.

Watch the JESUS Film in your language / Der JESUS Film in Deiner Sprache: HIER
Want to know Jesus personally? HERE / Du möchtest Jesus persönlich kennenlernen? HIER
Mehr über die CCFG (unsere Gemeinde) HIER
"Gehet-Hin!"-Mittwoch @ CCFG - 29. November: Philippinen
- 19:30 Uhr!
Übergemeindlicher Missionsabend mit Andreas Staigmiller (DMG).

Mittwoch, 22. November 2017

Vergebung

Manchmal steht an dieser Stelle ein Rückblick auf unsere Jüngerschaftstunde der Vorwoche. Letzte Woche ging es um Gebet. Gebet war aber bereits das Thema der gestrigen Andacht. Daher eine kurze Vorschau auf unser Thema heute Abend.

John MacArthur sagt: "Du bist Gott nie ähnlicher wie wenn Du vergibst." Vergebung ist göttlich. Bitterkeit und Vergeltung menschlich - oder schlimmer. Darüber wollen wir heute Abend gemeinsam nachdenken. Komm doch mal vorbei!

Als Vorgeschmack hier ein Zeugnis von Corrie ten Boom. Corrie ten Boom war eine holländische Christin, die mit ihrer Familie ins KZ musste. Ihre Schwester starb, Corrie lebte. Das Zeugnis ist relativ bekannt - und trotzdem äußerst zeitgemäß und immer wieder lesenswert. 

VERGEBUNG
 
München im Jahre 1947: Ernste Gesichter starren mir entgegen. Ich habe gerade in einer Kirche gepredigt und über meine Zeit im Konzentrationslager gesprochen. Jetzt ist alles vorbei. Die Menschen verlassen wortlos den Raum. Ein Mann kommt mir entgegen. Er arbeitet sich gegen die Menge zu mir nach vorne.
In diesem Moment sehe ich den Mantel, den braunen Filzhut, dann die blaue Uniform und ein Barett mit Totenschädel und gekreuzten Knochen. Ich sehe den grossen Raum, in dem wir uns nackt ausziehen mussten. Die Schuhe und die Kleider am Boden. Wir mussten nackt an ihm vorbeigehen. Ich erinnere mich an die Scham, ich erinnere mich an meine ausgemergelte Schwester, deren Rippen deutlich unter der pergamentartigen Haut hervortraten.

WIE WEIT REICHT VERGEBUNG

Wir waren ins KZ gekommen, weil wir Juden in unserem Haus versteckt hatten. Meine Schwester überlebte das Konzentrationslager nicht. Ich erinnerte mich an diesen Mann und an seine Jagdpeitsche, die in seinem Gürtel steckte. Jetzt stand ich zum ersten Mal einem meiner Häscher gegenüber. Mein Blut schien zu gefrieren. Er sagte: «Sie sprachen von Ravensbrück. Ich war Wächter dort.» Er fuhr fort: «Ich bin Christ geworden.» Er steckte mir seine Hand entgegen und fragte: «Werden Sie mir vergeben?»
Sekunden stand ich wie gelähmt vor diesem Mann, doch es kam mir vor als wären es Stunden. Ich kämpfte in meinem Inneren: Meine Schwester war schliesslich im Konzentrationslager Ravensbrück elend und langsam gestorben. Doch dann erinnerte ich mich an eine Bibelstelle: «Wenn ihr den Menschen ihre Sünden nicht vergebt, dann wird der himmlische Vater im Himmel auch euch nicht vergeben» (Matthäus 6,15).

