber an Zufriedenheit ist gar nicht so leicht ran zu kommen. Es braucht nicht viel, um unzufrieden zu sein. Manchmal sind es Tatsachen, die uns unmittelbar gar nicht betreffen - und doch machen sie uns unzufrieden. Der Schreiber des 73. Psalms schreibt: (Zusammenfassung aus den Versen 2-12)

"Ich wäre fast ich gestrauchelt, leicht hätte ich einen Fehltritt getan! Denn ich beneidete die Übermütigen, sah das Wohlergehen der Gottlosen. Sie leiden keine Qual, und ihr Leib ist wohlgenährt. Sie leben nicht in der Not der Sterblichen und sind nicht geplagt wie andere Menschen. Das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut, und sie werden reich!"

Nicht, dass es dem Psalmisten dreckig ging. Nur kam er nicht mit seinen Überlegungen zurecht, störte sich am momentanen Wohlergehen anderer. Das machte ihn unzufrieden. Hätte man ihm gesagt: "Freund, du bist im Leben unzufrieden, weil du nicht zufrieden bist in Gott!" dann hätte er vielleicht mit einigen unserer Zeitgenossen verneint und geantwortet: "Doch, in Gott bin ich schon zufrieden, aber nicht im Leben."  Wir trennen halt gern Leib und Geist. Erst weiteres Nachdenken bringt Zufriedenheit zurück in das Herz des Psalmisten. In den Versen 25,26 und 28 heißt es:

"Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich; ich habe Gott, den Herrn, zu meiner Zuflucht gemacht, um alle deine Werke zu verkünden."

Er hatte verstanden, dass Zufriedenheit nicht abhängt ist vom äußeren Umständen, nicht von Gesundheit, nicht von Wohlstand, Popularität, Selbstverwirklichung oder sonst etwas. Sonst dürfte es unter den Erfolgreichen und Großen dieser Welt ja keine Unzufriedenen geben. Zufriedenheit fließt vielmehr aus der Gegenwart Gottes. Zufriedenheit ist Bestandteil des lebendigen Wassers, das Jesus denen umsonst gibt, die zu ihm kommen. Zufriedenheit kommt, wenn wir uns sättigen an der Person Jesu. Alles andere tritt dann in den Hintergrund.

Richte den Blick nur auf Jesus, schau voll in Sein Antlitz hinein
Und die Dinge der Welt werden seltsam trüb
Und im Licht Seiner Herrlichkeit klein!

Für diesen Tag wünsche ich Dir, dass alle etwaige Unzufriedenheit in Dir dadurch verschwindet, dass Du in Jesus alles findest, was Du brauchst! Versuch mal dies: 

"Bist Du zufrieden, sag's anderen - bist Du's nicht, sag's Jesus!"

Dienstag, 17. April 2018

Gebet im Buch Sacharja

Der Prophet Sacharja war ein Zeitgenosse des Propheten Haggai. Beide klagten die Missstände im Volk Israel an, das zwar aus der babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrt war, aber kein Gott-zentriertes Leben führte. Dabei ist es Sacharja ein Anliegen, Israel darauf aufmerksam zu machen, dass ihr Messias-König, der verheißene Retter, im Kommen begriffen ist. Sacharja gibt eine ganze Reihe Prophezeiungen über das Kommen des Messias, von denen aber einige erst im Licht des Neuen Testaments zeitlich eingeordnet werden können.

Die folgenden Verse beschreiben die Zeit des Endes, sind also noch zukünftig. Da heißt es:

„Die Bewohner einer Stadt werden zu denen einer anderen kommen und sagen: »Lasst uns hingehen, um den Herrn anzuflehen und den Herrn der Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen!« So werden große Völker und mächtige Nationen kommen, um den Herrn der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und den Herrn anzuflehen.“ (Sach. 8:21+22)

„Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen.“ (Sach. 12:10) 

Obwohl diese Verse eine zukünftige Zeit beschreiben, ermutigen sie uns heute schon. Sie zeigen, dass es Gebet immer geben wird, dass sogar Gottes Volk, das Jesus als Messias bis jetzt ablehnt, einmal zu Ihm beten und wegen Ihm Leid tragen wird. Aber - diese Gebetsbewegung ist noch zukünftig. 
Wir mögen klagen über die Gebetslosigkeit unserer Zeit, die Gebetslosigkeit unserer Gemeinden oder auch die Gebetslosigkeit in unserm eigenen Leben. Lasst uns nicht nur klagen – lasst es uns ändern – lasst uns beten! Gebet wird es immer geben! Gott wird immer Gebet hören und wird immer Gebet erhören. Die Zeit wird kommen, in der die Menschen danach hungern werden, Beten zu lernen.

Sacharja 12:10 spricht von einem Ausgießen des Geistes des Gebets! Der Heilige Geist ist ewig, lebt ewig und möchte das Gebet zu jeder Zeit der Kirchengeschichte anfeuern. Und wo immer sich Menschen haben entzünden lassen, da entstanden Erweckungen oder Zustände, die Erweckungen ähnelten. In den letzten Tagen will Gott den Geist des Gebets über Sein Volk ausgießen. Lasst uns beten, dass Er den Geist des Gebets in diesen Tagen ausgießt über uns Christen, unsere Gemeinden und vor allem über unser persönliches Leben. Wir haben es  nötig!