VERGEBEN ODER INVALID BLEIBEN

Nach dem Krieg hatte ich ein Heim für Naziopfer eröffnet. Ich erlebte dort, dass die, die vergeben konnten, innerlich frei wurden, egal welche körperlichen Schäden sie hatten. Die, die an ihrer Bitterkeit festhielten, blieben jedoch Invaliden. Ich stand immer noch vor dem Mann. Kälte umklammerte mein Herz. Doch Vergebung ist kein Gefühl, sondern in erster Linie ein Akt des Willens. Ich betete und hob die Hand. Ich betete darum, dass Gott mir das Gefühl der Vergebung schenken möge. Mit einer mechanischen Bewegung legte ich meine Hand in die Hand, die sich mir entgegenstreckte.
Dann geschah etwas Unglaubliches! Ein heisser Strom entsprang in meiner Schulter. Er lief meinen Arm entlang und sprang über in unsere beiden Hände. Mein ganzes Sein wurde von dieser heilenden Wärme durchflutet. Ich hatte plötzlich Tränen in den Augen und konnte sagen:

«Ich vergebe dir! Ich vergebe dir von ganzem Herzen.»

Ein langer Augenblick folgte, in dem wir beide die Hand des anderen umschlossen, der frühere Wärter und die frühere Gefangene. Ich hatte Gottes Liebe noch nie so intensiv erlebt wie damals.
(aus: Corrie ten Boom / "Mit Gott durch dick und dünn")

Soweit die kleine Vorschau auf heute Abend. Das kann für jeden von uns ein erfischender, bestätigender oder auch heilsamer Abend werden. Komm, und bring Freunde mit!
Jüngerschaftstreffen (Biblstunde) @ CCFG
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 21. November 2017

Gebet im Hohenlied

Heute wird’s ganz gewagt ... für einige. Im Hohenlied ist es noch schwerer, ein Hinweis auf Gebet zu finden als im Buch Prediger oder im Buch Esther, denn Ausleger sind sich nicht einmal sicher, wie das Buch „Das Hohelied“ zu verstehen ist.  Manche verstehen es strickt und ausschließlich als Liebeslied Salomos an eine bürgerliche Schönheit. Das stimmt vermutlich zumindest zum Teil (aber nicht strickt und ausschließlich). Andere verstehen es als die Verbindung des Messias mit Seinem Volk Israel, wieder andere deuten es auf die Verbindung Jesu mit seiner Gemeinde und dann gibt es solche, diees als die Verbindung Jesu mit dem einzelnen Gläubigen erklären.

Viele Ausleger gehen grundsätzlich davon aus, dass es sich zunächst um ein Liebeslied Salomos handelt, dem aber – mit oder ohne Salomos Wissen – eine prophetische Komponente hinzugefügt wird.

Mein persönliches Verständnis beinhaltet die „Salomos Liebeslied“ Variante, in Verbindung mit einem prophetischen Hinweis auf Gottes Liebe zu Seiner Braut, mag das Israel oder die Gemeinde betreffen. Und auf dieser Grundlage gibt es nun doch einen herrlichen Vers im Hohenlied, der das Gebet beleuchtet und definiert.

„Zieh mich dir nach, lass uns eilen!
Der König möge mich in seine Gemächer führen!
Wir wollen jubeln und uns freuen an dir,
wollen deine Liebe preisen mehr als Wein!
Mit Recht liebt man dich.“
(Hohelied 1:4)

Abgesehen von Salomos buchstäblicher Variante bringt hier die Geliebte (die Braut des Herrn) zum Ausdruck: Ich möchte so schnell wie möglich mit meinem König zusammen sein. Ich möchte mich an Ihm erfreuen. Ich möchte Seine Liebe hochheben und preisen. Freude an Seiner Liebe ist nicht zu vergleichen mit der minderwertigen Freude durch Wein und andere irdische Freudemacher. Mein König hat das Recht, geliebt zu werden.

Ein neutestamentlich formuliertes Gebet auf der Grundlage dieses Verses könnte lauten:

Näher, mein Gott zu Dir, zieh mich näher zu Dir!
Mit Dir, König Jesus, im Allerheiligsten sein
das füllt meine Lippen mit Jubel und mein Herz mit Freude!
Deine Liebe ist Inhalt meines Lobpreises!
(Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.)
Du bist würdig all unserer Liebe!
(abgeleitet von Hohelied 1:4)

Und so kann uns selbst die von Gott geschaffene, reine Liebe einen Anlass geben, uns zu freuen und zu jubeln und – nicht zu vergessen – unseren Herrn zu preisen!

Das Hohelied erinnert uns, unserem König, der uns unendlich liebt, mit einem Herzen voller Freude zu begegnen. Ein Herz, das Ihm Lobpreis bringt, Ihm zuzujubelt und zum Ausdruck bringt: „Mit Recht liebt man Dich!“ – „König Jesus, Du bist unserer Liebe würdig!“

Nimm den heutigen Vers aus dem Hohenlied und mach ihn zu Deinem Gebet an König Jesus, der Dich liebt!

Montag, 20. November 2017

Männermontag! Komm vorbei, man(n)!

HEUTE, 19:30 Uhr
CCFG
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Austausch, Andacht, Anbetung, Abendessen

Tod

Wir Menschen haben dem Tod verschiedene Namen gegeben: Der Zerstörer, der letzte Feind, der Sensenmann und andere. Alle Namen beschreiben das Geheimnisvolle und Endgültige, das mit dem Tod verbunden ist. Wer beschäftigt sich schon gerne damit?

In der Bibel finden wir aber auch eine ganz andere Seite; eine Beschreibung, die trotz Trauer Hoffnung gibt. Der Apostel Paulus beschreibt das Leben als einen Menschen, der in einen Spiegel schaut. Gewiss, man konnte seine eigene Reflektion erkennen, aber das Spiegelbild blieb unklar und trübe.

Dann ein neuer Abschnitt: das Leben jenseits des trüben Spiegels. Die Unklarheiten sind verschwunden. Die Sicht ist klar. Paulus schreibt in 1 Korinther 13:12:

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild;
dann aber von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich stückweise;
dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.

Paulus kannte Jesus Christus viele Jahre und folgte ihm nach. Auf dieser Seite des Todes hatte auch Paulus nicht alle Antworten, aber als Nachfolger Jesu wusste er: ‚Auf der anderen Seite werde ich Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen. Alle Fragen werden beantwortet, alle Unklarheiten beseitigt sein.’ Menschen, die Jesus nachfolgen, werden Jesus sehen und Jesus selbst wird sie empfangen. Über diesen herrlichen Ort, jenseits des Todes heißt es in Offenbarung 21:

Und Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen,
und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer
noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein;
denn das Erste ist vergangen.“

Wenn Du am Ende Deines Lebens im Glauben an Jesus Deine Augen schließt und im Jenseits erwachst, brauchst Du keinen Tod zu fürchten. Am Ende des schmalen Weges wartet Jesus auf Dich!

Andererseits – wenn Dein Name nicht im Buch des Lebens gefunden wird, d.h., wenn Du Dein Leben nicht wirklich mit Jesus gelebt und Ihm Dein Herz nicht geöffnet hast, wenn Du Ihm nicht nachgefolgt bist, sondern Deine eigenen Wege gewählt und Entscheidungen getroffen hast, dann gilt dir diese Himmelsverheißung nicht. Dann hast Du Dein Leben nicht auf dem schmalen Weg gelebt, an dessen Ende Jesus Dich erwartet, sondern dann hast Du den breiten Weg gewählt, an dessen Ende – gemäß der Bibel – die Verdammnis steht.

Das aber muss nicht so bleiben. Gottes Wort lädt Dich ein! Jesus lädt Dich ein, die Wege zu wechseln. Leg Deine Sünden, leg die Führung Deines Lebens, leg alles, was in deiner Seele kaputt ist – in Jesu Hände. Sag Ihm, dass Du die Kapitänsbinde an Ihn abtrittst und ab jetzt im Vertrauen auf Ihn leben und Ihm nachfolgen möchtest.

Das wird einen Richtungswechsel in Deinem Leben bewirken, der dem Tod das Gift nimmt und das Herz mit Zuversicht füllt.