Sacharja 10:1 bezieht sich nicht so ausschließlich und so deutlich auf die Tage des Endes wie z.B. Sacharja 12:10. In Kapitel 10:1 heißt es:

„Erbittet vom Herrn Regen zur Zeit des Spätregens! Der Herr macht Blitze und wird euch Regengüsse geben, jedem das Gewächs auf dem Feld!“


Viele vergleichen den Spätregen mit einer Ausgießung des Heiligen Geistes. In diesem Fall würde das bedeutet:
  1. einen Aufruf, überhaupt mal zu beten!
  2. ein konkretes Anliegen, um das wir beten dürfen!
  3. den Geist des Gebets, um den wir beten sollen!
Warum machen wir dieses Anliegen aus dem Buch Sacharja – eine Ausießung des Geistes des Gebets – nicht zu einem Anliegen, das wir in Zukunft viel öfter vor Gottes Thron bringen?!

Montag, 16. April 2018

HEUTE! Nicht verpassen, MÄNNER!

CCFG Männerabend - 19:30 Uhr
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Ärztezentrum)
Andacht - anbetung - Abendessen
HERZLICH WILLKOMMEN!

Immer was zu meckern ...

Die Geschichte erzählt von einer alten Witwe, die von der finanziellen Unterstützung ihrer beiden Söhne abhängig war. Der Ältere war ein Schirmverkäufer. Der erste Gang der Witwe jeden Morgen war der Gang zum Fenster um zu schauen, ob die Sonne schien oder ob es regnete. War es bewölkt, wurde ihr wohl ums Herz, denn die Chancen standen gut, dass es regnen – und ihr Sohn einige Schirme würde verkaufen können. Schien aber die Sonne, ging es ihr ganz schlecht, denn Regenschirme wurden an solchen Tagen nicht verkauft. 

Der jüngere Sohn der Frau verkaufte Tischventilatoren. Jeder Morgen, der Regen verhieß, deprimierte die Frau, denn ohne Sonne und Wärme würde ihr Sohn kaum Ventilatoren verkaufen können. 

Egal wie das Wetter war, die Frau hatte immer einen Grund, sich zu grämen.

Während sie sich an einem Tag in Gegenwart eines Freundes selbst bemitleidete, erwähnte ihr Gegenüber: “Lass den Kopf doch nicht so hängen. Wenn die Sonne scheint, kaufen die Leute Tischventilatoren. Wenn es regnet, kaufen sie Schirme. Daran muss sich gar nichts ändern. Alles was sich ändern muss, ist Deine Einstellung. Du kannst ja gar nicht verlieren!” Als ihr diese einfachen Gedanken bewußt wurden, lebte sie glücklich bis an ihr Lebensende. 

Spätestens der letzte Satz hat uns klar gemacht, dass es sich um eine erfunden (und dennoch sinnvolle) Geschichte handelt. – Nicht erfunden, sondern erforscht ist die Tatsache, dass Gewinner einer Bronzemedallie in der Regel glücklicher sind als Gewinner einer Silbermedallie. Warum? Gewinner einer Bronzemedallie freuen sich darüber, überhaupt eine Medallie gewonnen zu haben. Gewinner einer Silbermedallie dagegen können in der Regel nicht begreifen, wie nah sie der Goldmedallie gekommen sind.
Es ist eine Sache der Perspektive, der inneren Einstellung. 
 
Die Bibel fordert uns auf, dankbar zu sein! In allem und für alles.
 
Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes 
in Christus Jesus für euch. (1 Thessalonicher 5:18)
 
Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank 
im Namen unseres Herrn Jesus Christus! (Epheser 5:20) 
 
Das ist eine Größenordnung, an die die meisten Menschen nicht gewöhnt sind. Es fällt uns soviel leichter, zu murren, zu meckern, uns zu grämen und uns selbst zu bemitleiden. Beispiel: Wie schnell komme ich in Gefahr, über Aspekte unseres Gesundheitssystem zu klagen! Aber immer nur so lange, bis mir mein kranker Freund auf den Philippinen einfällt, der nur einen Bruchteil der Hilfe erhält, die ich hier erhalte.  Wie oft schimpfe ich über Politik ... bis mir bewußt wird, dass der Großteil der Welt mit wesentlich weniger Freiheiten und Rechten lebt als ich.
 
Die Erinnerung an diese Tatsachen macht kein Übel kleiner, aber meine Dankbarkeit größer und verschiebt die Perspektive ein wenig: weg von mir, mein und mich – hin zu wir und uns. Mir wird bewußt, dass nicht ich der Mittelpunkt bin, um den sich alles drehen und dem alles gefallen muss. Das höchste Gebot ist, GOTT zu lieben und aus dieser Verbindung heraus, in Seiner Liebe, meinen Nächsten zu lieben wie mich selbst. Ein Leben auf dieser Schiene hat eine ganz andere Perspektive. Mit dieser Perspektive kann ich dankbar sein, in allem und für alles, für den Regen und die Sonne, für eine Silbermedallie und selbst für den Trostpreis. Lass Gottes Liebe und Güte zu Dir zu Deiner Perspektive werden, sage Ihm Dank in und für alles – und erfahre Licht statt Dunkelheit, Zufriedenheit statt Mürrigkeit.

Sonntag, 15. April 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute
Apostelgeschichte 5:1-16

1 Auch ein Mann namens Hananias verkaufte mit seiner Frau Saphira ein Grundstück.
2 Mit ihrem Wissen schaffte er einen Teil des Erlöses beiseite. Den Rest legte er als Gesamterlös vor die Apostel hin.
3 Doch Petrus sagte zu ihm: "Warum hat der Satan dein Herz erfüllt? Warum hast du den Heiligen Geist belogen und etwas von der Einnahme für euer Grundstück beiseitegeschafft?
4 Du hättest es doch behalten können. Und selbst nach dem Verkauf stand das Geld zu deiner freien Verfügung. Warum hast du dich nur auf so etwas eingelassen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott."
5 Bei diesen Worten brach Hananias zusammen und starb. Ein tiefes Erschrecken erfasste alle, die davon hörten.  
6 Die jungen Männer, die in der Versammlung waren, wickelten den Toten in ein Tuch, trugen ihn hinaus und begruben ihn.
7 Etwa drei Stunden später kam seine Frau Saphira völlig ahnungslos herein.
8 "Sag mir", fragte Petrus sie, "habt ihr das Grundstück für diesen Betrag hier verkauft?" – "Ja", erwiderte sie, "das ist der Betrag."
9 Da sagte Petrus: "Warum habt ihr euch nur verabredet, den Geist des Herrn zu versuchen? – Hörst du die Schritte? Die, die deinen Mann begraben haben, stehen schon vor der Tür und werden auch dich hinaustragen."
10 Im selben Augenblick brach Saphira zusammen und starb. Als die jungen Männer hereinkamen, sahen sie ihren Leichnam auf dem Boden vor Petrus liegen. Sie trugen auch sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann.
11 Ein tiefes Erschrecken erfasste die ganze Gemeinde und alle, die davon hörten.
12 Durch die Apostel geschahen unter dem Volk eine Menge erstaunlicher Zeichen und Wunder. Die Gläubigen waren eines Sinnes und trafen sich regelmäßig in der Säulenhalle, die man Salomohalle nannte.
13 Das Volk sprach voller Hochachtung von ihnen, aber niemand wagte, ihnen zu nahe zu treten.
14 Trotzdem kamen immer mehr Menschen, die an den Herrn glaubten, dazu, Scharen von Männern und Frauen.
15 Es kam so weit, dass die Leute Kranke auf die Straßen brachten und dort auf Betten und Matten legten. Sie hofften, dass wenigstens der Schatten von Petrus auf einen von ihnen fallen würde.
16 Selbst aus der Umgebung von Jerusalem strömten die Leute zusammen. Sie brachten Kranke und von bösen Geistern Geplagte herbei, die dann alle geheilt wurden.
 
Anbetung
Predigt
Abendmahl
(parallel Kindergottesdienst) 
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 
57290 Neunkirchen-Zentrum 


HERZLICH WILLKOMMEN!
Wir freuen uns auf Dich!
Sonntagszitat:

Heuchelei ist ein geistliches Krebsgeschwür, 
das Leben und Dienst zugrunde richten kann.
(John F. MacArthur)
Wenn wir über eine Sünde, nachdem wir Vergebung erfahren haben, 
noch lange grübeln, rauben wir Jesus und uns selbst viel Freude.
(Corrie ten Boom)

Samstag, 14. April 2018

Der Kampf um Jesus

Es ist schon interessant was säkulare und – leider auch – pseudochristliche Quellen in den letzten Wochen so alles über Jesus von sich gegeben haben. Systematisch soll der christliche Glaube lächerlich gemacht werden, indem scheinwissenschaftliche Aussagen gemacht werden und mit Titeln und Thesen um sich geworfen wird.

Ein Artikel auf „web.de“ warb vor wenigen Tagen mit der Überschrift: „Geburt in Bethlehem ist ein Märchen“. Umrahmt von außerbiblischen Mythen wurde behauptet, Jesus sei nicht in Bethlehem geboren worden. Volkszählung, Stall in Bethlehem, Hirten und Könige aus dem Osten habe es nie gegeben. Um das Ganze logischer zu machen wurde darauf hingewiesen, dass Herodes, unter dessen Herrschaft Jesu geboren wurde, schon im Jahre 4 vor Christus gestorben sei.

Antwort: Christen behaupten nicht, dass Jesus im Jahr „0“ geboren wurde. Erst der römische Mönch Dionysius Exiguus im 5 Jahrhundert datierte die Geburt Jesu und begann die „christliche Zeitrechnung“. Die Zeitrechnung ist nicht inspiriert, wohl aber die anderen Aussagen, die angezweifelt werden. Alles in einem Atemzug zu nennen, ist irreführend und den Glauben untergrabend.

Auch der Tod Jesu wurde in diesen Tagen massiv angegriffen. Im selben Artikel wird die gewagte These des Religionslehrers Holger Kersten zitiert. Seine Überlegungen gehen dahin, dass Jesus lebend vom Kreuz abgenommen – und in einem Grab gesundgepflegt wurde. Dann setzte er sich nach Indien ab und verstarb dort in hohem Alter. Als Begründung dieser These wird angeführt, dass der Todeskampf am Kreuz oft mehrere Tage dauerte, Jesus aber bereits nach Stunden tot war. Nicht erwähnt wird, dass andere die Folter VOR der Kreuzigung nicht mal überlebten und gar nicht mehr gekreuzigt wurden. Nicht erwähnt wird, dass Jesus nicht nur körperliche, sondern auch geistlich/seelische Qualen erlitt. Er nahm auf sich unsere Krankheiten und Sünden. Im selben Atemzug wird der Mythos des Turiner Grabtuches angezweifelt und (zu recht) verworfen.