Sonntag, 19. November 2017

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Der Predigttext heute:
Nehemia 10:1-40 
10:1 "Und wegen all dem verpflichten wir uns nun schriftlich. Auf der gesiegelten Schrift sollen die Namen unserer Vorsteher, unserer Leviten und Priester stehen." 
2 Als Erster unterzeichnete der Statthalter Nehemia Ben-Hachalja. Dann kamen die Priester: Zidkija,
  
3-28: Seraja, Asarja, Jirmeja, 4 Paschhur, Amarja, Malkija, 5 Hattusch, Schebanja, Malluch, 6 Harim, Meremot, Obadja, 7 Daniel, Ginneton, Baruch, 8 Meschullam, Abija, Mijamin, 9 Maasja, Bilga und Schemaja.10 Dann unterschrieben die Leviten: Jeschua Ben-Asanja, Binnui aus der Sippe Henadad sowie Kadmiël, 11 ferner ihre Brüder Schebanja, Hodija, Kelita, Pelaja, Hanan, 12 Micha, Rehob, Haschabja, 13 Sakkur, Scherebja, Schebanja, 14 Hodija, Bani und Beninu. 15 Schließlich unterzeichneten die Vorsteher: Parosch, Pahat-Moab, Elam, Sattu, Bani, 16 Bunni, Asgad, Bebai, 17 Adonija, Bigwai, Adin, 18 Ater, Hiskija, Asur, 19 Hodija, Haschum, Bezai, 20 Harif, Anatot, Nebai, 21 Magpiasch, Meschullam, Hesir, 22 Meschesabel, Zadok, Jaddua, 23 Pelatja, Hanan, Anaja, 24 Hoschea, Hananja, Haschub, 25 Lohesch, Pilha, Schobek, 26 Rehum, Haschabna, Maaseja, 27 Ahija, Hanan, Anan, 28 Malluch, Harim und Baana.
29 Auch das übrige Volk schloss sich der Verpflichtung an: die restlichen Priester und Leviten, die Torwächter, Sänger und Tempelsklaven und alle, die sich von den nichtisraelitischen Völkern im Land getrennt hatten, um das Gesetz Gottes zu befolgen, dazu ihre Frauen, ihre Söhne und Töchter, alle, die es wissen und verstehen konnten.  
30 Zusammen mit ihren Vorstehern legten sie einen Eid ab, das Gesetz, das Gott uns durch Mose, seinen Diener, gegeben hat, und alle Gebote, Vorschriften und Anweisungen Jahwes, unseres Herrn, zu befolgen.
31 "Wir verpflichten uns, unsere Töchter nicht in fremde Volksgruppen im Land zu verheiraten und von ihnen keine Frauen für unsere Söhne zu nehmen.  
32 Und wenn diese Fremden ihr Getreide oder andere Waren am Sabbat oder einem anderen heiligen Tag zum Verkauf bringen, wollen wir ihnen nichts abkaufen. Jedes siebte Jahr lassen wir das Land brachliegen und erlassen alle Schulden.  
33 Wir verpflichten uns, jährlich einen Drittelschekel* für den Dienst im Tempel unseres Gottes zu geben,  
34 für die geweihten Brote, für die täglichen Speis- und Brandopfer, für die Opfer am Sabbat, am Neumondfest und an den übrigen Festtagen, für die geweihten Gaben und die Sündopfer, die Israels Schuld tilgen sowie für alle Arbeiten am Haus unseres Gottes.  
35 Die Lieferung des Brennholzes für die im Gesetz vorgeschriebenen Opfer auf dem Altar Jahwes, unseres Gottes, losen wir zusammen mit den Priestern und Leviten jährlich aus und bestimmen so, welche Sippen es zu den festgesetzten Zeiten liefern müssen.  
36 Jedes Jahr werden wir die ersten Früchte von unseren Feldern und Fruchtbäumen zum Haus Jahwes bringen.  
37 Wie es im Gesetz vorgeschrieben ist, werden wir auch unsere erstgeborenen Söhne* sowie die Erstgeburten von unseren Rindern und Schafen zu den diensttuenden Priestern im Haus unseres Gottes bringen.  
38 In den Vorratsräumen des Tempels werden wir ihnen auch den Brotteig aus dem ersten Getreide des Jahres abliefern sowie die besten Früchte unserer Bäume, den ersten Wein und das erste Olivenöl. Den Leviten geben wir den Zehnten vom Ertrag unserer Felder, denn sie erheben den Zehnten an allen Orten, wo wir Ackerbau betreiben.  
39 Wenn die Leviten den Zehnten in Empfang nehmen, soll ein Priester, ein Nachkomme Aarons, in ihrer Begleitung sein. Den Zehnten vom Zehnten sollen die Leviten nämlich an den Tempel abliefern und in die Vorratskammern dort bringen.  
40 In diese Räume sollen die Israeliten und die Leviten das Getreide, den Wein und das Olivenöl abliefern. Dort werden die Gegenstände für den Tempeldienst aufbewahrt, und dort halten sich auch die diensttuenden Priester, die Torwächter und Sänger auf. Wir wollen das Haus unseres Gottes nicht vernachlässigen."

Anbetung 
Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen
 Beginn: 10:30 Uhr

Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

 Sonntagszitat:


"Eine religiöse Erweckung besteht aus der Erneuerung der Liebe 
und Gnade des Volkes Gottes 
und einer daraus resultierenden Bekehrung von Sündern zu Christus."
(Charles G. Finney)
 "Ein Kompromiss macht einen Christen unfruchtbar und unglücklich. 
Dann ist man wie ein Seiltänzer, 
immer balancierend zwischen Hoffnung und Furcht. 
Bei völliger Hingabe sind wir wie einer, 
der auf der Rolltreppe steht. 
Entspannt an Jesu Seite geht es immer höher hinauf.
(Corrie ten Boom) 
Nur radikales Christentum ist normales Christsein. 
Es geht um Hingabe, nicht um einen Flirt.
(Wolfram Kopfermann)

Samstag, 18. November 2017

Umsonst ...

Hier ein weiteres Gedicht meines Freundes, Ekkehard Drodofsky. Mit Genehmigung abgedruckt.

Umsonst 

Da gibt es was umsonst, hör ich die Leute munkeln.
Meine Ohren sind gespitzt, meine Augen funkeln.
Ich spreiz die Finger, streck die Hand.
Jetzt wird schnellstens losgerannt.

Ich stell mich immer eifrig an,
wenn ich was ergattern kann.
Hier wird Kuchen heut' verteilt,
drum bin ich auch gleich hingeeilt.

Dort gibt es Gratis-Limonade.
Käm' ich zu spät: Das wär' ja schade.
Und werden Kulis angeboten,
raff ich gleich zehn mit meinen Pfoten.

Mal sind es Pröbchen von der Creme
(auch wenn ich sonst nie eine nehme),
mal für den Zirkus freie Karten,
mal Blumenzwiebeln für den Garten.

Da gibt’s für wenig Geld drei Lose.
Fällt mir das Glück heut' in den Schoße?
Ich würd's am liebsten Allen sagen,
was ich heut' gratis heim getragen.

Was man auch kriegt, das sammle ich:
der ganze Plunder – fürchterlich !

So habe ich zu Hause schon
ein halbes Dutzend Telefon,
fünf Pfännchen (auch wenn die nichts taugen),
acht Flaschen Tropfen für die Augen,
Kalender von der Drogerie
(ich nutz' sie nicht, doch hab ich sie),
und jede Menge Gutscheinkarten,
die auf die Einlösung noch warten.

Ich horte jedes gute Stück,
erhoff' mir davon Lebensglück.
Und oft es mir vom Jackpot träumte,
den dann ein And'rer stets abräumte.

So jag' dem Glück ich hinterher.
Zufrieden sein ist wirklich schwer!

Doch heute morgen ist's gewesen,
als in der Bibel ich gelesen.
Da hat ein Wort mich sehr getroffen
von Menschen, die auf's Glück stets hoffen.

JESUS hat einmal erzählt
von einem, den nicht Mangel quält.
Ja, der war reich, der hat genug.
Er hat Erfolg bei jedem Zug,
hat prall gefüllte Lagerhallen,
muss nie den Gürtel enger schnallen.

Doch JESUS spricht zu ihm: „Du Narr!“
(Das fand ich etwas sonderbar).
„Du wirst schon bald ganz plötzlich sterben,
und all dein Zeugs bleibt für die Erben.
Vor GOTT kannst du einmal nicht prahlen
mit Besitz und großen Zahlen“.