Antwort: Evangelikale Christen gründen ihren Glauben auch nicht auf Fälschungen oder Reliquien wie das Turiner Grabtuch oder andere außerbiblischen Scheinbeweise. Für sie zählt allein das Wort Gottes als unbedingt zuverlässig. Dass aber biblische Fakten und außerbiblische Fälschungen in einem Artikel als Mythos dargestellt werden, hat nur ein Ziel: den christlichen Glauben zu untergraben.

Schließlich muss auch die Auferstehung Jesu dran glauben. Ein scheinbarer „Insider“, ein Landesbischof der Nordelbischen Evangelisch-lutherischen Kirche veröffentlichte bereits vor 2 Jahren einen Artikel, in dem es heißt: „Jesus ist tot. Sein Leib verging wie jeder Menschenleib. Aber das, was ihm göttlich war, seine Sache und Haltung, seine Leidenschaft und sein Einsatz fürs wahre Leben, das lebt.“ Ostern bedeutet daher eine persönliche und gemeinsame Auferstehung „in das wahre, leibhaftige, mutige und göttliche Leben hinein!“

Antwort: Schlaumeier! Heute meinen die Betitelten und Philosophen ganz fest zu wissen, wie bestimmte Tiere vor angeblich 150 Millionen Jahren ausgesehen haben, wie sie sich anhörten und was sie zum Frühstück gegessen haben – und das zu einer Zeit, als es noch niemanden gab, der das aufschreiben konnte. 
Aber vor nur 2000 Jahren, als die Menschheit schon von intelligenten Geschichtsschreibern umgeben war, da haben verschiedene Schreiber, gläubige und ungläubige, dem Glauben nahe und dem Glauben ferne, unter ihnen mehrere Augenzeugen, die "am Tatort waren" ganz genau aufgeschrieben, wie das mit der Auferstehung Jesu war – aber DAS will man nicht glauben und stellt es heute, 2000 Jahre später, in Frage.

Lassen wir uns von niemandem unseren lebendigen Glauben madig machen. Niemand kann uns nehmen, was wir im Herzen wissen, was wir mit Jesus, dem lebendigen Sohn Gottes erlebt haben. Niemand kann uns die Schuld wieder aufbürden, die Jesus uns vergeben – oder das Leben nehmen, das Jesus uns geschenkt hat. 

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen,
die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden,
ist es eine Gotteskraft.
(1 Korinther 1:18)

Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen.
(Psalm 19:9)

Wir glauben an Jesus, von einer Jungfrau geboren in Bethlehem, auf Golgatha für unsere Sünden gestorben und am 3 Tag wieder von den Toten auferstanden. Er hat uns neues Leben geschenkt. Jeden Sonntagmorgen feiern wir Ihn. Wir laden ein, dabei zu sein, mit uns Gottesdienst zu feiern und es mit uns zu lernen, jeden Tag auf Ihn zu schauen und uns über Ihn zu freuen. 
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn 10:30 Uhr
HERZLICH WILLKOMMEN!

Freitag, 13. April 2018

Montag, 16. April 2018: Männerabend @ CCFG

Komm, und bring Deine Freunde mit!

Die Luft ist raus!

Das ist in der Regel eine schlimme, unwillkommene Aussage. Ob es sich um unser Auto handelt, um das Fahrrad, den Freiluftballon, den Schwimmreifen, die Sauerstoffflasche oder den Luftballon. Das kann sogar gefährlich werden. Wenn die Luft raus ist ... ... NICHT GUT! 

Morgens nach dem Frühgebet saßen wir zusammen beim Frühstück und unterhielten uns über die Lage der Gemeinden. Menschen kommen, Menschen gehen. Einige sind (positiv) neugierig und wollen einfach mal reinschauen. Prima! Aber sie kommen – und sie gehen auch wieder. Andere suchen etwas – viele ohne zu wissen, was sie suchen. Viele von ihnen kommen – Prima! ... und dann gehen sie auch wieder. Schade! Wieder andere bleiben ... und finden ... und freuen sich ... und sind begeistert ... und wachsen ... und brennen für Jesus ... und wachsen ... und wachsen etwas langsamer ... und noch langsamer ... und verlieren den Schwung ... und kommen in Spurrillen, die kein Wachstum mehr zulassen ... und laufen immer weiter ... und wissen, wie „man“ so lebt als Christ ... und wachsen gar nicht mehr ... und merken es nicht einmal – DIE LUFT IST RAUS! 

Als sie noch brannten, sangen sie Lieder auf der Straße (oder zu Hause oder bei Freunden – aber sie sangen Lieder!), präsentierten stolz ihren christlichen Anstecker und Aufkleber, freuten sich auf die nächste Gemeindestunde, was immer es war, sprachen über Jesus wie ihre Freunde über Sport oder das letzte Konzert und wurden erfüllt und getrieben vom Wind des Geistes Gottes. Und irgendwann gab es einen winzigen Piekser im Leben mit Jesus, eine kleine Nachlässigkeit, ein kleines Versäumnis. Nicht, dass es einen großen Knall gab und man platt war. Nein! Es ging schleichend. Man praktizierte vieles weiter, was man mittlerweile praktizieren konnte – auch ohne den Geist. Und die Luft entwich. Der Heilige Geist wurde betrübt – und man merkte es kaum. 

Vergleicht man unser geistliches Leben in Westeuropa mit dem geistlichen Leben auf vielen Missionsfeldern, dann stellt man unweigerlich fest: Die Luft ist raus! 

Mein Wunsch wäre, dass alle, die diesen Eintrag lesen, mit Überzeugung sagen können: „Danke, Herr, dass bei mir die Luft noch nicht draußen ist! Danke, Herr, für die Fülle und den Wind Deines Geistes!“ Die Realität sieht anders aus! Wie sieht Dein (geistliches) Leben aus? Ist die Luft raus? Oder erfreust Du Dich der Kraft des Geistes Gottes, der das Feuer in Dir am Brennen hält?

Jesus möchte Dir das Feuer des Geistes erhalten – oder es ganz neu in Dir entfachen. Nichts liegt Jesus mehr am Herzen, nichts macht Ihm mehr Freude als Seine Kinder zurück zu holen zur ersten Liebe, sie mit Kraft aus der Höhe auszurüsten zum Dienst und sie vollmächtig im Segen zu gebrauchen. Jesus wartet! Gib Ihm den leeren Luftballon Deines Lebens und lass Ihn neu hineinblasen, lass Ihn Dich füllen mit Seinem Wind. Zurück zur ersten Liebe! (w)

Donnerstag, 12. April 2018

Zweierlei Maß

Immer wieder kann man von „Helden“ lesen, die für ihre Sache sterben. Nicht nur in Romanen, sondern auch in der Zeitung.

Wrestler sind Schaukämpfer, die für die Zuschauer – d.h., für deren Geld – wilde Kämpfe ausführen, deren Ergebnis schon vor dem Kampf festgelegt ist. Der frühere Europameister und heutige Trainer, Karsten Kretschmer, bezeichnet Wrestling als Hochleistungssport, der gefährlich und mit Risiko verbunden ist. 2015 starb der mexikanische Wrestling-Star, Pedro A. Ramirez, als der Tritt seines Gegners ihm das Genick brach. Den Sport gibt es immer noch.

Viele Journalisten leben ähnlich gefährlich. Für Geld, für ihren Ruf und ihre Ehre ziehen sie an die Fronten von Kriegsschauplätzen oder führen versteckte Interviews mit Terroristen und Mördern. Je dramatischer, desto besser. Kommen sie dabei ums Leben – wird geklagt, anderen die Schuld zugewiesen und sie werden gefeiert wie Helden, die sich für eine noble Sache geopfert haben. Dass diese noble Sache oft lediglich „Finanzen“ und vielleicht noch „Ruhm“ und „Nervenkitzel“ lautete, stört keinen.

Antropologen ziehen (angeblich) für das Wohl der Menschen in entlegenen Gebieten der Welt um unberührte Völker zu suchen und zu erforschen. Auch hier ist viel Geld, Verlangen nach Ruhm im Namen der Wissenschaft und Publicity im Spiel. Begeben sie sich in Gefahr und kommen sie um – für ihren Einsatz werden sie noch geehrt und gelobt.

Missionare sind Menschen, die sich ganzheitlich für das Wohl anderer Menschen und Völker einsetzen. Ihr Anliegen ist es, das geistliche, körperliche und seelische Wohl dieser Menschen zu fördern. Sie sind selbstlos, ohne finanzielle Vorteile und Boten des Friedens. Ihr Einsatz hat in aller Welt unzählige Menschen von Angst, Krankheiten und den Zivilisationsübeln der westlichen Welt befreit oder geschützt. Dafür setzen diese Missionare selbstlos ihre Gesundheit oder ihr Leben aufs Spiel. Kommen sie tatsächlich um, wird die Welt wild, weil diese Missionare in ihren Augen so unvorsichtig und unklug sind. Dann wird nicht nur ihr Handeln, sondern auch ihr Glaube und der Glaube aller, die sich mit ihrem Anliegen identifizieren, verurteilt und verrissen.

Das ist zweierlei Maß!

Aber damit müssen wir leben! Jesus sagt (1 Joh 3:13; Joh 15:18):

Verwundert euch nicht, meine Brüder,
wenn euch die Welt hasst! Wenn euch die Welt hasst, so wisst,
dass sie mich vor euch gehasst hat.

Licht schmerzt in Augen, die nur an Dunkelheit gewöhnt sind. Reine Motive klagen minderwertige Motive an – und das ganz ohne Worte.

Was also tun wir? Wie reagieren wir auf Angriffe, Spott, Verleumdungen und Verurteilungen, sogar für das, wofür andere gelobt werden? Wir stellen unsere Ohren auf Durchzug, wenn Menschen den Dienst für Jesus kleinreden oder kritisieren. Wir ermutigen alle, die verurteilt werden, weil sie, motiviert durch Liebe, Leib und Leben für die Sache Jesu und für das Wohl der Menschen opfern. Und wir stellen unsere Ohren nicht auf Durchzug, sondern hören genau hin, wenn Jesus uns zuruft (Johannes 15:20; Markus 10:21):

Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe:
Der Knecht ist nicht größer als sein Herr.
Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen;
Komm, nimm das Kreuz auf dich und folge mir nach!

Und weiter in Gottes Wort (Römer 14:8):

Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir,
so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben,
wir gehören dem Herrn.“

Zweierlei Maß? Das ist zu erwarten. Aber es lohnt sich um Jesu willen!