Und JESUS endet die Geschicht',
doch fertig ist's damit noch nicht:
Wenn einer meint, ist doch famos,
ich hab das Mega-Super-Los,
ich habe echt Erfolg im Leben,
dem will der HERR den Ratschlag geben:
Wenn deine Seele Schaden leidet,
wenn sie gegen GOTT noch streitet,
dann lohnt sich all das Äuß're nicht.
Es verblasst in GOTTES Licht.

Drum will ich nach erfülltem Leben,
wie GOTT es meint, vor allem streben. 
Ekke Drodofsky, Mai 2015

Freitag, 17. November 2017

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ so heißt es in einem unserer Sprichwörter. Und es bewahrheitet sich öfter als wir es uns wünschen. Die Bibel drückt einen ähnlichen Gedanken aus, wenn es in Galater 6:7 heißt:

Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.

Vor Jahren ergaben Untersuchungen, dass Kinder, die Handgreiflichkeiten zwischen ihren Eltern beobachten, sich mit 6fach höherer Wahrscheinlichkeit gewalttätig gegenüber ihrem Ehepartner verhalten, nachdem sie geheiratet haben. Wenn diese Kinder zusätzlich von ihren Eltern misshandelt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit 12x höher als bei anderen, dass sie ihre späteren Ehepartner misshandeln werden. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Was der Mensch sät, wird er ernten!

Eine andere Untersuchung illustriert einen weiteren Gedanken. Der Informationsdienst „Topic“ berichtet von einer Untersuchung des ‚LifeWay-Forschunginstituts’ in Nashville / USA. Kinder, die in ihrer Kindheit und Jugend in der Bibel lesen, leben mit großer Wahrscheinlichkeit auch später als bekennende Christen.

Welches Verhalten, welche Rituale haben den größten Einfluss auf die Weitergabe des Glaubens innerhalb der Familie? Eltern, deren Kinder ihren Glauben auch als Erwachsene leben, sagten, der wichtigste Faktor für die geistliche Entwicklung ihrer Kinder sei die regelmäßige Bibellektüre gewesen, der Same des Wortes Gottes. Was der Mensch sät, wird er ernten!

Was säen wir als Eltern in das Leben unserer Kinder? Was sehen sie in uns? Sehen sie uns beten, Gottes Wort lesen, einander lieben. Welche Prioritäten fürs Leben säen wir durch unser Beispiel in ihr Leben hinein? Was der Mensch sät, wird er ernten!

Was säen wir an unserem Arbeitsplatz? In unserer Nachbarschaft? Was säen wir in unserer Ehe? Es ist auf alle Lebensbereiche anwendbar: „Was der Mensch sät, wird er ernten!

Und der Herr in Seiner Güte gibt uns guten Samen und enorme Hilfestellung, was und wie wir säen können. Er erklärt in Galater 5:22 und Philipper 4:8:

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. / Alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, dem denket nach!“

Jeder Tag ist ein Säen in die Zukunft. Jedes Beispiel, das wir geben, wird Früchte tragen. Die beiden Bibelverse nennen die Namen vieler verschiedener Samenkörner, die wir heute säen können. Such’ Dir doch einfach mal ein oder zwei Samenkörner aus, die Du heute besonders intensiv kultivieren und ausstreuen möchtest. Und dann bitte Jesus, dass Er Dir dabei hilft.

Donnerstag, 16. November 2017

Jünger Jesu - steht auf!

Eigentlich sind es ganz gute Nachrichten, die uns das "PEW Research Center’s Forum on Religion & Public Life" in einer Studie liefert, die Ende Dezember 2012 veröffentlicht wurde (Quelle: hier)

Nach dieser Studie sind Atheisten weltweit in der Minderheit. Mit nur 1,1 Milliarden stellen sie gerade einmal 16% der Weltbevölkerung. In nur 5 Staaten der über 230 Länder der Erde sind Atheisten in der Mehrheit. 32%, (2,2 Mrd) also doppelt so viele, zählen sich zum christlichen Glauben. 1,6 Milliarden sind Muslime. Der Hinduismus hat 1 Milliarde Anhänge, der Buddhismus 500 Millionen, das Judentum 14 Millionen.