Mittwoch, 11. April 2018

Johannes

Nochmal der Jesusfilm (Wer gestern nicht gelesen hat, kann das ja noch nachholen). Ganz am Anfang der Lebensgeschichte Jesu taucht Johannes auf – Johannes der Täufer. Er ist ein Verwandter Jesu und ein kraftvolles Zeugnis für Ihn – Sein Herold. Herolde waren solche, die vor dem Besuch eines Königs dessen Kommen ankündigten, damit sich jeder Ort auf das königliche Kommen vorbereiten konnte. Schon bevor Jesus auf der Bildfläche erscheint, erscheint Johannes.

Machtvoll verkündigt er das Reich Gottes und ruft zur Buße auf. Er lädt alle ein, die bereit sind, ihm zuzuhören. Er tauft als Zeichen der Buße, er beantwortet Fragen und – als Jesus dann auftaucht um selbst getauft zu werden (nicht als Zeichen der Buße) – da ist Johannes beschämt und möchte sich eigentlich lieber von Jesus taufen lassen, anstatt Ihn zu taufen.

Johannes der Täufer war ein Mann, der von sich weg wies und auf Jesus hinwies. Und das mit gewaltigen Worten, voll von tiefer Erkenntnis. Johannes bezeugt:

Es kommt einer nach mir, der stärker ist als ich,
und ich bin nicht würdig, ihm gebückt seinen Schuhriemen zu lösen.
(Markus 1:7)
Siehe, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt!
(Johannes 1:29)
Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
(Johannes 3:30)

Johannes der Täufer klagte Sünde an. Nicht nur gegenüber Geringeren als er selbst. Nicht nur gegenüber denen, die ihm nichts anhaben konnten. Er nahm kein Blatt vor den Mund, als Herodes seinem Bruder die Frau ausspannte und in einer ehebrecherischen Beziehung mit ihr lebte. Das widerrief er auch nicht, als er dafür in den Knast musste – und dort schließlich um seines Glaubens willen geköpft wurde.

Johannes der Täufer ist ein Vorbild für Nachfolge und Hingabe. Was aber beim Anschauen des Films meine Aufmerksamkeit gefangen nahm, war die Szene eines verzweifelten, zweifelnden Johannes im Gefängnis. Sein Glaube wurde geprüft. Sein Glaube wurde angefochten. Bei all dem gewaltigen Gotterleben der Vergangenheit, bei allen Worten, die er mit felsenfester Überzeugung gepredigt hatte, bei aller Frucht, die Gott durch diesen Mann gewirkt hatte, beschreibt die Bibel auch die Stunden, in denen sein Glaube schwankte und sein Mut verging – so sehr, dass er seine Jünger zu Jesus sandte mit der Frage, ob Er wirklich der verheißene Messias sei, oder ob sie weiter auf einen anderen warten sollten. Welche Seelenschmerzen muss Johannes durchlebt haben. Fragte er sich vielleicht, warum der, den er für den Messias hielt, ihn nicht aus dem Gefängnis befreite. Tiefste Hoffnungslosigkeit!

Aber wie Jesus mit diesem Gotteskämpfer umgeht ist einfach nur göttlich barmherzig. Kein Tadel, kein Kopfschütteln, sondern volles Verständnis und eine klare Antwort (Lukas 7:22+23):

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Geht hin und berichtet dem Johannes, 
was ihr gesehen und gehört habt:
Blinde werden sehend, Lahme gehen,
Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt,
Armen wird das Evangelium verkündigt.
Und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir!

Und später (Lukas 7:28) erklärt er dem Volk:

Unter denen, die von Frauen geboren sind,
gibt es keinen größeren Propheten als Johannes den Täufer;
doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er.

Wenn aber dieser Johannes der Täufer, dieser Mann Gottes, schwach, verzweifelt und zweifelnd sein durfte, wenn Gott ihm diese Anfechtung zu ließ, um ihn zu segnen, dann wird es uns nicht anders gehen. Niemand muss sich seiner Verzweiflung oder seiner Zweifel schämen. Wir dürfen sie zu Jesus bringen und durch Seine göttliche Barmherzigkeit und Seine Antworten Hilfe erfahren.

Der Herr segne alle, die zweifeln oder verzweifelt sind!

Herzlich laden wir auch zu unserem Jüngerschaftsabend ein, der jeden Mittwoch um 19:30 Uhr im Gemeinderaum beginnt. Während oder nachher ist auch immer die Gelegenheit zum Gespräch oder zum gemeinsamen Gebet.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn 19:30 Uhr
HERZLICH WILLKOMMEN!

Dienstag, 10. April 2018

Nie zu spät!

Kürzlich sah ich mir mit Freunden den JESUS Film an – übrigens der meistgesehene Film (mehrere Milliarden Menschen) und der meist übersetzte Film der Geschichte (1625 Sprachen) mit über 500 Millionen angegebenen Entscheidungen für Jesus. Wir schauten uns die Version in der Farsie Sprache an und ich verstand – außer „Isa Masih“ (Jesus Christus) kein einziges Wort. Trotzdem wurde ich durch die verfilmten Geschichten der Bibel ganz neu angesprochen und ermutigt.

Zuerst fiel mir im Vorspann des Films auf, wie Abraham erwählt wurde. Er hatte das Vorrecht, Gründungsvater des jüdischen Volkes zu werden. Er hatte auch das Vorrecht, sein Liebstes Gott opfern zu dürfen. Abraham sollte seinen Sohn Isaak, den Sohn der Verheißung, als Opfer Gott darbringen. Erst in buchstäblich letzter Sekunde gebot Gott ihm Einhalt. Für Gott war es ein Zeichen tiefster Liebe seitens Abraham. Für Abraham war es eine Glaubensprüfung, die sein ganzes Leben zeichnete. Was zu mir sprach war die Tatsache, dass Gott in letzter Sekunde einschritt. Nicht schon, als Abraham Tage zuvor alles vorbereitete. Nicht als er am Fuß des Opferberges Moriah die Knechte zurückließ und alleine mit Isaak weiterzog. Nein, erst als Abraham das Messer in der Hand hatte stoppte Gott die Aktion. Spät – für menschliche Beurteilung. Aber nicht zu spät! Gerade zur richtigen Zeit Gottes!

Dann zeigte der Film das Leben Jesu – von Geburt bis Himmelfahrt. Meine Gedanken wanderten zu Galater 4:4, wo es heißt:

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn,
geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,

Jesus Sendung kam nicht zu früh und nicht zu spät für diese Welt. Sie kam, als alles vorbereitet war. Menschen konnten das weder beurteilen noch entscheiden. Aber Gott kannte den perfekten Zeitpunkt für Jesu Menschwerdung, Sein Leben, Sterben und Auferstehen. Jahrtausende hatten die Menschen auf den Messias gewartet – jetzt kam Er, und Er kam nicht zu spät. Er kam zu Gottes perfektem Zeitpunkt.

Im Film wurde gezeigt, wie Jairus zu Jesus kam und durch die Menschenmenge zu Ihm schrie: „Herr, komm schnell, mein Kind liegt im Sterben.“ Dann kamen Jairus’ Knechte und sagten ihrem Herrn, dass es zu spät sei. Seine Tochter war tot. Aber Jesus kommt nie zu spät. Ähnlich erging es Jesu Freund Lazarus. Seine Schwestern hatten Jesus rufen lassen. „Komm schnell. Lazarus ist (tot)krank! Beide Male zögerte Jesus. Die erbetene Heilung fand beide Male nicht statt. Beide Male kam Jesus zu spät, um zu heilen. Tatsache ist: Er hatte Gewaltigeres vor. Er holte Jairus' Tochter und seinen Freund Lazarus aus dem Tod zurück. Die Verwandten mussten denken: „Jesus ist zu spät gekommen. Der Herr hat unser Rufen nicht erhört. Der Herr hört nicht, wenn wir Ihn am dringendsten brauchen!“ Falsch! Der Herr ist gerade da, wenn wir Ihn am dringendsten brauchen. Er lässt das „kleinere Geschenk“ liegen, um uns mit einem größeren zu überraschen. Jesus ist nie zu spät.

Gehen uns nicht oft ähnliche Gedanken durch den Kopf? Gedanken wie: Jesus hat uns nicht gehört … Er hat unsere Gebete nicht erhört … Jetzt gibt es nichts mehr zu erhören; es ist zu spät … Wir sind zu unwichtig für Ihn; unsere Anliegen interessieren Ihn nicht … 
Vielleicht sind es nicht genau diese Gedanken, aber ähnliche.

Die Bibel ist voll von Beispielen, die uns zeigen: Jesus kommt NIE zu spät. Gottes Uhren ticken anders und Seine Gedanken sind höher als unsere. Aber immer ist Er für uns da, hört uns und geht mit uns um nach seiner Barmherzigkeit!

Mehr über Jesus gibts morgen Abend an unserem Jüngerschaftsabend. Möchtest Du Jesus kennenlernen, Ihn besser kennenlernen, Ihm begegnen? Komm und lern Jesus mit uns besser kennen.

Calvary Chapel Freier Grund
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)

57290 Neunkirchen-Zentrum

Beginn: 19:30 Uhr
 HERZLICH WILLKOMMEN!
Wir freuen uns auf Dich!

Montag, 9. April 2018

Psalm 107 - Egal, was es ist!

Psalm 107 hat ein Muster. Immer wieder werden Verfehlungen oder Nöte des Volkes erwähnt, immer wieder wird zum Herrn geschrien und immer wieder hilft Er ihnen aus ihrer Not – egal, was es ist!

1 "Preist den Herrn, denn er ist gut!  Ja, seine Güte hört niemals auf!",
2 so sollen sagen die Erlösten des Herrns. Er hat sie aus der Gewalt ihrer Bedränger befreit,
3 aus fremden Ländern wieder heimgebracht, vom Osten und vom Westen her, vom Norden und vom Meer.
4 Sie irrten umher in wegloser Wüste, eine Stadt als Wohnort fanden sie nicht.
5 Von Hunger und Durst gequält, schwand ihr Lebenswille dahin.
6 Sie schrien zu dem Herrn in ihrer Not,  der rettete sie aus aller Bedrängnis.
7 Er brachte sie auf den richtigen Weg und führte sie zu einer bewohnbaren Stadt.
8 Sie sollen den Herrn loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut.
9 Denn er hat den Verdurstenden zu trinken gegeben,  den Hungernden gute Nahrung verschafft.
Diese Gruppe wurde bedrückt, waren fern ihrer Heimat. War es die irdische Heimat, der sie fern waren, wie heute so viele? War es die geistliche Heimat, nach der sie sich sehnten? Jedenfalls war ihr Leben ein Umherirren! Leib, Seele und Geist waren hungrig und durstig. Als sie zum Herrn schrien, brachte Er Erlösung. Sie fanden Heimat. Ihr Hunger wurde gestillt.