Das klingt zunächst einmal gut. Die Aufschlüsselung der „Christen“ bringt dann etwas Ernüchterung, denn selbst christliche Sekten fließen in die 32% mit ein. Von den 2,2, Milliarden Christen sind 50% katholisch, 37% protestantisch, 12% orthodox. Christliche Sekten, wie etwas die Zeugen Jehovas, die Mormonen und andere machen ein weiteres Prozent aus. Wie viele Evangelikale Christen unter den 2,2 Milliarden eingerechnet sind, ist unsicher. Zahlen variieren zwischen 400 – 800 Millionen weltweit. Was gesagt werden kann ist, dass das Wachstum der Evangelikalen sogar deutlich das Wachstum der schnell wachsenden Religion des Islam übersteigt.

Nur noch 1% der Christen lebt dort, wo die Wiege des Christentums steht: im Nahen Osten.  Neun von zehn Christen leben in „christlichen“ Ländern. In Deutschland sind es 2/3 der Gesamtbevölkerung.

Genug der Statistiken. Was mir bei all diesen Zahlen auffällt ist die Tatsache, dass der relativ hohe Prozentsatz der Christen an der Weltbevölkerung, und der noch höhere in der deutschen Bevölkerung nur wenige Spuren hinterlässt. In vielen aktuellen Fragen sind christliche Perspektiven kaum hörbar. Wir lassen uns oft und deutlich in die Defensive treiben.

Vor Jahren äußerte ich mich in einem Leserbrief an unsere Lokalzeitung positiv zu biblischen Werten der Familie. Eine Flut mehrheitlich zustimmender Reaktionen erreichte mich. Die häufigste Aussage überraschte mich und lautete: „Vielen Dank für Ihren Mut, sich so klar zu äußern.“  Was ich am wenigsten empfunden habe: dass es für meinen Leserbrief ‚Mut’ brauchte. Auf negative Reaktionen muss man gefasst sein, wenn man sich auf die Grundlage der Bibel stellt und dafür eintritt. Aber was ist die Alternative? Zu schweigen? Kompromisse zu schließen? Wir leben in einem freien Land mit Religions- und Meinungsfreiheit. Was kann uns passieren, wenn wir uns auf Gottes Seite stellen? Was kann uns passieren, wenn wir uns auf der Grundlage der Bibel äußern zu Themen wie Abtreibung, Korruption, Mutterschaft, homosexuelle Partnerschaften, Autorität und Inspiration der Bibel, Schöpfung? Was kann uns passieren?

Das Christentum ist die stärkste Religion auf der Erde. Der Einfluss der Christen abnehmend, besonders dort, wo sie in der Mehrheit sind. In unserem eigenen Land werden Medien und Lehrstoff von nichtchristlichen, teilweise antichristlichen Inhalten dominiert.

Ziel ist nicht eine Motivation, auf die Barrikaden zu gehen und Ärger zu machen. Dazu hat Jesus uns NIE aufgerufen. Jesus hat uns aufgerufen, als Licht in dieser Welt zu leuchten, zu lieben und Friedensstifter zu sein. Das aber können wir nur, wenn wir Position beziehen. Position für die Wahrheit, Position für Jesus, Position für die Positionen der Bibel. Dazu bedarf es – zumindest in unseren Breitengraden – keinen übermenschlichen Mut. Was es braucht sind biblische Prioritäten: Jesus zuerst! Wenn Jesus zuerst kommt, leben und bewegen wir uns in Seinem Windschatten. In Seinem Windschatten bekennen wir uns zu Ihm, halten an biblischen Positionen fest, stehen dafür auf, nennen Lüge Lüge und Wahrheit Wahrheit. Das ist Nachfolge!

Gemeinsam mit anderen geht das am besten. Biblische Nachfolge aber ist nicht von anderen abhängig. Solange Jesus vorangeht und wir nahe an ihm bleiben, sind wir sicher. In dem  bekannten Lied „Ich bin entschieden, zu folgen Jesus“, heißt es in der zweiten Strophe: 

Ob niemand mit mir geht, doch will ich folgen,
Niemals zurück, niemals zurück.
 