10 Die in Dunkelheit und Finsternis lebten, gefesselt in Elend und Eisen,
11 sie hatten den Worten Gottes getrotzt und den Rat des Höchsten verachtet.
12 Nun beugte er durch harte Schläge ihren Trotz, sie lagen am Boden und niemand half.
13 Sie schrien zu dem Herrn in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis,
14 führte sie aus dem tiefen Dunkel heraus und zerriss ihre Fesseln.
15 Sie sollen den Herrn loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut. 16 Denn er zerbrach die ehernen Tore, zerschlug die eisernen Riegel.
Die zweite Gruppe sitzt in Finsternis und Ketten. Wie viele sind das heute! Nicht nur die um ihrer Schuld willen Gebeugten. Wie viele sitzen in seelischer Finsternis, gekettet an Hoffnungslosigkeit und der quälenden Schwachheit, sich nicht mehr selbst aufrichten zu können. Nicht mal der nächste Schritt ist erkennbar. Als sie zum Herrn schrien, brachte Er Licht. Sie fanden wunderbare Befreiung durch Ihn.

17 Die dumm und trotzig aufbegehrten, brachten durch ihr Sündenleben nur Leid und Elend über sich.
18 Sie ekelten sich vor jeder Speise, sie standen direkt vor dem Tod.
19 Sie schrien zu dem Herrn in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis.
20 Er schickte sein Wort und heilte sie und bewahrte sie so vor dem Grab.
21 Sie sollen den Herrn loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut.
22 Sie sollen Dankopfer bringen, jubelnd erzählen von dem, was er tat.
Auch solche hat es immer gegeben, gibt es immer wieder und wird es immer wieder geben. Sie denken, es sei „Leben“, dabei ist es nur Sünde. Sie erwarten Freiheit und Freude und ernten Leid und Elend. Schließlich wird der Hunger nach mehr Leben zu Ekel vor dem Leben, und der Absturz steht kurz bevor. Doch dann: Als sie zum Herrn schrien, brachte Er wahres Leben, Heil und Heilung in Ihm.

23 Die das Meer mit Schiffen befahren, um in Übersee Handel zu treiben,
24 sie sahen die Werke des Herrns, seine Wunder auf hoher See;
25 wenn er sprach und einen Sturm bestellte, der die Wellen in die Höhe warf,
26 sodass sie gen Himmel stiegen und wieder in die Tiefen sanken und ihre Seele vor Angst verging.
27 Wie Betrunkene wankten und schwankten sie und waren mit ihrer Weisheit am Ende.
28 Sie schrien zu dem Herrn in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis
29 und brachte den Sturm zur Stille, und die Wellen beruhigten sich.
30 Sie freuten sich, dass es still geworden war und er sie in den ersehnten Hafen führte.
31 Sie sollen den Herrn loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut.
Nicht jede Not ist verschuldet durch persönliche Sünde. Manche Not bringt das Leben in einer gefallenen Welt. Andere Nöte sind Gott-gesandt, um uns mächtiges Gott-Erleben zu ermöglichen. Auch solche Nöte müssen nicht schweigend durchgestanden werden. Wer zum Herrn schreit in seiner Not, den wird der Herr zur Ruhe kommen lassen und in den „ersehnten Hafen" lotsen. Der Herr, unser Lotse!

32 In der Versammlung des Volkes sollen sie ihn rühmen, ihn loben im Ältestenrat!
33 Er machte Ströme zur Wüste und Wasserquellen zu dürrem Land.
34 Und wegen der Bosheit seiner Bewohner machte er fruchtbares Land zur salzigen Steppe.
35 Andererseits machte er Wüste zum Wasserteich, Wasserquellen sprudelten im trockenen Land.
36 Dort siedelte er die Hungernden an. Sie gründeten einen Wohnort,
37 bestellten die Felder und legten Weinberge an. Sie brachten reiche Ernten ein. Er segnete sie und sie vermehrten sich sehr, auch ihre Viehherden waren groß.
39 Dann wurden sie geringer an Zahl, bedrückt durch Unglück und Kummer.
40 Er goss Verachtung über Vornehme aus, ließ sie irren in wegloser Wüste.
41 Er holte die Armen aus dem Elend heraus, ihre Familien vermehrten sich sehr.
42 Die Anständigen sehen es und freuen sich, und aller Bosheit wird das Maul gestopft.
Loben sollen ihn alle diese Gruppen. Egal, was es ist – wir dürfen zu Ihm schreien und werden Seine Hilfe erfahren. Das Erfahren Seiner Hilfe soll dann allerdings bei allen, die zu Ihm gerufen und Seine Hilfe erfahren haben, etwas bewirken: Klares, lautes Gotteslob. So wie Er sich nicht geschämt hat, uns zu hören und zu helfen, so sollen wir uns nicht schämen, Ihm zu danken, Ihn zu loben und zu rühmen. Diese letzten Verse listen noch einmal einige der vielen Dinge, die Er für uns getan hat.

43 Wer weise ist, soll sich das merken und verstehen, wie reich die Gnade des Herrn ist.

Bist Du weise? Ich bitte den Herrn, mich weise zu machen! Egal, was es ist! Ich möchte mir das merken und (immer besser) verstehen!