Jünger Jesu! Gemeinde Jesu! Lasst uns Jesus folgen. Lasst uns an Ihm festhalten. Lasst uns unseren Mund aufmachen, Ihn bezeugen und nach Seiner Wahrheit leben. Jünger Jesu – steht auf!

Mittwoch, 15. November 2017

Namen

Eine Krankenschwester erzählt: Es war der zweite Monat meiner Ausbildung zur Krankenschwester. Wir hatten Bockunterricht. Eines morgens kam der Lehrer mit einem unangemeldeten Test. Als gewissenhafte Schülerin las ich erst mal schnell über alle Fragen des Tests – bis ich zur letzten kam: "Was ist der Vorname der Frau, die ihr Klassenzimmer reinigt"

„Ha,“ schmunzelte ich, „eine Scherzfrage zum Abschluss.“ Natürlich hatte ich die Putzfrau mehrere Male gesehen. Sie war groß, hatte dunkle Haare, war Mitte 50 … aber wie konnte ich ihren Namen kennen. Ich gab nach einiger Zeit den Test ab und ließ die letzte Frage unbeantwortet.

Bevor die Stunde um war, fragte ein Schüler, ob die letzte Frage eine Frage sei, für die es Punkte gäbe. "Auf jeden Fall," antwortete der Lehrer. "In ihrem Job werden Sie eine Menge Menschen treffen. Alle sind wichtig und haben Bedeutung. Jeder Mensch verdient Ihre Aufmerksamkeit, selbst, wenn es nicht mehr ist als ein Lächeln und ein freundliches ‚Hallo’."

Diese Lektion werde ich nie vergessen. Außerdem fand ich heraus, dass sie Dorothee hieß.


Als ich diese Geschichte las, musste ich daran denken, wie viele Menschen ich wohl täglich „sehe“, und sie doch nicht sehe. Nicht nur, die Leute, die unten in unserem Gemeindehaus putzen und alles für die nächste Veranstaltung wieder schön sauber machen – auch die Leute, die ich regelmäßig sehe auf dem Weg zur Arbeit, beim Bäcker oder im Supermarkt. Ich kenne die meisten Namen nicht – von den Meisten weiß ich gar nichts, kenne nur ihr Gesicht.

Die Geschichte ermutigt mich, Menschen bewusster zu „sehen“. Aber sie erinnert mich an einige Bibelverse, die mich noch mehr ermutigen.

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, 
sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3:16)

Jeden Namen kennt Gott, jede Person jedes Landes auf dieser Welt. Er kennt Dich und mich. Niemand ist Ihm egal, unwichtig oder zweitrangig. Er kennt jeden wie ein Vater Sein eigenes Kind kennt.

Aber jetzt, so spricht der Herr, der dich geschaffen,
Jakob, und der dich gebildet hat, Israel:
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst!
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.
(Jesaja 43:1)

Das ist noch mal eine Ebene besser. Das ist das Ultimative. Gott kennt uns nicht nur wie ein Vater Sein Kind, sondern er ist unser Vater geworden, indem Er uns erlöst hat. Er hat unseren Namen in unseren Mund genommen und uns gerufen. Hast Du Ihn gehört? Bist Du zu Ihm gekommen?

Gottes Wort bringt das Gegenteil von dem zum Ausdruck, was die Geschichte zu Beginn zum Ausdruck bring: Jeder Mensch – auch Du – bist Gott wertvoll. Er kennt Dich beim Namen. Er nimmt Deinen Namen in den Mund, ruft Dich und möchte Dein Retter und Vater sein. Du bist geliebt, wertvoll geschätzt!

Ach ja, und danke an all die fleißigen Hände, die unten die CCFG Gemeinderäume säubern, wenn ich oben im Büro bin. Eure Arbeit bleibt nicht unbemerkt und ist sehr geschätzt!

 Herzliche Einladung zu unserem
Jüngerschaftstreffen (Biblstunde) @ CCFG

Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: heute, 19:30 Uhr